Wachs: woher nehmen wenn nicht...

  • Wieviel Völker kann man mit Prinzip Hoffnung bearbeiten? Im reinen Hobbybetrieb sicher in Ordnung.

    Ich kenn Berufsimker die das versucht und wieder gelassen haben.

    Wie das geht kann man in der Fischermühle sicherlich lernen.

    Einfach und problemlos ist aber was anders, da darf man sich nichts vormachen!

    Einfach nicht, möglich aber schon, wenn mans machen will, kann ich nur empfehlen das man sich mal Michael Bush anguckt, da bekommt ganz gute Einblicke wie es funktioniert.

  • Ich bekomme immer zuviel Drohnenzellen.

    Guten Abend.


    Dies ist bei mir auch so, wenn ich mit Naturbau erweitere. Darum lasse ich nur Schwärme am Anfang "frei Bauen". Bei jeglicher späteren Erweiterung, gebe ich Mittelwände.

    Umgebaut, werden bei mir diese Drohnenzellen nur dann, wenn Arbeiterinnenzellen benötigt werden. Am Rande des Brutnestes, ist dieser notwendige Bedarf, jedoch eher selten vorhanden. Und zum Honig einlagern, ist kein Bedarf für das verkleinern der Zellen vorhanden. (unnötige Arbeit)


    Lg Sulz.

  • Die Ausgangsfrage ist oder war doch nicht, welche Verwendung in welchem Abteil der Beute sinnvoller, einfacher oder schwieriger ist, sondern woher und wie schnell man sauberes Wachs bekommt, um der Wachsverfälschung aus dem Weg zu gehen. Nur darum ging es.


    Umständlich und langwierig ist es, mit einer relativ geringen Völkerzahl genug sauberes Wachs auf natürlichem Weg in ausreichender Menge zu bekommen. Hat man es dann [...] , wird es nach und nach wieder einfacher. Eigenwachs-MW in den BR, Naturbau und evtl. auch Eigenwachs-MW im HR. Mit mit oder ohne Draht, was man für sinnvoller hält.


    Will oder kann man es nicht ohne verbindliche Nachweise kaufen, muss man es selbst "erzeugen", selbst umarbeiten oder zuverlässig umarbeiten lassen, die Erzeugung dauert nunmal. Irgendwann ist es erledigt und man hat wieder MW wie vorher. Man muss es nur irgendwann anfangen.


    Mir erschließt sich nach wie vor nicht, wie man darüber *wieder mal* bis aufs Blut gegeneinander ankämpfen oder Glaubenskriege führen muss. Trennt und differenziert, anstatt alles in einen Topf zu werfen. Es nervt nur noch im Kreis und bringt niemanden weiter.

  • muss man es selbst "erzeugen",

    Na ja, die Bienen machens halt;) Und die machens besonders gerne viel und schnell, wennnn reichlich ganz dünn gefüttert wird. 0,5 zu 1 etwa. Also MW oder Anfangsstreifen in einer Trachtlücke rein, Honig wenn vorhanden runter, und ordentlich Dauerfüttern.

    Du wirst sehen, das geht ab wie Schmitts Katze.

    Ein Fetter (richtig Fett) KS , baut auch in Windeseile richtig prächtig, mit der richtigen Ladung Futter/ Treibstoff latürnich.

    Entstandene volle Futterwaben kann am raus-nehmen und Zwischenlagern, kommen später ja ganz gut.

    So gaanz hilflos wäre ich nicht.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


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  • Es nervt nur noch im Kreis und bringt niemanden weiter.

    So nerven jeden andere Dinge. Mich nervt zum Beispiel, wenn eine Behauptungen aufgestellt wird wie „Naturbau ist nicht komplizierter als Mittelwände“ und manchmal habe ich hier das Bedürfnis solche Aussagen aus meiner Sicht richtig zu stellen.


    Und ich bin sehr wohl der Überzeugung, dass solche einordnenden Posts wichtig sind und jemanden weiterbringen (Beispielsweise dem Threadersteller, der sich denken könnte, warum kaufe ich überhaupt Mittelwände, wenn es doch ohne Probleme auch ohne geht.).


    Grüße vom Apidät

  • Wie gut, dass es hier immer Diejenigen gibt, die evtl Abtrünnige wieder auf dem Pfad der Tugend führen. ;)

    Der Fragesteller hat der Beschreibung nach ein Wachsproblem und gerade mal drei Völker. Wird wohl damit eher nicht wandern und lebt nicht davon, so dass der Honigertrag bis in letzte Gramm wohl auch nicht die Baustelle sein dürfte. Natürlich kann er auch schnell seine Kohle in richtig teure zertifizierte MW stecken.

    Naturbau ist nicht komplizierter als Mittelwände, dafür habe ich lang genug Erfahrung damit. Es gibt komplexere Themen im Bereich der Imkerei, die werden Anfängern quasi als Muss untergeschoben.

    Mein 2 Cent und Sicht der Dinge. Jetzt lehne ich mich entspannt zurück, wie damals schon, als der ganze Driss mit dem Wachs an die Öffentlichkeit kam.

  • Mein Ziel war von Beginn anNaturbau .

    Anfangs sogar Stabilbau.

