Hoffmannrahmen - Propolis

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich aus zeitlichen Gründen vor einigen Jahren schweren Herzens davon Astand nehmen musste, bekomme ich es in diesem Jahr nun endlich hin, in die Imkerei einzusteigen. Da das hier so läuft, werde ich mir ein bis zwei kleine Beuten zulegen müssen und lese deshalb gerade viel über die verschiedenen Bau- sowie deren Vor- und Nachteile. Als Beute spricht mich zurzeit die "Einfachbeute" im Zandermaß am meisten an.

    Die Frage ist: mit welchen Rähmchen und isb. mit welchem Abstandhaltesystem. Ich entschuldige mich schon einmal, hier laut "Jehova" zu rufen...:saint:.


    Mir ist nach der Lektüre diverser threads hier klar, dass und warum es bei Rähmchen mit Hoffmann-Seitenteilen gern Probleme mit Verkittung gibt und das viele diese Rähmchenart fluchend aussortiert haben. Die Zahl der Befürworter der Hoffmänner scheint (zumindest unter den hier aktiven Imkern) sehr überschaubar. Das macht nachdenklich...


    Es ist aber nun so, dass ein Aspekt an der Imkerei, der mich besonders reizt, die Gewinnung von Propolis ist. Da es nur in vergleichsweise kleinen Mengen produziert wird und ich andererseits ersteinmal nur wenige Völker werde pflegen können, wäre es toll, davon möglichst viel pro Volk ernten zu können (in der Hoffnung, einen recht kittfreudigen Schlag zu erwischen - darauf habe ich aber nun am wenigsten Einfluss).


    Wäre es unter diesen recht speziellen Bedingungen nicht doch sinnvoll, Rähmchen mit Hoffmann-Seitenteilen zu verwenden?

    Oder bekomme ich das genausogut oder besser mit Propolis-Gittern oder -netzen hin?


    Frohes Neues mteinander!


    Waldi

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Waldi , um Propolis zu ernten solltest Du Dir die Kaukasische Biene besorgen, die soll dafür besonders geeignet sein. Propolisgitter funktionieren dann sicherlich gut. Hoffmannrähmchen würde ich dann nicht empfehlen. Bei Carnica oder Buckfast komme ich mit Hoffmannrähmen gut zurecht ohne dass diese zu sehr verkittet werden. VG

  • Um Propolis gezielt zu ernten, brauchst du keine Hoffmanseiten, sondern nehm lieber Edelstahlgewebe.


    Kaukasische ist schön und gut, aber wenn du aus deinen die aussuchst die gut Kitten, stehen die der Kaukasier auch in nichts Nach.


    Hoffmanseiten sind gut und Funktionieren.

    Röllchen/Buckel sind absolut nicht zu Empfehlen.

    Modifizierte Rähmchen und Pilzköpfe sind ne super Sache (4 Stück einseitig, oben und unten nicht oben und mittig).


    Willst du Wandern, bzw. nur im Nahbereich dann nehm letztere bist du noch nicht sicher, oder weist das du Wanderst nehm Hoffmänner.

    Viel wichtiger als die Abstandshalter, nehm gute Rähmchen. Kein Hartholz min 10mm Holzstärke.


    Wabenmaß nehm Langstroth, du bist nicht auf die Umgebung angewiesen, am Ende kaufst du die Völker einmal. Achte aber auch gute ruhige Völker.

    Als Beute guck dir mal die US Standardbeute an, ist in Holz die beste Konstruktionsart.

  • Waldi : Mit diesem System fahre ich sehr gut:

    https://www.imkereibedarf-bien…0von%20Abstandshaltern%22

    Propolis erntet der Imker ganz ohne Hoffmannschenkel zwangsläufig noch immer genug, wenn er z.B. die Rä.(-ohren) ab und zu abkratzen muß, um bei ihrer Handhabung die Bienen nicht allzusehr aufzuregen, die ASG u.a. Beutenteile gängig halten will usw.

    Wenn Du in größeren Mengen Propolis produzieren möchtest, sind die aufgelegten Propolisgitter wesentlich rationeller zu handhaben und ergeben deutlich höheren Ertrag als Hoffmannschenkel.

  • Das mit den wenigen Hoffmann Befürwortern halte ich für eine schwache These. Nur weil die Gegner immer am lautesten schreien, glaube ich nicht, dass es wirklich so viele von denen gibt.

  • Doch,

    Fast alle Kollegen von mir arbeiten mit Hoffmann.

    Vorher habe ich mit Polsternägel, Plastikhalter, Stiften etc experimentiert. Alles Sch....

    Ich habe jetzt nur noch Hoffmann und da kommt nix Anderes mehr in die Beute.

    Leider hat sich die Subkultur der Minderheit die am lautesten Schreit auch bei den Imkern breit gemacht. Dabei entfallen 2012 57% auf DNM, 22% auf Zander und lediglich 14% auf Langstroh/Dadant.

    Schau mal in die Anzeigen, warum trotz des geringen Anteils soviel vom letzteren in den Gebrauchtanzeigen stehen.

    Ich habe in den letzten zwei Wochen die Hoffmann Seiten gesäubert und die Holzbeuten und damit Propolis geerntet. Mit Propolisgittern komme ich nicht zurecht.

    Das habe ich aber auch nicht vertieft.


    Neben den Kaukasiern empfehle ich südländische Bienen. Meine jedenfalls sind da sehr fleissig mit dem Bienenharz.


