Monatsbetrachtungen 2020 im Verbandsmagazin SH durch die "Bienenhexe"

  • Habe hauptsächlich auf ein paar andere gezielt 😔

    Und wollte garnicht negativ sein oder wirken.

    Aber häufig läuft es ja so.

    Wichtig: Wie kommen die Völker unter den gegebenen Bedingungen zurecht, wo klemmst?

    Und nur für mich steht die Frage: Ist das der richtige Stall? Was kann wie verändert werden? Wie wirkt das?


    Manchmal neigen wir dazu, das gegebene so hinzunehmen.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Pia Aumeier ist hier hauptsächlich wegen ihrer 1-Waben Ableger kritisiert worden, in der Regel gestützt durch Sachargumente.

    Ja und dann fällt die Aussage auf, dass -sinngemäß wiedergegeben / zitiert - "nicht u.a. Monokulturen, Pestizide, Nahrungsmangel in "ausgeräumten Kulturlandschaften", ... oder synergistische Effekte für wiederkehrende Völkerverluste verantwortlich seien, sondern ganz wesentlich der Imker."


    Es ist m.E. ein komplexes Geschehen und zu jedem Bienenvolk gehört die jew. Umgebung mit dem, was drin ist oder eben nicht drin ist. Wir haben das hier schon oft genug rauf und runter diskutiert.


    Das so undifferenziert abzutun und den (!) Imker als "ganz wesentliche" Ursache darzustellen - da wird doch vieles über einen Kamm geschohren und führt natürlich zur Kontroverse. Abgesehen davon das auch die Imkerin mal Fehler machen kann, außer der Autorin selbst.


    Damit hier kein ebensolches undifferenziertes sog. "bashing" erfolgt, sei angemerkt, dass der überwiegende Teil der Aussagen, Tipps und Tricks sehr hilfreich für unsere Arbeit sind.


    Der andere Teil der Aussagen, welcher undifferenziert Einflüsse der Umgebung abtut als Hirngespinnste von Spinnern ist eigentlich unverständlich bei dem Wissen, was dort vorhanden sein muss. Und ob der Bien in einer quadratischen Kiste aus Holz, in einer aus Styropor oder in einem rechteckigen Holzkasten zu Hause ist, ist ihm völlig egal. Viele Betriebsweisen führen zu gesunden Bienen und Honig.


    Sich als "Bienenhexe" darzustellen, zeugt schon von einer gewissen Haltung - sie sagt's ja - "aufgrund meiner penetranten Besserwisserei."


    Das ist doch ein klares Bekenntnis und man darf auf das "bessere Wissen" sehr gespannt sein.

  • Man kann in allen handelsüblichen Beuten bis hin zum Strohkorb erfolgreich Imkern, wenn man die hierfür und seine Trachtverhältnisse passende Betriebsweise anwendet. Beim Erwerbsimker tritt natürlich die Effizienz und Rentabilität in den Vordergrund. Somit muss jeder die für seine Ziele passende Kombination wählen und kritisch hinterfragen. So habe ich mich für die Einfachbeute mit 10er DNM entschieden, meinem Paten jedoch 12er DD empfohlen, da mich die hierzu verfassten Erfahrungen und Berichte überzeugt haben. Die Vielfalt der möglichen Betriebsweisen macht dieses Forum für mich so interessant und ich respektiere und achte jeden, der auf seine Weise erfolgreich imkert. VG Jörg

  • Hallo, im Bienen journal werden wir auch mit Pias Imkerwelt versorgt. Der erste Beitrag handelt davon, dass man fuer unter 100€ anfangen kann. Wenn ich in Bananenkisten imkere kann ich schon fuer unter 50 anfangen. Wenn ich Palettenholz nehme, bekomme ich sogar noch Geld fuer die Entsorgung. Also wieder einen Beitrag für den Popo. Spannend ist aber, xass sie den Anfängern zu einem bestimmten Bedarfshaendler raet. Ein Schelm der da boeses denkt.

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Hallo Marcus, ich ärgere mich grade sehr über deinen Betrag, denn dieser ist schlicht unwahr und suggeriert Dinge, die völlig am Artikel vorbei gehen. Das du Pia Aumeier nicht wohlwollend gegenüber stehst hast du hier schon oft durchblicken lassen. Dennoch wäre eine gewisse Fairness bei der Beurteilung ihrer Artikel angebracht. Sachliche Kritik ist immer willkommen, gibt ja grade bei einer so exponierten Persönlichkeit wie PA auch viele Möglichkeiten zur berechtigten, sachlichen Kritik.


