Erfolgreiche Varroabehandlung oder nicht?

  • Zitat

    Da 100 frische Bienen ca. 10 g wiegen, erhält man den prozentualen Befallsgrad, indem man die Milbenzahl durch das Gewicht der Bienen teilt und mit 10 multipliziert. Also bei z. B. 38 g Bienen und 9 durch Auswaschen ermittelten Milben:19/38×10 = 2,4 %

    me.

    ... ein bisschen graue Masse nutzen ist doch machbar, oder ?


    Die o.g. Angabe ist falsch - demnach wären es 5 % !


    100 Arbeiterinnen wiegen ca. 8,2 g


    (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Westliche_Honigbiene)


    Dreisatz: 8,2 g = 100 Bienen, 38 g = ? Bienen;

    38 * 100/8,2 = 3800/8,2 = 463 Bienen.


    9 Milben pro 463 Bienen sind 1,94 %.


    Das mit dem Gewicht ist stark vereinfacht unter der Annahme eines Bienengewichts von 100 mg / Biene.


    Sorry, mochte ich so nicht stehen lassen ;)

  • Na ja,

    Für manche bedeuted das Licht am Ende des Tunnels die Nahtoderfahrung.


    Daher kann ich nur dringend Anfängern abraten den Weg zu gehen.

    Hier im Forum gibt es etliche Wahrscheinlichkeitsrechnungen über die Erfolgsaussichten.

    Selbst wenn man dann die nötige Erfahrung und Methodenkompetenz erworben hat,.muss einem klar sein was an Arbeit auf einen zu kommt.

    Nur dann können auch validierbare Ergebnisse erwartet werden.

    Einfach der Natur freien Lauf lassen, bedeuted dann meist nicht nur das Ende der Bienen sondern auch einen frustrierten Imker der womöglich dann auch aufgibt.

    Auch wird sich nicht jeder Imker der Zucht zuwenden. Aber egal für welche Richtung man sich entscheidet, imkern bedeutet immer viel arbeit.

    Ob der ehemalige Anfänger sich das dann antut, soll jeder selbst entscheiden.

    Nur wenn dann bitte richtig und nicht auf kosten der Nachbarimkerschaft.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Auch wird sich nicht jeder Imker der Zucht zuwenden. Aber egal für welche Richtung man sich entscheidet, imkern bedeutet immer viel arbeit.

    Jeder Imker ist in einem gewissen Sinne auch "Züchter" , das sollte einem spätestens nach den letztens hier im Forum geteilten Videos von Büchler bewusst sein. Deswegen sollte für jeden ein nachhaltiges Varroamanagement das Ziel sein, gerade Imker mit einem kleineren Völkerbestand können das doch wunderbar umsetzen.

    Ob man hier alle 3 Tage bedampfen geht oder alle 7 Tage Schwammtücher in die Kisten wirft oder entsprechende Brutpausen durchführt macht doch vom Aufwand her wenig Unterschied. Und im nächsten Jahr sortiert man die Gurken aus.


    Gruß Chris

  • Jeder Imker ist in einem gewissen Sinne auch "Züchter" , das sollte einem spätestens nach den letztens hier im Forum geteilten Videos von Büchler bewusst sein. Deswegen sollte für jeden ein nachhaltiges Varroamanagement das Ziel sein...

    Ja, unbedingt. Auslese betreibt jeder - und wenn er/sie nur die Züchter der gekauften Kö's selektiert.


    Anfangs haben sie mich traktiert und ich habe auf Sanftmut selektiert - ging ganz gut.

    Dann hingen sie in Baum und Busch - habe dann auf Schwarmträgheit ausgelesen, war ein bisschen aufwändiger - ging aber auch.


    Jetzt werden die Varroa-Sammler an der Vermehrung gehindert. Wer im Sept. erneut Varroen in größeren Mengen, selbst nach TBE und OX-Behandlung aufweist, ist raus aus der Standbegattung; momentan der einzige Grund für's Drohnenschneiden.


    Und einen Griff in die genetische Züchterkiste tut das seinige - Königinnen aus vsh-Zucht, selbst standbegattet, liefern immerhin Drohnen, die zu 100 % solche Merkmale übertragen. Und dann fällt schon mal ein Volk aus dem Rahmen - nach Winterbehandlung fallen 50 Milben. Die Aufzeichnungen sagen, eine Nachgeschaffene einer Linie, die schon drei Jahre sparsame Varroenhalter waren. Sollten darüber hinaus diese Drohnen zum Zuge gekommen sein ?!


    Ja, alles keine richtige Zucht, aber m.E. lässt sich damit auch eine genetische "Drift" erzeugen. Es muss ja nicht gleich behandlungsfrei sein, aber nur wenige Behandlungen mit überschaubarem Milbenfall ist für mich schon ein Fortschritt.

