Alle meine Bienen sind tot. Die Vaaroamilbe hat trotz Behandlung zugeschlagen.

  • Moin,

    Ich habe gerade mal in meine Bienenbeute geguckt. Es sind bis auf eine Hand voll töte Bienen (ca. 30) keine mehr da. =O

    Die Waben sind voll mit Honig und Pollen.

    Auf einer toten Biene hab ich 2 Milben gefunden. Ich hatte eigentlich eine Behandlung mit Ampilife im November gemacht. Bin nun etwas ratlos und traurig. ;(

    Das Volk war eigentlich recht stark dafür das ich es erst im April 2019 eingeschlagen habe.


    Werde nun alle Rähmchen entsorgen und die Kiste ausbrennen. Muss ich noch etwas beachten?

  • Hallo Krypto,


    es tut mir leid um deinen misslungen Start. Ich gehe mal von Start aus, weil du von einer Beute sprichst.


    Du wirst nun unendliche viele Ratschläge in Richtung von zu wenig, mit falschen Mitteln, zur falschen Zeit usw. erhalten.


    Mein Ratschlag: machen den Neustart mit mehr als einem Volk. Es gibt keine 100% Garantie, dass ein Bienenvolk über den Winter kommt, mit oder ohne Varroen. Wenn du dann ein Volk von einem Volk verlierst hast du 100% Verlust. Ein Volk bei 5 Völkern entspricht 20% Verlust. Ist dann guter Schnitt.


    Gruß

    Werner

  • Werde nun alle Rähmchen entsorgen und die Kiste ausbrennen. Muss ich noch etwas beachten?

    Die Milbe ist keine Krankheit, deine Maßnahmen macht man bei AFB, Ruhr, etc. Wenn die Diagnose sicher ist könnte man theoretisch sogar das Wabenwerk inkl. Futter weiterverwerten.

  • Als Bienen Kiste verwende ich einen Flowhive.

    Die Bienen die ich im April 2019 eingeschlagen habe waren schon vom Shop vorbehandelt. Es war ein Bukfast Kunstschwarm. Der entwickelte sich auch bis zum Ende des Jahres prächtig. Hab auch immer wieder mal reingeschaut und nach Milben gesucht. Bis Anfang September hatte ich keine gesehen. Danach vereinzelt. Daraufhin habe ich im November mit Apilife behandelt. Da die Temperaturen anschließend stark zurück gingen habe ich die Bienen dann in Ruhe gelassen.

    Als ich nun heute nachgeschaut habe fand ich etliche tote Milben und nur ganz wenige töte Bienen. Alle anderen sind weg. Futtermangel hatten sie definitiv nicht.

  • Hallo Krypto,

    ich verstehe Deine Traurigkeit über den Verlust des ersten? Bienenvolkes in Deinem Imkerdasein.

    Aber so wie Du schreibst ist die Ursache für den Totalverlust wohl der Einsatz von Apilife im November.

    Aplilife im November ist einfach zu späht, da das Mittel nicht mehr in der Lage ist die Varro zu bekämpfen.

    Lese bitte die Gebaruchanweisung zu Apilife.

    Lass dich nicht entmutigen und starte, möglichst mit fachkundiger Unterstützung (Imkerpate), im Frühjahr noch mal neu.

    Gruß Eisvogel


    Hallo Reiner, nur für Dich: AMPILIFE ist ein Blutdrucksenker.

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Apilife dient der Langzeitbehandlung nach der Honigernte im Juli und August. Für eine erfolgreiche Behandlung braucht es Minimum 15 Grad Außentemperaturen, besser 25.

    Im November ist die Behandlung mit Apilife völlig nutzlos.
    Hol Dir von einem erfahrenen Imker Rat. Am besten in einem Verein.

  • Hab auch immer wieder mal reingeschaut und nach Milben gesucht. Bis Anfang September hatte ich keine gesehen. Danach vereinzelt.

    Meinst Du damit auf Bienen sitzende Milben?

    Da wäre die entschieden falsche Form der Befallsdiagnose.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Für eine erfolgreiche Behandlung braucht es Minimum 15 Grad Außentemperaturen, besser 25.

    Kann ja sein, dass Krypto in südlichen Gefilden imkert. Kein Profil ausgefüllt, von mir keine Reaktion auf Fragen

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Ja genau. Ich habe mir den Rücken der Bienen angesehen.

    Wenn man bereits Milben auf dem Rücken der Bienen sitzen sieht, ist das ein Zeichen für einen extrem hohen Befall. Die Milben sitzen nämlich - solange dort noch Platz ist - in den Bauchsegmenten.


    Ich bin kein Freund des Anfänger-Bashings, aber Du musst Dir eingestehen, dass Deine imkerlichen Kenntnisse bisher leider unzureichend sind. Das Volk kam also durch Deine Fehler zu Tode. Bevor Du wieder loslegt, also unbedingt die entsprechenden Kenntnisse erwerben.

    Man hat beim Imkern nie alles im Griff und Völkerverluste gibt es auch bei erfahrenden Imkern. Aber dass Völker durch solche Fehler zu Tode kommen, muss nicht sein und sollte nicht (wieder) passieren.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Auf dem Rücken der Bienen sitzen fast nie Varroen und wenn dann ist das Volk meist schon verloren. Lerne zuerst Grundlagen bevor Du wieder beginnst und such Dir einen Imkerpaten. Ein richtiger Grundkurs würde auch nicht schaden, so wie er sehr oft jetzt angeboten wird. Zur Zeit werden von fast allen Vereinen die Jahresplannungen veröffentlicht, die meist auch Grundkurse beinhalten. Auch wäre für Dich ein Varroamanagementkurs empfehlenswert.


    Dann wünsch ich Dir gutes Gelingen für 2020...

  • Suche mal "Guido Eich Totenschau"

    Flowhive ist der Honigraum- idR ist der Brutraum bzgl Milben der interessante Teil- wie war die Entwicklung der unteren Zarge(n)?

    Wieviel leere Waben bzw Zellen sind jetzt im Brutraum?

    Hauptfehler für das Zusammenbrechen der Völker sind meines Erachtens zu späte bzw nicht wirksame Varroabehandlung und/oder Überfütterung im Spätsommer, die zu toten Völkern im Oktober/November führen.


    Nutze den Winter für die Weiterbildung- Anfängerkurse beginnen JETZT ansonsten Monatsbetrachtungen und lieber nach der Linde nach SchemaF /"varroawetter" als nach nicht gesehenen Milben behandeln.