Wintervölkerverluste

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    Wäre es verbunden mit dieser Vorgehensweise ( wie von Cuximker beschrieben) sinnvoll oder NOCH möglich ,

    eine KÖ in der Brutscheune ziehen zu lassen und das gleich als Volk komplett mit über den Winter zu bringen ? Als normale Standbegattung gedacht.

    Oder wäre das schon zu spät für das Volk ? August/September , wäre evtl. knapp oder ?

    LG

    Ja, das funktioniert.


    Ich bilde keine klassische Brutscheune sondern setze jeweils 9 Brutwaben und 1 Futterwabe in eine Beute. Diese Beuten kommen auf einen separaten Aussenstand, der an einer ca. 6-8 ha großen Blühwiese liegt. Somit ist eine vernünftige Pollenversorgung gewährleistet.


    Nachdem die Brut ausgelaufen ist, erfolgt die Entnahme der alten Brutwaben und bei mir die OS-Sprühbehandlung.


    Diese neuen Völker schaffen sich eine Kö nach, welche ich dann allerdings spät im Jahr gegen eine neue Belegstellen begattete austausche.

  • Wäre es verbunden mit dieser Vorgehensweise ( wie von Cuximker beschrieben) sinnvoll oder NOCH möglich ,

    eine KÖ in der Brutscheune ziehen zu lassen und das gleich als Volk komplett mit über den Winter zu bringen ? Als normale Standbegattung gedacht.

    Oder wäre das schon zu spät für das Volk ? August/September , wäre evtl. knapp oder ?

    LG

    Die Brutscheunen ziehen sich alle eine neue Königin, wenn man da nicht regulierend einschreitet. Ist auch nötig, wenn man diese Bienen als selbständiges Volk überwintern will. Ja es ist also auch im August/September, jedenfalls bei uns an der Nordseeküste, gut möglich.


    Ich habe so 6 Ablegervölker aus Brutscheunen als Reserve, bis jetzt über den Winter gebracht.

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Danke soweit,


    im Prinzip wäre das so mit kompletter BW Entnahme in einen(als einen) Sammelableger, hatte nur "Scheune" geschrieben, so richtig weiß ich nicht den genauen Unterschied :S.

    Dann wie von euch beschrieben, Ox, Futter, genau beobachten.


    Separater Aussenstand fällt weg, die Ladys stehen bei mir in einer Kleingartenkolonie, Futter/Pollen sind gut übers Jahr gegeben, behalte ich auch immer akribisch im Auge.

    LG

  • Beehulk  
    Ich habe meine Völker auch alle in Kleingartenkolonien stehen. Es funktioniert auch am Standplatz. Die Bienen auf den entnommenen Brutwaben sind weitgehenst Wabensteht und mit der Brutpflege beschäftigt. Bei genügender Zugabe von Futterwaben u. Pollenwaben werden hier vorerst auch keine Flugbienen benötigt die der Brutscheune Futternachschub bringen. Ein Teil der da noch vorhandenen Flugbienen werden sowieso wieder zum alten Volk am Platz zurückfliegen.

    Diese Methode funktioniert also sehr gut!

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • thanks nochmal !


    Ich möchte gerne von der Ameisensäure weg ( obwohl das bisher offensichtlich funktionierte, trotzdem)
    Im Verein arbeiten die Meisten noch "Oldschool" mit AS.

    Wie gesagt möchte ich nicht mehr, gibt ja schonendere Methoden, dank dem Forum hier viele Denkanstöße, die dieses Jahr auf meinem Plan stehen.

    Um starke Völker vor und nach dem Winter ( falls der in Zukunft wieder kehrt) zu haben und mit breiten Grinsen vor den Beuten stehen ^^

    LG

  • Die Bienen auf den entnommenen Brutwaben sind weitgehenst Wabensteht und mit der Brutpflege beschäftigt....

    Moin Cux,

    werden die Brutwaben nicht bienenfrei dem alten HR entnommen und in einen Sammelbrutableger gesetzt? Der dann z.B. Bienen aus dem HR bekommt?


    Danke dir!

    VG Axel

  • Hallo Axel,
    richtig, ich fege die Honigbienen in die Sammelbrutableger. Je nach Volk kann es aber auch schon mal zuwenig sein. dann lasse ich auch schon mal Bienen auf den Brutwaben.

