Wintervölkerverluste

  • Werbung

    ... dies wäre ein weiterer Optimierungsansatz, allerdings habe ich es lieber, wenn ich alle Tätigkeiten in 1 Aufwasch machen kann (Abschleudern, TBE, Verarbeitung der Brutwaben).

  • Genau...

    Aber...

    TBE bedeutet ja nicht automatisch abschleudern.

    Idealer Zeitpunkt ist meines Wissens ca. 2 Wochen vor Trachtende.

    Nun praktiziere ich ja die TBE mit dem Abschleudern. Was ich jetzt nicht sehe, wo die Vorteile bestehen sollen, wenn ich "ca. 2 Wochen vor Trachtende" den Bienen die Streßsituation mit der TBE und möglicherweise noch mit Fangwabe zumute, um dann 14 Tage später nochmals die kompl. Honigentnahme durchführe. Zumal kann ich jedenfalls noch nicht ein Trachtende bei uns, für 14 Tage vorher sehen. Mag ja anderswo, auch anders sein.

    Ich halte es jedenfalls so bei meinem DD US System und meinen Bienen:

    Termin Abschleudern;

    • komplette Wabenentnahme aus dem Brutraum - separate Brutscheunenbildung.
    • entnahme der Honigwaben
    • aufsetzen der Futtergeschirre mit dünnem Flüssigfutter

    ca. 3 Tage später:

    • Oxalsäureverdampfung der WV
    • Aufsetzen der Blöcke von Futterteig
    • je nach Aufnahme des Futterteig 3-4 Wochen Bienenruhe, ohne öffnen der Beuten

    Nach dieser Zeit:

    • Blockbehandlung mit Oxalsäureverdampfung um Reinvasion zu eliminieren.
    • Differenzauffütterung bis zum Sollgewicht mit Futtersirup

    Nach auslaufen der Brutscheunen:

    • TBE in den Brutscheunen und Auffüttern mit Sirup bis zum Sollgewicht für mögl. Überwinterung.
    • Behandlung der Brutscheunen mit OS Verdampfung.

    WV ggf. Umweiseln, Völker aus Brutscheunen ggf. den WV zurückführen oder Ableger aus den Brutscheunen in den Brutscheunen überwintern lassen.


    Dieses System funktioniert seit 2017.
    Bislang ein lediglich ein Volk durch Futterabris (Winter 2017/2018) verloren. Aktuell leben bei mir alle Völker. 20 WV + 6 Ableger. Wobei 1 WV etwas schwächelt und ich nicht sicher bin ob es bis Ostern durchhält. Wir werden sehen.

    Dieses System ist wirklich mit rel. viel Arbeit und viel Material verbunden. Bislang bin ich aber mit diesem System der Varroabekämpfung und Wabenhygiene im Dadantsystem sehr zufrieden, gemessen an den Bienenverlusten in meinem Imkerumkreis.

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Moin Cux,

    gehe mit deiner Behandlung soweit mit, habe aber noch zwei Anmerkungen:

    - Ich würde dünn flüssig füttern (hat rase ja auch schon angemerkt)

    - Warum nach 3-4 Wochen noch eine Blockbehandlung durchführen?

    Meiner Meinung nach sollte bei Brutfreiheit eine OX-Bedampfung ausreichen, um nahezu alle Milben zu erwischen. Viele machen dann noch mal eine zweite Behandlung (Abstand 3-5 Tage), um an die 100% ran zu kommen.

    Ich sehe jetzt nicht den Vorteil, eine TBE zu machen um dann 3-4 Wochen später nochmals eine Blockbehandlung durchzuführen.

    Im Einzelfall kann man gerne noch eine Blockbehandlung nachschieben, aber nicht für die breite Masse der Völker....

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Besser als Dampf find ich in der Situation aber sprühen. Dann weiß ich auch sofort, wie die Bande drauf ist, wie die Königin legt, kenn den Futterstand, seh ob die Umweiseln wollen (passiert öfter bei älteren Muttis nach TBE) usw., usf.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von rase ()

  • Cuximker Warum es Sinn macht 14 Tage vor Trachtende eine TBE zumachen.


    Durch die Brutentnahme wird das Volk reorganisiert. Es stehen mehr Bienen für Sammelaktivitäten zur Verfügung und dadurch kommt es zu einer "messbaren" Ertragssteigerung. Die fehlende Brutpflege wird in Honig umgesetzt.

    Das wurde in einem Vortrag bei der Züchterversammlung so referiert.

  • Wäre es verbunden mit dieser Vorgehensweise ( wie von Cuximker beschrieben) sinnvoll oder NOCH möglich ,

    eine KÖ in der Brutscheune ziehen zu lassen und das gleich als Volk komplett mit über den Winter zu bringen ? Als normale Standbegattung gedacht.

    Oder wäre das schon zu spät für das Volk ? August/September , wäre evtl. knapp oder ?

    LG

  • Es ist auch möglich eine begattete Königin zum Beispiel im Scalvini beizusetzen, warten bis alles geschlüpft ist und dann behandeln, anschließend Königin frei lassen.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Danke Mark-o,


    das wäre die finale Möglichkeit, lieber wäre mir die Standbegattung , ich versuche eigentlich so weiter zu machen. Hatte das immer mit frühen Ablegern (Mai) zu meiner Zufriedenheit so gehandhabt.


    wenn es irgendwie geht, mit eigener KÖ

  • Wäre es verbunden mit dieser Vorgehensweise ( wie von Cuximker beschrieben) sinnvoll oder NOCH möglich ,

    eine KÖ in der Brutscheune ziehen zu lassen und das gleich als Volk komplett mit über den Winter zu bringen ? Als normale Standbegattung gedacht.

    Oder wäre das schon zu spät für das Volk ? August/September , wäre evtl. knapp oder ?

    LG

    Moin,

    im August noch eine Kö selber ziehen lassen, kann zu spät sein.

    Ich würde dann eher auf Zelle brechen und nach auslaufen der Brut auf eine begattete Kö zurück greifen wollen.

    Gibt ja auch noch andere Möglichkeiten, einen SBA zu sanieren, z.B. über einen Kunstschwarm mit zusetzen einer begatteten Kö

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool: