Erfahrungen mit Siebkübeln

  • Hallo, nachdem ich seit der letzten Honigernte die Nase voll von Doppelsieben habe, soll es nun einen Versuch mit kombiniertem Siebkübel und Abfüller geben. Beim Vergleich der unterschiedlichen Kübel habe ich dann gemerkt dass es erhebliche Unterschiede gibt bei der Maschenweite. Mein Favorit "Klärfix" hat zwei senkrechte Siebe mit 1,0 und 0,1 qmm Maschenweite. Wenn ich das richtig verstehe entspricht das der Maschenweite eines sehr feinen NylonSpitzsiebs. Es gibt das Gerät mit und ohne Bodenheizung, eigentlich würde ich auf die Heizung gerne verzichten bin mir aber unsicher, ob der Honig angemessen schnell das 0,1 Sieb durchläuft oder ich mir da einen schönen Flaschenhals ein-optimiere ;-) Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Gerät oder mit anderen Maschenweiten, was praktikabel ist etc.?! Ich habe kein Melitherm und wollte auch noch keins anschaffen, daher die Idee mit dem feinen Senkrechtsieb den Honig gleich verkaufsfertig zu sieben.


    Hier im Forum habe ich außerdem noch erlesen, dass einige Sieb- und Abfüllkübel den unteren Ablass nicht bodengleich haben, gibt es sonst noch was auf das ich beim Kauf achten muss? Wollte nach Celle fahren um die Dinger vor dem Kauf wenigstens mal gesehen zu haben.


    Würde mich freuen wenn ihr eure Sieberfahrung mit mir teilen würdet! Danke!!!

  • Auch ich habe 5 Jahre mit den Doppelsieben und nachfolgendem Spitzsieb gekämpft.

    Dann habe ich mir aus dem Imkerversand eine großen Kunststoffeimer (25 kg ) mit unterem Quetschhahn und einen zweiten Quetschhahn gekauft. So wie auf diesem Bild habe ich den Kübel aufgebaut und verwende es mit dem groben der Doppelsiebe, welches die Wachsstücken wegfiltert. Mein ehemaliges separates Spitzsieb macht die Feinarbeit im Eimer.

    Am Ende des Tages muss ich nur noch das Spitzsieb leer laufen lassen.

    Bei Bedarf kann man das Grobsieb immer mal ausklopfen.

    Es läuft wesentlich besser als der vorherige Aufbau.

  • Sieben ist ein banaler Vorgang, jedoch nicht kontinuierliches Sieben!


    Deine Entscheidung für einen Siebkübel ist schon mal klug. Und ob das Teil einen bodengleichen Auslauf hat oder einen mm darüber, ist m.E. nicht so wichtig. Denn der Honig läuft "im Betrieb" ja aus dem oberen Hahn (in den Eimer). Erst am Ende der Schleuderung oder bei Wechsel von best. Trachtarten entleert man das Teil unten (und kann diesen dann auch mal schräg stellen).


    Ich lege ein einfaches Küchensieb auf den Kübel und filtere so schon mal das Gröbste heraus. Den Rest erledigen kontinuierlich Grob-/Feinsieb im Kübel. Lediglich ab und zu mal Wachs abschöpfen und weiter machen.


    Es gibt verschiedene Hersteller; habe einen von L., der bestens funktioniert.


    Viel Erfolg!

  • Der Obere Auslauf sollte nicht zu weit oben angebracht sein:

    der Abstand zwischen dem Unterrand des Oben-Auslaufs und dem Oberrand des Siebkübels bildet den Pufferraum der bei einer leistungsfähigen Schleuder benötigt wird.

    Bei einer 4 Waben Tangentialschleuder ist das nicht so wild, bei einer 20 Waben Radialschleuder musst Du aufpassen dass der Siebkübel nicht überläuft.

  • Hallo,


    Auch ich spiele schon seit Jahren mit dem Gedanken mir einen Siebkübel zu kaufen aber bin immer wieder ratlos welcher der richtige ist . Senkrechter Grob und Feinsieb welche während dem Schleudern bei Bedarf gewechselt werden können oder einem Rundsieb mit nur einer Siebgrösse?

    Und heizen ist wahrscheinlich nie verkehrt, oder?

    Gruß

    Robert

  • Ich habe mir einen 50 kg Hobbog mit dem rot gelbem Logo geholt.

    Darin ist das Sieb mit'0,25 Maschenstärke.Ich habe es aber erstmal nur zum Sieben von aufgetauten Honig genutzt.

    Vorher läuft der Honig aus der Schleuder durch ein Edelstahlfrittensieb in ein Eimer.

