Erfahrungen mit Siebkübeln

  • Meine Zukunftsversion wäre, eine Vorrichtung wo man das Sieb, wenn es verstopft ist einfach weiter drehen könnte, sozusagen ein Endlossieb. Aber bis jetzt bin ich zu dieser Bastelei noch nicht gekommen.

    Spin Float, Sieb ohne Sieb sondern per Zentrifuge^^

    Sowas ähnliches gibt es schon...

    Bei der Kühlmittelreinigung von metallbearbeitenden Maschinen (CNC-Fräsen etc.) läuft das Kühlmittel von oben in einen Korb, in dem ein "Endlos"-Vließ (Rolle) eingelegt ist. Diese Rolle wird permanent langsam weitergedreht. (Verständlich?)

    Am Ende läuft das Vließ mit Spänen verunreinigt in einen Auffangbehälter.


    Gruß Jörg

  • So etwas mit Abstreifer als "Endlosband", das im Siebkübel rotiert, wäre eine deutliche Verbesserung, wohl aber eher für die größeren Massen.

    Und ein solcher Siebküble hat bei mir damals für ca. 300kg pro Tag mit einer einfachen Tangentialschleuder gereicht.

    Größere Schleudern haben meist zwei Quetschhähne, und da könnten dann zwei Siebkübel parallel betrieben werden...

    Im Prinzip sollten Siebkübel kontinuierlich und mit angepasstem Durchfluss betrieben werden, so dass das Wachs möglichst aufschwimmt, bevor es die Siebe verstopft.

    Das kann man nur unterstreichen - für meine Bedürfnisse reichte bisher immer ein Siebkübel - wird nach einem Tag Schleuderbetrieb und Standzeit über Nacht (zum Aufschwingen der Wachspartikel) morgens geleert und weiter gearbeitet.

  • Ein Freund von mir schwört übrigens auf so einen Sackfilter von Lega.

    So einer hängt bei ihm im großen Edelstahlabfüller, darein entleert er die Eimer, die bei ihm unter der Schleuder stehen (stoßweise).

    Auch mit größeren Erntemengen hat er den wohl noch nie in die Knie gezwungen...

  • Ich kann also nur bestätigen, dass ein 50 kg Siebkübel nicht unter meine Königin Schleuder passt. Das macht auch nichts, da ich über einen Plastikhobbog mit halb geöffneten Hahn auf dem Tisch den Siebbübel darunter kontinuierlich befüllen kann.

    Auch ist das Edelstahl Frittensieb als Grobsieb für mich ein muss, ansonsten verstopfen die Feinsiebe ruck zuck.

    Meine Erfahrung mit dem Spitzsieben ist also folgende:

    Fängt man an unter grosser Füllmenge die Siebe zu belasten oder rührt man mit Teigschabern oder sonstigem darin rum, drücken sich die Partikel durch die Maschen und ich hab den Mist im Honig.

    Ein super Argument ist, dass man das Sieb aus dem Siebkübel zum Reinigen rausziehen kann. Da ich allerdings keine 300 kg am Tag schaffe, ist das allerdings obligatorisch.

    Vielen Dank für die super Tips.

    Ich denke der Kauf des Siebkübels bringt mich im Bereich Qualitäts- und Prozessverbesserung weiter.

    Ich bin echt gespannt auf Ende Mai.

  • Hallo,


    Ein Siebkübel bringt wirklich eine enorme Erleichterung,

    wir haben uns damals (nach den Empfehlungen aktiver und ehemaliger IF Member), für das Lunzer Honigsieb entschieden.


    Leider schafft es die FillUp nicht, schnell genug zu pumpen .... sonst wäre der Ablauf hier [LINK] echt okay !


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Landbienen , super Idee mit dem improvisierten Siebkübel!

    ich hätte nach meinen Erfahrungen aus den letzten Jahren Sorge, dass es bei diesem Aufbau zu lange dauert bis der Honig das erste Mal durch das Spitzsieb durch ist und den Siebkübel füllt, damit der Effekt der aufsteigenden Wachsteilchen etc. zum Tragen kommt... was sagt deine Erfahrung? Ist das nur in der Theorie eine Befürchtung?


    beemax - vielen Dank! Der Kübel von L. hat mMn eine Maschenweite von 1mm. Siebst du danach den Honig nochmal durch ein feineres Sieb oder genügt die Qualität so? Honigmacher empfehlen ja noch ein feineres Sieb: "Das feine Sieb hat üblicherweise eine Maschenweite von 0,2 mm und hält alle Wachsdeckel, Chitinteile und Holzsplitter zurück."


    23112020 Vielen Dank! Ich bilde mir ein alle relevanten Threads zu Siebkübeln hier gelesen aber nirgendwo Infos zur empfehlenswerten Maschenweite der Siebe gefunden zu haben. Kann mich auch irren, falls du gerade einen konkreten im Kopf hast bin ich für jeden Tipp dankbar!Und welchen Siebkübel legst du dir jetzt zu?


    Bienenknecht Seid ihr zufrieden mit dem Lunzer? Geht der Honig auch ohne erwärmen durch? Hat ja auch nur eine geringe Maschenweite. Für Melizitose Honig sind diese Siebe wohl alle nicht gemacht, da scheint es außer Melitherm keine Lösung zu geben...


    Mal eine Frage an alle, es ist ja vieles festgelegt, findet sich auch irgendwo eine Info wie fein der Honig gesiebt sein sollte?


    Danke für eure vielfältigen Beiträge!

  • Daniel!