    Hier aber aufpassen, dass die Königin nicht mit in die Brutscheune wandert!

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Moin,

    im August noch eine Kö selber ziehen lassen, kann zu spät sein.

    Ich würde dann eher auf Zelle brechen und nach auslaufen der Brut auf eine begattete Kö zurück greifen wollen.

    Gibt ja auch noch andere Möglichkeiten, einen SBA zu sanieren, z.B. über einen Kunstschwarm mit zusetzen einer begatteten Kö

    Oder gleich eine Weiselrichtige Brutscheune erstellen, wie es Kleingartendrohn empfiehlt

  • Moin zusammen,


    man kann so vieles machen...

    Nachschaffung in der Brutscheune geht, ist aber nicht unbedingt die feine englische Art. Da kommt garantiert nur Murks heraus, weil ja nur in den ersten Tagen halbwegs fitte Maden zur Verfügung stehen und da wahrscheinlich die Bienenmasse sehr grenzwertig ist.

    Anderseits hatten diese Brutscheunen, zumindest bei mir, eine längere Brutpause und dadurch wirkten die Behandlungen recht gut.


    Nach allen möglichen getesteten Varianten mein Fazit:

    - weisellose Brutscheune -> viel Verflug und Quälerei für die Bienen

    - Beweiselte Brutscheune (auf Mickerling aufgesetzt o.ä.) -> Milbenzucht² durch maximale Vermilbung des kleinen Brutnests -> sicherer Tod

    - gekäfigte Königin (Scalvini) -> besserer Volkszusammenhalt, Brutfreiheit.


    Gruß Jörg


    Und:

    Ich schüttle die Brutwaben nur kurz ab. Etwa 30% der Bienen bleiben drauf.

  • Durch die Brutentnahme wird das Volk reorganisiert. Es stehen mehr Bienen für Sammelaktivitäten zur Verfügung und dadurch kommt es zu einer "messbaren" Ertragssteigerung. Die fehlende Brutpflege wird in Honig umgesetzt.

    Hallo Night Shadow,


    klar sind die Bienen von der Brutpflege befreit. Aber sind die nicht stattdessen mit dem Ausbau der Mittelwände beschäftigt und müssen darein ihre Zeit und ihre Energie stecken?

    VG Axel

  • Warum entweiselt ihr nicht 2 Wochen vor Trachtschluss und steckt bei der Gelegenheit ne Edelzelle rein? (Latürnich vorübergehendes Sichern der potenziellen guten Queens in Minis)

    Folge ist:

    Mehr Honig

    Keine gedeckelte Brut nach der Wegname der Hr;)

    Frühest mögliche Behandlung die auch noch sitzt

    Problemloses Erkennen von Milbenarmen Völkern

    Nicht die Geringsten Zusetzprobleme

    Junge Queens gehen, wenn gute Genetik, so richtig ab, das bis spät in den Herbst

    Auch Totale Bauerneuerung möglich

    Saubere Bienen für Kunstschwärme eben für die Guten Alten Queens

    usw.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • - Beweiselte Brutscheune (auf Mickerling aufgesetzt o.ä.) -> Milbenzucht² durch maximale Vermilbung des kleinen Brutnests -> sicherer Tod

    Bei meinen weiselrichtigen Brutscheunen ist der "sichere" Tod bisher noch nie eingetreten. Wenn bei dir, dann hast du "sicher" etwas falsch gemacht.

    Gruß Ralph

  • Es driftet zwar immer mehr Richtung OT, aber die beweiselte Brutscheune wieder mit Fangwabe bzw Ox behandeln sollte doch eigentlich die Milben purzeln lassen.

    Jörg ... hast du da gegenteilige Erfahrungen?

    Brutscheunen können recht heikel sein, wenn die Milbenlast schon zu hoch ist/war.

    Es gibt ein System mit Königin in einer untergesetzten flachen Zarge, mit Fangwaben. Das hatte mal ein Ronny (?) hier beschrieben und Ralph Kleingartendrohn hatte es weiterentwickelt. Das kann man machen. Ohne diese Randbedingungen (kleiner Raum, regelmäßige Brutentnahme usw.) würde ich das nicht versuchen.

    Von Blockbehandlungen mit Brut halte ich nichts.


    Gruß Jörg