Erstellung eigenen eigenen Wachskreislaufs mit eingeschmolzenen Altwaben (Thema in der aktuellen Biene)

  • Dein falsch stand aber bei diesem Text oder? "Dies schein aber kein Problem zusein. Mit 80 oder 100 Grad wird man auch die meisten Pilz- / Virus- / Bakteriengattungen abtöten, aber nicht alle. So z. B. Die AFB. Daher erhitzen die Umarbeiter auf 120 Grad. Damit hier keine Komponenten verdampfen geschieht" was ist denn daran falsch?


    Und sehr wohl knackt da was auf. Falls du vollständig gelesen hast, ich habe geschrieben das sich ein Wärmeschaden dadurch zeigt das I. d. R die Kohlenstoffketten aufknacken. Und das tun sie bei zu hohen Temperaturen. Sorry, ich bin Chemielaborant, vllt. Kannst du mit dem Wort nichts anfangen. Aber so ist es nunmal. Spätestens wenn es so heiß ist das es raucht ist einiges aufgeknackt. Und ich habe ja keine Temperatur genannt, lediglich beschrieben was beim Wärmeschaden passiert.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Cracken


    Bin mal gespannt ob es hierauf ne Antwort gibt. Meinen Beleg zu den flüchtigen Stoffen haben 31 Leute runtergeladen, nicht einer hat drauf reagiert. Echt erbärmlich. Aber Hauptsache meine Rechtschreibung kritisieren. Das können viele gut. Mein Gott, schaut doch mal auf den Wert des Inhalts....



    - Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten -

    Wer Kinder hat, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

  • Wenn ich mich recht entsinne, liegt der Flammpunkt (sagt man so?) für Bienenwachs bei 230°C. In der Ausbildung haben wir Wachs im offenen Kessel bis 180°C erhitzt ohne das etwas besonderes passiert. Bei Erreichen des Siedepunktes von Wasser brodelt es halt bis das Wasser verdampft ist. Dann geht es ruhig weiter.

    Richtig. Ich habe nie gesagt es knackt bei 100 Grad auf. Habe lediglich einen Wärmeschaden beschrieben.

    Wer Kinder hat, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

  • Der Druck ist für beides da, Abtötung und Verhinderung das flüchtige Bestandteile abhauen.

    Ja, das mag der Nebeneffekt sein, jedoch geht's beim Sterilisieren um die Abtötung von Mikroorganismen schlechthin.

    Das mit Zucker und Eiweisstruktureb ist mir neu. Kann sein.

    Du meinst Eiweißstrukturen - auch wenn es Dir neu ist, es ist so. Darauf beruht die Wirksamkeit von heißem Wasserdampf bei der Sterilisation unter erhöhtem Druck.

    Kann man hier nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Sterilisation

    Eh du mir öffentlich vorwirfst das ich Mist erzähle,...

    Bitte lies meine Antwort nochmal genauer. Ich werfe Dir nicht vor, dass Du "Mist erzählst", ich habe es nur sachlich korrigiert und das nicht unfreundlich:

    Mit Verlaub - das ist nicht richtig!

    "Dampfwalze" sieht bei mir anders aus.


    Und jetzt komm bitte nicht mit nur Aromastoffe... Wenn es bei dir zu Hause anders riecht als gewohnt würdest du dich evtl. Nicht mehr wohlfühlen oder?

    Zum Thema "Aromastoffe": Ich habe Bienenwachs schon mehrfach umarbeiten lassen - ausschließlich mein Wachs, ohne Zusätze wiedergewonnen als Mittelwände. Diese haben einen charakteristischen Geruch - riechen nach wie vor wie "mein Wachs". Im Gegensatz zu MW aus dem Imkereihandel, die üblicherweise mit Paraffin gestreckt sind, sind meine MW auch spröder - nicht so biegsam. Insofern gehen Aromastoffe nicht grundsätzlich verloren.


    Zur Zusammensetzung von Wachs und dessen unterschiedliche Ausprägung hat u.a. Frau B.S. Fröhlich in ihrer Dissertation an der Uni Würzburg beschrieben


    (https://opus.bibliothek.uni-wu…/docId/88/start/0/rows/10)


    In der Zusammenfassung (s. anhängende Datei) kann man lesen, welche unterschiedlichen Funktionen dem Wachs zugeordnet werden könnten - durchaus interessant. Vielleicht möchtest Du Dich da mal vertiefen.


    Und noch etwas Grundsätzliches: Meine Beiträge hier dienen in den überwiegenden Fällen der Information, nicht dem Angriff auf mir nicht bekannte Personen. Wenn meine Informationen anders lauten, als die Dir bekannten, ist das nicht schlimm. Es ist genug Raum für viele Gedanken und Infos vorhanden.

  • Knacken die Kohlenstoffketten auf sollte es heißen.

    Und sehr wohl knackt da was auf.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Steamcracken


    Da spricht man von Temperaturen, die weit über 500 °C liegen und Drücken von 12 bar und mehr. Ich habe das bei meiner Wachsaufarbeitung noch nicht erreichen können ;)


    Bitte das ausschließlich als Korrektur zu verstehen.

  • Zu deinem Grundsatz gebe ich dir recht. Wenn du andere Infos hast ist es richtig sie hier zu berichten, das ist der Sinn - falsch, ein Sinn - eines Forums. Nur ist es nicht OK, daß du zu meinen Infos schreibst sie wären nicht richtig und sagst ich soll mich informieren bevor ich "neue Erkenntnisse" gebe. Das hatte ich getan wie du dem Dokument entnehmen kannst. Was du mit Parrafin und Geruch schreibst ist auch alles korrekt, der Text könnte von mir sein (dann aber mit Rechtschreibfehlern). Ich stehe 100 Prozent zu nem eigenen Wachs Kreislauf. Aber der Kollege hatte doch gefragt ob es ein Problem wäre das Wachs auf über 80 Grad zu erhitzen. Ich habe geantwortet. Und zu einer gut recherchierten Antwort gehört auch dazu das eben flüchtige Stoffe im Wachs si d, die beim erwärmen raus gehen. Nicht mehr und nicht weniger war meine Absicht.

    Wer Kinder hat, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

  • Ja klar! Wie gesagt ich wollte nur darlegen was u. a. ein Wärmeschaden ist. Unabhängig von Druck und Temperatur. Und 500 Grad /12 Bar nimmt man das es schnell geht. In spuren passiert das definitiv weit früher. Bei Wachs spätestens wenn es anfängt zu rauchen.

    Wer Kinder hat, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

  • Blizzard, darf ich dir eine Frage als Chemie-Fachmann stellen?

    Sorry, ich bin Chemielaborant, ...

    ... finde ich gut. Fachwissen ist nie verkehrt. - Im konkreten Fall ist über das reine theoritische Fachwissen hinaus die Relevanz für die Imkerei wichtig.

    Hallo. Nein, es verbrennt definitiv nicht bei > 80 Grad. Da must du schon Seher viel höher sein als 80 Grad. Es ist aber so, daß es einen Wärmeschaden bekommt. ... Zum Anderen zeigt sich ein Wärmeschaden dadurch, daß Komponenten sich zersetzen. I. D. R. Knachen die Kohlenstoffketten auf.

    In Beitrag #48 schreibst du: Wachs bekäme bei 80°C einen Wärmeschaden, weil bereits bei dieser Temperatur Kohlenstoffketten zerfallen. (Hört sich dramatisch an!)

    Wie gesagt ich wollte nur darlegen was u. a. ein Wärmeschaden ist. Unabhängig von Druck und Temperatur. Und 500 Grad /12 Bar nimmt man das es schnell geht. In spuren passiert das definitiv weit früher. Bei Wachs spätestens wenn es anfängt zu rauchen.

    In Beitrag #62 relativierst du: Es würde unterhalb der Rauchtemperatur nur in Spuren passieren. (Ist zu vernachlässigen?)


    Jetzt meine Fragen: Wie viel Prozent/Promille der Kohlenstoffketten zerfallen bei 80°C (?), in welcher Zeit? Bitte nenne konkrete Werte, wenn du kannst, damit man sich eine Vorstellung davon machen kann, um welche Größenordnung es sich handelt. Hast du für uns ein Diagramm wo der Zusammenhang zwischen Temperatur und Zeit dargestellt ist? Gerne auch Fachliteratur.