    Der Eimer wird dann in den Siebkübel geschüttet.

    Als nächstes möchte ich mir in Münster einen Distanzring aus Lochblech kaufen und ggf eine Api Nord Zylindersieb Heizung.


    Das mit dem Spitzsieben ging mir echt auf die Nerven.


    Benutz mal die Suchfunktion. Hier im Forum gabe es mehre Kommentare über Siebkübel.

    Freier Imker

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  • Vorher läuft der Honig aus der Schleuder durch ein Edelstahlfrittensieb in ein Eimer.

    Der Eimer wird dann in den Siebkübel geschüttet.

    Das halte ich für eher suboptimal.

    Siebkübel sollten möglichst kontinuierlich befüllt werden, stoßweise funktioniert das nicht wirklich.


    Ich hab auch jahrelang mit einem Spitzsieb im 40kg-Hobbock direkt unter der Schleuder gearbeitet.

    Oben einen Quetschhahn eingebaut, dann konnte ich in 25kg Eimer abfüllen.

    Das ist derart billig, dass man auch mehrere dieser Siebkübel parallel nutzen könnte...

  • Das wird nicht gehen. Die grossen Siebkübel passen nicht unter einer Schleuder.

    Der Einwand ist aber berechtigt und das Problem ist aber einfach gelöst mit einem Plastikhobbog unter der Schleuder.

    Durch den Hahn kann man dem Siebkübel dann gleichmässig mit Honig beschicken.

    Ich werde es Ende Mai testen.

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  • Was wird nicht gehen?

    Der Hobbocksiebkübel passt unter so ziemlich jede Schleuder. Und ein solcher Siebküble hat bei mir damals für ca. 300kg pro Tag mit einer einfachen Tangentialschleuder gereicht.

    Größere Schleudern haben meist zwei Quetschhähne, und da könnten dann zwei Siebkübel parallel betrieben werden, zusätzlich sogar noch welche zum Austauschen, wenn das Sieb sich zusetzt.

    Im Prinzip sollten Siebkübel kontinuierlich und mit angepasstem Durchfluss betrieben werden, so dass das Wachs möglichst aufschwimmt, bevor es die Siebe verstopft.

    Das funktioniert.

  • Hallo Bienenfreunde!


    Beim Sieben habe ich auch so manche Versuche hinter mir. Sehr entscheidend ist, welcher Honig durch das Sieb gehen sollte. In unserer Gegend kann es sein, dass Melezitosekristalle beim Honig dabei sind. Ab diesem Zeitpunkt scheitert jedes Sieb.

    Nach meiner Erfahrung ist ein stehendes Sieb im Honig zwar besser wie ein Doppelsieb, aber so richtig Wunder wirkt das auch nicht. Eigentlich sollten die Wachsteilchen und Kristalle am Sieb abfallen, aber durch den Durchsatzdruck werden diese doch gegen das Sieb gedrückt und es verstopft allmählich. Der wirkliche Vorteil bei stehenden Sieben ist, dass sie sehr leicht gereinigt werden können. Man nimmt ein neues Sieb, schiebt es hinter dem verstopften ein und entfernt dieses.


    Bei Spitzsieben fängt die richtige Sauerei an, wenn dieses verstopft ist. Der Honig fließt nicht mehr durch, das Sieb ist prall voll und dieses sollte man dann herausheben und reinigen, viel Spaß.


    Meine Zukunftsversion wäre, eine Vorrichtung wo man das Sieb, wenn es verstopft ist einfach weiter drehen könnte, sozusagen ein Endlossieb. Aber bis jetzt bin ich zu dieser Bastelei noch nicht gekommen.


    MfG

    Honigmaul

  • Hallo Bienenfreunde!


    Bei Spitzsieben fängt die richtige Sauerei an, wenn dieses verstopft ist. Der Honig fließt nicht mehr durch, das Sieb ist prall voll und dieses sollte man dann herausheben und reinigen, viel Spaß.

    MfG

    Honigmaul

    Das geht schon.

    Ich nehm da einen Teigschaber und fahre damit flach über die Sieboberfläche.

    Schon fließt der Honig wieder durch das Sieb. Ist zwar etwas Macherei aber so oft ist das ja nicht.

  • Das "ideale Sieb" besteht aus stehendem Grob- und Feinsieb, die beide periodisch mit z. Bsp. einem Gummiwischer gereinigt werden, ähnlich einem Scheibenwischer. Dabei wäre die Reinigungsbewegung von unten nach oben vorteilhaft, damit sich das Wachs oben sammelt und so von Zeit zu Zeit abgeschöpft werden kann.


    honigmaul - kannst ja mal 'was bauen ! :wink: