Kleinzellige MWs, ?

  • Hallo,
    ich bin's schon wieder.


    Frage an die Spezialisten: wenn ich meine Mädels komplett auf 4,9er umsetze, wie groß werden die nachgezogenen Königinnen?
    Muß ich mir eventuell neue Absperrgitter zulegen???
    (Nackte-Panik-in-meinen-Augen-angesichts-meines-Kontostandes) :o :o

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,


    ziemlich sicher: Nein !


    Das ist nicht die Antwort eines der von dir gesuchten Spezialisten, sondern das Ergebnis von Überlegungen eines züchterischen Laien:


    Die Größe der königlichen Maden wird hauptsächlich durch die Qualität und Quantität des Futtersaftes bestimmt (also kaum Genetik, sondern Modifikation).
    Vermutlich richtet sich nach deren Größe und Bedürfnis auch das Ausmaß der Weiselzelle
    (dazu zwei Hinweise:
    1) Wenn ein Arbeiterinnen-Mädchen zur Nachschaffungs-Queen bestimmt wird, wird
    zunächst seine Wiege verbreitert.
    2) Wenn eine Larve abrutscht, wird die Zelle verlängert).


    Solange deine „Kleinen“ genug Pollen zur Produktion von hochwertigem Futtersaft haben, fleißig füttern und nicht durch die Versorgung von zu vielen Weiselwiegen überfordert werden, kannst du die Absperrgitter behalten.


    Bitte, bitte, behalte wenigsten eins, ich möchte wissen, ob sie durchkommen!


    Und außerdem habe ich irgendwo schon mal was von Betriebsweisen ohne dieses „Marterinstrument“ gelesen ;-) 


    Deiner Frage an die Spezialisten möchte ich mich gleich mit zwei weiteren anschließen:
    1) Gibt es gesicherte Angaben, ob (oder ob nicht) seit der Umstellung auf die großzelligen Mittelwände die Drohnenzellen ebenfalls größer geworden sind ?
    2) Sind die Königinnen tatsächlich größer geworden ?

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Hallo, Frieder,
    ja, ich hab auch schon gehört, daß es ohne gehen soll, aber das möchte ich nicht riskieren.


    Zu den Königinnen aus kleinzelligen Völkern hatte ich schon vor ein paar Monaten die Geschichte von einem US-Kollegen erzählt: in einem seiner Vergleichsvölker auf großen Zellen war die Königin tot oder weg. Er hatte nichts anderes und setzte eine Königin aus einem kleinzelligen Volk, die gut in Eilage war, in das große. Nach zwei Wochen stellte er fest, daß sie nur Drohneneier legte, schob die Schuld auf unzureichende Begattung und drückte sie ab.
    Er hat nicht nachgedacht!
    Natürlich könnte unzureichende Begattung schuld gewesen sein, aber ich halte es für viel wahrscheinlicher, daß der Königin, die ja an die kleinen Zellen gewöhnt war, die normalgroßen Arbeiterinnenzellen wie Drohnenzellen in ihrem kleinzelligen Volk vorkamen und sie entsprechend nur Drohneneier legte.
    Wahrscheinlich hätte sie in die großen Drohnenzellen dann wieder befruchtete Eier gelegt, in der Annahme, diese Größe wären Weiselzellen.
    Was meinst du zu dieser Geschichte?

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    Bruce Springsteen


  • Hallo Sabi(e)ne,


    vorab eine Schätzung: seit 10 Jahren kleinzellige Mittelwände bei einigen hundert Völkern in Amerika, Skandinavien und einigen Forumsteilnehmern hier; und als Ergebnis nur ein Bericht über 1 (i.W. eine !) kleinwüchsige Königin! Was ist mit deren Geschwistern? Vermutlich nicht erwähnt, weil alle normal.
     
    Das ist für mich eine während ihrer Madenzeit nicht optimal gepflegte, deshalb klein gebliebene Königin; folglich eine Modifikation und nicht die gewünschte Mutation, also kein Verlust für die Imkerschaft.


    Die Königin entscheidet nicht ob sie ein Ei befruchtet oder nicht. Wenn ich mich recht erinnere, übt die kleinere Zelle einen mechanischen Reiz aus, der schließlich zur Abgabe einiger Samenfäden führt. Möglich dass für diese mickrige Königin der entsprechende Druck in der größeren Arbeiterinnenzelle ausblieb, deswegen hier Drohneneier, und auch in den Drohnenzellen.



    Hallo Thomas,


    danke für den Hinweis!, von 7,3 abwärts bis 6,1 mm.



    @Besitzer „down-ge-size-ter“ Bienen: könnt ihr das bestätigen, habt ihr auch kleinere Drohnen erhalten?
    Kommen die vielleicht schon durchs Absperrgitter? ;-);-) 
    Antwortet doch bitte auch auf Sabi(e)nes Frage bezgl. Absperrgitter!

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


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  • Hallo, Frieder,
    wo steht denn, daß besagte Königin zwergwüchsig gewesen sein soll???
    Sie kam aus einem Volk mit kleinzelligen MWs, über ihre Größe gab es keine Angaben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß ein Profi eine echte Zwergenkönigin überhaupt verwenden würde.


    Wenn das stimmt, was du schreibst über den mechanischen Reiz, der zur Befruchtung führt, wie können denn dann die Damen Weiselzellen bestiften, die keine umgearbeiteten Arbeiterinnenzellen sind? (uäh, waas für ein Deutsch!)

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    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabi(e)ne,
    die Arbeitsbienen verengen den oberen Rand der Weiselzelle vor der Eiablage auf einen Durchmesser, der den Besamungsreiz auslöst.
    Nebenbei: An dieser Verengung kann man auch gut bereits fortgeschrittene Schwarmstimmung erkennen.
    nassauer

  •  
    Sorry Sabi(e)ne,


    da habe ich wieder mal mehr gelesen als der Text hergibt,
    denn in Gedanken war ich bei deiner Befürchtung wg. Absperrgitter und bei der früheren Klein-Königinnen-Selektion-Dikussion (uäh, waas für ein Jumbo-Wort ;-) )


    Bei diesen Gelegenheiten habe ich hoffentlich deutlich zum Ausdruck gebracht, dass ich nicht an die Zwergköniginnen glaube und diese fehlbrütige Königin (wenn Zwergin) hätte mich widerlegt. Ich bin erleichtert! :-) 



    @nassauer, besten Dank für die schnelle Hilfe!

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


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