    Die Kritik kommt zurecht. Über eine Diskussion der Maschenweite kann ich mich nicht erinnern.

    Ich habe mir den Siebkübel von Siegerland zugelegt in der 50 kg Variante mit doppelten Auslaufhahn.

    Der passt nicht unter meiner Schleuder.

    Da ich aber einen eigenen Schleuderraum habe, kann ich meinen Edelstahltisch oder die grosse Edelstahlspühle dazu nutzen, den Honig von oben gleichmässig in den Siebkübel laufen zu lassen.

    Den Siebkübel.gibt es aber bei Siegerland auch in der 35 kg Variante.

    Ich habe lange das Thema hier im Forum verfolgt, da die Investition nicht gerade preiswert ist. Für mich war das Kriterium , dass das Rundsieb eine grössere Oberfläche hat und damit nicht so schnell verstopft ein Argument.

    Die Maschenweite war für mich kein Kriterium. Die entspricht dem eines normalen Spitzsiebes. Solange man da nicht mit einem Schaber oder hohen Druck dran geht, war die Qualiät der Siebleistung in Ordnung.

    Bei einer noch engeren Maschenweite hätte ich schon ein riesen Problem, dass der Raps schonmal gerne in der Wabe ankristalisiert und dann sehr schnell die Siebe zu sind.

    Viel Erfolg

  • super Idee mit dem improvisierten Siebkübel!

    ich hätte nach meinen Erfahrungen aus den letzten Jahren Sorge, dass es bei diesem Aufbau zu lange dauert bis der Honig das erste Mal durch das Spitzsieb durch ist und den Siebkübel füllt, damit der Effekt der aufsteigenden Wachsteilchen etc. zum Tragen kommt... was sagt deine Erfahrung? Ist das nur in der Theorie eine Befürchtung?


    Erstmal, die Idee ist ja nicht von mir, sondern aus dem verlinkten Beitrag.


    Dein Honig fließt naklar erst aus dem Siebkübel, wenn er den oberen Quetschhahn erreicht hat. Insgesamt drückt es den Honig unmittelbar durch das Sieb. Die großen Wachsteilchen bleiben ja bereits im groben Sieb (der Doppelsiebe), welches darüber hängt. Wir haben damit bis zu 120 kg geschleudert und haben das Spitzsieb nur zum Ende auslaufen lassen. Das grobe Sieb haben wir 3 mal gereinigt/getauscht.

  • Daher Idee mit den Frittensieben auf dem Eimern unter der Schleuder.

    Jeder der mit einem Doppelsieb gearbeitet hat, kennt den Effekt,.dass man von oben nicht erkenen kann, wenn das untere Sieb zu sitzt. Daher bin ich von der Idee semi begeistert, auch wenn das bei einem Siebkübel nicht passieren sollte.

    Die Fittensiebe sind im Angebot gnadenlos günstig und ich habe da mehrere von.

    Sitzt eins zu, stelle das Einfach auf einen leeren Eimer und kann es weiter laufen lassen.

    Nach dem Schleudern sind die ausgetropft und können gereinigt werden.

    Nie wieder die sauerei von überlaufenden Eimern.

    Aber dafür ist ein Forum ja da, die Gedanken und Ideen auszutauschen.

    So bin ich überhaupt auf die Idee mir dem Siebkübeln gekommem.

    Von meinen Kollegen benutzt die keiner.

  • Die großen Wachsteilchen bleiben ja bereits im groben Sieb (der Doppelsiebe), welches darüber hängt. Wir haben damit bis zu 120 kg geschleudert und haben das Spitzsieb nur zum Ende auslaufen lassen. Das grobe Sieb haben wir 3 mal gereinigt/getauscht.


    Erstmal, die Idee ist ja nicht von mir, sondern aus dem verlinkten Beitrag.

    Daher Idee mit den Frittensieben auf dem Eimern unter der Schleuder.

    Jeder der mit einem Doppelsieb gearbeitet hat, kennt den Effekt,.dass man von oben nicht erkenen kann, wenn das untere Sieb zu sitzt.

    23112020

    Es wird doch nur der grobe Teil des Doppelsiebes verwendet. Da spart man sich den Frittensiebkauf.

    So mache ich es auch. Außerdem sollte die jeder Doppelsiebgeplagte doch dahaben:lol::lol:

    Viele Grüße aus der Westlausitz


    "Was tausend Wichte sagen, bekommt Gewicht" - Johann Nepomuk Nestroy

  • Ja habe ich. Das Ding habe ich noch nicht mal gekauft. ;(


    Es.wurde mir bei einer Imkereiauflösung geschenkt. Mein Imkerpate hat mir damals schon abgeraten von dem......

    Ich nutze deshalb lieber auch die Frittensiebe, weil sie ein höheres Volumen haben und deswegen nicht so schnell zu sitzen.

    Der nächste Anfänger bekommt das Ding von mir geschenkt, alllerdings mit dem Hinweis das die nur für kleine Mengen Honig zu gebrauchen sind.

    Aber egal welchen Prozess man bei der Honigverarbeitung verbessert.

    Der Flaschenhals an dem es hakt wandert nur von Prozess zu Prozess.

    Vom Heissluftfön, der geleeserten Entdeckelunhsgabel, Siebkübel, der Honigschleuder, dem Entdeckelungsgeschirr usw.

    Wenn man sich dann die tatsächliche Arbeitszeit des Honigschleuderns ansieht, ist das schon Wahnsinn was da ein Geld hinter steckt.

    So hoffe ich, dass mich der Siebkübel wieder ein Schritt weiterbrimgt auch in der Qualitatsverbesserung.