Wir haben es satt 2020

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    Rainfarn , da gebe ich Dir recht aber ist nicht der Naturschutz und der Schutz des Bodens also unserer aller Lebensgrundlage ein so hohes Gut, das anderes, wie zum Beispiel die Produktivität der Landwirtschaft, dahinter zurückzutreten hat? Und wenn Du Dir das Bodenschutzgesetz mal durchliest, dann steht genau das dort drin. Hier sind zwar Ausnahmen zugelassen, diese dürfen aber nicht soweit gehen, dass das Kernfleisch des Gesetzes soweit ausgehöhlte wird, dass es seine beabsichtigte Wirkung verliert. Ob das bei dem derzeit praktizierten Einsatz von Glyphosat bereits der Fall ist, muss gerichtlich geprüft werden. Vieles spricht dafür, denn es ist bald nicht mehr zugelassen. Hier wäre aber mal grundsätzlich zu klären, wie weit durch Peztizide in den Naturhaushalt eingegriffen werden darf. Das gilt natürlich erst recht für Genmanipulationen jeglicher Art. Wir laufen Gefahr, dass das Markenzeichen „Deutscher Bienenhonig“ sonst stark beschädigt wird. Dagegen muss juristisch vorgegangen werden bevor es zu spät ist. Je länger ich darüber nachdenke, um so sicherer werde ich, dass dieser Weg zu bestreiten ist. VG Jörg

  • Jeder Betroffene ist aktivlegitimiert eine Klage einzureichen. Die Frage ist auch hier

    „Wer will was, von wem, woraus“. Das heißt gegen wen klage ich auf welcher Rechts- bzw. Anspruchsgrundlage (Rechtsnorm)? Da muss man im Vorfeld genau prüfen. Das wird einer allein nicht stemmen können. Schließen wir uns zu einer IG zusammen. VG Jörg

  • Man könnte auch erwägen Lobbyismus zu verbieten.

    Eine Beschäftigung in Chemischen Betrieben für vormalige Landwirtschaftliche Funktionäre zu verbieten.

    Werbung jeder Art für Chemische Produkte zu verbieten.

    Alles senkt die, da auf die Herstellungskosten aufgeschlagen, Preise.


    Wie in der Tabakindustrie und, ist diese Bankrott gegangen?


    Solange Manager in der Politik oder Politiker in Managerposten nach der Politischen Tätigkeit gelangen können ist alles Wunschdenken.

    Solange Landwirte eine Art Prämie bekommen, wenn Sie einen Wirkstoff verwenden(, über das Versprechen eines Mehrertrages)

    Wird der Konsument, insbesondere der deutsche, welcher Europaweit dafür bekannt ist in der Masse nur billig(nicht günstig!) zu kaufen ändert sich: überhaupt nichts.

    Erst wenn ein hoher Boianteil eingefordert wird erfolgt ein Umdenken, nur ist man dann in der Biolüge gefangen.

    Erst wenn man sich aus dieser befreit ist man dort, wo es vor dem Beginn der Diktate von Multilateralen Konzernen war bei...


    Man vergesse nicht die Fusion von Bayer und Monsanto, welche von den gewählten Volksvertretern gutgeheissen wurde.

    Unserer Vertreter!

    Zugunsten welcher Interessen?!

    BAYER, um die Patente von Monsanto nutzen zu können.

    Auf gewisse Chemische Produkte getrimmt Saatgüter zu Produzieren, damit der Landwirt noch abhängiger wird.

    Durch Coatingvefahren getrimmt und behandelte Saatgüter...


    Zahlt faire Preise und es werden sich Landwirte finden, welche Faire Produkte produzieren.


    Der Konsument entscheidet mit seiner Geldbörse und diese ist in Deutschland auf billig getrimmt.

    Auf nichts anderes in der Masse.


    Wohlgemerkt in einer der reichsten Volkswirtschaften der Erde!

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Also nicht Importe oder Billigpreise verbieten, sondern vorschreiben, welche Standards wir haben wollen und die dann nicht nur unseren eigenen Landwirten, sondern auch den Importeuren auferlegen und fertig, schon wären die Preise automatisch fair und auskömmlich.


    ...


    Es fehlt nicht an Geld, es fehlt am Willen und Weitsicht.

    Standards setzen ist relativ einfach und vielleicht noch mit Willen und Weitsicht machbar. Beim Kontrollieren der weltweiten Landwirtschaftsproduktion und deren Lieferketten anhand neu eingeführter, deutscher Standards wird dann allerdings auch ein wenig Geld benötigt. Und vielleicht sogar etwas mehr als "ein wenig"...


    Grüße vom Apidät

  • Zahlt faire Preise und es werden sich Landwirte finden, welche Faire Produkte produzieren.

    Freebee16 schrieb:

    nur ist man dann in der Biolüge gefangen.

    Wofür oder wogegen bist du eigentlich? So richtig wird mir das aus deinem Beitrag nicht klar.


    PS: Das ist ein Imkerforum. Es wäre schön, wenn du Kritik oder Meinungen äußerst, ohne ständig hochpolitisierte Begriffe ("Biolüge") zu verwenden.

  • Zahlt faire Preise und es werden sich Landwirte finden, welche Faire Produkte produzieren.

    Das ist dann, wenn man so will, die "Marktlüge".

    Niemand kann garantieren, dass die "fairen" Preise beim Erzeuger ankommen. Und selbst wenn sie dort ankommen, muss das nicht bedeuten, dass der Landwirt sie für bessere Bedingungen für Tier und Umwelt nutzt. Im Gegenteil: Er hätte einen Anreiz, mehr statt besser zu produzieren.

    Es geht nur per gesetzlicher Regulierung bei den Erzeugern selbst.

    Ich weiß nicht, was Du mit Biolüge meinst (was Du schreibst, hört sich sehr nach Verschwörungstheorien an). Aber bei bio stimmt der Ansatz: Es wird beim Erzeuger die Einhaltung besserer Verfahren kontrolliert.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Das mit dem direkt ankommen ist prinzipiell einfach: direkt beim Erzeuger kaufen.

    Hab uns heute ein fränkisches Merinolamm aus Uehlfeld geholt. Die ansässige Landmetzgerei hats geschlachtet und küchenfertig zerlegt. 10€/kg, alle zufrieden. Wir kaufen unser Fleisch nur noch so, auch Rindfleisch: 12€/kg. 25kg Box. Wildschwein und Reh im Herbst aufgebrochen in der Decke. Abziehen und zerwirken kostet am Anfang noch etwas Überwindung, wird aber besser mit der Zeit 😉

    Gemüse, Kartoffeln usw. vom Hofladen oder dem eigenen Garten/ Streuobstwiese, Milch von der Milchtankstelle. Eier und Fleisch von den eigenen Hühnern. Der Rest ausm Bioladen. Nächstes Projekt im Frühling: Holzbackofen.

    Wir haben das bewusst vor 4 Jahren angefangen immer eins nachm anderen. Es kostet mehr Zeit und auch Geld als in den Supermarkt zu rennen, lohnt sich aber trotz allem.

    Machen ist wie wollen, bloss besser! 😎😂

  • Ehrenbuerg Holzbackofen ist einfach nur klasse! Wenn man mal den Dreh raus hat, macht backen richtig viel Spass! :thumbup:

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Leider gibt es bei uns in der Nähe zu wenig Angebote von regionalen Erzeugern, wo es geht kaufen wir Bioprodukte. Erschwerend kommt hinzu, wenn in der Familie Vegetarier und Fleischliebhaber sind, da dies die Einkaufsmengen reduziert. Leider schaff ich die Umstellung auf fleischlose Kost noch nicht. VG