Zander mit 1 Brutraum - so klappt es

  • Ich weiß zwar nicht wo Schwalm liegt und wie das Wetter dort war, aber glaub mir, ohne Pollen, Nektar und Sonne, entwickeln sich auch Deine Völker nicht.

    Wir hatten so etwas nicht für möglich gehalten, aber nach zehn Jahren Bienenhaltung war dieses Jahr einmalig sch.... Ich glaube nicht dass sich die Genetik unserer Völker über den letzten Winter in Wohlgefallen aufgelöst hat. Wir hatten jahrelang fast konstante Erträge, jedoch letztes Jahr war es ganz schlicht und einfach nicht möglich für die Völker sich vernünftig zu entwickeln. Da kann man den Bienen keinen Vorwurf machen, auch der Imker ist dann machtlos. Wenn Du weißt wie man trotzdem riesen Erträge einfährt, dann kannst Du gleich eine Rundreise durch die Republik antreten. Dabei Dein Wissen in Vorträgen mit anderen teilen und noch viel mehr Geld verdienen als mit Honig, bei weniger Arbeit.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Die Schwalm liegt im südlichen Nordhessen, zwischen Vogelsberg und Knüll.

    Wetter war hier auch wie von Dir beschrieben.

    Ich finde es auch nicht besonderes, dass Völker entsprechend wachsen, wenn die fit sind. Wenn die zwischendurch mal kurz Zeit hatten paar Pollen zu holen hat das offensichtlich auch gereicht.

    Kein dauerhaft verhonigtes Brutnest und kaum Verschleiß der Flugbienen. Wenn da die Kisten nicht voll sind (und schwärmen wollen :rolleyes: ) ist doch was faul…?!

    Die Ableger mit ca. 2000 Bienen und unbegatteter Kö gebildet, haben sich in der Blühfläche auch größtenteils selbst versorgt.

    Ca. 5 Tage vor Abblühen des Rapses hatten wir endlich Flugwetter. Da hatten die ca. 2/3 der Frühtracht reingeholt. Soviel in so kurzer Zeit hatte ich nicht gekannt!

    Vermute dass der Nektar aufgrund der guten Wasserversorgung recht dünn und entsprechen „voluminös“ war. Bevor die den getrocknet hatten hatte ich schon teilweise den dritten 10er ZanderHR aufgesetzt.

    Wenn ich dann noch die aktuellen Honigpreise ansetze, ist die Ernte mehr wert wie in manch „gutem“ Jahr.

    Werd demnächst wohl doch noch mal eine Tonne fast weißen Rapshonig in den Imkermarkt setzen. Wer noch was brauch…

  • Das klingt, als hättest du weitaus bessere Bedingungen als BlackPeterle gehabt.


    An Frühtracht war zumindest hier im Südwesten nicht zu denken, bis Ende Mai wurde Futterteig nachgelegt. An Selbstversorgung gerade kleiner Ableger zu denken war hier utopisch. Die Völker waren okay, wenn dann wirklich mal ein Tag Flugwetter war, wurde auch direkt anständig gesammelt (s. Mitte Mai), aber in Summe war das Minus von Anfang April bis Ende Mai bei knapp 10 kg.


    Darunter ein Screenshot aus dem Vorjahr aus dem gleichen Zeitraum. Die Waage gab es erst Mitte April, da war der erste Honigraum schon fast voll. In Summe also eine Differenz von schätzungsweise 60 kg. Gleicher Standort, gleiche Völkerführung, gleiche Genetik.


    Da die Völker gut aussahen konnten sie im Juni dann immerhin noch passabel sammeln. Die Kastanie hat an den wenigen guten Tagen im Juni Tageszunahmen bis 5.5 kg gebracht, in Summe waren es aber am Ende dennoch nur knappe 20 kg / Volk / Jahr. Kann ich dennoch sehr gut mit leben, wenn ich die anderen Ernten in der Region kenne.


