Erfahrungen mit Siebkübeln

  • Sackfilter, Spitzsieb, Sumpf von Lyson, Doppelsieb, ist alles nur Fummelei.

    Seit 2 Jahren arbeitete ich mit dem Honig-Wachs-Seperator .

    Das ist eine andere Liga

    albee Ich bin auch sehr Interessiert an dem Honig-Wachs-Seperator. Hast du Erfahrung mit Heidehonig und wie dieser mit dem Seperator funktioniert?

  • Ein Freund von mir schwört übrigens auf so einen Sackfilter von Lega.

    So einer hängt bei ihm im großen Edelstahlabfüller, darein entleert er die Eimer, die bei ihm unter der Schleuder stehen (stoßweise).

    Auch mit größeren Erntemengen hat er den wohl noch nie in die Knie gezwungen...

    Hi!

    So habe ich auch geplant, und die Sufu hat mich hier hergeführt. Da gibts ja nicht viel zu lesen, weil die Sackfilter hier wohl nicht sehr verbreitet sind...


    Habe vor dieses Teil in den Klärtank/Milchtank zu hängen. Da habe ich aber nicht so die Tiefe...

    Lega Bietet davon ja zwei an, eins für 50/100KG Klärtank und eins für 200/400KG Klärtanks.

    Leider geben sie bei keinem der beiden eine Länge des sacksiebes an. Die wäre aber interessant zu wissen, nicht dass das sieb dann am boden vom Klärtank rumlungert...

    Könntest du deinen kollegen mal fragen, welches der beiden er hat, und wie lang dieses ist?


    Grüße

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Der 50kg Klärtank ist 500mm hoch, der 200kg Klärtank 840mm hoch.
    Länger können die Sacksiebe nicht sein, auf dem Bild zu Artikel #6250 / #6270 sieht man dass der Filterhalter etwas in den Klärtank hineinragt.

  • Guten Abend,


    ich möchte von Doppelsieb auf Siebkübel um/aufsteigen. Ausgesucht habe ich mir den Siebkübel von CFM, da den 32kg Kübel mit konischem Feinsieb, eingehängt.

    Meine Fragen wären, hat jemand diesen Siebkübel im Einsatz und würde sich ihn wieder anschaffen, bzw. nicht und warum?
    Da das konische Sieb ein Feinsieb ist-sollte der Honig vorher noch durch ein Grobsieb, oder ist das nicht nötig?
    Fließt der Honig durch den oberen Auslass zuverlässig raus, oder muss man wie beim Doppelsieb aufpassen, dass er nicht überläuft?


    Geerntet wird Raps, Wald und Edelkastanienhonig. Die Waldtracht wird nur grob oder gar nicht gesiebt. Ich vermute, das würde der Kübel nicht ändern.

    Schon mal Danke für eure Erfahrungen und Infos.

  • Also ich habe bei mir tatsächlich das Problem, dass der obere Auslass vom Siebkübel wirklich ziemlich weit oben ist und einen geringeren Durchmesser hat als der Auslass bei der Schleuder.
    Ich muss beim Schleudern somit nicht nur wegen Wabenbruch langsam anfangen oder den Abfluss aus der Schleuder drosseln, weil sonst beim ersten Schwapp der Honigpegel im Siebkübel gefährlich nah an den Rand kommt.
    Dieser Effekt ist unabhängig vom Sieb. Der maximale Auslauf im Kübel ist einfach kleiner als der maximale Zulauf aus der Schleuder.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Also ich habe bei mir tatsächlich das Problem, dass der obere Auslass vom Siebkübel wirklich ziemlich weit oben ist und einen geringeren Durchmesser hat als der Auslass bei der Schleuder.
    Ich muss beim Schleudern somit nicht nur wegen Wabenbruch langsam anfangen oder den Abfluss aus der Schleuder drosseln, weil sonst beim ersten Schwapp der Honigpegel im Siebkübel gefährlich nah an den Rand kommt.
    Dieser Effekt ist unabhängig vom Sieb. Der maximale Auslauf im Kübel ist einfach kleiner als der maximale Zulauf aus der Schleuder.

    Ich „steuere“ das, indem ich den Hahn der Schleuder nicht ganz aufdrehe und so in etwa die gleiche Öffnung wie beim Siebkübel habe.

    ...

    Da das konische Sieb ein Feinsieb ist-sollte der Honig vorher noch durch ein Grobsieb, oder ist das nicht nötig?
    ...

    Ich würde dazu noch eine Grobsieb (eines ehemaligen Doppelsiebes) direkt unter dem Schleuderhahn vorschalten.


    Grüße vom Apidät

  • Ich würde dazu noch eine Grobsieb (eines ehemaligen Doppelsiebes) direkt unter dem Schleuderhahn vorschalten.


    Grüße vom Apidät

    Super wichtig!!! Ich habe nur Erfahrungen aus zwei Ernten, aber das vorgeschaltete Grobsieb (das man gut immer mal wieder frei machen kann) ist schon entscheidend. Genau wie die Art des Entdeckelns - Messer lief deutlich besser als Gabel, da einfach weniger Wachskrümel im Sieb waren. So meine Erfahrung.

