Wabengröße im "echten" Wildbau

  • ...

    Für Erwerbs-und Nebenerwerbsimkereien ist die international verbreitete Dadant-Beute geeignet. Es ist das einzige konventionelle Magazin-System, in dem ein befriedigender Naturwabenbau realisierbar ist. Für eine extensivere Haltung sind an der Fischermühle die „Einraumbeute“ ...

    Demnach ist also deiner Meinung nach (und der von Mellifera e.V. ) wesengemäßes Maß für Rähmchen Dadant. Denn die Einraumbeute ist ja Dadant im Hochformat.

    Dann bin ich mit den von mir im Brutraum eingesetzten Zadant Rähmchen also ziemlich nahe dran.

    Soweit also die Antwort zur Frage dieses Fadens.


    Das ganze ist Allerdings nur wesengemäß, wenn das Rähmchen im Naturbau ausgebaut wird, das Volk sich über Schwärme vermehrt und keine regionsfremden Königinnen genutzt werden.


    Brauche ich für zugekaufte regionsfremde Königinnen andere Wabenmaße?

  • Guten Abend vosp .


    Danke für diese Informationen, deren Zusammenhang, ich eben so noch nicht betrachtet habe.

    Unter "wesensgemäss", verstehe ich etwas anderes, und war mir nicht bewusst, dass die "wesensgemässe Bienenhaltung" schon in Stein gemeisselt ist.


    Bei dem nachschauen im Duden, kommt da beim "Wesen" schon etwas "spirituelles/geistliches" zur Erklärung. (ein höheres Wesen).


    So gesehen, imkere ich nicht wesensgemäss, sonder schaue einfach nur gut zu den Bienen, und unterstütze sie in ihrem Leben.


    lg Sulz.

  • Demnach ist also deiner Meinung nach...

    Nein. - Mit Steiner und seiner Anthroposophie habe ich nichts am Hut.

    ... (und der von Mellifera e.V. ) wesengemäßes Maß für Rähmchen Dadant. Denn die Einraumbeute ist ja Dadant im Hochformat.

    Das ist NUR und AUSSCHLIESSLICH die Postion von Mellifera e.V. (Mit Quellenverweis zu Mellifera und zur Fischermühle)


    :!:Bei Mellifea e.V. ist es wichtig zu verstehen:


    1.) ALLES beginnt mit Rudolf Steiner, und seiner anthroposophischen Weltanschauung. (Johannes Wirz: Die Ideen für eine solche Bienenhaltung kamen von Rudolf Steiner, als er paar Bauernburschen aus Kronach traf...)


    2.) In der Tradition von Rudolf Steiner und Ferdinand Gerstung wurde "wesensgemäß" definiert. Das heißt: Vermehrung nur über den Schwarmtrieb. - Alles Naturbau. - Nur Holz- und Strohbeuten. - Keine Zucht. - Spiritualität (Bien).


    3.) Aus diesem "wesensgemäß" leitet sich entsprechend die Betriebsweise ab.


    Im Umkehrschluss bedeutet das: Wo "Fischermühle" und "Mellifera e.V." draufsteht, ist Rudolf Steiner drin. (Bei Demeter sowieso.)

  • Hallo,

    ich muss mich hier jetzt doch melden.

    Ferdinad Gerstung und Rudolf Steiner in die selbe "wesensgemäße" Schublade zu stecken halte ich mit verlaub gesagt für sehr weit hergeholt.

    Ich empfehle dringend vor einer solchen Aussage Gerstung zu lesen und dann die Vorträge von Steiner vor den Bauarbeitern auf der Goetheanumbaustelle in Dornach zum Thema Bienen.

    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

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  • vosp Nur weil sie den Gerstung für ihre Zwecke vereinnahmen, heisst das nicht, dass der dieselbe Weltanschauung gehabt hätte. Wenn Du mal sein Werk «Der Bien und seine Zucht» durchliest, stellst Du fest, dass er mit Anthroposophie nichts am Hut hatte. Er war Pfarrer und hatte, soweit das durchscheint, ein biblisches Gottesverständnis, das wiederum der Anthroposophie diametral entgegensteht. Zwar bin ich kein Naturwissenschaftler, aber der Erklärungsversuch, das Bienenvolk als eine Gesamtheit zu sehen und die Vorgänge im Volk mal aus dieser Warte zu betrachten, leuchtet mir völlig ein. Da sehe ich überhaupt nichts Esoterisches daran. Ich fürchte allerdings, dass dieser schwache Einwand Dich nicht bremsen wird auf Deinem Kreuzzug. ;)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Hallo,

    ich muss mich hier jetzt doch melden.

    Ferdinad Gerstung und Rudolf Steiner in die selbe "wesensgemäße" Schublade zu stecken halte ich mit verlaub gesagt für sehr weit hergeholt.

    Ich empfehle dringend vor einer solchen Aussage Gerstung zu lesen und dann die Vorträge von Steiner vor den Bauarbeitern auf der Goetheanumbaustelle in Dornach zum Thema Bienen.

    Gruß Eisvogel

    Danke :thumbup:

  • um wieder auf die optimale Wabengröße in dem Zusammenhang zurück zu kommen. Auf welche der 3 Beutengrößen der Imkerei Fischermühle bezieht sich das "wesengemässe"? Laut deren eigener Veröffentlichung (https://www.google.com/url?sa=…Vaw1BX6I2jIhyeOiArspaYTjy) haben die ja Dadant, ERB und Bienenkiste.

    Nur damit dass hier mal aus der "Wolkenkukucksheim" Theorie rauskommt.

