Zander 4/3 gegen Dadant 12 US ?

  • Werbung

    Frage: Gibt es bei Betriebsweise große Unterschiede zwischen

    Zander 4/3 und Dadant 12 US oder sind sie sehr ähnlich in Praxis?

    Nein! im übrigen kann man mit jedem Maß und jeder Betriebsweise imkern, alle habe Ihr Vor- und Nachteile und sind oft auch für Bienen mit unterschiedlichen Eigenschaften entwickelt worden. Die Frage ist eher, mit welcher Betriebsweise möchtest Du arbeiten - was man ohne "reinschnuppern" und nur mit Theorie im Kopf, nur extrem schwer einschätzen kann, ja es ist fast unmöglich. Vieles was beim zusehen toll aussieht kann sich bei eigener Verwendung als nicht mehr toll herausstellen und umgekehrt. Daher ändern viele im Laufe ihres Imkerlebens ihre Präferenzen, Betriebsweisen und Beuten...

    Das einzige was wirklich wichtig ist, ist die Entscheidung anzufangen (oder es beleiben zu lassen) - alles andere ergibt sich dann schon ;-) :-) - also nicht so viel Nachdenken, einfach machen...

  • ...

    Deshalb der Wink was bei ihm in der Gegend so genutzt wird. Wenn niemand Dadant nutzt wird es da schwer sein mal einen Ableger zu kaufen bzw. verkaufen, gerade am Anfang...

    Dass dieser oft gehörte Rat die Beutenwahl beeinflussen oder gar dominieren sollte, da bin ich inzwischen nicht mehr sicher. Sicher bin ich mir hingegen, dass er der Hauptgrund dafür ist, dass sich "neue" Beutentypen und Betriebsweisen in D so langsam verbreiten, sattdessen das Festhalten an Althergebrachtem vorherrscht.
    Ist die einfache Zusetzbarkeit von Brut- und/oder Futterwaben in den ersten ein, zwei Jahren angesichts von Alternativen (kleineres Maß in leere Rähmchen einbinden, Kunstschwarm auf Mittelwände, der dann natürlich gefüttert werden muss) wirklich so erstrebenswert, dass sie einen im Zweifel faulen Kompromiss beim Werkzeug und evtl. sogar der Betriebsweise aufwiegt, mit dem man sich dann jahrelang herumquält?

    Denn machen wir uns nichts vor: der normalverdienende Feld-, Wald- und WiesenHobbyimker wird nicht nach ein paar Jahren eine komplett neue Ausstattung kaufen, weil sich etwas anderes als für ihn passender erwiesen hat, auch wenn es "nur" um fünf oder zehn Völker geht. Schlicht aus finanziellen Gründen. Bekanntlich hält nichts so lange wie ein Provisorium, es sei denn der Leidensdruck ist wirklich sehr groß. Das ist dann keine graue Theorie, sondern dass haben mir inzwischen auch einige Imker mit ein paar Jahren Erfahrung so gesagt und selbst in einer Veröffentlichungen las ich es bereits ("wenn ich nochmal anfangen würde,..." bzw. "Anfängern würde ich gleich zu 12er Dadant raten"; Zitate sinngemäß).

    Ich habe mich jedenfalls genau dazu entschieden. Vorher habe ich mich allerdings vor Ort erkundigt, ob ich mich damit per se zum Außenseiter mache, mit dem keiner was zu tun haben will. Das ist erfreulicherweise nicht der Fall. Das kann lokal natürlich anders aussehen und eine lokale Anbindung ist sicher wichtig.

    Aber "nur" um ganz zu Beginn einfacher Fremdwaben übernehmen zu können?

    "I am sorry, sir, but I am not convinced..."

  • Waldi

    Es geht nicht um den Austauch von Futterwaben etc. Es geht darum sich mal Ableger kaufen zu können wenn man mal Schiffbruch erleidet. Oder später Ableger oder Völker zu verkaufen wenns mal zu viel wird.

    Futterwaben von anderen Imkern zu nehmen würde ich niemand, weder Anfänger noch "Profi" (die brauchen das eh nich) raten.


    Gruß Chris

  • Chr!s Ich schrieb ja auch "Fremdwaben". Damit meinte ich keineswegs nur Futterwaben.

    Und bei Brutablegern sowie Feg- bzw. Flugling hänge ich doch sowohl Brut- als auch Futterwaben um.

    Ein Kunstschwarm ist aufwändiger, ja. Aber er bietet m.E. verschiedene Vorteile, neben der Freiheit in der Wahl der Behausung v.a. möglichst milbenarm zu starten.

