Erstellung eigenen eigenen Wachskreislaufs mit eingeschmolzenen Altwaben (Thema in der aktuellen Biene)

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    Einmal durch die Strumpfhose reicht, wenn man das Wachs mit etwas Wasser sehr langsam abkühlen lässt.

    Bei mir ein Eimer in einer Styroporbox. Das dauert Stunden, bis das Wachs von der flüssigen zur festen Phase übergeht. Der Schmodder ist dann unten am Wachsblock und kann abgekratzt werden.Vollkommen ausreichend für Mittelwände.

    Ich nehme einen alten Hobbock, den ich nicht mehr für Honig nutze. Dann mache ich den Deckel drauf und lasse das noch flüssige Wachs langsam abkühlen. Da nehme ich mir mindestens 24 Stunden Zeit für. Dann ist es fest.

    Hast du Wasser mit drin?

    Ohne Isolierung kühlt das Wachs zu schnell ab. Da haben die Verunreinigungen zu wenig Zeit, nach unten abzusinken.

  • schritte , sind die auch aktive IF-Mitglieder?

    Hallo Jelle,

    nein. Ich gehe aber davon aus, wer Kleinmengen an Wachs umarbeiten lässt, will auf Nummer sicher gehen und persönlich dabei sein. Da spielt dann die Entfernung eine Rolle, nicht jede/r kann oder will ins schöne Franken fahren. Deshalb der Hinweis zu dieser aus meiner Sicht vertrauenswürdigen Möglichkeit in Nordhessen,

    viele Grüße

    schritte

  • Einmal durch die Strumpfhose reicht, wenn man das Wachs mit etwas Wasser sehr langsam abkühlen lässt.

    Bei mir ein Eimer in einer Styroporbox. Das dauert Stunden, bis das Wachs von der flüssigen zur festen Phase übergeht. Der Schmodder ist dann unten am Wachsblock und kann abgekratzt werden.Vollkommen ausreichend für Mittelwände.

    Ich nehme einen alten Hobbock, den ich nicht mehr für Honig nutze. Dann mache ich den Deckel drauf und lasse das noch flüssige Wachs langsam abkühlen. Da nehme ich mir mindestens 24 Stunden Zeit für. Dann ist es fest.

    Hast du Wasser mit drin?

    Ohne Isolierung kühlt das Wachs zu schnell ab. Da haben die Verunreinigungen zu wenig Zeit, nach unten abzusinken.

    Ich habe es immer so gemacht, dass ich Wasser in einem alten Einkocher auf 80 Grad erwärmt habe. Dann habe ich den einen Hobbock mit warmem / heißem Wasser aus der Leitung bis zu einer Höhe von ca. 10cm befüllt und den Hobbock in den Wasserkocher gestellt. Dann habe ich die Waben ausgeschnitten und in dem Hobbock im Wasserbad gekocht, bis der Wachs flüssig war.


    Danach dann die Strumpfhose über einen zweiten Hobbock gestülpt und das flüssige Wachs in den zweiten Hobbock abgegossen. In der Strumpfhose sammeln sich dann tote Bienen und anderes, was nicht in den Wachs soll. Dann entsprechend den Deckel auf den Hobbock mit dem abgegossenen Wachs. Bei mir dauert das wie gesagt mindestens 24 Stunden, bis der Wachsblock abgekühlt ist. Unter dem Wachsblock hatte ich dann eine ca. 1cm dicke Schmutzschicht. Ich gehe davon aus, dass die Zeit ausreichend ist, dass sich der Schmutz absetzt. Allerdings habe ich bei den Mehrfachfilterungen auch nach dem zweiten und dritten Einschmelzen noch genug Schmutz unter dem Wachsblock. Evtl. hast du Recht und ich sollte das besser isolieren. Werde ich diese Saison mal ausprobieren. Danke für den Input.


    Bei der Gelegenheit noch mal eine Frage in die Runde: Ich habe bewusst 80 Grad auf Temperatur gewählt. Wachs hat ja meines Wissens nach einen Schmelzpunkt von 68 Grad und bei mehr als 80 Grad kann das Wachs verbrennen. Ist das richtig? Kann die Temperatur zumindest etwas desinfizierend wirken? Wie ist eure Meinung dazu?