  • Ich entdeckle hauptsächlich mit Messer und habe somit wenig Wachskrümel für ein Grobsieb. Damit komme ich für einen "Schleuder-Tag" auch nur mit dem Spitzsieb im Eimer aus. Dann passt der Siebkübel bei meiner Anordnung besser (auf Unterlage) unter den Auslauf und ich sehe vor allem auch den Pegelstand im Kübel besser (vor allem, wenn man nur nebenbei und kurz schaut, weil man z.B. schon mal weiter entdeckelt).
    Apidät : Ich mache das auch so mit dem gedrosselten Auslauf. Man darf trotzdem nicht zu viel Honig in der Schleuder zwischenpuffern. Ein Kollege von mir hat das übertrieben und sich die Aufhängung vom Korb beschädigt als dieser auf einmal im Honig drehen musste und damit stark abgebremst wurde.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Hallo Sonnenblume,


    ich hatte den Siebkübel auch im Einsatz. Gabelentdeckelung, Grobsieb unter der Schleuder und dann in den Siebkübel. Wenn man viel Raps/Frühjahrsblüte hat kann ich den nicht empfehlen, da sich das konische Sieb relativ schnell zusetzt. Nicht von den feinen Wachspartikeln, sondern eher von den Zuckerkristallen Der Honig läuft dann einfach zu langsam durch. Bei meinen Sommerhonigen ist es dagegen nicht so das Problem.

    Ich bin aber dazu übergegangen, den Honig über Nacht zu klären und dann abzuschäumen.

    Feingesiebt wird er dann bei Bedarf im Melitherm. Kann man dann aber auch durch das Spitzsieb machen.

    Wenn man nur paar Völker hat geht es auch mit dem Siebkübel.

  • Häng doch eine Spitzsiebheizung mit ins Spitzsieb. Und obendrüber ein VA Nudeldurchschlag von Aldi & Co für den ganz groben Kram. Wenn das auch im Honig liegt, setzt sich da auch nix zu.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Moin,

    genau das wäre auch meine Frage bzw. Anmerkung gewesen:

    Um wieviele Völker handelt es sich?

    Ich denke (hab es selber noch nicht ausprobiert), dass es sich ab einer Menge von >100kg pro Ernte lohnt, sich Gedanken über ein Klärfaß zu machen.

    Zumindest will ich es dieses Jahr probieren nach der Schleuder nur ein Grobsieb zu nehmen und den Honig dann in das Klärfaß zu schütten.

    Nach 24h oben abschäumen und unten durch das Spitzsieb laufen lassen, fertig.

    ggf. Klärfaß temperieren, damit da nix vorher kristallisiert, aber ich hatte bisher nach 24h auch noch keine beginnende Kristallisation (Umgebungstemperatur >20°C), von daher glaube ich, sollte das unkritisch sein.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ich bewirtschafte 18 Völker +/-

    Es stellt sich die Frage, wo Du hin willst - größer oder annähernd gleichbleibend !


    Ich arbeite mit dem Siebkübel von Logar, der mit 2 vertikalen Sieben (grob und fein) ausgestattet ist. Ich habe ähnliche Größenordnungen (20 Völker +/-) und komme damit gut zurecht.


    Wichtig ist ein zusätzliches Grobsieb direkt nach der Schleuder. Das besteht bei mir aus einem einfachen Haushaltssieb, das ich über den Siebkübel hänge. Ist das verstopft, wird es gg. ein zweites gewechselt... Es hält - wie der Name schon sagt - das Gröbste zurück.


    Ich muss nicht alles "an einem Wochenende" machen - zugegeben. Dennoch steht der Kram bei mir nicht länger als 2 - 3 Tage im Prozess; danach wird gereinigt. Wichtig ist auch, dass man den Siebkübel ab und zu mal von den aufschwimmenden Partikeln befreit (abschäumt).


    Mit der Anordnung, einer 15er Radialschleuder für Flachzargen DN2/3 oder DD Honigrähmchen oder einem 4er Korb für insgesamt 8 der o.g. Rähmchen kommt man gut zurecht. Und Auskristallisation ist nur einmal im letzten Jahr passiert, weil ich bisher wenig Erfahrung mit Rapshonig hatte. Der wird d.J. eben früher geerntet...


    Viel Erfolg !

  • Und Auskristallisation ist nur einmal im letzten Jahr passiert, weil ich bisher wenig Erfahrung mit Rapshonig hatte. Der wird d.J. eben früher geerntet...


    Viel Erfolg !

    Wenn es so einfach wäre. Wassergehalt muss stimmen.

    Wenn es kalt wird, was ja bei euch schon mal vorkommen soll:) kristalliesiert er schneller als du gucken kannst:evil:

    Ich habe auch einen Radialkorb für 15 Waben. Da kommen schon mal Ruck Zuck 10 - 15 kg Honig raus.

    Das muss erstmal durch Sieb kommen.