    Der angesprochene Beitrag ist alles andere als für den Popo, sondern sehr empfehlenswert und hilfreich für interessierte Noch-Nicht-Imker. Ich fasse ihn inhaltlich kurz zusammen, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann. Unter der plakativen Überschrift "Kann man mit 100 € in die Imkerei starten"? wird beschrieben, wie man günstig in die Imkerei starten kann. Es weden Möglichkeiten gezeigt, wie man / dass


    • günstig an Bienenvölker kommen kann (Neuanmeldung bei manchen Imkervereinen, Ableger von befreundeten Imker, Schwarmfang)
    • kostenlos an Stellplätze kommt (Leute fragen)
    • die Anmeldung beim Amt günstig und kein Hexenwerk ist
    • Man zunächst mit wenig Material starten kann und es unter Umständen Zuschüsse geben kann
    • das man keine eigene Schleuder/Schleuderraum braucht und entsprechende Möglichkeiten aufgezeigt

    Hier wird nicht und nirgens zur Bananenkiste geraten. Ganz im Gegenteil, PA schreibt zwar, dass es zwar möglich wäre für unter 100 € in die Imkerei zu starten. Sie empfiehlt aber ausdrücklich, mit mindestens zwei Völkern in die Imkerei zu starten und dafür mehr Geld in die Hand zu nehmen um Notlösungen zu vermeiden. Sie rechnet für das erste Jahr rund 600 € vor, wenn man sich auf das wirklich Nötige beschränkt. Und erwähnt auch, dass im zweiten Jahr Folgekosten kommen werden. Sie empfiehlt hier übrigens auch, sich einem IV anzuschließen.


    Dieser Artikel hat klar erkennbar zum Ziel, potentiellen Anfängern die Angst vor der Kostenfalle Imkerei zu nehmen und aufzuzeigen mit welchen Kosten realistisch zu rechnen ist und wie man diese begrenzt halt kann. Das ist ihr sehr gut gelungen. Ich habe den Artikel so z. B. schon meiner interessierten Schwester weiter gereicht.


    Marcus Göbel schrieb:

    Spannend ist aber, xass sie den Anfängern zu einem bestimmten Bedarfshaendler raet.

    Ich hab den Artikel grade nochmal gelesen, da finde ich keine Empfehlung zu irgendeinem Händler. Lediglich der Hinweis, dass viele Anfänger mit Einsteigersets von "einem guten Fachhändler" starten. Da frag ich mich, woher dieser Seitenhieb kommt?

    Marcus Göbel schrieb:

    Ein Schelm der da boeses denkt.

    Im Übrigen ist es mir eine PA, die einen Händler empfiehlt und dafür ein paar Euros bekommt auch deutlich lieber, als so manch ein Guru der selbstvertriebene "Must haves" bewirbt (Schiede etc...). Das nennt man Werbung und ist allen Bereichen gang und gäbe. Stell dir vor es sei Trikotwerbung. Solange dabei Anfängern kein Schrott empfohlen wird oder erzählt wird, dass es nur dort die richtigen Dinge gäbe, kann ich damit durchaus leben. Auch ein Bienenwissenschaftler möchte schließlich Geld verdienen und nicht von Anfeindung und Anerkennung allein leben.

  • Hallo Llecter, das mit der Bananenkiste und Palettenholz ist auf meinem Mist gewachsen. Man koennte also auch Beitraege mit 50 oder sogar 0 € In der gleichen Aufmachung zum besten geben. Wer wirklich meint mit 100€ einzusteigen zu koennen, wird hier auf Glatteis gefuehrt. Was sollen denn diese Aussagen die immer hart an der Grenze zwischen Tierleid und Erfolg liegen? Eine Wabe ergibt ein Volk, Marshmellokoeniginnenverschluss, uvm.

    Ich finde es gerade nicht, aber aus der Erinnerung wird von einem bevorzugtem Haendler geschrieben.

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Warum wird man hier aufs Glatteis geführt? Das stimmt doch gar nicht.


    Tenor des Artikels ist doch 'Geht zwar für 100€, ist aber kacke. Gib 600€ aus und du kannst vernünftig imkern, hast aber trotzdem keine Riesensumme ausgeben'.


    Ich gehe bei dem Artikel voll mit. Da sehe ich auch kein Tierleid. Wieder so ein Maximalvorwurf, der hier nicht nötig ist. Man kann alles schlecht reden - muss man aber nicht.

  • Tenor des Artikels ist doch 'Geht zwar für 100€, ist aber kacke.

    Danke Llecter, für die Beschreibung des Artikels von Pia, ich finde die Zusammenfassung gut.


    Den Satz, mit 100 Euro beginnen zu können, ist doch von der Pia ganz bewußt gewählt worden, damit mal Gesprächsstoff in die Runde kommt.;) Außerdem hat sie wohl angekündigt, das es immer wieder mal einen Aufreger geben wird. Bleibt gelassen und sachlich dann ist alles gut.:)

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hier wird nicht und nirgens zur Bananenkiste geraten. Ganz im Gegenteil, PA schreibt zwar, dass es zwar möglich wäre für unter 100 € in die Imkerei zu starten. Sie empfiehlt aber ausdrücklich, mit mindestens zwei Völkern in die Imkerei zu starten und dafür mehr Geld in die Hand zu nehmen um Notlösungen zu vermeiden. Sie rechnet für das erste Jahr rund 600 € vor, wenn man sich auf das wirklich Nötige beschränkt. Und erwähnt auch, dass im zweiten Jahr Folgekosten kommen werden. Sie empfiehlt hier übrigens auch, sich einem IV anzuschließen.