    Oder habe ich da etwas grundsätzlich falsch verstanden bzw. völlig praxisferne Vorstellungen?


    Das man selbst schlechter Ableger verkaufen kann, hält mich eigentlich nicht ab. Zum einen kann ich (muss ich?) die gerade bei wenigen Völkern selbst verwerten, zum anderen glaube ich, dass das in einigen Jahren schon wieder anders aussieht - v.a. wenn man den Nachwuchs wohlwollend auch bei der Wahl nicht ortsüblicher Beuten/Betriebsweisen unterstützt. Wie gesagt: "hätte damals auch mit Dadant anfangen sollen" habe ich einige Male so oder in abgewandelter Form schon gehört. "Hätte ich damals doch bloß in DN angefangen..." noch nicht.


    Und bevor ich zu sehr auf den Hut bekomme: das man auch in DN oder im Zweifel im Bienenhäusschen mit ganz alten Wabenmaßen erfolgreich imkern kann, bestreite ich garnicht. Das mir die Praxiserfahrung fehlt, ist nur ein Grund dafür.

    Dennoch werde ich den Eindruck nicht los, dass es in mehrfacher Hinsicht einfachere Wege gibt zu imkern - auch wenn da uU dann in der jetzigen Imkerlandschaft der Einstieg etwas aufwändiger wird.


    Kurz gesagt und auf den TE bezogen: wenn man mit ungeteiltem aber angepasstem BR arbeiten will, erscheint es mir am plausibelsten, das in der dafür entwickelten Beute zu tun. Gerade wenn man am Anfang steht und noch die Wahl hat.

  • Einen Ableger bekommst du in der Regel aber nicht ohne Brutwaben, zumindest hab ich noch keinen gesehen.


    In meinem näheren Umfeld war damals niemand bereit Kunstschwärme zu erstellen, von vielen weiß ich mittlerweile dass sie auch nich wissen wie's geht. Traurig, aber wahr. Da gabs/gibts nur Ableger im Standmaß die du im Juni abholen kannst.


    Gruß Chris

  • Hallo Leute, ich verstehe die ganze Diskussion nicht, es gibt so viele Möglichkeiten das warm was zu ändern oder bin auf ein anderes Maß umzulogieren. Es gibt sogar Universalbeuten. Deshalb ist es meines achtens völlig wurscht, mit was in der Nachbarschaft geimkert wird. Da ich selbst auch sehr individuellen Gründen im DNM imkere, Das bessere Maß aber in der DD sehe, habe ich dies beim Imker-Patenkind empfohlen. Er hat sich daraufhin zwei DD-Beuten gekauft. Wir haben dann Anfang Juli zwei Ableger in DD auf 5 MW abgefegt und die zuerst flüssig und dann mit Futterteig aufgefüttert. Sie sind heute gut geflogen und tragen Pollen ein. Nächste Woche werden die Schiede gesetzt. VG

  • Einen Ableger bekommst du in der Regel aber nicht ohne Brutwaben, ......Da gabs/gibts nur Ableger im Standmaß die du im Juni abholen kannst.

    wo ist das Problem? Man bekommt jede Wabe in ein anderes Beutensystem, wenn man nur will und über die erste Anfängerscheu hinweg ist. Bei mir z.B. musste damals mein erstes Anfängervolk aus einer Bienenkiste mit seinen ca. 70cm breiten Waben in meine neuen Dadantkisten umziehen.

    In einem anderen Fall ging es auch um 70cm-Waben, aber da waren die Waben 70cm hoch, nicht breit...ging auch! :wink:

  • Moin,


    kommt natürlich auch auf deine Umgebung an, welches Rähmchenmaß vorherrscht. Mir war das damals egal und ich bin direkt den Weg zur 12er Dadant gegangen. Bereut hab ich das bisher nicht.

    Das sehe ich auch so. Was andere vorherrschend benutzen, ist für mich das allerletzte Kriterium. Mit Dadant US und DNM 1,5 bin ich vollauf zufrieden. Wenn wirklich einmal "externe", hoffentlich nicht noch größere Rähmchen hinzuzuhängen sind und diese hinsichtlich ihrer Länge nicht passen, kann man diese in den größeren Rähmchen befestigen, z.B. mit Draht oder Kabelbinder.

  • Was andere vorherrschend benutzen, ist für mich das allerletzte Kriterium.

    Was für Dich das allerletzte Kriterium ist, kommt so'ne Zehnerpotenz hinter dem Sack Reis, der in China umfällt. Du hast nichtmal das Thema verstanden 😂

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo,

    also ich stand grade vor mehr oder weniger derselben Entscheidung. Ich habe bereits einige Völker auf Zander und Dadant US/12. Ich sehe bei beiden Kisten Schwächen und Stärken.


