Erfolgreiche Varroabehandlung oder nicht?

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    Und Säuren mit TBE funktioniert, man muss nur hinterher sein und ja, es kostet einiges an Schweiß. Ich möchte möglichst weg kommen auch davon, schon alleine deswegen werde ich mich mit luffis Weg befassen, auch wenn ich im Moment keine Idee habe, wie ich das von der Zeit her unterbringe - mein Leben ist, wie es ist und manchmal wird man umhergewirbelt, ohne es zu wollen. Im Moment brauche ich noch die Krücke Behandlung und wenn schon Krücke, dann die, die ich als weniger schlimm empfinde.

    Hallo Monika!


    Das ist gar nicht einmal sooooo schlimm mit dem Zeitbedarf.:u_idea_bulb02:


    Letztendlich bin ich inzwischen sehr entspannt, weil ich immer sagen kann: Ich habe meine Milben im Blick. Und die Behandlung kostet auch Zeit und Nerven. Diese Zeit nehme ich und stecke diese in das Milbenzählen. Die Zeit bleibt somit ziemlich gleich, nur dass ich Milben zähle statt zu behandeln.

    :daumen:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • zum ernten der Milben mit der Puderzuckermethode.


    :roll::wink::u_idea_bulb02:

    Hallo Luffi!

    Meinst du "Puderzuckermethode" a la Schüttelbecher wie beim Milbenzählen oder gibst du Puderzucker in die Wabengassen zum Ernten?

    Was macht der VSH-Züchter mit dieser Milben-Ernte?


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Hallo Luffi


    "Varroamilben züchten, die bienenverträglich sind"


    Dieser Ansatz deutet daraufhin, das Milb nicht gleich Milb ist.

    oder das der Milb sich anders verhält, wenn ihm nicht nachgestellt wird.

    So oder so finde ich diesen Blickwinkel beleuchtenswert.

    Elk

  • "Varroamilben züchten, die bienenverträglich sind"

    Das Thema ist nicht neu. Seeley z.B. vertritt die Auffassung, dass die Bienenpopulation im Arnot Forest vor allem deswegen überlebt, weil die Milben weniger virulent sind. (Evidently, the stable bee-mite relationship in the Arnot Forest reflects adaptations for parasite (mite) avirulence, not host (bee) resistance.)

    Nun wird es dazu aber nur kommen, wenn die virulenteren Milben aussterben (sonst würde sie sich neben den weniger virulenten durchsetzen). Das werden sie aber nur zusammen mit den Völkern, die sie beherbergen.

    Ein bisweilen ja geforderter flächendeckender Behandlungsverzicht könnte genau dieses Ergebniss haben: Es überlebt nicht eine mehr oder weniger große Zahl varroatoleranter Völker, sondern die Völker mit weniger aggressiven Milben. Deswegen müssen lokal vorkommende Bienenvölker, die unbehandelt überleben, auch unter diesem Aspekt betrachtet werden.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Guten Tag WFLP.


    Die meisten lokal vorkommenden Bienenvölker, die unbehandelt überleben, befinden sich nicht in einem genügend isolierten Gebiet.

    Bei den Untersuchungen von solchen Völkern, wurden z.T. auch eine hohen Virulenz gemessen.


    Wie gross, ist dieser Arnot Forest? Bzw, wie gross, müsste solch ein Gebiet sein, um sicher zu sein, dass von aussen keine/wenige "Fremdmilben" mit Viren die Milbenpopulation beeinflussen können?


    Ich würde zwar eher auf einen guten Brutputztrieb selektieren, welche den Viren tragenden Milben keine Vermehrungsmöglichkeit bietet, aber auch mal etwas anderes gedanklich durchspielen, kann nicht Schaden.


    lg Sulz.

  • ...

    Wie gross, ist dieser Arnot Forest? Bzw, wie gross, müsste solch ein Gebiet sein, um sicher zu sein, dass von aussen keine/wenige "Fremdmilben" mit Viren die Milbenpopulation beeinflussen können?




    lg Sulz.

    Die Größe ist unwichtig.

    Wichtig ist , oder wäre, ein absolut bienenfreier mindestens zwanzig Km breiter Gürtel UM dieses Gebiet ! Da diese Sicherheit aber nur auf einer Insel gewährleistet werden kann sind alle anderen diesbezüglichen Untersuchungsergebnisse meiner Meinung nach mit äußerster Skepsis zu sehen.

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • Die Größe ist unwichtig.

    Wichtig ist , oder wäre, ein absolut bienenfreier mindestens zwanzig Km breiter Gürtel UM dieses Gebiet ! Da diese Sicherheit aber nur auf einer Insel gewährleistet werden kann sind alle anderen diesbezüglichen Untersuchungsergebnisse meiner Meinung nach mit äußerster Skepsis zu sehen.

    Diese Gedanken sind interessant. Über zig Mio. Jahre hinweg spielte dgl. aber beim Katastrophenmanagement der Biens keinerlei Rolle.

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • zig Mio. Jahre war die Varroa auch nicht zum anlernen hier.


    Gruss

    Ulrich

    Stimmt Ulrich!


    Aber sie war in Asien! Und Cerana und Varroa haben sich gegenseitig angepasst!


    Und die gegenseitige Anpassung bei uns kann durch die Behandlung von Bienenvölkern jedweder Couleur und jedweder Genetik keine Toleranz- oder Resistenzmechanismen in Gange setzen.

    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • zig Mio. Jahre war die Varroa auch nicht zum anlernen hier.


    Gruss

    Ulrich

    Trifft dies auch auf die Viren zu?


    Soweit ich informiert bin, ist das DWV, ein "heimischer" Erreger, und sollte den Bienen eigentlich "bekannt" sei. Und daher auch ein entsprechendes, eventuell abwehrendes Verhalten..........Dies würde mir erklären, warum auf meinem Heimstand, trotz teilweiser hohen Milbenlast, keine/selten verkrüppelte Bienen vorkommen.


    lg Sulz.

  • Trifft dies auch auf die Viren zu?


    Soweit ich informiert bin, ist das DWV, ein "heimischer" Erreger, und sollte den Bienen eigentlich "bekannt" sei.

    lg Sulz.

    ja, DWV ohne Varroa als Vektor, ist tatsächlich eine vergleichsweise harmlose Bienenkrankheit, die nahezu ohne Krankheitssymptome daher kommt.


    Aber Untersuchungen haben gezeigt, dass in Völkern mit hohem Varroabefall, wesentlich höhere Virusmengen (Titer) in den Bienen gefunden werden, als in solchen, ohne, oder mit nur sehr niedrigem Befall.

    Die genauen Mechanismen sind meines Wissens nach noch nicht klar. 2 Diskutierte Varianten sind, dass durch die direkte Infektion der Biene, andere Körperteile der Bienen infiziert werden, als ohne Vektor Milbe. Eine andere These lautet, dass sich die Viren in den Milben weitervermehren und dadurch zu stärkeren Infektionen führen.


    Gruß

    Ludger

  • Danke Ludger für deinen Bericht.


    Wieweit, besteht nun auch die Möglichkeit, dass das Ausräumen von Brut, nicht durch das vorhandensein von Milben, sondern von der virengeschädigten Puppe (infisziert durch die Milbe) ausgelöst wird?


    lg Sulz.