    Wenn sie für um die 100 € anfangen wollte, hätte sie zur Bienenkiste raten sollen. ;-)

    Ist mir schnuppe wo und was sie schreibt, seit wir sie mal 3 Stunden live und in Farbe erleben durften.

    Der Rundumschlag gegen jegliche andere Form der Imkerei und abweichende Meinungen, hat, nach meiner Erinnerung, ca. die erste Stunde in Anspruch genommen.

    Sie hat sicherlich Ahnung, aber was bei ihrer Imkerei "Herz und Hirn" angeht, wage ich Ersteres sehr stark anzuzweifeln. Ihre Art zu imkern ist individuell sicherlich praktikabel, ab 150 Völkern, die sie damals angeführt hat. Allein, der zumindest verbal vollzogene, komplette Königinnentausch im Herbst, durch in 1 Waben Ablegern gezogene Jungköniginnen.:rolleyes:

    Auch ihr Auftritt im WDR zum Thema Honig(Vorkoster) war tendenziell zum Fremdschämen und sicherlich kein Highlight, um die Imkerschaft nach Aussen zu vertreten.

    Tenor des Artikels ist doch 'Geht zwar für 100€, ist aber kacke. Gib 600€ aus und du kannst vernünftig imkern, hast aber trotzdem keine Riesensumme ausgeben'.


    Ich gehe bei dem Artikel voll mit. Da sehe ich auch kein Tierleid. Wieder so ein Maximalvorwurf, der hier nicht nötig ist. Man kann alles schlecht reden - muss man aber nicht.

    Warum ärgert dich eine andere Meinung, wie die von Marcus Göbel zu PA so? Sie redet selber alles andere schlecht, wie man in den Wald reinruft, so schalt es raus. Und da sind Imker keine Ausnahme, gut so.

  • Warum ärgert dich eine andere Meinung, wie die von Marcus Göbel zu PA so? Sie redet selber alles andere schlecht, wie man in den Wald reinruft, so schalt es raus. Und da sind Imker keine Ausnahme, gut so.

    Weil hier ein Artikel völlig falsch wiedergegeben wurde und Dinge suggeriert werden, die nicht stimmten. Hier wurde ein guter Artikel diffamiert, weil der Autor nicht passte und nicht weil der Artikel schlecht ist. Da sollte man unterschieden können, trotz aller scheinbar vorhandenen Antpathie.


    Solche Dinge verselbstständigen sich schnell und bald ist sie (zumindest im IF) nicht nur als 1-Waben-Pia sondern als auch als 100€-Aumeier verschrieen. Letzteres aber zu unrecht.

  • Solche Dinge verselbstständigen sich schnell und bald ist sie (zumindest im IF) nicht nur als 1-Waben-Pia sondern als auch als 100€-Aumeier verschrieen. Letzteres aber zu unrecht.

    Artikel wie dieser werden wohl immer im subjektiven Kontext aufgenommen und evtl. auch wiedergegeben. Unter Imkern vielleicht stärker als in anderen Fachrichtungen, aber letztendlich ist es so. Aber ich halte die Leserschaft hier für schlau genug, die jeweiligen Posts einzuordnen. Vielleicht führt es auch dazu, das Original zu lesen und sich selber eine Meinung zu bilden.

    Nach den Erfahrungen, die ich machen durfte, gehe ich sämtlichen Veröffentlichungen von ihr aus dem Weg. Eben weil es keinerlei objektive Einschätzung mehr möglich ist und ich sie eher unter den Bienenbewirtschaftern, denn unter den Imkern einordne. Im Übrigen erweist sie den Imkerinnen einen Bärendienst mit ihrer Art.

  • Hallo,


    Habe das im letzten Jahr 2019 nur nebenbei mitbekommen, das da das Thema "Imkerführerschein" / Sachkundenachweis wieder aufplopt.


    Jetzt ohne Namennennung aus dem Berliner Bereich (Vorstand), und von P.Aumerier eben.

    Dachte das Thema wäre seit der "Klaus M." Zeit rum, würde selbst - nach den ganzen Jahren - meine Position dazu noch einmal überdenken wollen.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Ich muss ganz eindeutig sagen, ich bin von der Entscheidung das Pia diese Jahr die Artikel schreiben soll, maßlos enttäuscht. Pia ist schon überall vertreten, auch regelmäßig in der DNBZ mit einzelnen Artikeln. Die DNBZ ist allerdings eine Zeitung die auf die Imkerei in S-H zugeschnitten sein soll. Da muss man ganz eindeutig sagen, das sie da in S-H mit ihren Artikeln schon den ein oder anderen sehr verärgert hat, da sie leider in den meisten Artikeln nicht darauf eingeht, das die Imkerei in S-H eine ganz andere ist, als im Rest von Deutschland.

    Mir würden auf anhieb min drei Autoren einfallen die das Magazin mit ganz neuem leben Füllen könnten, das auf S-H angepasst wäre.

    Fachartikel zu einzelnen Themen können ja gerne weiter von ihr kommen.