Wintervölkerverluste

  • viele Ratschläge aber Ergebnis gleich Null. Was zum Tod der Völker führte kann nur gemutmaßt werden. Ohne eine direkte Sichtkontrolle ist es manchmal nicht möglich das Problem zu finden.

    Ich habe auch einen Stand, wo der Wind gut reingeht. Nach einer Durchsicht letzte We musste ich feststellen, das dort die Hölle los ist. Da ist auch offener Boden und und und. Andere Stand 80 Prozent Ausfall. Behandlungsfehler? Kann sein muss aber nicht, weil die dort noch lebenden Völker gut aussehen und alle Stände zur gleichen Zeit behandelt wurden. Manchmal ist es einfach so das Völker sterben oder andere wo man es nicht erwartet hat, überleben. Varroa kann z.b. auch durch Reinvasion die Volker Schwächen und oder sterben lassen. Hört sich doof an, ist aber so.

    Ich dachte dieses Thema würde nur die Information wiedergeben, wer welche Verluste hat und nicht zum Doktor Sommer für Imker werden.

    Gruß

    Martin

  • Das ist alles doch nur Lametta.

    Richtig,


    Ich hab einen Standort bei nem Bio-Bauer. Da ist außer ein paar Streifen Obstwiese nichts! Grenznah, höchster Punkt in der Region, da bläst es dir die Mütze vom Schädel, nahezu das ganze Jahr. Ich bin diese und letzte Woche nach dem Sturm mal kontrollieren gegangen, 1 Blechdeckel trotz Spanngurt weggeflogen, aber alle Völker gesund und munter. Die bleiben auch schön bei den 14° am Sonntag in der Traube, heimkommen würden sie nicht mehr.

    Offene Gitterboöden, kein Dämmscheiß (außer Innendeckel).


    Bei Völker die sowieso schwach und/oder krank sind kann sowas ein Sargnagel sein. Aber gesunde Völker stecken das weg.


    Gruß Chris

  • Hallo Martin,


    Ich sammel gerne die vermuteten Ursachen für Völkerverluste, um auch bei meinen Völkern Vorbeugung zu betreiben.


    Derzeit Platz 1:Varroa

    Platz 2: Futterabriss, verhungern

    Platz 3: zu schwach eingewintert

    Platz 4: Schadwachs


    Sturmschäden, Baum auf Beute, Deckel abgehoben, Regen auf Bienentraube


    Diebstahl, nur Königin, Volk abgefegt, Waben aus Beute entfernt, ganze Beute weg.


    Tierschaden Specht, Marder, Maus, Ratte. Dachs, Wildschwein.


    Ungewöhnlich Lärmschaden und jetzt Windschaden.


    Lärm, sicher kann das Problem machen, bei plötzlichem Krach, Böller bei Silvester. Aber wenn beuten an einer Strasse stehen, ist der Lärm ständig vorhanden....


    Wind ständig, hatte ich nur als Sturmschäden auf dem Plan.


    Für mich macht es einfach Sinn die Ursache für den Völkerverlust zu besprechen.

  • Platz 2: Futterabriss, verhungern

    Bei dem nicht vorhandenem Winter? Halte ich nicht für möglich.

    Möglich ist in diesem Winter:

    Verhungern, weil zu wenig Futter.

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Macht mich nicht fertig. Ich sammle nur die Infos von Facebook und co. und habe keine Qualitätskontrolle zu den Aussagen der Betroffenen.

    Beim Lärm waren Völker an einem Stand wohl von Forstarbeiten betroffen gewesen (2 Tage Kettensäge) und dass soll die Völker dann aus der Traube und damit zu Tode gebracht haben. Ein weiterer Lärmfall kam aus einem Zeitungsartikel, wobei Silvesterböller die Bienen aus den Beuten getrieben hätten.


    Es ist leider noch nicht so, dass man Bilder und die Stockkarte von einem verstorbenen Volk bekommt, so dass man dort genauer Ursachenforschung betreiben könnte.

  • Seit wann sind die Völker bei Dir?

    Bienen habe ich seit 2013. Im vergangen Jahr habe ich 7 Völker aus- und im Herbst 8 Völker eingewintert.

    Auch am Anfang mit 4 Völkern mal ein Volk Verlust, einmal waren es auch zwei von acht, aber nie mehr.

    Den Zeitpunkt der Behandlung hatte ich im vergangenen Jahr schon mal beschrieben.

    tschuldigung, noch ein Jahr vorher:

    siehe hier

    Gerade für die AS-Behandlung war es bei uns Anfang August noch zu heiß.


    Also was mich echt wahnsinnig intersiert ist, wie könnt ihr alle sagen das Anfang August zu spät ist, wenn ich/wir in unserer Region erst Mitte bis Ende Juli den Honig ernten kann?

    Bitte verrate uns deine Region, gern im Profil. Das ist wichtig für einen Vergleich. Mir glaubt man auch nicht richtig, was ich hier schreibe. Funktioniert aber.


    Ich fahr mit meiner Methode die letzten Jahre sehr gut

    Dann mach weiter so !

  • Also was mich echt wahnsinnig intersiert ist, wie könnt ihr alle sagen das Anfang August zu spät ist, wenn ich/wir in unserer Region erst Mitte bis Ende Juli den Honig ernten kann?

    Je später du behandelst, desto höher der Exponent der Vermehrungsrate der Milben.

    Desto mehr geschädigte Bienen...

    Desto mangelhafter die Pflege der Brut für die Winterbienen...

    usw.

  • Moon schrieb:


    "Also was mich echt wahnsinnig intersiert ist, wie könnt ihr alle sagen das Anfang August zu spät ist, wenn ich/wir in unserer Region erst Mitte bis Ende Juli den Honig ernten kann?"


    Weil: Die Vermehrungsrate der Milben durch "späte Honigernten" nicht aufgehalten wird!

    Beste Grüsse

    Horst

    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die ich sehe, eine die du siehst, und eine die wir beide nicht sehen.....

  • Ich habe am 20. Juli geschleudert. Dann auch erst die TBE gemacht und in der 1. Augustwoche mit Oxalsäuredampf behandelt.

    Bislang noch keine Winterverluste zu beklagen. Habe aber schon Futterteig bei allen Völkern nachgelegt.

    Besagt aber alles nichts. Ostern wird die Winterbilanz der Völker aufgestellt. Ich hoffe es geht weiterhin gut aus.

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)