Blühmischung Honigertrag

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    Servusla,

    Ich bin heute mit einem meiner Landwirte mögliche Stellplätze für meine diesjährigen Ableger abgefahren. Ein Drittel seiner Gesamtfläche wird er heuer mit Blühflächen einsäen:

    einjährig

    https://bsv-saaten.de/naturplu…ischung.html?variant=6018


    Und fünfjährig

    https://bsv-saaten.de/bluehmis…trocken.html?variant=6038


    Das zweite Bild zeigt jeweils die Zusammensetzung der Mischung...


    Hat hier vllt.jemand schon Erfahrung mit dem Honigertrag ähnlicher Flächen?


    Wenn ich das so lese und überschlage, überlege ich ob ich nur einen der möglichen Stände als zentralen Ablegerplatz nutze und die anderen mit Wirtschaftsvölkern zur Honiggewinnung belege..


    Grüße

  • Du solltest vielleicht noch eine ungefähre Angabe zu den Flächengrößen machen.

    Wird wohl nicht so riesig sein, oder? Ein Großbetrieb wird eher nicht ein Drittel Blühfläche machen...


    Hier in Niedersachsen gibt's seit einigen Jahren vermehrt Blühflächen, wir haben ja auch die Imkerbeteiligung, da sind immer einige Hektar im 1km-Radius, im Honigraum merke ich das nicht.

    Trotzdem gut und wichtig.

  • Meiner Erfahrung nach bringen solche Blühflächen zwar eine anhaltenden Pollenversorgung, aber kaum Honig.

    An ehesten ist es die Phacelia, die nennenswert Nektar liefert.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Kann mich da meinem Vorredner nur anschließen. Mit der "Menge"an Honig rechne ich bei solchen Flächen nicht, da die Blühzeitpunkte der Pflanzen bei den Mischungen quasi über das jähr verteilt sind und zusätzlich die Prozentuale Menge der einzelnen Arten zu niedrig sind um wirklich die Menge zusammenzubringen.

    Zur Pollenversorgung von Ablegern kann ich solche Flächen absolut empfehlen.

  • An ehesten ist es die Phacelia, die nennenswert Nektar liefert.

    Hallo Welp,

    das habe ich anders erfahren müssen.

    Ein Ableger sollte sich am Phaceliafeld richtig gut entwickeln und auch für den Winter auffüttern. Fehlanzeige! Ich musste nachfüttern.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • An ehesten ist es die Phacelia, die nennenswert Nektar liefert.

    Hallo Welp,

    das habe ich anders erfahren müssen.

    Ein Ableger sollte sich am Phaceliafeld richtig gut entwickeln und auch für den Winter auffüttern. Fehlanzeige! Ich musste nachfüttern.

    Deine einmalige Ablegererfahrung widerlegt aber die Aussage nicht im geringesten?

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen

  • An ehesten ist es die Phacelia, die nennenswert Nektar liefert.

    Hallo Welp,

    das habe ich anders erfahren müssen.

    Ein Ableger sollte sich am Phaceliafeld richtig gut entwickeln und auch für den Winter auffüttern. Fehlanzeige! Ich musste nachfüttern.

    Deine einmalige Ablegererfahrung widerlegt aber die Aussage nicht im geringesten?

    Sollte sie auch nicht!

    War aber so. Andere haben an der Beünung auf Bio-Äckern gestanden (alles durcheinander) und haben sich sichtbar entwicklt. Das ist mir meine Wortmeldung wert gewesen.

    Kann das ja mal im Auge behalten und in 10 jahren darüber berichten :D

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Dank der Sonderförderung in MV habe ich hier seit Jahren große Bienenweideflächen (> 5 ha) im Flugkreis. Ich konnte bisher nur von zwei Trachtpflanzen nennenswerten Nektareintrag feststellen. Das war von Phacelia und Buchweizen.

    Der Gelbsenf leidet meist stark unter den Rapsschädligen.

    Einige der Pflanzen sind nur sehr schwach vertreten (z.B. Malve) oder honigen - bedingt durch Boden oder Sorte - ohnehin nicht (Sonnenblume).

    Die Phacelia ist recht trockenheitsresistent und ist gerade im Hochsommer mit Pollen stark vertreten.

    Bei den mehrjährligen Flächen dominiert in den Folgejahren der Ölrettich. Einige Sorte sähen sich kaum selbst aus. Nach 5 Jahren sind einige Pflanzen gar nicht mehr vertreten.

    Dazu kommt, dass die Landwirte für die Blühflächen die Schläge mit der geringsten Bodenqualität nehmen. Und die ist bei uns ohnehin schlecht.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Meine Erfahrung ist, dass ich zwar kein Winterfutter spare, aber die Völker sich an diesen Blüh- und Bienenwiesen wesentlich besser entwickeln.

    Besonders wertvoll sind für mich die Blüten im Herbst, wo es in der Agrarwüste nichts mehr zu holen gibt.

    Besonders stark sieht man das, wenn in der Region der Senf so blüht, dass die Bienen ihn nutzen können. Den Völkern gibt das nochmal einen Schub.


    Daher werde ich mir auf der Messe in Münster eine entsprechende Mischung holen und ca 20-25 qm einsähen. Irgendwo muss man als Vorbild ja vorangehen.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • An ehesten ist es die Phacelia, die nennenswert Nektar liefert.

    Hallo Welp,

    das habe ich anders erfahren müssen.

    Ein Ableger sollte sich am Phaceliafeld richtig gut entwickeln und auch für den Winter auffüttern. Fehlanzeige! Ich musste nachfüttern.

    Es kommt ja nicht nur und ausschließlich auf die Pflanze an. Mir hat ein Landwirt mal gesagt, dass die Phacelia gut wächst (respektive honigt) wenn der Grund eine gewisse Grundfeuchte hat. Also nicht zu trocken.


    Tom

  • Nektar besteht ja nicht zu ganz unwesentlichem Anteil aus Wasser...

    ...das muss folglich irgendwo her kommen...

    ...ist jetzt keine soo neue Erkenntnis.


    Phacelia durchwurzelt zwar sehr gut, aber nicht sehr tief.

    In trockenen Jahren kann da ein Tiefwurzler, der der Phacelia sonst unterlegen ist daher schon interessanter sein.


    ist aber auch immer die Frage, wie sich welche Pflanze (gegen andere) etablieren kann.


    Mischungen sind für den Honigertrag da eher nicht so der Bringer.


    Was die so oft angesprochen Pollenversorgung angeht: Wer hat schonmal einen Pollenmangel bei seinen Völkern beobachtet???

  • Ganz simpel Hasel hat geblüht vorm Flugbeginn und dann kamm nach ein paar Tagen die Russen Peitsche und der zweite Reinigungsflug war dann erst Ende März, aber im seit Ende Januar waren bis auch ne einstellige Tageszahl immer nur 6-8 Grad. Da fliegt nichts, und 2 Monate Brut ohne Nachschub, dafür reicht der Wintervorrat dann doch nicht, das Futter schon aber Pollen nicht.