Wintervölkerverluste

  • Also was mich echt wahnsinnig intersiert ist, wie könnt ihr alle sagen das Anfang August zu spät ist, wenn ich/wir in unserer Region erst Mitte bis Ende Juli den Honig ernten kann?

    Sollen wir den wegschmeißen, denn als Winterfutter kann ich den nicht nehmen (viel Wald) bzw will ich auch einen haben...

    Eine TBE zwei Wochen vor Trachtende: Steigert die Erträge und holt die Milben raus
    Wäre eine Möglichkeit.


    Ich wollte hier nur mein Beitrag Posten und den Leuten die nicht den Mut haben ihre Verluste zu sagen , zeigen, dass sie nicht alleine sind.

    Ist doch auch gut. Ich finde so etwas sehr gut, wenn man auch dazu steht, wenn mal was nicht so läuft.

    Ich brauch hier keine Besserwisser die meine Methode in frage stellen, die die letzten Jahre! gut funktioniert hat und ich so gut wie keine Ausfälle hatte.

    Aber das ist in einem Forum normal, dass Leute etwas zu dem schreiben, was man selber schreibt. Im ungünstigsten Fall schreiben die etwas, was man nicht hören möchte.

    Irgendwo hab ich einen Fehler gemacht, dass stimmt, aber es ist sehr unwahrscheinlich dass es mit dem Mittel zu tun hat, sonst würde es nicht nur einen!!! Stand betreffen.

    Viele Ausrufezeichen helfen viel - das weiss man ja.

    Aber im ernst: Das kann an so vielen Dingen liegen, dass nur der eine Stand betroffen ist. Vielleicht liegts tatsächlich am Wind. Aber vielleicht liegts auch an etwas anderem.

    Und wenn ihr ehrlich seit, jeder hat schon mal in irgendeiner Form einen Fehler gemacht, deswegen muss nicht gleich alles in Frage gestellt werden.

    Klar, hat hier jeder schon Fehler gemacht. Und doch, man darf ruhig auch mal alles infrage stellen. Sonst geht ja kein Gedankenprozess los.

    Mer will ich nicht zum Thema schreiben, da es ja schon ein gewisses Ausmaß erreicht hat, das mir nicht gefällt.


    Nix für ungut, aber ich denke, man ist hier mit deinem Anliegen sehr sachlich umgegangen. Wenn dich das schon anficht, dann könnte das hier möglicherweise die falsche Plattform für sich sein ;-)

  • Schreib lieber mal ob du offene Böden hattest? Vielleicht lag es dann ja tatsächlich auch am Wind? Jedenfalls sind die Tips hier alle nur gut gemeint, damit im nächsten Winter mehr Völker durchkommen. Anfang August mit der Behandlung beginnen ist schon o.k. , am besten brutfrei, aber Träufeln im Winter ist suboptimal.

  • Hallo Moon ,
    komm mal runter, weder hat jemand gesagt daß Du alles falsch machst, noch haben alle gesagt daß Behandeln Anfang August zu spät sei. Tatsächlich wurde lediglich die Erklärung "Wind" hinterfragt und Varromed kommentiert. Niemand hier greift dich persönlich an.
    Du musst selbstverständlich nicht annehmen was andere sagen, Du musst jedoch andere Beiträge auch nicht als persönliche Kritik lesen. Kannst Du zwar machen, musst Du nicht wirklich tun.
    Deinem Profil ist nicht zu entnehmen in welcher Region Du imkerst - es wäre hilfreich wenn Du das gelegentlich ergänzt, das macht manches leichter.
    Nix für ungut, Ralf

  • Moin,

    also ehrlich gesagt finde ich eine Behandlung Anfang August nicht zu spät.

    Ich ernte auch erst Ende Juli/Anfang August ab und starte dann mit der Behandlung, bin aber auch in der Regel Mitte September mit Behandlung und Auffüttern durch.

    TBE vor der Ernte wurde ja ausgiebig besprochen, allerdings finde ich das Vorgehen von rase, der Erntet und direkt eine TBE macht, auch schlüssig, da er direkt flüssig Futter gibt, um den Bau zu beschleunigen.

    Bauchschmerzen hätte ich eher bei einem, der Ende August oder sogar erst Mitte September mit der Behandlung anfängt...

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hallo Moon , bleib ruhig, jeder macht seine eigenen Erfahrungen und schlussfolgert daraus. Ich habe im Herbst nach der Heide mit AS behandelt, vielleicht nicht lange genug, im Oktober habe ich dann mit Varromed behandelt (müssen), da es mir für AS schon zu kalt wurde. Die Völker haben das gut vertragen, ohne diese Behandlung wären einige Völker nicht mehr am Leben. Du hast einige Verluste zu beklagen, ein grober Fehler ist nicht erkennbar. Du kannst Dir nun aus all den Kommentaren heraussuchen ob da was brauchbares für Dich dabei ist. Keiner hat Dir Vorwürfe gemacht, betrachte es als hilfreiche Hinweise. Danke, dass Du dein Problem hier geschildert hast. Viele schweigen da lieber, Du nicht, dass ist anerkennenswert. VG Jörg

  • Eine TBE zwei Wochen vor Trachtende: Steigert die Erträge und holt die Milben raus
    Wäre eine Möglichkeit.

    Ich bin da echt auch langsam ein wenig skeptisch... Eine TBE würde ich bei Waldtracht nicht mehr machen wollen. Einfach, weil das Trachtende nicht absehbar ist. Das kann pünktlich Ende Juli sein, oder aber erst im September...

    ATM denke ich für den Fall von Waldtrachten, als Alternative zur Ameisensäure, über das Bannwabenverfahren nach...

    Gerade nach Betriebs-/ Bildungskonzept von Bienen Schweiz, findet ja eine zweite AS Behandlung im September dann sowieso immer statt.

  • Und es ist doch zu spät, nämlich dann, wenn du vorher nix gemacht hast.

    Besonders die Walttracht bringt die Völker nahe an den Abgrund, UND das war schon vor der Varroa so! Wer da so munter ohne ... vor sich hin ins Blaue Imkert sollte sich nicht wundern und schon garnicht maulen wenn er den Spiegel auf verlangen vorgehalten bekommt.

    Dann noch ne nicht richtig wirkende Behandlung und keine Pollen und Hitze.

    Da fragt ihr noch?

    Hab fertig

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Einer meiner Stände steht voll im Wind und Zugurte sind bei Sturm eine tolle Erfindung.

    Wenn ich die Schublade drin habe und es regnet, dann ist die ganze Schublade voll Wasser. Ich überwintern immer mit offenen Boden und nein, Wind können die Bienen bei mir problemlos ab haben. Ob das die Entwicklung verzögert? Ist mir nicht aufgefallen. Aber sie sitzen in Segebergern. Bisher kein Verlust, trotz des Windes und Sturms.

    Vorteil bei dem Stand, wenig Nachbarn! Damit weniger Varroa, als bei den anderen Ständen, wo es andere Imker gibt.

    Imker sind meiner Meinung nach ein Risiko für die Bienen und zwar nicht nur der betreuene Imker, sondern die umgebenden Imker. Je nach Bienendichte kann das Welten ausmachen und was an einem Stand gut reicht, kann am anderen zu wenig sein. Kann natürlich auch auf Trachtsituation etc. ankommen.


    Es soll nur eine Überlegung sein. Da ich schon Jahrzehnte acht Völker dort stehen habe und ich echt noch nie darüber nachgedacht habe, dass der Wind total auf die Fluglöcher steht. Man lernt nicht aus, nur dazu.

  • Lass das mit der Ohrfeige.

    Du hast eine sehr gute Grundeinstellung indem du äusserst, dass du Verantwortung für deine Bienen hast.

    Leider reicht unser Wissen immer noch nicht aus, um wirklich alles zu ergründen.

    So hatte ich als einzigen Winterausfall eben die Situation, dass die toten Bienen auf vollen Futteraben sassen. Selbiges hatte ich an einem Stand bereits teilweise im September.

    So.sehe teile ich mittlerweile die Meinung eines Dr aus Bochum, dass da Sterben eine Volkes häufig als Multifaktorenursache zu sehen ist.

    Im Gegensatz zum Dr zähle ich aber alles dazu:

    Milben, Viren, Spritzmittel, Imkerfehler, Nektar- und Pollenmangel, Wetter usw

    Auch wenn eine einzelne Ursache nicht für den Tod des Volkes ausreicht, so setzt das aber eine Spirale in Gang die tödlich enden kann.

    Am Ende war es immer die Varroa, weil der.relative Anteil der befallenen Bienen in einem schrumpfenden Volk immer grösser wird.

    Damit wird der indirekte Einfluss der Varroa wie Übertragung der Viren auch immer grösser.


    Eines ist es aber definitiv nicht. Ein offener Boden. Mein Opa hat früher die Beuten mit Zeitungspapier eingewickelt. Das macht man aus guten Grund nicht mehr.

    Hier im Forum gibt es dazu einen ganz tollen Thread mit Infrarotaufnahmen etc.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Aber überleg mal, ein offener Boden in Hanglage, wo der Wind immer draufblähst, vielleicht auch noch alle in einer oder auch der unteren Zarge, das kann nicht besonders gut sein oder? So ein Bien ist auch nur ein Bien, und nichts genaues weiß man, wenn Fragen nichtmal beantwortet werden...

  • Ich hatte vor ein paar Jahren mehrere provisorische Beuten, sehr dünnwandig und ohne gedämmte Deckel. Es war hundekalt und ab Brutbeginn wuchsen da permanent Eiszapfen aus den Gitterböden. Die Völker hab ich im Frühjahr topfit verkauft. Gesunde Völker schaffen sowas.


    Gruß Jörg

  • Offene Böden oder nicht, wurde schon ausgiebig diskutiert. Meine Böden sind ab Anfang Februar verschlossen, das wird sich erst Ende März wieder ändern. Gelegentlich sollte auf Wetterveränderungen reagiert werden, wir schlissen bei Kälte oder Wind ja auch die Kellerfenster.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.