    Auch hier steht es: Aromastoffe gehen verloren, es wird dunkler, verändert sich chemisch (es knackt auf)

    Ein Halbsatz in biene&natur 12/2017 ist ja ganz nett, aber als Chemie-Fachmann kannst du uns doch bestimmt genauer beschreiben was da mit dem Wachs passiert. - Und als Imker die Verknüpfung zur Relevanz für die Imkerei herstellen?

  • Super Bericht von Birgit Susanne Fröhlich. Interessant ist besonders, daß die sogar Unterschiede im Alter vom Wachs feststellen. Und Wärme beschleunigt ja das altern. Kennt man von Honig, wird er zu heiß gemacht, zeigt er Ähnlichkeiten zu Überlagerten Honig - Enzymabbau etc.


    In der Pharmazie z. B. werden Wirkstoffe auch bei 40 Grad gelagert, da kann man in wenigen Monaten das Altern von 3 Jahren bei 25 Grad simulieren.

    Wer Kinder hat, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

  • Hallo


    Bei mir geht das überschüssige Wachs auch über Ableger und Kerzen aus dem Kreislauf, solange ich keinen Überschuß hatte war das noch nicht so, hat den Bienen nicht geschadet. Und ist allemal besser, als schlechtes Wachs und dann noch gestreckt.


    Für Rhein Main bis Osthessen habe ich auch eine gute Adresse zum Umarbeiten ab 6 Kg. ;)

    Gruß Uwe

  • Ich kann mal kurz beschreiben wie ich das mache. Aller bei mir anfallende Wachs geht durch den Dampfwachsschmelzer, dann wird dieses Wachs, nochmal in einem 20 l Edelstahltopf mit Wasser aufgekocht. Dann durch ein Sieb, in einen alten Honigkübel, in dem sich auch ein halber Liter warmes Wasser befindet gegossen und dann lasse ich das Wachs wenigstens 1 Tag auskühlen. Der Bodensatz lässt sich dann ganz leicht abkratzen. Das Ergebnis sind wunderbar gelbe Wachsblöcke.


    Weiter oben erwähnte jemand, das reines Jungfernwachs spröde sein kann, da stimme ich zu. Ich bin der Meinung, das ein Anteil geringer von Propolis im Wachs, von Vorteil ist.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Es rutscht zwar etwas in Richtung OT, aber trotzdem:

    Mich würde interessieren, ob die Leute von der Naturwabenbau-Fraktion einen nennenswerten Überschuss an Wachs produzieren.

    Ich habe seit 2014 eine Wachsstrecke (Biolandzertifizierung)…

    Wachs für neue MW kommt eigentlich nur aus dem Entdeckelungswachs (Speedking) und ausgeschmolzene Brutwaben-Blöcke werden abgegeben.

    Ich habe jetzt die genauen Zahlen nicht im Kopf, aber es kommen nur etwa 500g pro WV Neuwachs und vielleicht etwas mehr Altwachs zusammen. Die Brutwaben schmelze ich nur mit Dampf aus. Vielleicht wären das mit einer Presse noch 100g/WV mehr...

    Durch den extremen Wachsmangel lasse ich generell die HR nur mit Anfangsstreifen (2cm in 142mm Dadantwaben ohne Draht) ausbauen und im Brutraum gibt es vielleicht 2...3 MW pro Volk. Je nach Bedarf. Am besten läuft es mit starken Völkern und mit einer zeitigen TBE.

    Fazit:

    Wachsüberschuss ja, aber nur aus den alten Schwarten, mit den bekannten Nachteilen.


    Gruß Jörg

  • ...

    Weiter oben erwähnte jemand, das reines Jungfernwachs spröde sein kann, da stimme ich zu. Ich bin der Meinung, das ein Anteil geringer von Propolis im Wachs, von Vorteil ist.

    Da meine selbstgequetschten MW alle aus reinem Entdeckelungswachs sind kann ich sagen: Man gewöhnt sich dran...

    Ich schneide und löte die MW sofort nach den Pressen. Wenn mal eine frische Zarge runter fällt ist 70% kaputtgebrochen. In den Völkern ist das kein Problem, auch nicht bei wenig besetzten Waben, SK oder Wanderungen.