    Ich habe alles zusammen in eine Gewichtete Entscheidungsmatrix (so geht das: https://t2informatik.de/wissen-kompakt/entscheidungsmatrix/) geworfen. Hat mir aber nur ein bisschen geholfen.


    Ich werde nun Kisten nach der Arge Magazinimker http://magazinimker.de/ besorgen und selber etwas modifizieren. Das wird dann Dadant 10, 159mm Honigräume, Dickwaben. Nicot-Fütterer. Gerade Blechdeckel. Meine Modifikation: Ausfräsen der Rähmchen-Auflage um 5mm, nach unten, damit noch Schienen bzw. Rechen montiert werden können. (Die Arge-Kisten kommen i.d.R. ohne Schienen/Rechen). Da werden sich immer wieder mal ein paar Zander-Bruträume dazwischen mischen, das ist aber in dem System kein Problem.

    Material gibt's z.B. beim Holtermann, Bergwinkel und noch einigen anderen. Honigräume und Bruträume für Langstroth/Dadant können auch günstig als Bausatz aus Ost-Europa geordert werden. Oder bei handwerklichem Geschick und Ausstattung selber bauen.


    Inzwischen ist mir auch klar geworden, das ich NICHT zwischen Zadant / Zander / Dadant etc.. entscheide. Es sind eigentlich 2 oder mehr unabhängige Entscheidungen.

    Die erste ist die für das Rähmchenmaß. In D wären das Zander / DN / Langstroth/Dadant (absolute Exoten mal außen vor) - also quasi nur die Länge der Oberträger.

    Die zweite ist die Entscheidung für einen oder zwei Bruträume bzw die Höhe. Also Zander vs Zadant bzw. Langstroth vs Dadant und DN vs. DN 1,5.

    Hieraus können noch weitere Entscheidungen resultieren.... (z.B. kann man bei Zander oder Langstroth auch bei normalen Bruträumen mit nur einem BR arbeiten), Höhe der Honigräume, Holz vs. Kunststoff-Kisten, etc....


    Das Problem in deiner Situation ist, du musst etwas basierend auf der Meinung anderer entscheiden, ohne selber eine fundierte Fachkenntnis oder Erfahrung zu haben - so wie üblicherweise manche Führungskräfte oder Politiker... und wir wissen alle, wie das manchmal ausgeht.


    Meine Persönliche Meinung:

    - Holz - persönliche Überzeugung

    - Rähmchen: Langstroth / Dadant. Mich überzeugt die technische Ausgestaltung der Rähmchen. Und da kann man z.B. ohne Probleme temporär ein Zanderrähmchen mit reinhängen kann - z.B. bei der Ableger-Bildung oder beim Umhängen von Winterfutter, da diese nur etwas schmäler sind. Umgekehrt geht das nicht.

    - Ein Brutraum finde ich ansprechender. Hat mehrere Gründe. Siehe Literatur und Forum.

    - Honigraum im Halb oder 2/3 Maß. Leichter. Besser für Radial-Schleudern. Leichter beim Handling einzelner Waben - z.B. beim Entdeckeln

    - Dickwaben - Besser für das Entdeckeln mit dem Messer - ich will "viel" Wachs, damit ich meinen Wachskreislauf irgendwann mal "zu" bekomme.

    - Dann blieben für mit noch 3 Optionen: Dadant 12er, Dadant 10er (schmälere Version vom 12er) oder die Magazinimker-Kisten.


    Letztere haben mich aus folgenden Gründen überzeugt (Reihenfolge entspricht nicht der Gewichtung):

    - Dadat 12 Zargen kommen mit unterschiedlichen Holzstärken ja nach Hersteller, das kann dann auch mal Absätze zwischen HR und BR geben. "Echte" Arge Kisten haben immer 25mm.

    - Kompatibilität zwischen Zargen verschiedener Rähmchen-Abmessungen

    - Brauchen weniger Platz auf dem Anhänger als Dadant 12 und bezüglich 12er Dadant wird immer wieder genannt, das da noch ne Futtertasche reinpasst. Da ich die aber auch nicht sooo mag ist das mir egal

    - Beespace ist oben -> die rausquellenden Bienen sitzen bei Dadant sofort auf der Auflagefläche und du bekommst die da nie alle runter - habe gefühlt bei Dadant 12 bei jedem Schließen der Beute einen Massenmord - Trotz "quer" schieben des Deckels. Ist mir bei meinen Zander-Beuten nicht so extrem vorgekommen.

    - Rähmchenmaß für die Honigräume ist Langstroth 2/3 (195mm)- da gibt es weniger Chaos bei den Rähmchen (Die "Dadant" Honigraum-Rähmchen sind hierzulande mit 141mm / 143 mm in der Höhe verfügbar, unterschiedlich breite Ohren je nach Lieferant)

    - Die Kisten sind - wenn nach den Vorgaben der Arge gefertigt - mit 25mm Holzstärke, was das Arbeiten mit den Griffmulden zumindest halbwegs erträglich macht, da dies dann auch tiefer sind als bei 20/22mm Holz. Der Qualität und Stabilität schadet das auch nicht.

    - Die mir wichtigen Leisten / Rechen kann ich mit überschaubaren Mitteln und hoher Wiederholgenauigkeit an fertigen oder als Bausatz gelieferten Zargen nachträglich anbringen.

    - Für Langstroth gibt es VIEL Zubehör, also auch International. Siehe die Nicot-Fütterer etc....

    - Falls ich doch aus irgendeinem Grund das Rähmchenmaß wechsle, kann ich den ganzen Kram drum rum weiterverwenden.


    Meine Lieblings-Argumente für Zander/Zander 1,5 sind übrigens:

    - Viel gebrauchtes Material auf dem Markt (Gelegentlich gibt ne komplette Klein-Imkerei mit Völkern und Ausstattung zu guten Konditionen im Markt)

    - Einfacherer Völker-/Ableger-Tausch bei Nachbarn / Verein - geht aber auch so, s.o.

    - Lange Ohren an den Oberträgern - etwas besser zu halten

    - Grifflisten an den Kisten - sehr angenehm beim Handling


    Eine weitere Frage ist hier hast du einen Paten oder zumindest jemand im Verein, der bei der Arbeitsweise deiner Wahl helfen kann, oder traust du dir zu die Informationen des Paten auf ein anderes System zu übertragen und dich selber in Betriebsweisen einzulesen? Ich habe meinen Paten eigentlich nur zur Bestätigung eigener Entscheidungen oder als "dritte" Meinung bei unklaren Entscheidungsfindungen gebaucht.

    Für mich als verkopftem Informatiker war es kein Problem die Brücke zu schlagen von mein Pate rät mir zu z.B. Teilen und Behandeln zu einer Totalen Brutentnahme bei Dadant. Und bei Dosierungen von AS muss man halt nachlesen und nicht blind die Mengenangaben übernehmen. Du verstehst was ich meine? Bist du autodidaktisch veranlagt schafft das jetzt u.U. Entscheidungsspielräume. Da muss du dir aber sicher sein.


    Ich hoffe ich habe dir mit meiner Sichtweise geholfen und nicht noch mehr Verwirrung geschaffen - dann bitte nicht schlagen ;-

  • Was andere vorherrschend benutzen, ist für mich das allerletzte Kriterium.

    Was für Dich das allerletzte Kriterium ist, kommt so'ne Zehnerpotenz hinter dem Sack Reis, der in China umfällt. Du hast nichtmal das Thema verstanden 😂

    Mal so als viellesender Forumsneuling gefragt :Handelt es sich hier um eine privaten Schlagabtausch zweier sich 'eh sich nicht mögender Forumsmitglieder, oder bin ich nur nicht in der Lage, den Sinn in solchen tendenziell, abwertenden Kommentaren zu erkennen :/.

  • Mal so als viellesender Forumsneuling gefragt :Handelt es sich hier um eine privaten Schlagabtausch zweier sich 'eh sich nicht mögender Forumsmitglieder, oder bin ich nur nicht in der Lage, den Sinn in solchen tendenziell, abwertenden Kommentaren zu erkennen :/.

    eher so um das Problem, dass manche nicht die Leute, welche sie nerven einfach vom Forum ausblenden lassen und sich dann immer wieder drüber aufregen, was die so schreiben.

    Die teilweise ebenfalls sehr grenzwertigen Reaktionen auf seine Beiträge hat sich der Freizeitimker hier vorher mit vielen seiner Beiträge erarbeitet. Ich muss aber zugeben, dass ich einzelne seine Beiträge nur noch einblenden lasse, wenn mich der Zusammenhang zu einer Reaktion interessiert. Sonst habe ich nicht den Eindruck etwas zu verpassen, wenn diese bei mir einfach ausgeblendet sind. Meinungen ersetzen keine Tatsachen oder Argumente und viele Worte nicht Inhalt :rolleyes:

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)