Mindestzahl Völker und Abstand zwischen zwei Beuten

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    Schönen Sonntag allerseits,


    die SuFu brachte mich leider nicht weiter:


    Wie hoch ist die Mindestanzahl an Völkern, mit der es sinnvoll ist, zu arbeiten?


    Sinnvoll meint: um dauerhaft imkern zu können und auch mal den Verlust eines Volkes zu verkraften, Königinnen erneuern zu können, etc..

    Ich würde mich gern auf ein Minimum beschränken.

    Gemeint ist nicht: betriebswirtschaftlich sinnvoll.



    Wieviel Platz brauche ich zwischen zwei Beuten, um im Kaltbau, also von der Seite her vernünftig arbeiten zu können?


    Ich würde mich gern auf mein Grundstück beschränken und frage mich, ob ich auf 2,60m drei Beuten ( XX X) stellen kann. Bei angenommenen 50cm Breite je Beute bleiben nur noch gute 50cm pro Zwischenraum. Das erscheint mir reichlich knapp...


    Schöne Grüße


    Waldi

  • Hallo Waldi

    Der Abstand zwischen den Beuten, braucht nur so breit sein, das du die Zargen gut herunten heben kannst. 10-15cm genügen da. Sieh mal in mein Album.

    In Bienenhäusern stehen sie Beutenwand an Beutenwand, im Winter kann man die Magazinbeuten, bzw. auch Ablegerkästen auch zu einem Block zusammenschieben.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Wie hoch ist die Mindestanzahl an Völkern, mit der es sinnvoll ist, zu arbeiten?


    Sinnvoll meint: um dauerhaft imkern zu können und auch mal den Verlust eines Volkes zu verkraften, Königinnen erneuern zu können, etc..

    Ich würde mich gern auf ein Minimum beschränken.

    Gemeint ist nicht: betriebswirtschaftlich sinnvoll.

    Allgemein wird empfohlen mit 3-5 Völker/Ableger zu starten. Das würde ich als das absolute Minimum nehmen.


    Zitat

    Wieviel Platz brauche ich zwischen zwei Beuten, um im Kaltbau, also von der Seite her vernünftig arbeiten zu können?


    Ich würde mich gern auf mein Grundstück beschränken und frage mich, ob ich auf 2,60m drei Beuten ( XX X) stellen kann. Bei angenommenen 50cm Breite je Beute bleiben nur noch gute 50cm pro Zwischenraum. Das erscheint mir reichlich knapp...

    Wenn du im Kaltbau arbeiten möchtest bietet sich die Aufstellung von Bruder Adam in 4er Blöcken an. Zwischen den Kisten geht's dann von garkein Zwischenraum bis zu 60cm ohne Probleme. Ist halt die Frage ob du neben oder in dem Block stehen möchtest.


    Gruß Chris

  • Hallo Waldi

    Der Abstand zwischen den Beuten, braucht nur so breit sein, das du die Zargen gut herunten heben kannst. 10-15cm genügen da....

    Das könnte ich von hinten, da ist ausreichend Platz. Ich meine eher wenn man die Rähmchen durchsehen will. Da steht man, soweit ich das verstanden habe, ja auf einer Seite. Da müsste man bei 10-15cm aber sehr schlank sein ;-).


    Oder habe ich etwas grundsätzlich falsch verstanden?

  • Sowohl bei Einzel-, Zweier- oder Reihenaufstellung bearbeite ich die Völker in Kaltbau immer von hinten. Dies ist Gewohnheitssache und funktioniert gut. Die Aufstellung im Viererblock praktiziere ich nicht. Hier geht natürlich nur die Seitenbearbeitung.


    Die Völkerzahl kannst du sehr wohl planen, allerdings wirst du erleben, dass sich diese von Jahr zu Jahr bedingt durch viele Faktoren neu einstellt. Vier oder fünf Völker als Planzahl halte ich schon für ein Minimum, um auch mal Ausfälle kompensieren zu können oder in schlechten Honigjahren wie bei uns in BaWü im Jahr 2019 bei schlechten Honigerträgen nicht ganz auf dem Trockenen zu sitzen.

