Bienenweideprojekt in MV

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    Ich pflege seit Jahren Flächen, mit Pflug Fräse und teurem Saatgut/Bienenweide, aus meiner eigenen Tasche!

    Diesjahr, wahr es so sautrocken, und absolut nix ist gewachsen, also alles mal wieder für die Katz.

    Genau das befürchte ich anderswo auch, wenn es zu trocken ist.

    Auch wenns daneben ist, stimmen tuts doch!

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Ich pflege seit Jahren Flächen, mit Pflug Fräse und teurem Saatgut/Bienenweide, aus meiner eigenen Tasche!

    Diesjahr, wahr es so sautrocken, und absolut nix ist gewachsen, also alles mal wieder für die Katz.

    Genau das befürchte ich anderswo auch, wenn es zu trocken ist.

    Auch wenns daneben ist, stimmen tuts doch!

    Dass Du das auf eigene Kosten machst, ist doch deine Entscheidung.

    Du kannst deine Flächen an den Verein verpachten. Einnahmen gesichert, Kosten nur anteilig oder 0€.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Diesjahr, wahr es so sautrocken, und absolut nix ist gewachsen, also alles mal wieder für die Katz.

    Es gibt aber auch Flächen, da liegts nicht nur an der Trockenheit wie letztes Jahr, sondern die Flächen sind einfach durch von intensiver und u.U. nicht nachhaltiger Landwirtschaft. Wenn sowas erkannt wird und das ein erster Schritt zu mehr Nachhaltigkeit und ein wenig mehr Vielfalt ist geht's für mich klar.


    Gruß Chris

  • Chris, was glaubst wie lange das dauert, bis der aufgespritzte Dreck , wenn überhaupt, wech is?

    Neonics- Halbwertzeit 7 Jahre, bei genau einmal gespritzt. Bei 2mal gespritzt sind es keine 14 Jahre Halbwertzeit, aber bestimmt mehr wie 7 Jahre. Das kannst mal weiterdenken....

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Chris, was glaubst wie lange das dauert, bis der aufgespritzte Dreck , wenn überhaupt, wech is?

    Neonics- Halbwertzeit 7 Jahre, bei genau einmal gespritzt. Bei 2mal gespritzt sind es keine 14 Jahre Halbwertzeit, aber bestimmt mehr wie 7 Jahre. Das kannst mal weiterdenken....

    Bin ich bei dir, deswegen sagte ich ja dass die Flächen unter Umständen auch einfach durch sein können.

    Die 3-5 Jahre die Drohne Daniel in einem Beitrag erwähnt hat deuten aber für mich nicht auf einen Schnellschuss hin, weil auch diese Flächen müssen entsprechend gepflegt werden, das weißt du ja.


    Es geht halt nicht immer Vollgas.


    Gruß Chris

  • Ich würde die Sache blind unterstützen wenn Grund gekauft und wirklich dauerhaft renaturiert würde.

    Auch wenns deutlich weniger Fläche wäre. Verpachten könnte man ja auch, denn, die Regeln macht der Eigentümer, übrigens immer.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Chris, was glaubst wie lange das dauert, bis der aufgespritzte Dreck , wenn überhaupt, wech is?

    Neonics- Halbwertzeit 7 Jahre, bei genau einmal gespritzt. Bei 2mal gespritzt sind es keine 14 Jahre Halbwertzeit, aber bestimmt mehr wie 7 Jahre. Das kannst mal weiterdenken....

    Ich hab mal weitergedacht...


    An Neonics sind im Freiland m. W. nur noch Acetamiprid (z. B. in Mopsilan) und Thiacloprid (z. B. in Biscaya) zugelassen. Die haben eine Halbwertszeit im Boden ein paar Tagen oder Wochen, weit, weit, ganz weit weg von 7 Jahren. Eher in Richtung Jahre gingen Imidacloprid (~190 Tage) und vor allem Clothiniadin (~550 Tage), die aber schon seit einigen Jahren nicht mehr zugelassen sind. Die wurden aber auch nicht gespritzt...


