Zusätzliche VarroMed Behandlung

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    Hallo Zusammen,


    Mein 2. Imkerjahr hat gerade erst begonnen und schon stellt sich für mich die erste Frage:/:


    Nachdem ich meine 4 Völker Ende Dezember mit Oxalsäure beträufelt habe, bin ich am überlegen eine weitere Behandlung mit VarroMed: https://www.beevital.com/varromed-deu

    durchzuführen. Mach es Sinn solch eine Behandlung vorbeugend im Februar durchzuführen, um die Varroa Population weiter einzudemmen? Oder macht man das nur im Falle einer zu hohen Varroa Belastung?


    www.bilder-upload.eu <---- Foto Winterbehandlung



    Auf dem Bild im Anhang ist mein stärkstes Volk bei der Oxalsäurebehandlung Ende Dezember zu sehen. Die anderen Völker sind etwas 2/3 so groß. Ist das in Ordnung?


    Grüße und schon mal vielen Dank

  • Auch Varromed ist ein Oxalsäurepräparat, welches in Zuckerlösung auf die Bienen geträufelt wird. Diese Art der Behandlung hat Nebenwirkungen auf die Bienen, die irreparabel sind. Eine Bienengeneration verträgt max. eine Behandlung oder wie ein namhafter Bienenwissenschaftler immer zu sagen pflegt: Zweimal ist einmal zuviel. So steht es auch in den Anwendungshinweisen von Varroamed (bes. Zf. 4.6, 4.9., 4.10):

    VarroMed - Europa


    https://www.ema.europa.eu › varromed-epar-product-information_de


    Zu den subletalen Nebenwirkungen von OX-Zucker- bzw. OX-Glycerin-Lösungen auf Bienen sollte man die Dissertation von Dr. Saskia Schneider studieren:

    https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/5556

    und sich immer vor Augen halten, daß Bienen OX-Lösungen - wieviel Zucker sie auch enthalten mögen - niemals freiwillig aufnehmen, durch das Beträufeln durch den Imker aber dazu gezwungen werden, weil sie sich anders als durch gegenseitiges Abschlecken nicht mehr von dem klebrigen Überzug befreien können. Das beweist das Fütterungsexperiment von IF Brüning, der die Bienen im trachtarmen Spätsommer sogar von offen dargebotenem Honig vergrämte durch Zugabe der üblichen Behandlungskonzentration OX.

  • Ich stand vor der gleichen Frage vor einer Woche und habe mich auch gegen eine zweite Behandlung entschlossen da alle Völker eine niedrige Belastung schon im September (letzer Check) hatten.

    Meiner Meinung nach sollte nur noch mal behandelt werden wenn man weiß das die AS Behandlung und Winteroxalbehandlung nicht funktioniert haben.

    Aber auf jeden Fall erstmal den Befall ermitteln. Das ist aber im Moment auch schwierig.....

  • Kanns nicht gut sehen, Futter??:)


    Befall ermitteln, und wenn nötig, später Drohnenbrut raus...

    Zweimal OX schütten ist einmal zuviel!

    Wie kommst du drauf, das du nochmal Behandeln sollst?

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Ritzbert : Ich gehe davon aus, daß Du 2-zargig überwinterst und die auf dem Foto nicht gezeigte obere Zarge noch viel Futter und Bienen enthält. Wenn die fotografierte Zarge der einzige Raum für das Volk sein sollte, dann ist es bereits am Verhungern - wäre sofortige Notfütterung unabdinglich.

  • @ wasgenau immen: Futter befindet sich eine Zarge oben drüber, ich hoffe das die Bienen im Laufe des Frühjahres nach oben wandern, damit ich zur Wabenhygiene den unteren Brutraum entsorgen kann.

    Wie ich darauf komme nochmal zu Behandeln? Im Forum hier wurde mal auf einen Artikel: "Das Bienenjahr 2019 mit Berufsimker Berhard Heuvel" verwiesen. Dieser Herr beschreibt in dem Artikel:


    "https://www.bienenundnatur.de/aktuelles/bienen-gegen-varroa-behandeln-mit-varromed/"


    die Behandlung mit VarroMed im Februar

  • Alles klar, dann werde ich es natürlich nicht durchführen. Vielen Dank für die vielen Antworten.


    Ich bin etwas verunsichert, weil meine Völker alle noch in der unteren Zarge sitzen. Besteht das Risiko dass sie es nicht nach oben schaffen und unten verhungern, wenn es zu kalt ist?


    PS: Gestern war bereits Flugbetrieb. Wir hatten 14 Grad und Sonnenschein. Die ersten Pollen wurden auch schon eingetragen --> www.bilder-upload.eu

  • Ich bin etwas verunsichert, weil meine Völker alle noch in der unteren Zarge sitzen. Besteht das Risiko dass sie es nicht nach oben schaffen und unten verhungern, wenn es zu kalt ist?

    Nein, genau das Gegenteil: Das beste Futter ist das über dem Bienensitz.

    Und überhaupt: Wir haben Mitte Januar! Der größte Futterverbrauch hat noch lange nicht angefangen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)