Wachs mit Dampf schmelzen

  • Hallo Liebe Bienenfreundinnen und Freunde;


    Ich habe mir vor gar nicht all zu langer Zeit ein Dampfgerät gekauft. Man kann ja überall von diesen Geräten lesen. Jedoch kaufte ich es nicht komplett, wie z.B. von Warnholz, sondern nur einen Dampferzeuger aus dem Baumarkt, wie hier auch schon an anderer Stelle beschrieben.
    Ich habe die Apperatur an eine Styroporkiste angeschlossen.
    Das ganze hat auch sehr gut funftioniert :D ; nur hat sich danach leider die Kiste in Wohlgefallen aufgelöst :( (verbogen, Deckel paßt nicht mehr ).
    Kann mir irgendjemand einen Tip geben, was für eine Kiste ich am besten verwenden kann (Material ?),
    Kann ich für den Bau einer solchen Kiste eventuell auch Spanplatte oder ähnliches verwenden???
    Für alle Anregungen bin ich sehr dankbar!
    V.Ht.w Uwe

  • Hallo Uwe,
    mein improvisierter Dampfwachsschmelzer ist sehr einfach:
    Nimm' einen alten Beutenboden,
    lege eine Folie drauf.
    stelle eine alte (Holz) Zarge darauf. Auf diese Zarge kommt ein Gitter (Absperr- oder Wandergitter)
    Darauf wiederum kommt die Zarge mit den einzuschmelzenden Waben.
    Durch ein Loch in der alten Zarge steckst Du den Schlauch des Dampferzeugers.
    Dämmplatte und Deckel drauf und fertig.
    Den hinteren Teil der "Beute" unterlegst du mit einer Leiste.
    Unter den Auslauf stellst Du einen Eimer.
    Den Dampferzeuger mit Wasser füllen und anstecken.


    NACH DEM SCHMELZVORGANG UNBEDINGT NOCH 10 MIN abkühlen lassen, bevor du den Deckel abnimmst, Verbrühungsgefahr!!!


    Ich hatte keine Probleme mit Deformationen.


    Viel Erfolg

  • Hallo Erwin;


    Vielen Dank für Deine Antwort.


    Leider habe ich keine alten Zargen, Böden und Deckel, da ich erst vor 2 Jahren auf Magazine umgestellt habe. Außerdem sind die neuen mir einfach zu schade.


    Deshalb kam mir der Gedanke, mir eine entsprechende Kiste aus wasserfester Spanplatte selbst zu bauen. In die kann man dann die Rähmchen hängen oder einfach nur stellen.
    Anschluß Dampferzeuger und Auslauf wie gehabt.


    Ich bin mir nur nicht sicher, ob wasserfeste Spanplatte den Belastungen durch die langanhaltende hohe Temperatur standhält???


    Wie beeinflusst der Leim aus den Spanplatten das Wachs( ist ja eigentlich wasserfest ) ???


    Fleißige Bienen wünscht


    Uwe

  • Hallo,
    ich mache mir zur Zeit auch Gedanken, wie ich am besten das Wachs ausschmelzen kann. Seither hatte ich eine Spanplattenkiste mit Kuchenblech-Unterbau, betrieben mit einem Heißluftfön aus dem Baumarkt verwendet. Eine langwierige aber wirksame Aktion, jedoch wegen Feuergefahr nicht ohne ständige Aufsicht ratsam. 7 Rähmchen in 2,5 Stunden.
    Die Version mit dem Holz-Magazin und Dampf gefällt mir. Werde sie demnächst ausprobieren.
    Meine Frage an Erwin:
    Ich habe 4 Zargen mit je 10 DN-Waben. Wenn ich diese jeweils mit einem metallenen Absperrgitter nach unten übereinanderstelle, müßten doch alle ein einem Arbeitsgang ausschmelzen.
    Mein Dampfgerät liefert 165 Grad Celsius. Ist das ausreichend für alle vier auf einmal oder muß ich die Menge der Waben reduzieren?

    Freundliche Imkergrüße
    Harald Feinauer

  • Hallo Miteinander,
    ich habe mir im Herbst einen Sonnenwachschmelzer für 4 Waben gebaut und ich denke, das ist völlig ausreichend, denn an sehr sonnenreichen Tagen, kann ich den einige Male bestücken. Ich finde mit dem Sonnenwachsschmelzer ist das Wachs schöner und naturnäher, imkereigerechter erzeugt als mit einen Dampfschmelzer.

  • Hallo Michael;


    Das einzige, was ich finden kann ist eine Transportkiste im DBJ 11/02.
    Meinst Du diese???
    So etwas ähnliches hatte ich mir auch vorgestellt, nur aus wasserfestem Material – wegen des Dampfes. Etwas umbauen, wegen Zufuhr Dampf und Ablauf Wachs und fertig.
    Mit Dampf finde ich zumindest, kann ich dann schmelzen, wenn ich Zeit habe. Im Sommer, wenn es so richtig warm ist, darf ich auf Arbeit sein...


