Bienen umziehen... Standortfrage von Anfänger

  • Hallo,


    Mein Opa hat derzeit noch 3 Bienenvölker in Segeberger Beuten mit selbstbau Boden.

    Aufgrund von Krankheit kann er aber jetzt absolut gar nichts mehr machen.


    Da ich schon immer mal mit Bienen „anfangen“ wollte würde ich die Völker gerne übernehmen.

    Er hat vorm Winter noch mit AS behandelt und aufgefüttert und ich habe jetzt mit Oxalsäure geträufelt

    (wobei das vermutlich nicht geschickt war weil es noch nicht ernsthaft kalt war + Segeberger + Beute steht geschützt im Schuppn --> sicher noch Brut drin)



    Jetzt steht noch alles bei ihm Zuhause. Ich würde aber gerne irgendwann damit zu „mir“ nach Hause umziehen.

    Platz ums Haus ist genug(irgendwas um 4000m²) nur weiß ich nicht wo ein geschickter Standort wäre…


    Er hat immer gesagt das Bienen keinen Wind mögen. Hier zieht es zeitweise recht stark. Reicht das wenn die Beute + die direkte Umgebung ums Flugloch durch eine Hecke oder Schuppen windgeschützt sind oder ist Wind auch in der näheren umgebung ein Problem?



    Ich hab in Powerpoint mal etwas gepinselt. Ich würde ja den „roten“ Schuppen bevorzugen weil: da wäre ein schon guter Wetterschutz, es kann kein Ärger mit fremden Personen geben und wenn man das Flugloch richtung Hecke ausrichtet (rechter Pfeil) bekommt die Beute an sich nicht viel Wind ab. Dafür ist drum rum oft viel Wind weil es oben auf dem Hügel liegt und nur Wiese davor is.


    https://imgur.com/a/riJlbg7 << Powerpoint Kunstwerk


    Das Bild ist von vor dem Schuppen aus gemacht in Richtung der Ecke bei 1.

    https://imgur.com/wkYgcUq




    Danke

  • Sorry,


    Ich bin zwar leicht über 18, aber solche Anfragen über Internet bestätige ich nie.


    Bei dem zweiten Link kann man die Wiese kurz sehen, die schon viel verspricht.

    Das mit der Standortfrage ist oft überbewertet. Ein Schutz durch Baum, Hecke, Hütte ist nie schlecht. Auch sollten die Bienen nicht gerade auf der Spitze des Hügels oder in einem möglichen Kälteloch stehen.

    Alle.anderen Theorien sind von meinen Bienen nicht bestätigt worden.

    Viel wichtiger ist, dass du gescheit dran kommst und die Völker nicht direkt auf dem Boden stehen.


    Ansonsten viel Erolg und alles gute für deinen Opa.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Möchte mich meine Vorschreibern anschließen.

    Bei der Größe des Grundstücks kann man ja alle Standorte nutzen und ausprobieren. Hat man bsw. Waldtracht kommt ein früher Ausflug sehr gelegen. Den Wind an einer Völkergruppe kann man leicht mit Einschlaghülsen und Windschutzwänden abhalten. Sicherung mit weiteren Einschlaghülsen und Haltedrähten macht das Provisorium sicherer. Wo ist Trachtflug auch bei Wind möglich, wo überwintert sich es am Besten und wo gibt es die beste Frühjahrsentwicklung. Ich kenne hier einen alten Herrn welcher seine Bienen auf einer Bergkuppe hat. Der hat sein Regenwasserfass an der Gartenlaube überdacht und zur beheizten Bienentränke ausgebaut. Bei Wind fliegen die maximal Hüfthoch.:)

  • Hallo,


    welche Anfragen?


    Wenns wegen Powerpoint und Viren ist: Da ist nur ein Screenshot hochgeladen. Keine ppt ;)


    Hab halt Angst das es irgendwo zu feucht ist (Schimmel/Moder in der Beute, auch wegen Styropor) oder im Sommer zu warm...


    Gibts denn ne Vorliebe in Sachen Fluglochausrichtung?