    Derzeit neun Völker in DNM 1,0 Holzbeuten.

  • Hallo Miteinander,


    nur frisch produziertes Wachs für Mittelwände zu haben/verwenden, ist Luxus. Bei mir jedenfalls klappt das mengenmässig ganz und gar nicht.


    Deswegen mache ich es so, dass ich Biomittelwände dazukaufe und diese sozusagen als Triplemix in den Wachskreislauf eingebe. Also meine umgearbeiteten Mittelwände bestehen somit aus konventionellem Altwachs, ursprünglichen Biomittelwänden und Entdeckelungswachs.


    Ich gehe davon aus, dass dies eine brauchbare Methode ist, um einer wahrscheinlichen Konzentration von Schadstoffen im Wachskreislauf mit den Jahren zu begegnen.


    Viele Grüsse von Benjabien

  • Müsste man nicht bei jedem Filtervorgang die Porengrößer verkleinern, wenn man durch mehrfaches Filtern einen Effekt haben will?

    Ja, da hast Du Recht. Das langsame Abkühlen, nach dem Durchsieben mit Strumpf, ist wichtig. Da sammelt sich unter dem Wachs die Tresterschicht und kann entfernt werden. Für Mittelwände, die selbst gegossen werden ist das meiner Meinung nach ausreichend. Die verbrauchte Energie und Zeit bei mehrmaligem Sieben finde ich ebenfalls nicht unerheblich

    Hallo,

    zwar ist die Energie nicht unerheblich.

    Aber wenn ich sehe, dass sich selbst noch nach dem 2. und 3. Aufschmelzen und langsamen Abkühlen (mehrere Stunden im heißen Wasserbad) unten eine Pollenschicht absetzt, nehme ich den Energieaufwand auf mich.

    Die Bienen nehmen diese Mitttelwände sehr schnell an.

    Zuviel Entdeckelungswachs machen die Mittelwände spröde und sie werden nicht so gerne angenommen wie wenn geschmeidigeres Altwachs mit drin ist.

    Ich versuchte schon nur mit Drohnen- und Entdeckelungswachs Mittelwände zu gießen. Meine Bienen bauten diese langsamer aus.


    Ich hatte vor 13 Jahren mit kontrollierten Mittelwänden angefange (teuer!) und den eigenen Wachskreislauf durchgehalten. Im Verein haben wir ein Mittelwandgießanlage.

    Aber es hat sich gelohnt! :)

    Ich ließ letztes Jahr sowohl auf Paraffin/Stearinverunreinigungen und auf Rückstände Varraomittel untersuchen und bin jetzt auf der sicheren Seite.


    Fazit für mich: Es ist eher eine Frage des Reinigen des Wachses anstatt des ausschließlichen Gebrauches von Entdeckelungs- und Drohnenwachs.

    Eine gute Durchlezung wünscht

    Andreas

    P.S. Einige Völker haben gut durchge"futtert".


  • Bei der Gelegenheit noch mal eine Frage in die Runde: Ich habe bewusst 80 Grad auf Temperatur gewählt. Wachs hat ja meines Wissens nach einen Schmelzpunkt von 68 Grad und bei mehr als 80 Grad kann das Wachs verbrennen. Ist das richtig? Kann die Temperatur zumindest etwas desinfizierend wirken? Wie ist eure Meinung dazu?

    Hallo. Nein, es verbrennt definitiv nicht bei > 80 Grad. Da must du schon Seher viel höher sein als 80 Grad. Es ist aber so, daß es einen Wärmeschaden bekommt. Zum einen gibt es leicht flüchtige Stoffe im Wachs die beginnen schon unterhalb 80 Grad zu verdampfen. Dies schein aber kein Problem zusein. Mit 80 oder 100 Grad wird man auch die meisten Pilz- / Virus- / Bakteriengattungen abtöten, aber nicht alle. So z. B. Die AFB. Daher erhitzen die Umarbeiter auf 120 Grad. Damit hier keine Komponenten verdampfen geschieht dies unter Druck (Siedepunkt Erhöhung) und so kurz wie möglich, so lange wie nötig. Zum Anderen zeigt sich ein Wärmeschaden dadurch, daß Komponenten sich zersetzen. I. D. R. Knachen die Kohlenstoffketten auf.