    Nix für ungut, aber die Argumentation war bis vor 6, 7 Jahren zutreffend, heute ist sie es (zum Glück) nicht mehr. Wären die NeoNics das Hauptproblem müssten sich viele Bestäuberpopulationen seit Jahren erholen, da das richtig fiese Zeug längst nicht mehr zugelassen ist und entsprechend die Rückstände in den Böden, sofern überhaupt noch vorhanden, weit geringer sind als noch vor Jahren. Davon kommt auch nix mehr drauf.


    ... und nu?

  • Wären die NeoNics das Hauptproblem müssten sich viele Bestäuberpopulationen seit Jahren erholen, da das richtig fiese Zeug längst nicht mehr zugelassen ist

    Nun, auch das weniger "fiese" Zeug wirkt auf die saugenden und fressenden Pfanzenschädlinge, auf die es wirken soll. Und hier gilt die alte Pharmazeutenweisheit: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.

    Es ist ja nicht so, dass die Umweltwirkung nur über Persistenz im Boden entsteht.

    Deswegen finde ich die Argumentation nicht schlüssig.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Die heute noch zugelassenen Mittel und die bereits verbotenen Mittel unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Persistenz, sondern auch hinsichtlich ihrer Toxizität deutlich. Die Argumentation ist daher durchaus schlüssig, da sich das Ausmaß und vor allem Dauer der Nebenwirkungen drastisch unterscheiden.


    Es bleibt dir natürlich unbenommen und ist auch völlig legitim, auch den Einsatz dieser Mittel zu kritiseren, Insektzide sind es schließlich trotzdem. Die Sachlage ist allerdings eine völlig Andere als bei den nicht mehr zugelassenen Neonics. Das sollte in einer sachlichen Diskussion berücksicht werden und Aussagen á la "wird gespritzt und bleibt dann mit 7 Jahren Halbwertszeit im Boden" sollten vermieden werden, da schlicht falsch.

  • Die Argumentation ist daher durchaus schlüssig, da sich das Ausmaß und vor allem Dauer der Nebenwirkungen drastisch unterscheiden.

    Meine Frage ist, ob auch die geringere Toxizität nicht immer noch groß genug ist, um die Insektenwelt nachhaltig zu schädigen. Wäre die Toxizität wirklich so gering, würde ja auch die erwünschte Wirkung nicht eintreten. Oder meinst Du wirklich, die Insektizide sind so spezifisch, dass sie z.B. nur den Rapsglanzkäfer umbringen?

    Du macht also schon rein logisch einen Fehler: Dass die neueren Wirkstoffe weniger giftig und persistent sind, heißt nicht, dass sie nicht immer noch große Schäden anrichten.

    Dieser Nachweis wäre zu führen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Es ist erstmal naheliegend, dass weniger giftige und weniger persistente Gifte auch weniger Kollateralschäden verursachen - Insofern ist die Logik stimmig und nachvollziehbar. So wie ein Fahrrad weniger Schaden bei einem Auffahrunfall verursacht als ein LKW. Das man weder von einem noch vom anderen angefahren werden möchte - auch logisch.


    Die erwünschte Wirkung tritt eben gerade aufgrund der mangelnden Toxizität übrigens tatsächlich zunehmend nicht mehr ein. Stichwort Resistenzbildung.

  • So wie ein Fahrrad weniger Schaden bei einem Auffahrunfall verursacht als ein LKW

    Um bei diesem Vergleich zu bleiben: Und wenn wir jetzt lediglich vom LKW auf einen SUV umgestiegen sind?

    Das Resistenzargument passt hier nicht, solange nicht sichergestellt sind, dass auch andere als die Schadinsekten resistent geworden sind.

    Wären die Mittel ohne Wirkung würde sie außerdem kein Landwirt anwenden.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)