Varroaschaden oder ...? Bitte um Hilfe bei der Autopsie.

  • Werbung

    ...erinnert deine Aussage an so manchen Bauern mit seinen Giftspritzen, über die geschumpfen wird. Aber als Imker darf man nicht zugelassenes verwenden?

    Zwischen dem Spritzen des Bauern und dem Sublimieren des Imkers gibt es einen wesentlichen Unterschied:

    Das Spritzen entfaltet seine Schadwirkung im Freien und nachweislich nicht nur auf den "Zielorganismus", sondern auf viele andere Organismen in Boden, Wasser und Luft (u.a. auch auf die Honigbienen des Imkers und kumulierend auf ihr Wachs) und nicht zuletzt sogar bei den Verbrauchern und ist deshalb mit gesetzlichen Grenzen versehen.

    Das Sublimieren wurde 2006 nur deshalb in D nicht zugelassen, weil die Behörde 2005 Fragen des imkerlichen Arbeitsschutzes noch nicht vollständig beantwortet sah. Diese Fragen sind jedoch mit der Dissertartion von Dr. Gumpp eindeutig zugunsten der Sublimation beantwortet und überdies aus all den Ländern mit mehrjähriger Sublimationspraxis noch nicht ein einziger Fall von Anwendergefährdung bekannt geworden (i.ü. auch nicht Fälle von Bienen- oder Verbrauchergefährdung).

  • mit MS besprüht.

    Täuscht mich mein Eindruck, oder passt totes Volk und MS mittlerweile zusammen? Warum wird nicht mit OS behandelt? Die behandlungsform mit OS ist Ansichtssache, die Wirkung unumstritten und um einiges besser als die von MS.

    Mit bester Empfehlung, ein Ahnungsloser.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • 1x MS ist nur die Hälfte einer Behandlung, da der Wirkungsgrad selbst bei Brutfreiheit vergleichsweise schlecht ist. Die Fachinformation bzw. Anwendungshinweise zu MS sehen eine Behandlung in zwei Schritten vor: Das erste Besprühen soll nach ca. einer Woche wiederholt werden.

  • So etwas hatte ich mir schon gedacht, es ist ja kein Geld damit zu verdienen.

    Aber 2006 gab es doch einen oder mehrere Wagemutige(n), der sich an einer Zulassung versuchte(n)?!


    Davon abgesehen, auch wenn die Verdampfung zugelassen wäre oder irgendwann sein wird - dann garantiert nur mit reichlich teurer OS ad usum veterinarium - nähme ich stattdessen dennoch nur die spottbillige technische.

  • Guten Abend zusammen.


    Für die fehlende Zulassung habe ich nur noch ein Schmunzeln übrig. Alles wurde gesagt und alle Messen gelesen.:)



    Immenlos : Ja, spritzt tatsächlich heraus wie frischer Nektar.

    Das beweist höchstens, dass Völker ein Wassermanagement betreiben indem sie Futterzellen öffnen, halb leeren und die hygroskopischen Eigenschaften ausnutzen.

    habe eben ca. 10 dieser Zellen geöffnet, Varroa habe ich tatsächlich nur in einer gefunden, dafür jedoch fast alle der enthaltenen Bienen offenbar mit deformierten Flügeln.

    Der Futterkranz ging zu Ende. Bei einer Verlagerung der Wintertraube bleiben häufig die letzten Zellen zurück. DWS und Unterkühlung ähneln sich.

    Fotos der Waben ab 4 reiche ich nach, der Upload vom Telefon in die Forumsgalerie hat sich gerade aufgehängt. Auf den Waben 3 und 2 ist definitiv Bienensitz zu erkennen - wie alt der ist, kann ich nicht beurteilen. Wabe 1 nur ansatzweise.

    Du, es geht hier nicht um etwas beweisen. Sondern um das was Du glaubst was mit diesem Volk passiert ist. Ein 6 WG-Volk geht nun mal nicht einfach so über den Jordan. Nicht zu dieser Zeit. Das hätte früher passieren müssen und nicht nur bei Varroa.

    dass dieses Volk beim Träufeln auffällig aggressiv war.

    Diese Aggressivität kommt vom fehlenden Futter über den Bienen. Sie müssen über alle WG hinweg kommunizieren und sich auf das Futter zu bewegen. Da wird richtig Wärme freigesetzt. In dieser Phase hast Du wahrscheinlich geträufelt. Also die Schlussfolgerung, im Sinne des Themas, liegt ganz allein bei Dir.;)

  • Schillbee

    Wenn es ums überleben geht folgt der Bien dem Futter, egal obs über der Traube ist oder dahinter.