  • Ausgehend von einem "very beginner" sind 2 Völker das Minimum. Die kann man auf eine Unterlage von 110 * 50 cm stellen, idealer wäre 160 * 50 cm; da hat man zwischen den beiden Beuten Platz für Ablage (Deckel + HR's) oder ein drittes Volk (im Warmbau - ist den Bienen egal).


    Aus den 2 Völkern dann im Mai einen Ableger mit ausreichend BW (mind. 4!), ggf. mit Schwarmzellen des besseren Volkes erstellen. So hat man dann, wenn alles gut läuft, Honig von 2 Völkern und 3 zum Einwintern. Reicht ja für's Erste aus.


    Das auf der Völkerzahl dann zu erhalten, ist dann eine echte Herausforderung. Aber das wäre dann ein weiteres, komplexeres Kapitel.

  • Jeweils paarweise zusammen oder auf einen Bock 4 mit größerem Zwischenraum zwischen den Paaren oder in Adam-Aufstellung auf Palette in alle 4 Richtungen.

    Mit 2 anfangen und dann jeweils 4 Einwintern, später +1-2 Reserveableger in den HR-Zargen oder Ablegerkasten, im Frühjahr alles über 4 wieder verkaufen oder vereinigen.


    Wenn man mehr auf einen Bock in Reihe hat, werden mit den Erschütterungen beim Arbeiten auch die anderen Völker alarmiert, das der "Bär" kommt.

  • Zu Anfang wird es in der Tat nur ein Volk (bzw. Ableger) sein, evtl. zwei, das wird sich noch weisen.

    Es geht mir eher darum, wie es mittel- und langristig weitergehen kann. Wandern und/oder mehr als vier, fünf Völker (incl. Verjüngung/Reserven) zu betreuen wird in den nächsten Jahren v.a. zeitlich noch schwierig sein. Für kurze Wege wäre es ideal, wenn ich das eigene Grunstück nutzen könnte. Es gibt dort einen sehr gut geeigneten Platz (den nämlichen) und einen, wo es schon schwieriger werden dürfte.


    Jeweils paarweise zusammen oder auf einen Bock 4 mit größerem Zwischenraum zwischen den Paaren oder in Adam-Aufstellung auf Palette in alle 4 Richtungen.

    Das passt an der Stelle räumlich leider nicht, die Beuten müssen in einer Reihe stehen und mehr als drei würde nur gehen, wenn mann tatsächlich nur von hinten arbeiten würde. Werde ich dann ausprobieren. Wenn das klappt, wären meine Probleme gelöst.


    Mit 2 anfangen und dann jeweils 4 Einwintern, später +1-2 Reserveableger in den HR-Zargen oder Ablegerkasten, im Frühjahr alles über 4 wieder verkaufen oder vereinigen.

    So in etwa hatte ich es mir vorgestellt. Bei vier WV und zwei Ablegern könnte man auch alle zwei Jahre eine frische Königin geben. Bitte nicht auf die Goldwaage legen, ist natürlich alles noch Theorie/aktueller Stand des Halbwissens...


    Wenn man mehr auf einen Bock in Reihe hat, werden mit den Erschütterungen beim Arbeiten auch die anderen Völker alarmiert, das der "Bär" kommt.

    Ich las davon und werde mich bemühen, den Damen die Überraschung nicht zu verderben ;-). Handwerkliches Geschick ist vorhanden, ich denke, die Beuten werden stabile Einzelböcke bekommen.


    Dir und allen anderen herzlichen Dank für die Hinweise und Tips!

  • Für kurze Wege wäre es ideal, wenn ich das eigene Grunstück nutzen könnte. Es gibt dort einen sehr gut geeigneten Platz (den nämlichen) und einen, wo es schon schwieriger werden dürfte.

    Du siehst das absolut richtig, dass es am besten ist, wenn du zu Beginn und dann auch später das eigene Grundstück nutzen möchtest. Du hat kurze Wege und kannst den Bienenflug täglich beobachten.