    Zudem empfehle ich einen extra langen Stockmeissel. Damit kann man im Sommer bei Bedarf von oben entspannt ggf die Seiten sauber machen und hat einen längeren Hebel.

    Viele Erfolg.

  • Leider hat sich die Subkultur der Minderheit die am lautesten Schreit auch bei den Imkern breit gemacht. Dabei entfallen 2012 57% auf DNM, 22% auf Zander und lediglich 14% auf Langstroh/Dadant.

    Es ging nicht um die Beutentypen oder Rähmchenmaße, es ging um die Art der Abstandshalter!
    Falls es dir irgendwie hilft, mache ich einen Faden auf, der "Dadant ist toll!" heisst, und darfst du da gerne nach Herzenslust deinen ganzen Dadant-Frust da reinkippen - wenn danach endlich Ruhe ist.

    Ist das ein Vorschlag?

  • Die Zahl der Befürworter der Hoffmänner scheint (zumindest unter den hier aktiven Imkern) sehr überschaubar.

    Weiss ich nicht so genau. In meinem Umfeld bin ich der einzige, der auf Polsternägel umschwenkt, und das auch nur im Brutraum. In den Flachzargen habe ich immer noch Hoffmänner, und in den alten DNM Kisten auch.


    Eigentlich habe ich bezgl. Hoffmannseitenteilen nur einen Tipp: Die Rähmchen wieder ganz eng zusammenschieben - sonst werden die Abstände auf magische Art und Weise immer größer :-)


    In großformatigen Bruträumen (DD oder DNM 1.5) finde ich Polsternägel eine gute Ergänzung, weil ich die Rähmchen wirklich deutlich erschütterungsärmer getrennt bekomme, gerade im Zusammenhang mit dem vielen Platz hinterm Schied.

  • ...entfallen 2012 57% auf DNM, 22% auf Zander und lediglich 14% auf Langstroh/Dadant.

    Schau mal in die Anzeigen, warum trotz des geringen Anteils soviel vom letzteren in den Gebrauchtanzeigen stehen.

    Hm, da sagt mein Händler etwas anderes.

    Gebrauchte Rä. verkauft ein Imker nur, wenn er sie nicht mehr braucht. Warum wohl braucht er sie nicht mehr?

    Kein einziger Berufsimker, den ich kenne, will Hoffmannschenkel. Alle Kollegen bei uns im Verein mit Völkerzahlen > 20 ebenfalls nicht. Und ich habe schon von einigen Hoffmann-Kollegen den ernstgemeinten Rat an Jungimker gehört: Fang bloß nicht an mit Hoffmann-Schenkeln.

    Und ich kenne 2 Kollegen, die spitzen die HoffmannSchenkel an ihren Rä. wechselseitig an analog dem Link in #5, um die Kontaktflächen von Rä.schenkel zu Rä.schenkel zu verringern (nicht mehr so: II, sondern so: >I).

    Ganz objektiv ist es für Imker und Bienen schonender mit anderen Anstandshaltern als Hoffmannschenkeln.

    Zu den vernickelten Polsternägeln muß man aber ehrlicherweise sagen, daß sie nach mehrmaligem Langzeiteinsatz von AS schnell korrodieren. Obwohl Bienen auch die Roststellen propolisieren, ist es kein attraktiver Anblick. Man kann korrodierte Polsternägel aber schnell austauschen. Seit ich keine AS mehr einsetze, habe ich das Problem auch nicht mehr. Die Abstandhalter auf einer Rä.seite nutze ich i.Ü., um die Rä.drahtenden zu fixieren und spare damit die sonst nötigen Extra-Drahtnägel ein. Sie lassen sich i.ü. bei Bedarf auch viel einfacher wieder ziehen als bündig eingeschlagene Drahtnägel.

  • Aua aua aua,

    Ich durfte letztes Jahr einen Imker aus Marokko kennenlernen der sich auf Pollen, Bienengift und Propolis spezialisiert hat. Solche Kunststücke mit Rähmchen abkratzen tut sich bei den heimischen Bienen dort kein Mensch an.


    Vergiss nicht dass die Völker trotz Propolis bearbeitet werden müssen. Je nachdem welchen Anspruch du hast kannst du dann auch gerne mit dem Stemmeisen an die Kiste ran und mühsam jeden Klecks Propolis von den Rähmchen kratzen und später wegen dickeren Waben deine Bienen quetschen. Oder du machst es anständig mit Gitter und Deckel. Weniger Aufwand bei besserem Ertrag.


    Ob Hoffmann oder Polsternägel ist hier wurscht. Nimm das was DIR genehm ist. Bienenherkunft tut es da auch eine gute Landrasse, bei Carnica musst du ein wenig aufpassen, die klatschen je nach Herkunft auch gerne mal einfach Wachs drüber. Meine Buckis sammeln am besten ab Mitte Juli.


    Gruß Chris



    Btw. Anatolier, sofern man noch welche findet die noch rein sind, da kannste Propolis sammeln... Versprochen!

  • Ich mag meine Hoffmann-Schenkel. Klar, wenn die Kiste lang nicht offen war, vor allem also bei der ersten Durchsicht, dann nervts damit schon, zugegeben. Aber sobald die Kiste alle paar Wochen durch gesehen wird gibts keine Probleme. Kann man mögen, muss nicht mögen, ganz egal - ist jedenfalls nicht ansatzweise so schlimm wie manche es beschreiben.