    Böden wollte ich auch tauschen... Halt wenns warm ist zusammen mit dem Umzug. Hab nur keine Idee welche Variante für die Segeberger gescheit ist.

    Normaler Hochboden mit Bausperre weil Gitter in einer Flucht mit Flugloch--> leichter für die Bienen zum ausräumen und etwas Luft unter den Waben?!

  • Ergänzung: Mit ständig zu gekauften Weiseln wirst Du eventuell Schwierigkeiten Bekommen. Daher rate ich Dir zur Basiszucht um möglichst schnell angepasste Bienen zu erhalten. Und gelegentlich zur Blutauffrischung mal eine Zuchtqueen kaufen. Da sieht man dann deutlich den Unterschied zu einer angepassten Biene.

  • Das mit dem Böden ist so eine Sache.

    Wenn du wandern willst, ob du mit einen oder zwei Bruträumen imkerst etc.

    Wanderst du nicht und arbeitest du mit zwei Bruträumen, brauchst du keine Bausperre.

    Ich habe in den uralten Styropor Segebern sogar noch die geschlossenen einfachen Böden. Die zwei Böden wollte ich immer mal ersetzen, aber..... Das interessiert die Bienen nicht. Alles Andere steht bei mir auf offenen Böden.

    Da wir hier im Rheinland immer mit der brutfreiheit zu kämpfen haben, finde ich die offene Variante besser. Auch hast du bei offenen Böden keine Probleme mit Schimmel.Ich gebe aber offen zu, dass richtiger Schimmel nur bei schwachen und kranken Völkern kommt. Leichter Schimmel der bei geschlossenen Beuten mal in Ecken entsteht, putzen die Damen im Frühjahr eh weg.

    Das hängt also alles von deinen Wünschen, Arbeitsweisen ab.

    Nur bei deinem Opa hat das funktioniert. Dann wird es bei dir auch gehen.

    Übrigen hatte meine älteste Beute noch das Datum 1968 in Bleistift auf dem Holz stehen. Also erstmal abwarten. Die teuren Wünsche kommen von alleine.

    Freier Imker

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  • Nur bei deinem Opa hat das funktioniert. Dann wird es bei dir auch gehen.

    .....der Opa war aber im Bienenhaus und der Enkel im Freien.

    Ich würde einen Boden mit Gitter Bodenblech zum Flugloch nehmen. So sind die meisten.

    Flugrichtung ist egal, Quelle Bruder Adam.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Also: soll früher am Tag geflogen werden sollte das Flugloch gegen S<dosten ausgerichtet werden.

    Eine Mittägliche Beschattung ist im Sommer von Vorteil.

    Abendschatten verhältnismäßig egal.

    Wenn der Wind aus WNW kommt ist das Flugloch geschützt.

    Zumindest ein paar Paletten als Windschutz sind kein Nachteil, ein Brett drüber gibt zusätzliche Stabilität und eine klasse Ablagefläche für den Anfänger.

    Wo das in deinem Garten ist habe ich nicht erkundet.

    Allerdings gedeihen Bienen fast überall, nur halt etwas langsamer oder schneller, je nachdem wann es im Stock warm genug ist zum aufliegen, was im Spätwinter bei zuviel Sonne und niedrigen Temperaturen auch zu verklammenden Flugbienen führen kann.

    Bei mir ist SSO bis SO Ausrichtung Standard..

    SSW jedoch auch kein Problem.

    Viel Spass beim Imkern, du wirst noch merken dass es auf einfache Fragen hier nicht immer gleich die passenden Antworten gibt.

    ;)

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Mal abgesehen von all dem, was oben schon steht: vielleicht ist Dein Opa, der ja offenbar Erfahrung in der Imkerei hat und Dein Grundstück sowie Eure Tracht- und Wetterverhältnisse kennt, im Moment Dein bester Berater?!

    Ansonsten gilt auch hier: am besten mal beim örtlichen Imkerverein anklopfen, Kurs machen (falls Du noch keine/nicht viel eigene Erfahrung hast) und Imkerpaten suchen.