    Die Fischermühle arbeitet mit BK , ERB und Dadant. Letzteres lt Poeplau, Münster 2019 nur aus dem Grund der Erwerbsimkerei. Er selbst wäre wohl gerne beim bestehenden Zander/Zadant System geblieben.

    Die "Wesensgemässe Imkerei" hängt weniger von der Beutenform ab.

    Egal wie, imkern sollte man schon können. Als alter BKler hab ich die Vergleichsmöglichkeit und ich mag beides.


    Irgendwo hier steht auch der Quatsch, dass nur Dadant als einziges konventionelles Magazin für Naturwabenbau geeignet sei. Muss ich meinen Bienen mal hinhängen, wissen die nämlich nicht. :rolleyes:DNM/DNM 1,5

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Rainfarn ()

  • Hallo,

    erstmal nichts einsehen und gleich alles ablehnen! Na gut. Kann ja jeder.

    Die BIO-Landwirtschaft fordern oder die artgerecht Tierhaltung für nötig halten, kann auch jeder!

    Uns geht es ja um blühende Wiesen und Felder, nicht um artgerecht (wesensgemässe) Bienenhaltung.

    So wie es ist, ist es i. O.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Ich fürchte allerdings, dass dieser schwache Einwand Dich nicht bremsen wird auf Deinem Kreuzzug. ;)

    Kreuzzug? Echt nicht. Jedem Menschen seinen Glauben und seine Spritualiät.


    Die Fischermühle/Mellifera e.V. mit ihrer Definition von "wesensgemäßer Bienenhaltung" habe ich nur deswegen zitiert, weil sie keine Scheu davor haben zu ihrer Spritualität öffentlich zu stehen, und dies auch deutlich zum Ausdruck bringen. Ebenso Demeter.

    Ferdinad Gerstung und Rudolf Steiner in die selbe "wesensgemäße" Schublade zu stecken halte ich mit verlaub gesagt für sehr weit hergeholt.

    Ich empfehle dringend vor einer solchen Aussage Gerstung zu lesen und dann die Vorträge von Steiner vor den Bauarbeitern auf der Goetheanumbaustelle in Dornach zum Thema Bienen.

    Auf Steiner und Gestung geht Mellifera e.V. auf iher Homepage unter dem Punkt "Entstehung der wesensgemäßen Bienenhaltung" ein. (Insbesondere werden auch Steiner und seine Bienen-Vorträge erwähnt.) Bitte dort selber nachlesen.


    Dort steht auch, dass in den 80ern die Grundlagen für die "wesensgemäße Bienenhaltung" gelegt wurden, und neue Betriebsweisen entwickelt "vor dem Hintergrund der Äußerungen Steiners und des Werkes Ferdinand Gerstungs".


    In Beitrag #94 habe ich ja schon geschrieben, dass ich es für wichtig halte anzuzeigen, wenn auf spiritueller Methaebene diskutiert wird. - "Wesensgemäß" im Sinne von Fischermühle/Mellifera e.V./Demeter ohne Spritualität geht nicht.

  • Guten Abend vosp .


    Gehört das "spirituelle" nur zu der wesensgemässen Bienenhaltung, eventuell nur begrenzt auf dies der Fischermühle?


    Oder ist auch schon die bez. "Bien", in dem Sinne "Spirituell"????


    Mein Meister, nannte das Bienenvolk "Imp", andere als "Imm/e".....


    Es ist etwa erst 10 Jahre her, da bekam ich ein Anrurf von einem fast 100 jährigen Kollegen...."Mir hed en Imm gschwärmt. Chentischt mir dän gan ifahn?".....Auf Hochdeutsch: Mir hat ein Imm geschwärmt. Könntest du mir den einfangen?


    Mit dem Imm, oder Imp, wurde der lebende Teil des Volkes bezeichnet. Jedoch ohne den Wabenbau.....Bei dem schwärmen, wurde eben ein "Imp" geboren.


    Vielleicht, braucht es zu dazu ein eigenes Thema.


    lg Sulz.

  • Mein Meister, nannte das Bienenvolk "Imp", andere als "Imm/e".....

    Das entspricht interessanterweise dem Althochdeutschen. Im "Lorscher Bienensegen" heißt es: Kirst, imbi ist hûcze. "Imbi" ist der Bienenschwarm.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Mein Meister, nannte das Bienenvolk "Imp", andere als "Imm/e".....

    Das entspricht interessanterweise dem Althochdeutschen. Im "Lorscher Bienensegen" heißt es: Kirst, imbi ist hûcze. "Imbi" ist der Bienenschwarm.

    Und alle paar Jahrzente, taucht jemand auf, der das Rad neu erfinden will!!!!!

    Die "Alten" wussten dies schon.......Man braucht ihnen nur genau zuhören.


    ............Wie soll es da Jemanden wundern, wenn dann von Anfängern, die Frage über die "echte" Wabengrösse im Wildbau gestellt wird......Wie wenn es "unechten" Wildbau geben würde......Sorry Waldi , aber mit einer Frage, zu deiner Entscheidung, welche deiner imkerei behilflich wäre, hättest du bessere Antworten bekommen.......Zumindest von meiner Seite her.


    lg Sulz.

  • Oder ist auch schon die bez. "Bien", in dem Sinne "Spirituell"????

    Umgangssprachlich für Superorganismus oder Bienenvolk, sollte sich niemand dran stoßen, denke ich. - Die Spiritulität entsteht im Kontext.


    Mich stört es auch überhaupt nicht, wenn Menschen spirituell sind, und ihre Spritualität gemeinsam ausleben möchten. - Ganz im Gegenteil, ich freue mich, wenn es ihnen damit besser geht.