    Nun habe ich Wachsblöcke und einen Umarbeiter, der nicht die Herkünfte mischt 😊

    Die MWs kommen in den HR, damit diese die „Löffelernte“ aushalten 😏

    Und ich denke, dass ich so den Ersatz sichern kann.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Wie gut, dass es hier immer Diejenigen gibt, die evtl Abtrünnige wieder auf dem Pfad der Tugend führen. ;)

    Das ist eine recht exklusive Sicht der Dinge, schade. Auch meiner Meinung nach ist Naturbau etwas komplexer als die Arbeit mit Mittelwänden und daher finde ich es auch gut, dass Apidät und andere das entsprechend eingeordnet haben. Sonst steht am Ende doch irgendwo ein Anfänger frustriert vor der Kiste. Die Ablehnung von Naturbau oder das Zurückführen vermeintlich Abtrünniger auf vermeintliche Tugendpfade sehe ich ich hier nirgends. Eher einen Hinweis, nicht von 0 auf 100 starten zu wollen :)

  • So nerven jeden andere Dinge. Mich nervt zum Beispiel, wenn eine Behauptungen aufgestellt wird wie „Naturbau ist nicht komplizierter als Mittelwände“

    Eben genau darum sollte es auch differenziert betrachtet werden und bleiben, dann hat niemand Grund zum Moppern und irgendwelche Bezichtigungen zuzuweisen.

    "...nicht komplizierter als..." ist für sich eine nutzlose Aussage, wenn sie nicht in Bezug auf Völkerzahl und konkrete Gewinnungsquelle (HR, Deckelwachs, ...) oder späterer Verwendung gesetzt wird. Das wird hier von beiden Seiten tunlichst vermieden. Und trotzdem ist sie richtig, nur dass es prinzipiell länger und mit wenigen Völkern erheblich länger dauert, bis man eine nennenswerte eigene Wachsmenge "aus qualitätsgarantiertem Anbau" hat.


    Ich habe die vergangenen viereinhalb Jahre zunehmend nur noch BR mit MW bestückt, die HR dagegen nur mit Anfangsstreifen. Ich hatte in der Zeit zwischen vier bis zehn Völker verfügbar und konnte genug sauberes Wachs aus den HR "ernten", mit dem ich jetzt endlich einen nennenswerten Wachsvorrat angesammelt habe. Ich weis, wie geisttötend einerseits und unkompliziert es andererseits ist.


    Mittlerweile brauche ich für die HR keine Anfangsstreifen mehr, weil ich die Honigwaben nach der Ernte auf etwa zwei Zellenreihen zurückschneide und die Rähmchen damit wieder in die HR einhänge. Das gesammelte Wachs ist nach "Herkunft" BR / HR getrennt und kann zum Umarbeiten gemischt werden. Wenn ich dann endlich soweit sein sollte, werden die neuen MW aus eigener Wachsherkunft selbstverständlich vorzugsweise in die BR gegeben.

  • Und die machens besonders gerne viel und schnell, wennnn reichlich ganz dünn gefüttert wird. 0,5 zu 1 etwa.

    Nur nochmal zum Verständnis für den Anfänger: 0,5 Teile Zucker auf ein Teil Wasser? Also eine 33%ige Zuckerlösung?


    Ich frag nur, weil ich bisher noch nie von Lösungen dünner als 1:1 gehört hab.

  • Also eine 33%ige Zuckerlösung?

    ja, besser noch ein wenig fetter> 600-700gr je l, gerade so das die das nehmen.

    Versuch macht kluch, je weniger von draussen rein kommt, desto fetter.

    Das regt den Arbeitstrieb/Bautrieb sehr gut an, ohne das viel eingelagert werden kann.

    dünner als 1:1 gehört hab.

    In guten Büchern heißt es: (in Meinen!)

    1zu 1, oder dünner Füttern:)

    Kommt halt drauf an was du "wann" willst.

    Bauen und Winterfutter einlagern........

    oder

    viel frischen Wabenbau ohne das die im Futter ersaufen......

    Die Stellschraube ist eben der Zuckergehalt und die ständige!!Futtermenge

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  • Kommt halt drauf an was du "wann" willst.

    Bauen und Winterfutter einlagern........

    oder viel frischen Wabenbau ohne das die im Futter ersaufen......

    Die Stellschraube ist eben der Zuckergehalt und die ständige!!Futtermenge

    Im Sommer will ich mit ein paar Rähmchen Naturbau anfangen, da also erstmal Bautätigkeit. Mit 1:1 hatte ich schon geplant, aber wenn es auch dünner geht - Ich glaub, 40% hab ich auch schon wo gelesen, das wäre dann bei ca. 660. Aber "so dünn, dass sie's noch abnehmen" ist ein guter Hinweis. :-)


    Thema 2: "ständig": Was zählt eigentlich als "ständig"? Da (und über den "ununterbrochenen Futterstrom") bin ich mittlerweile auch schon öfters drübergestolpert. Ich meine, wenn der Fütterer immer voll ist, verhonigt der Brutraum. Wenn ich pro Tag nen Liter reinpack, denke ich mal, ist der in 3h leer und ab Mittag gucken die Bienen dumm in den trockenen Fütterer. Ist das dann immer noch "ständig"?

    übrigens, was schätzt du, welchen Zuckergehalt hat Necktar?

    In Schätzen bin ich nicht gut, deshalb hab ich gegoogelt. :)

    • Offiziell zwischen 8% und 70%. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass die Bienchen an 8% Nektar sonderlich interessiert sind. Wenn eine Biene damit heimkommt, wird sie bestimmt von der Wache gefragt, ob sie auf dem Heimweg noch baden war.
    • Um mal Pflanzen zu nehmen, die bei Bienen beliebt sind, Rapsnektar hat einen Zuckergehalt zwischen 44% und 59% und Linde "bis zu 40%".

    Also ja, da ist bei 1:1 noch Luft nach unten. Danke für den Tipp!

  • Ralf hat in einem Video 1 Tag füttern, 1 Tag Pause empfohlen, damit sie das Futter verbauen, dann ist Ruhe mit Bauen, Futter alle und neue freie Zellen da. Die Königin legt am nächsten Tag Eier rein. Den Tag drauf kommt neues Futter. Das können sie nicht einlagern, schaffen also erstmal neuen Platz.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD