Unsere Varroakonzepte in Zeiten des Klimawandels - tut sich da was?

  • Könnte es sich bei Deiner Beobachtung ggf. um das zufällige Zusammentreffen einer vom Volk selbst eingeleiteten Brutunterbrechung handeln, über die in den Hitzephasen des Sommers 2018 auch von Anderen berichtet wurde?

    Das wäre möglich, kann ich aber nicht mit Sicherheit sagen. Aber ich teste dieses Jahr noch mal Hälfte so und die andere Hälfte in größeren Abständen, da fange ich aber eher an, als die Blockbehandlung.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Letzte Woche hat sich in unserer Gegend ein Vertreter von BeeVital angemeldet.

    Im Gepäck einen schlecht vorbereiteten Vortrag über Varromed und ein Großposten seines Zaubermittels für die hiesigen Imker.

    Anwendung 3 mal im Jahr, also jetzt auch im Frühjahr, insgesamt je nach Situation zwischen 6 und 9 Anwendungen.

    Windelkontrolle Fehlanzeige, bei der Durchsicht bevor die Folie draufkommt noch mal kurz durchziehen.

    Die Flasche griffbereit am Gürtel...immer am Mann.


    Wie wäre es damit: https://www.toleranzzucht.de/home/

    Das wäre zumindest mal ein Weg für uns aus der "Varroafalle"

  • also das muss man BeeVital lassen: Beim Marketing ziehen die echt alle Register.

  • Anwendung 3 mal im Jahr, also jetzt auch im Frühjahr, insgesamt je nach Situation zwischen 6 und 9 Anwendungen.

    Es steht zwar schon im Varromedthread, aber ich schreib es lieber noch mal hin.

    Nicht im Frühjahr anwenden. Ich habe es mal gemacht und keineswegs mehrfach. Die Anzahl der Königinnenverluste in besagtem Frühjahr, war zum Haareraufen und lässt sich nicht mit imkerlichen Standardfehlern oder sonstwas erklären.

  • Ich schrob das ja auch im Zusammenhang mit der Nachfrage nach einer dritten Behandlungsphase, welche eben nun durch BeeVital bedient wird.

    Zieht man sich mal die Historie der Varroaentwicklung in Europa zu Gemüte, kommt man zu dem Ergebnis, dass 40 Jahre Chemie und TAM die Situation nicht verbessern konnten.

    Daran wird auch eine Dritt-Viert-oder sogar Dauerbehandlung nichts ändern.

    Andere Wege müssen beschritten werden.

    Auch wenn es (manchen) schmerzt.

  • Jeder interessierte Imker kann sich als Prüfbetrieb bewerben, bekommt selektierte Königinnen vom Züchter, wertet die benötigten Daten über die Saison aus, gibt die Königinnen per Ringtausch weiter.

    Zuchtbetriebe und Regionalverband entscheiden über entprechende Maßnahmen in Richtung Selektion.

    Inwieweit die einzelnen Selektionskriterien gewichtet sind, weiß ich nicht, bin noch nicht so tief drin in der Problematik.

    Ohne Beitritt zur AGT und Zahlung der Gebühr läuft da erst mal gar nix. Und dann wäre da noch die Sache mit dem geschlossenen Genpool..;-))

    Ach ja, Zuchtkurs und Registrierung nicht vergessen. Soviel zum Thema"jeder interessierte Imker".

  • Und das macht ja auch Sinn, dass es da so etwas wie Selektion bei den Teilnehmern gibt.

    Richtig Ralph, ich habe auch nichts gegen C-Bienen, hatte die selber lange. Aber wenn ich lese "geschlossener Genpool" dann frage ich mich ob ich da Varroaresistenz selektieren kann, wenn die dazu notwendigen Gene nicht drin sind - nun die Antwort kenne ich... - da ist mir eine Zuchtgruppe mit breiterer Genbasis, die nicht einmal geschlossen ist, lieber - das ist vielversprechender!