    Zwar teile ich deine Ansicht, dass sich gerade unter schwierigen Bedingungen die Spreu vom Weizen trennt, aber es gibt Bedingungen, da bleibt eben (fast) nur noch Spreu übrig. Wenn bei Blackpeterle nun auch diese wenigen guten Tagen nicht da waren die ich hier im Juni hatte, gibts einfach ne Nullrunde, egal was du machst. Da hätten auch wir beide nix geerntet.



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  • Dein Wissen in Vorträgen mit anderen teilen und noch viel mehr Geld verdienen als mit Honig, bei weniger Arbeit.

    Leider Nein.

    Wenn man eine gaaaanz schnöde und pragmatische Betriebsweise fährt, die einfach nur darauf ausgerichtet ist, dass es den Völkern gut geht, so dass die ohne Hokuspokus Honig bringen, zahlt dafür keiner…🤷🏻‍♂️

  • Ich glaube, da sind wir schon tief im Interpretationsraum. Was für mich okay ist, weil extrem schlechte Bedingungen herrschen, ist für Peterle vielleicht schon nicht entwickelt, weil man weiß wie es sein könnte.

  • Wenn Du weißt wie man trotzdem riesen Erträge einfährt, dann kannst Du gleich eine Rundreise durch die Republik antreten. Dabei Dein Wissen in Vorträgen mit anderen teilen und noch viel mehr Geld verdienen als mit Honig, bei weniger Arbeit.

    Mit Imkern ist leichter Geld zu verdienen, als mit Bienen, dafür musst du aber ganz schön klappern, damit man dich auch als neuer Stern am Bienenhimmel respektiert. Auch musst du die ständig in aller Munde halten, ob positiv oder negativ. Wenn ein Werner Gerdes irgendwo aufschlägt, wird es den normalen Imker nicht hinter dem Ofen vorlocken. Da muss schon ein Binder oder gar die P. Aumeier erscheinen, damit viele kommen.

    Manche ganz hellen Sterne waren doch nicht so hell, es war eine Supernova und jetzt sind sie nur noch ein weißer Zwerg.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Ich würde gerne für einen Vortrag von Werner Gerdes längere Strecke fahre. Und ich bin da wohl auch nicht alleine.

    Nur wird es nicht so publik.gemacht, wie bei den anderen genannten. Es klappert wohl nicht so laut, doch die Qualität ist es, die einen lockt.

  • Ich würde gerne für einen Vortrag von Werner Gerdes längere Strecke fahre. Und ich bin da wohl auch nicht alleine.

    Nur wird es nicht so publik.gemacht, wie bei den anderen genannten. Es klappert wohl nicht so laut, doch die Qualität ist es, die einen lockt.

    Dabei wohnst du doch um die Ecke von ihm 😉

  • Da verhindern wohl eher die Vorgaben physische Veranstaltungen, aber ich freue mich schon auf den März, da sind 2 lange Wochenenden verplant und summen tuts dann auch um die Kisten wieder...

    Das klappern muß schon der Veranstalter machen- rechtzeitig Werbung in Imker Zeitung, IF und Nachbarvereinen machen und Gäste bissel zahlen/spenden lassen, klappte in Berlin und Umgebung ganz gut.

  • Ja, das stimmt. Es war sogar 2020 mal was geplant, aber dank C. fand es damals nicht statt. Man muss manchmal echt Glück haben, wenn man von einigen Veranstaltungen etwas erfahren will. Ich würde aber auch nach München fahren für einen guten Vortrag.

    Jetzt muss ich erstmal bis Ende Mai warten bis zum nächsten Imkertermin.

  • Das klingt, als hättest du weitaus bessere Bedingungen als BlackPeterle gehabt.

    Definitiv. Die Gegend war nicht so gebeutelt wie viele im Süden.

    Hier war es noch erträglich aber weit entfernt von gut oder Durchschnitt und im Norden hatte so mancher überhaupt keinen Grund zu klagen. Alles pauchaliert aber trotzdem wesentlich differenzierter als alle über einen Kamm zu scheren.

    Am Wetter liegt es meist nur, wenn man selber nix im Topf hat.