Waben aussortieren

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    Hallo zusammen,

    meine Völker überwintern einzargig in Zanderbeuten. Da einige mittlere Waben (ca. 2 pro Volk) schon relativ dunkel sind, möchte ich diese im Frühjahr gerne austauschen. Wie mache ich das am geschicktesten?

    Vielen Dank für die Hilfe,

    Peter

  • Hängt davon ab was du willst.

    Am einfachsten ist drin lassen und im Spätsommer entnehmen.


    Alternativ: Absperrgitter darauf bei der Japankirschblüte und wenn der Honigraum angenommen werden soll, die beiden Waben über das Absperrgitter in den Honigraum. Brut auslaufen lassen und entnehmen.


    Ich mache das persönlich nicht abhängig von der Farbe. Wachs wird schnell schwarz wenn es Sonne abbekommt. Nach spätestens vier Jahren fliegen die Waben dann raus. 2 Jahre Honigraum, 1 Jahr zweiter Brutraum, 1 Jahr erster Brutraum.

    Den dann entnehmen und komplett einschmelzen.

    Wie das die einzargigen Brutraumbetreiber machen, müssen dir die Anderen beantworten?

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Mach dir nicht so viel Arbeit, nach der letzten Ernte einfach eine totale Brutentnahme machen und alle Waben tauschen.


    Ist das simpelste bei einzargiger Betriebsweise. Alles andere macht nur ewig Arbeit und wird dann doch zu einem unkontrollierbaren Wabenjonglieren.

  • Hallo pepeto,


    zwei dunkle Waben klingt ja nicht so, wie wenn da nun dringend Handlungsbedarf bestünde. Die Frage ist, wie alt diese Waben sind ?


    Früher gab es den Handtest, um dafür einen Anhaltspunkt zu erhalten: Kannst Du im Gegenlicht den Schatten Deiner Hand erkennen, die Du hinter die zweifelhafte Wabe hältst, ist sie noch brauchbar.


    Es ist auch zu bedenken, dass aus Bienensicht dunkle Waben hygienischer sind, weil gut propolisiert. Im Winter und im zeitigen Frühjahr werden sie sowieso bevorzugt, wahrscheinlich weil es sich auf ihnen komfortabler sitzt. Sollten diese Waben allerdings mehrmals repariert worden sein, dünne oder fehlende Krabbelstege aufweisen, jede Menge Varroakot und stehen gebliebene Zellen etc., sieht die Sache natürlich anders aus.


    Wahrscheinlich würde ich - um Deine Frage zu beantworten - zur Honigraumzeit die Brut über dem Absperrgitter auslaufen lassen, wie es Bienen Ede schon vorgeschlagen hat. Möglicherweise würde ich aber auch anders vorgehen. Beispielsweise Ende April einen zweiten Brutraum aufsetzen und die fraglichen Waben entnehmen, sobald die Königin mit dem Brutnest nach oben gezogen ist.


    Wenn Du im Warmbau imkern solltest, geht das alles wiederum ganz anders. Dann könnten die fraglichen Waben langsam an den Rand wandern, also fluglochfern.


    Ich persönlich imkere im Kaltbau und entnehme jedes Jahr eine ganze Zarge mit zweijährigen Waben; meistens Ende August, oder Ende März. Das sorgt immer für ziemlichen Wirbel auf dem Bienenstand; besonders im Spätsommer, wenn Räubereizeit ist. Hier habe ich das mal beschrieben.


    Besser ist es den Zargentausch im Frühjahr zu erledigen, im Zuge mit dem Bodenwechsel. Dann sehe ich auch, wie stark der Wintertotenfall bei den einzelnen Völker ausgefallen ist.


    Viele Grüsse von Benjabien

  • Sollte der Wintertotenfall zu stark ausgefallen sein kann dieser bis 100 % betragen.

    Dies, da die Mädels nicht mehr zum Flugloch kommen.

    Ich weiss ja nicht, ob Du zwischenzeitlich ausputzt, zu empfehlen ist es allemal.

    Ansonsten gibt es noch die Philosophie in das Brutnest solange eine neue Mittelwand, in ca einem Wochen stand, zu stecken, bis die braunwaaben außen sind und entnommen werden können.

    Probiert hätte ich das einmal, hat funktioniert und, wenn das Volk schon stark genug ist, ist die Mittelwand, beim Betrieb mit Schied, nach spätestens drei Tagen bestiftet.


    Das Gegenargument ist, dass man kein Brutnest auseinanderreißt, was für mich seitdem wiederlegt ist.

    Teils war nach 1, 5 Tagen eine Bestiftung vorhanden., wenn genug Wachs Bäuerinnen (ich hätte fast das Gendern vergessen! 😇) vorhanden sind.

    Ab ca April, je nach Volksstärke auch kein Problem, jedoch bei einer TBE Sinnlos....

    Was wohl eine der schonensten Behandlungsmethoden darstellt, und das braune Zeug ist auch gleich raus.

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Hallo Freebee16 ,


    Wir haben Mitte Januar, da werden keine MWs mitten ins Brutnest gesetzt! Du bist ja ein Spezialist, was bezweckst Du mit solchen Ratschlägen, möchtest Du das hier jemand sein Volk verliert? Du solltest zumindest dazu schreiben WANN Du solche Dinge in Deinen Gegend machst.... oder den ganzen Jahresablauf genau beschreiben, damit es auch ein Anfänger versteht!


    Gruß

    Franz

  • Mensch Franz:liebe002: ... Gib sowas doch keine Bühne....

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

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    W. Churchill

  • Die Kritik von FranzXR kommt zurecht.

    Im Sommer kann man das Brutnest so gestalten, dass man man da Waben herauszieht. Ein gutes Volk braucht dann auch keine Woche, um da eine Wabe zu gestalten. Das Jahr 2019 hat mir aber auch dahingehend gezeigt, dass die Bienen da ein Limit haben und die Massnahmen im Brutnest begrenzen. Mit Drohnenschneiden und gleichzeitigen Wabenbau sollte man es nicht übertreiben.

    Im Winter im Brutnest auch ohne Brut rumzufummeln ist in meinen Augen eine der Todsünden in der Imkerei. Der beste Imker ist da immer noch der Imker, der auf seinen Fingern sitzt. Wenn überhaupt werden die Randwaben entnommen und ggf ein Fütterer eingehangen als Notfütterung. Selbst im März und April (hängt von der Gegend ab) ist das auseinanderreissen des Brutnestes absolut nicht ratsam. Man stört die Bienen in ihre Entwicklung und Durchlenzung. Allenfalls kann man am Rand des Brutareals dann Änderungen vornehmen und ggf mal ne Futterwabe zuhängen.

    Reisst man dann die Brutkugel im Frühjahr auseinander, erreicht man das genaue Gegenteil. Die Bienen können den Bereich mit Brut nicht ordentlich warm halten und die Entwicklung wird zurückgeworfen. So ist es mir selbst gegangen, als ich das Brutnest vergrössern wollte und dann der Kälteeinbruch kam.

    Für mich ist das anlegen von Drohnenbrut ein Indikator dafür, dass man ab dann das eigentliche Butnest auseinanderreissen kann. Mehr als zwei Waben nehme ich da aber auch nicht. Das gilt natürlich nur für Zander und DNM in der zwei Brutraummethode.

    Ach so, im Herbst gilt das spiegelverkeht genau so wie im Frühjahr. Die Produktion der Winterbienen sollte möglichst wenig gestört werden.

    Das so mal als grobe Regel, wobei es natürlich wie immer etliche begründete Ausnahmen dazu gibt.

    Freier Imker

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