    Sehr bald wirst du aber feststellen, dass du dir einen weiteren Standplatz außerhalb des Flugkreises suchen solltest, beispielsweise zur TBE,.... also starte mal mit 2 bis 3 Völkern zu Hause.

    Ich habe es damals genauso gemacht.

  • Ich habe aus Platzgründen 5 ZanderVölker in einer Reihe auf Paletten stehen!



    Bearbeitet wird von hinten. Die abgenommenen Zargen zur Schwarmkontrolle stelle ich auf das benachbarte Volk, falls dieses zu hoch ist, auf den umgedrehten Deckel dahinter.


    Zwischen den Beuten ist so viel Platz, dass ich da ein Rähmchen abstellen kann.


    Bei meinen Völkern achte ich sehr auf Friedfertigkeit. Ich kann nicht wirklich feststellen, dass sich die Schwingungen auf das letzte Volk negativ auswirkt. Allerdings ist ein zügiges, aber vorsichtig bearbeiten der Völker wichtig.

    Dennoch gibt es Wettereinflüsse oder Jahreszeiten, wo selbst das friedlichste Volk in Einzelaufstellung nervös wird.

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Hätte jetzt auch angegeben, dass man mit mindestens zwei guten Völkern ins Jahr gehen sollte und dann kann das dritte auch so lala sein. Dafür würde ich schauen, dass man dann mehr als 3 einwintert und ggf. im Frühjahr Völker abgibt.

    Problem an dieser Taktik wird aber sein, dass du für Schwärme oder Verhinderung derselben auch in der Saison vorübergehend bis zu 5 Völker haben wirst, außer du hast einen Kollegen, der sowas sofort holen kommt.


    Ich finde arbeiten von der Seite angenehmer, wenn ich den Honigraum weghebe oder Brutraum durchsehe. Bei mir stehen deshalb immer zwei nebeneinander und dazwischen ist eine Lücke, in der ich gut stehen kann. So kann ich auf den Nachbarbeuten gut mein Zeug zwischenparken. Bei 2,60m bekommst du da 4 Stück hin, wenn dann jeweils außen daneben noch Platz ist, sonst würde ich vielleicht -X XX X- planen und solange es nur 3 sind eine einzelne weglassen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Ich wollte auch mit einem Volk anfangen. Mein Imkerpate hat mich zu 2 Völkern überredet und das war gut so. Jetzt habe ich zumindest einen kleinen Vergleich.

    Ich möchte eine kleine naturnahe Hobby-Bienenhaltung betreiben - maximal 4 Völker in Einzelaufstellung auf 1000 qm Natur-/Wald-Garten.

    Dein Plan ist die eine Seite, du hast dann noch tausende Mitplaner in den Beuten.

    Du musst dich dann nach den jährlichen Dingen anpassen.

    Grundfrage sind die örtlichen Voraussetzungen und das was du machen willst - Hobby-/Honig-Imkerei, Zucht, welche Betriebsweise, naturnahe Bienenhaltung ...


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Zu Frage 1. ist bereits genug gesagt.


    zu 2.: Deine Bandscheiben werden es Dir danken, wenn Du die Kaltbau-Beuten von der Seite her bearbeiten kannst (stell Dir einfach das Abheben voller HoRe vor zur wöchentlichen Schwarmkontrolle). Es hat sich bewährt, jeweils 2 Beuten nebeneinander (ggf. 10 cm Abstand wegen des evtl. Beutendachüberstandes) auf einen Bock zu stellen (bei Zander z.B. 0,9 ...1m-Balkenstücke), dann 0,5 m Zwischenraum* bis zum nächsten Beutenbock usw. Die Böcke müssen nicht in gerader Linie aufgestellt werden, es geht auch im Bogen. Ich bilde mir ein, daß das Verflug vermindert. Die Böcke lassen sich ganz einfach aus Bauabfällen herstellen (#20):

    Frage vom Neuling


    * Durch diese Lücke paßt freilich keine Schubkarre mehr. Also: Ohne Bypaß keinen Riegel in den Garten setzen...