Bienenstände kartographieren (auf Internetseite eines Vereins)

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    Hallo, die Frage:


    wenn ein Imkerverein eine Karte der Bienenstände im Vereinsgebiet/Umland erstellen würde... Würdet ihr da mitmachen und Daten bereitstellen oder habt ihr Bedenken, wenn ja, welche:


    Hintergrund der Frage ist die Machbarkeit (nicht technisch) und die Akzeptanz einer derartigen Aktion, wenn der Verein z.B. in einem passwortgeschützten Bereich der eigenen Vereinsinternetseite Bienenstandorte im Vereinsgebiet kartographiert und z.B. analog https://blog.kulturbanause.de/…-in-google-maps-anzeigen/ darstellt (ohne personenbezogene Daten natürlich, nur Standort und Völkerzahl).


    Erweiterter Hintergrund ist die Tatsache, dass Imkerei als Hobby in den letzten Jahren wieder stark zugenommen hat. Datenquelle sollte z.B. die Nennung bekannter Standorte sein und Völkerzahl, nicht unbedingt, dass jeder Imker nur seine eigenen Völker anmeldet, sondern die Teilnehmer die Standorte der ihnen bekannten Standorte an den Verein meldet. Die Neuimkerkurse der Vereine haben extremen Zulauf, entsprechend sieht es auch in der Landschaft aus: Die Bienendichte nimmt zu, viele Neuimker finden Stellplätze in bereits belegten Gebieten, Bienendichte und Tracht passen oft nicht mehr zusammen.

    Von der Grundfrage her ähnlich wie https://www.imkerforum.de/forum/thread/17761 oder https://www.imkerforum.de/forum/thread/49968


    Bitte um Pro- und Contrapunkte für ein derartiges Vorhaben...


    Danke

  • Wenn die Daten nur vereinsintern zugänglich sind, helfen sie nur bedingt, weil Nichtmitglieder keinen Zugriff haben.

    Wenn die Standorte öffentlich einsehbar sind, ist das ein Einladung an Diebe.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich möchte nicht, dass ein Verein und vor allem nicht dessen Mitglieder Zugriff auf meine Standortdaten haben. Bei einer Behörde muss es wohl sein, aber freiwillig würde ich diese Daten nicht veröffentlichen. Erstens aus Prinzip nicht, weil ich die dauerhafte Überwachung sowieso schon störend finde und zweitens vor allem deshalb, weil ich mich nicht darauf verlassen wollte, dass nur Leute mit besten Absichten - wie Vermeidung von hoher Bienendichte - die Daten nutzen können. Sollte ich mitbekommen, dass ich von anderen in so einem Verzeichnis gemeldet werde, würde ich auch um Löschung meiner Daten bitten, zuerst freundlich und dann schauen, ob das datenschutzkonform ist uns ich darauf bestehen kann.


    Sehe es wie WFLP - geheim (oder teilgeheim) nutzt es nix, öffentlich läd es Diebe und "wollte nur mal schauen wie die Völker so sind"- Kundschaft ein. Auf beides kann ich verzichten.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Ich bin der Meinung, das die Postleitzahl oder der Ort zureichen. Bei genauem Standort, käme der Eine oder Andere nur auf dumme Ideen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Standortdaten bzw. -karten der Bienenstände sind in der Zusammenarbeit mit kooperationsbereiten Landwirten bzw. Pflanzenschutz-Dienstleistern sehr hilfreich.

    Zur Erstellung gehört auch die Einwilligung des jeweiligen Imkers zur Listung seiner Bienenstände. In dieser Einwilligung sollte man sich auf den Zweck der Erhebung beschränken. Dadurch ergibt sich auch eine enge Beschränkung der Personen, die Zugriff auf diese Daten haben.

    Weitere Arbeitszeit kostet übrigens die laufende Aktualisierung.

  • Bei uns sind die genauen Dauer Aufstellungsorte der einzelnen Bienenstände (ohne Wanderung) der registrierten Imker sowieso dem Kreisveterinär gemeldet.

    Dem örtlichen Imkerverein Vorsitzenden sind diese Positionen von den Vereinsimkern ebenfalls bekannt.

    Eine weitere Datei halte ich für nicht förderlich und lehne diese Positionsangaben ab.

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Hallo Zusammen,

    die Frage die sich mir dabei zuerst stellt:

    Wer hat von einer solchen Kartierung auf einer Vereins-HP eine Nutzen?


    Für mich macht es sowohl vereinintern als auch öffentlich keinen Sinn.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Imker2016  

    Natürlch muß er das nicht unbedingt wissen, hat sich in der Praxis jedoch schon oft als Vorteilhaft erwiesen. (Kleines Netzwerk);)

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • in unserem Verein gibt es im internen Bereich der Vereinsseite einmal eine List der Mitglieder inkl. der Standorte und eine Map wo man Sich den Standort genau anschauen kann. Zusätzlich ist dokumentiert: Beutentyp, Rähmchentyp und Bienenrasse.

    Mir ist nicht bekannt, dass es deswegen irgendwelche Diebstähle oder was auch immer, gegeben hat.

    Gruß

    Martin

  • Cuximker
    Toll wenn das Vertrauen innerhalb des Vereins zu groß ist, obwohl mir der Vorteil verschlossen bleibt. Oder weiß nicht nur der Vorsitzende, sondern jeder von jedem? Ansonsten sehe ich gerade in großen Vereinen den Nachteil durch schwarze Schafe (Diebstahl: Honig, Königin oder ganze Beuten; Vandalismus unbeliebter Kollegen).

  • Cuximker
    Toll wenn das Vertrauen innerhalb des Vereins zu groß ist, obwohl mir der Vorteil verschlossen bleibt. Oder weiß nicht nur der Vorsitzende, sondern jeder von jedem? Ansonsten sehe ich gerade in großen Vereinen den Nachteil durch schwarze Schafe (Diebstahl: Honig, Königin oder ganze Beuten; Vandalismus unbeliebter Kollegen).

    Richtig! Sicher weiß auch ich wo meine direkten Imkernachbarn ihre Völker stehen haben. Die von dir geschilderten Probleme hatten wir bei uns im Einzugsgebiet noch nicht.

    Unser Netzwerk kann dennoch schon von Vorteil sein, insbesondere auch während der Schwarmzeit. Ein Restrisiko bleibt jedoch immer irgendwo.

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    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • So eine Kartierung bringt nur demjenigen etwas, der z.B. als Wanderwart die Verteilung der interessierten auswärtigen Wanderimker im "eigenen Revier", für Mitglieder im eigenen Verein zu organisieren hat oder für den KV und die bestellten BSV im Seuchenfall zur Festlegung von Sperrbezirken.

    Alle Anderen geht es nichts an. Gründe wurden bereits genannt und durch die regelmäßigen Bestandsmeldungen beim zuständigen KVA sollten alle gemeldeten Standorte regulär sowieso zentral registriert sein. Transparenz ist zwar gut, aber man muss sie auch nicht mit der Gieskanne verschütten...


    Gruß Andreas