    Das Umziehen hat ja ggf. noch etwas Zeit.


    Gruß, Jörg


    P.S.: Füll doch mal Dein Profil aus, dann können erbetene Ratschläge spezifischer werden.

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • 1st wo kommst du her? Bitte Profil ergänzen.



    Zweitens, Standort hängt ein bisschen von den Beuten ab.


    Grundsätzlich kuhlen in den die Kälte/Feuchtigkeit stehen kann sollte man meiden.


    Haben die Beuten geschlossene Böden ist der Rest fast egal, wobei es definitiv nicht schlecht wenn die Beuten auch mal Sonne bekommen.

    Sind die Böden offen sollte man bei Hanglagen ein wenig vorsichtig sein (offenes weites Feld mit Aufstellung am Hang so das der Wind von unten in die Beute blasen kann).

  • Ideal wäre im Sommer Schatten über Mittag, ansonsten gerne sonnig und möglichst wenig Wind. Wenn du auch gerade kalte Nächte hast, kannst du auch mal nachsehen, wo sich tagsüber der Reif am längsten hält. Das sind dann eher Plätze, die ich nicht nehmen würde.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Bloss keinen echten Standort angeben auf deinem Profil, sondern allenfalls eine grobe Richtungsangaben.

    Nicht alle Imker meinen es gut mangels eigener Genetik.

    Ansonsten Nimmerland, Nirvana,.Walhalla sind exacte Ortsangaben.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Bloss keinen echten Standort angeben auf deinem Profil, sondern allenfalls eine grobe Richtungsangaben

    Genau, am besten schreibst du rein "Oben!". Denn wenn du Niederbayern, Emsland o. Ä. drin stehen hast wird es gefährlich. Die Mitglieder dieses Forums sind nämlich nicht nur allesamt gemeine Diebe, sondern auch so schlau, dass sie aus diesen Angaben den exakten Standort deiner Kisten ermitteln können und sie in einer Februarnacht alle klauen kommen. Also, Obacht, am besten gar nix rein schreiben. So wie Ede, der alte Fuchs :)


    Zum Standort in deinem Garten: Alles was die Kollegen hier schreiben zu Winrichtung, Himmelsrichtung usw. ist sicherlich richtig. Aber gerade wenn du die Bienen in der Nähe deines Hauses stehen haben kannst würde ich diese Punkte vernachlässigen und die Kisten so aufstellen, dass es für dich am praktischsten ist. Die Bienen sind fit, die kommen schon mit allen Standorten klar, wenn du sie jetzt nicht grade in ein zwei Meter tiefes Erdloch packst. Ob dannn am Jahresende 2-3 kg Honig mehr oder weniger drin sind ist dann auch nicht der Unterschied. Der mit Abstand schlechteste Standort für Bienen ist der, auf den der Imker kein Bock hat. Hatte mal einen Standort im Hang. Wunderschön, sah toll aus, grandioser Blick über das Neckartal. Aber jede Woche da hoch... Saunervig. Die Honigraumschlepperei war dann auch der letzte Akt und die Völker wurden noch vor Auffütterung nach nur 3 Monaten wieder dort weg geholt.


    Vielleicht kannst du sie an einem Standort ja vom Küchentisch aus sehen und ihnen beim Essen zu schauen? Einen Flecken, den du auch bei schlechtem Wetter ohne Matschklumpen an den Füßen erreichen kannst? Oder es gibt einen Standort, den du mit deinem Auto sehr gut anfahren kannst? Bedenke, dass du recht häufig schwere Dinge (Honigräume, Futterkanister) bewegen musst. Jeder Meter der weniger damit gelaufen werden muss, ist ein guter Meter. Aus 2-3 Völkern werden ruckzuck 5, 10 oder 20 Völker, und spätestens dann ist die Schlepperei elementar.


    Und lass dich wegen der Böden nicht kirre machen. Ich würd damit einfach den Versuch wagen. Wenns nix taugt, sind die auch dann noch ruckzuck ausgetauscht. Kein Grund für Aktionismus.


    Alles Gute für deinen Opa.