Umstellen von Abstandsnägeln auf Hoffmannseiten

  • Würde ganz klar davon abraten.
    Bestenfalls mal eine Beute umstellen und eine Saison Bienen quetschen.
    Dann Heilung.

    Tipp:
    Zwei Nägel reichen. Direkt an der Stelle, wo die Seitenteile auf den Oberträger stoßen.
    Auf einen weiteren Nagel weiter unten kann man verzichten. Durch den aufgelegten Deckel (bzw. Honigraum) werden die Rähmchen an den Ohren sowieso senkrecht in der Kiste gehalten.
    Beim Ziehen reißen die an dieser Stelle gesetzten Nägel auch keine Wabenfläche auf.

    Gruß Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • War wohl klar, dass diese Fragestellung wieder und ungefragt die Hoffmann-Gegner aufs Feld ruft. Ich verstehe nicht, warum denen es so wichtig ist, an diesem Punkt immer wieder ihr "Besserwissen" zu schreiben. Damit der thread-Ersteller nicht irre wird: Ich habe mich nach (sehr wenigen!) Erfahrungen mit Nägeln für Hoffmann entschieden (hatte mein Ober-Imker Herny auch) und bereue es bis heute nicht. Man muss damit umgehen können (wie mit den Abstandshaltern auch).

    Ich würde bei mir so eine Umstellung zargenweise machen: im Frühjahr die untere ersetzen, bei der Ernte etc. In der Zarge mischen brächte mich irgendwann durcheinander.

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen

  • Das Bienenquetschen bei Hoffmannseiten kann man minimieren, indem die Bienen vor dem endgültigen Zusammenschieben der Rähmchen sanft aus dem Zwischenraume zwischen den Hoffmannseiten, z.B. mit einem Stockmeißel geschoben werden. Ist zugegebenermaßen etwas mühsam und zeitaufwendig und so wohl eher nichts für Erwerbsimker, für "den Hausgebrauch" aber ausreichend.

  • Moin,


    nach fünf Jahren Hoffmannseiten werde ich dieses Jahr anfangen, jedes Volk nach TBE in Rähmchen mit geraden Seiten zu setzen. Grund hierfür ist einfach das starke Verkitten, was insbesondere im Spätherbst/Frühwinter und zum Saisonbeginn das Wabenziehen zum Kraftakt macht, und erhebliche Unruhe in die Völker bringt. Die bereits erwähnten Bienenbriefmarken die man so produziert sind auch nicht so toll. Da ich mit einem Brutraum imkere sind "quellende" Bienen bei mir im Sommer normal, was die Hoffmänner nochmal ungünstiger werden lässt.


    Von der Umstellung auf Polsternägel und Stahlschienen erhoffe ich mir:


    - Einfaches, erschütterungsarmes Wabenziehen zu jeder Jahreszeit

    - Weitestgehendes Ende des Bienenquetschens

    - Minimierung der Quetschgefahr für die Königin


    Mit Hoffmännern sind obige Punkte bei mir ein Thema.


    In den Honigräumen werde ich Rähmchen mit Hoffmannseiten jedoch weiterhin verwenden.



    Beste Grüße


    Peter

  • Noch ein ungefragter Rat: ;) Ich habe auch noch teilweise mit Hoffmännern zu tun. Um möglichst wenig Bienen zu quetschen, achte ich darauf, die Rähmchen nicht seitlich aneinander zu schieben, sondern mit «Seitenkontakt von Anfang an» von oben einzuschieben. Dann fliehen die Bienen nach unten, die ansonsten gequetscht würden.

  • Bei 12 DD ist Zarge unterschieben glaub nicht so Mittel der Wahl, kombiniere es lieber mit deiner Varroa-Behandlung und mach im Sommer eine TBE, du hast ja eh nur 6 Waben im Brutraum(?). Alle BW raus, falls du noch ne Zarge hast machst du einen Brutableger, ansonsten alles einschmelzen. Wenn du noch Honig drauf hast arbeitest du mit einer Fangwabe, ansonsten Ox sprühen. Dann hast du auf einmal Rähmchen umgestellt, Wabenhygiene betrieben und Varroa Behandelt.

    Hierzu kann ich dir auch vom LLH die Flyer Varroa 2-4 ans Herz legen:

    https://llh.hessen.de/bildung/…leistungen/publikationen/

  • Hallo zusammen,


    aktuell nutze ich Messingnägelchen für die Abstandsregelung (hab meine Völker damals so übernommen), aber das ewige Nageln der Rähmchen nervt ein wenig. Daher würde ich gerne auf Hoffmannseiten umstellen. Gibt es eine Möglichkeit, Völker ohne Brutentnahme auf Hoffmannseiten umzustellen, sozusagen im laufenden Betrieb im Rahmen der Wabenhygiene?


    Vielen Dank für Eure Tips!

    Um noch einmal auf die eigentliche Frage zurückzukommen:


    Du solltest mit Leerwaben mal ausprobieren, wie viel dir fehlt:

    Es hängt stark davon ab, wie deine Nägel sitzen: alle 4(2) auf einer Wabenseite oder je 2 auf verschiedenen Wabenseiten. Dann noch, ob die oberen im Oberträger sitzen oder in der Seite und wie weit die unteren sind - vielleicht schon tiefer als die Hoffmann-Verbreiterung.


    Wenn deine Rähmchen den oberen Abstandshalter im Oberträger haben, kannst du mal schauen, ob die unteren nicht sowieso schon tief genug sind, um unterhalb der Hoffmannverdickung zu liegen. Dann kannst du einfach gemischt verwenden. Es wird lediglich ein bisschen Verbau dort geben, wo der Abstand zwischen Hoffmann-Seite und gerader Seite keinen Beespace hat.


    Falls nicht, musst du bei gemischtem Betrieb vielleicht mal kurz die nicht passenden Nägel rausziehen und ggf. den Abstand am Übergang von Hand justieren oder als Hilfe bei der ersten Wabe im Anschluss bei den Hoffmann-Rahmen im Oberträger einen Abstandshalter anbringen. (Alternativ kannst du auch ein gerades Rähmchen entsprechend mit Abstandshaltern versehen und als Übergangsadapter einsetzen). Bei stationären Kisten würde ich da nach Augenmaß einstellen.

    Das Rausziehen/Abbrechen der Polsternägel sollte mit geeignetem Werkzeug auf den abgestoßenen Waben bei passender Witterung schnell genug gehen, um keine Probleme zu bekommen. Du kannst ja daheim vorher mit Leerwaben üben. Es geht ja schließlich nur um die eine Wabe am Übergang pro Beute.


    Ebenfalls aus eigener Erfahrung würde ich aber zunächst nur probehalber einen Teil der Völker umstellen und vergleichen, ob dich das einmalige Nageln der Abstandshalter oder das häufige Sauberkratzen der verkitteten Seitenteile nach einer Saison mehr genervt hat. Die Rückumstellung geht dann leichter, weil man die Abstandhalter ja so nageln kann, dass es auch zu den Hoffmann passt.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • aktuell nutze ich Messingnägelchen für die Abstandsregelung (hab meine Völker damals so übernommen), aber das ewige Nageln der Rähmchen nervt ein wenig.

    Bevor Du jetzt wegen der nervigen Nagelei neue Rähmchen kaufst, ich hab nun ein echt geniales Teil.

    Es ist klein, handlich, schwer, magnetisch, mit Möglichkeit für eine Standbohrmaschine, aber auch ohne ideal, wuppt die Polsternägel in die Rähmchen, für Frauen- und Männerhände geeignet:

    der ULLRICHDORN

    Gibt es bisher nur auf Anfrage...

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...