    Wer Kinder hat, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

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  • Das ganze kann man natürlich noch weiter spinnen. Viel Wachs für die Mittelwände stammt aus Afrika oder Asien von anderen Bienen Rassen. Hier ist die Zusammensetzung auch eine andere. Ebenso ist belegt das jedes Volk seinen eigenen "Wachs Fingerabdruck" hat. Das ist auch für viele ein Grund des naturwabenbau. Hier hat jedes Volk sein eigenes, unbehandelte Wachs. Wo man hier die Grenze zieht muss jeder selbst entscheiden.

    Wer Kinder hat, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

  • Zum einen gibt es leicht flüchtige Stoffe im Wachs die beginnen schon unterhalb 80 Grad zu verdampfen. Dies schein aber kein Problem zusein. Mit 80 oder 100 Grad wird man auch die meisten Pilz- / Virus- / Bajteriengattungen abtöten, aber nicht alle. So z. B. Die AFB. Daher erhitzen die Umarbeiter auf 120 Grad. Damit hier keine Komponenten verdampfen geschieht dies unter Druck (Siedepunkt Erhöhung) und so kurz wie möglich, so lange wie nötig.

    Mit Verlaub - das ist nicht richtig!


    Wachs enthält keine leicht flüchtigen Stoffe, die bei 80 bis 100 °C "verdampfen". Woher hast Du diese Erkenntnis ?


    Pilzsporen und sogar manche Dauerformen von Bakterien überleben sogar bei 100 °C. Das gilt auch für AFB-Sporen. Sterilisationsbedingungen erfolgen grundsätzlich bei 121 °C und 2 bar Druck über mind. 15 Minuten. Da geht's nicht um die Verhinderung der Verdampfung flüchtiger Stoffe, sondern um die Denaturierung von Eiweiß- und Zuckerstrukturen unter den Bedingungen.

    Bitte mach' Dich mal schlau über die Wachsbestandteile, bevor Du neue "Erkenntnisse" verbreitest.


    Danke für die Einsicht.

  • Seite 5, Zeile 4. Wertvolle flüchtige Aromastoffe. Danke für deine Einsicht. Ich BIN informiert. Ohne flüchtige Bestandteile wäre es Geruchlos.


    Der Druck ist für beides da, Abtötung und Verhinderung das flüchtige Bestandteile abhauen.

    Das mit Zucker und Eiweisstruktureb ist mir neu. Kann sein.

    Eh du mir öffentlich vorwirfst das ich Mist erzähle, gerne eine PN zur Klärung. Nochmals, danke für die Einsicht.


    Sowas liebe ich ja. Gleich wie ne Damfwalze... Ist nicht richtig, mach dich erst mal schlau, danke für die Einsicht.... Frag doch erstmal wo ich das her hab und zerreiß es erst wenn die Antwort sinnfrei ist.

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  • Und jetzt komm bitte nicht mit nur Aromastoffe... Wenn es bei dir zu Hause anders riecht als gewohnt würdest du dich evtl. Nicht mehr wohlfühlen oder?

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  • Dies schein aber kein Problem zusein. Mit 80 oder 100 Grad wird man auch die meisten Pilz- / Virus- / Bakteriengattungen abtöten, aber nicht alle. So z. B. Die AFB. Daher erhitzen die Umarbeiter auf 120 Grad. Damit hier keine Komponenten verdampfen geschieht

    Falsch

    I. D. R. Knachen die Kohlenstoffketten auf.

    Verstehe ich nicht, vielleicht liegt es auch an der Rechtschreibung

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Wenn ich mich recht entsinne, liegt der Flammpunkt (sagt man so?) für Bienenwachs bei 230°C. In der Ausbildung haben wir Wachs im offenen Kessel bis 180°C erhitzt ohne das etwas besonderes passiert. Bei Erreichen des Siedepunktes von Wasser brodelt es halt bis das Wasser verdampft ist. Dann geht es ruhig weiter.