    Dahinter war genug Futter.


    Tippe auf ungenügende Varroabehandlung. Hatte vor kurzem einen sehr ähnlichen Fall (aber mit Futter überm Kopf, hat ihmleider auch nix geholfen)


    VG

  • Wenn es ums überleben geht folgt der Bien dem Futter,

    Ja natürlich. Die Preisfrage ist, wie macht der Bien das? Welche Vorgänge laufen da genau ab? Dir dürfte doch bekannt sein, dass für jede Biene, welche bei entsprechender Temperatur die Traube verlässt, Lebensgefahr besteht?

    Tippe auf ungenügende Varroabehandlung.

    Natürlich! Hat sich das Volk mehr oder weniger erfolgreich in den Winter gerettet, kommt der Imker mit 50ml OX geträufelt und verpasst ihm den Rest genau in der Phase, als das neue Futter zwar gefunden, aber noch nicht erschlossen war. Deshalb waren sie auch so itzig beim Öffnen. Die brauchten sich nicht erst aufzuheizen um anzugreifen. Die wollten geschlossen (als Bien) auf das gefundene Futter vorrücken. Der Bien wartet nicht erst bis alle Honigblasen leer sind. Man wird vorher nervös und heizt und sucht Futter. Genau da wurde geträufelt und die weitere Erschließung blockiert. OX-Überdosierung der Einzelbiene blockiert die Harnkanälchen und damit die weitere Nahrungsaufnahme. Deshalb haben die anderen Völker die Träufelung wahrscheinlich besser überstanden. Vermutlich können gefüllte Honigblasen die Träufelung besser verträglich machen.


    Hatte vor kurzem einen sehr ähnlichen Fall (aber mit Futter überm Kopf, hat ihmleider auch nix geholfen)

    Wie jetzt? Auch geträufelt?

  • Schöne Theorien, aber eben Deine Theorien.

    Bienen sind sich keiner Lebensgefahr bewusst. Das Futter brauchten sie nicht zu finden. Es ist auf jeder Wabe mehr als genug vorhanden. Erst schreibst Du, sie brauchten sich nicht erst aufzuheizen, im übernächsten Satz schreibst Du, sie werden vorher nervös und heizen. Was denn nun.

    Übermässig Futter haben sie jedenfalls nicht aufgemacht. Das hatte das zuvor noch starke Volk unter Beschlag. Die Flächen sind ganz einfach freigestorben, weil es keine gesunden langlebigen Winterbienen waren. Und dann hat dieses danach kalte, offene Futter Feuchtigkeit gezogen.

    Die Oxalsäure hat dem Volk nicht den Todesstoss versetzt, sondern das Ableben nur beschleunigt.


    Gruss

    Ulrich

  • Was (wieviel) weiß denn der Mensch von den Bienen ... ?


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Bienen sind sich keiner Lebensgefahr bewusst

    Das wäre noch zu beweisen. Denn Bewusstsein und Instinkt sind beides Denkprozesse.

    Erst schreibst Du, sie brauchten sich nicht erst aufzuheizen, im übernächsten Satz schreibst Du, sie werden vorher nervös und heizen. Was denn nun.

    Wenn ich (im Zusammenhang) aufklären darf.

    Die brauchten sich nicht erst aufzuheizen um anzugreifen.

    Im vorliegenden Fall, auf den sich diese Aussage bezieht, waren die Bienen bereits aufgeheizt um (vermutlich) dem Futter nachzurücken. Das bekam lt. seiner Aussage nach @RoWa Bielitz zu spüren.

    Der Bien wartet nicht erst bis alle Honigblasen leer sind. Man wird vorher nervös und heizt und sucht Futter.

    Selbsterklärend finde ich. Als Tipp; im Zusammenhang lesen und selbigen versuchen zu begreifen.:)

    Übermässig Futter haben sie jedenfalls nicht aufgemacht.

    Dazu sind sie offenbar nicht mehr gekommen.

    Die Oxalsäure hat dem Volk nicht den Todesstoss versetzt, sondern das Ableben nur beschleunigt.

    Überleg mal! Wenn die 2. Träufelung mit ziemlicher Sicherheit ein Volk schwer schädigt, zum Krüppel macht oder gleich ins Jenseits befördert, Ist die 1. Träufelung dann harmlos???

    Ihr ausschließlich Varroa-Gläubigen macht es Euch zu einfach, behaupte ich mal.