    Müßte doch eigentlich funktionieren mit dem Material oder ???


    Fleißige Bienen wünscht


    Uwe

  • Hallo, zusammen,


    ich mache das mit dem Dampfentsafter. Das ergibt eine relativ hohe Ausbeute, gibt schon sauberes Wachs, riecht gut, und geht ziemlich schnell, wenn man die Altwaben vorher einen oder zwei Tage in Wasser weichen läßt und dann ausschneidet oder ausbricht.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Tach,
    wollte mal nachfragen wo eurer Erfahrung nach die Vorteile beim Damfwachsschmelzen liegen.
    Ist das ergiebiger als das Auskochen und auspressen des Tresters
    Muss man den Wabentrester dann trotzdem noch auspressen?
    Welche Methoden zur Wachsgewinnung betreibt ihr noch?
    Ich kenne nur Knüppelwachspresse und von Vinzenz Weber die Wäscheschleuder-methode
    Gruß Alfred

  • Hallo Uwe,


    entschuldige bitte, ich hatte Dir die falsche Quelle genannt.
    Der Beitrag steht in "ADIZ/die biene" 11/02.
    da hat ein Kollege sich eine Kiste aus Aluminium gebastelt und das ganze aussen mit Styrodur isoliert.Auf dem Boden liegt als Sieb ein Absperrgitter. Betrieben wird das Ding mit einem alten Heißwasserkocher.
    Da Du ja einen Dampferzeuger bereits hast, müßte das doch auch ne Idee sein.
    Ich wollte dir den Beitrag einscannen, aber die Datei hat über 4MB, das kann man keinem zumuten.
    Wenn Du ein Fax hast, mail mir bitte die Nr., ich schicke dir dann die Seite.


    xaver
    Ich finde einen SoWasch auch besser, schon allein des Aufwandes wegen.
    Ich habe mir so ein Ding bauen lassen für eine ganze Zarge gleichzeitig.
    allerdings fallen bei meiner Betriebsweise die meisten Altwaben im Spätsommer und im frühen Frühjahr an, und ich kann die nicht bis zum nächsten Sommer lagern, daher wird im Winter und im Frühling geschmolzen.



    Grüsse


    M.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo an alle!
    Habe heute 2x 2 Zargen mit je 10 DN-Waben, also 40 Waben nach der Beschreibung von Erwin ausgeschmelzt. Für 20 Waben benötigte ich ca. 2,5 Liter Wasser und ca. 45 Minuten Dampf. Es hat sehr gut funktioniert. Einfach ein Loch in die untere Zarge bohren, Absperrgitter darüber, 2. Zarge und Deckel drauf und Dampf rein. Das Reinigen der Rähmchen mit der Spachtel anschließend ist bei jedem Schmelzen derselbe Dreck.
    Jetzt muß ich die Ausschmelze noch klären.

    Freundliche Imkergrüße
    Harald Feinauer

  • Hallo zur Ergänzung:
    Das gewonnene geklärte Wachs gebe ich wie es ist, meinem Inker-Zubehör-Geschäft und hole mir dort neue Mittelwände. Das zurückgelieferte Wachs wird mir dort angerechnet, so daß ich damit keine weitere Arbeit habe.
    Biologische Perfektion wäre natürlich, das gewonnene Wachs selbst in neue Mittelwände zu verarbeiten, weil ich nur AS zur Varroabehandlung verwende.
    Leider fehlt mir dazu die Zeit und die Ausstattung.

    Freundliche Imkergrüße
    Harald Feinauer

  • Hallo Michael;


    Leider habe ich kein Faxgerät.


    Vielleicht kannst Du die Anleitung zippen (packen) oder als PDF-Format senden, je nachdem, was kleiner ist (ich kenne mich in der PC Welt nicht so gut aus) - vorausgesetzt ein Nachbau ist von mir - einem Metallbau Leihen auch auszuführen.


    Danke im Voraus !


    P.S.: Ich war gerade auf deiner Website, speziell den Bildern. Dazu eine Frage wegen der Spritze. Womit und wie behandelst Du Deine Völker??
    P.S.2: Viele Grüße an Deine kleine Biene, meine 3 sind auch oft mit von der Partie


    Fleißige Bienen wünscht


    Uwe

  • Hallo Uwe,


    ich werde mir mal was überlegen.
    Das Bild mit der Spritze stammt noch aus meiner "Perizin - Zeit", ist also schon ein paar Jahre alt.
    Heute nehme ich für die Winterbehandlung Oxalsäure zum Träufeln, also ebenfalls mit Spritze. Im Sommer schon seit eh und jeh AS 60%.


    Danke für deinen Besuch

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-