  • Folge Luffi!

    Schon n'büsschn viel für den Anfang, grad wenn der Anfänger noch überwältigt ist, oder? luffi zu folgen ist mit Sicherheit ein guter Weg, nur müsste man schon ansatzweise verstehen, was man da macht und ich glaube, gerade am Anfang, wenn man eh am rudern ist, ist man damit doch leicht mal überfordert. Und wenn ich mir vorstelle, mit unseren derzeit sechs Völkern hier, da fehlt es ein bisschen an Masse zur Auswahl :) (was nicht heißt, dass Varroenschleudern nicht ausgesondert würden, nur züchtet es sich glaube ich mit mehr Völkern etwas leichter).


    Vielleicht nimmt man am Anfang erst einmal Königinnen von einem Züchter, der so selektiert, damit man auf Behandlung verzichten kann. Wenn jeder ein bisschen drauf schaut, sobald er kann, sind wir glaube ich auch schon wieder einen Schritt weiter.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)


  • Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

    So ist das!


    Monika,

    Wenn du dir obenstehendes zu Herzen nimmst, und Luffis Konzept als Richtung nimmst, musst du keine Angst vor Überforderung haben.

    Die da angeratene Befallsdiagnosen zu den angeführten Zeitpunkten, sind doch nicht schwierig.

    Das ist das brauchbare Kernstück für Rookies, was vor Schaden schützt, und Lerneffekt bringt.

    Für den Anfänger langts ja zu Wissen: hey, jetzt es wird gefährlich, ich muss JETZT was tun.

    Drucks dir aus!!!

    Ab da trennen sich wohl die Vorgehensweisen:)


    Ja!

    Ich gib dir recht,

    weil ich in meinem Umfeld fortlaufend sehe : die Überforderung ist für Beginner fast normal.

    DENN

    Die Anwendung von Ameisensäure oder Säuren allgemein, verlangt "Können"!

    Und zwar viel mehr als im Grundkurs vermittelt und verstanden wird.

    Auch das Erstellen von Kunstschwärmen (wie geht das;( fragt mich ein langedienter Imker), zuweiseln einer neuen Queen usw. erzeugt doch zittern in den Beinen oder?

    Ja ich geb dir recht! Es ist schwer!

    und

    Es fehlt der Fallschirm!


    Nun werde ich sicher mal wieder gesteinigt!

    Den Bienen (und deinem Ego) zur Liebe!:

    Lerne in Ruhe Bienenvölker zu führen, studiere die Befallsentwicklung an deinen Völkern mittels Luffis vorgehen, über mehrere Jahre am besten. Bis alles sicher sitzt!

    Übe Königinnenzucht, und Kunstschwarm Verfahren, Anwendung von Puderzucker etc. im Kreise von Leuten die das im Schlaf können , nicht denen die Vorgeben das zu können.

    Ja , das kostet Schweiß, wenn du mit in der Reihe stehst und nach Anweisung schuftest (hilfst)

    , aber du lernst!

    Benutze den Bienen zur Liebe Amitraz und Bayvarrol in Jährlichen Wechsel.

    Im Juli nach der Letzten Tracht rein damit, und 8-9-10 Wochen später wieder raus (testen!) damit,,(so schützt du deine Dauerbienen), einfach und sicher!

    Übe dich bitte nicht im Bienenquälen, und in der Leichenschau!

    Produziere bitte keine Milbenschleudern!

    Und ja doch!!! Ich hasse das Zeug!

    Sobald du kannst, wech damit:!::!:

    Meine 2 Pfennig

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Danke für eure Meinungen und Ratschläge!

    Punkt 1 der Imkerpate ist erledigt. Ich meine natürlich, da habe ich für mich den "Richtigen" gefunden.

    Praktische Erfahrungen habe ich wenig, die Theorie erlese ich mir schon einige Jahre. Alle möglichen Studien und Betriebsweisen, gerade seit dem Beginn der Varroa-Zeit.

    Für mich stellen sich immer mehr Fragen zu:

    Was haben die 30 Jahre Varroa-Behandlung gebracht?

    Wie hat sich die Biene und die Varroa dadurch entwickelt?

    Die Behandlungsmethoden entwickeln und ändern sich - was sind die Auswirkungen?

    Jeder schreibt - sein Weg ist der Richtige und für die Bienen der Beste ...


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Wenn da jemand mit virtuellen Steinchen schmeissen sollte, ist dem auch nicht zu helfen.;)

    Ähnlich wie die hervorragende Zusammenfassung von Luffi, sind es hilfreiche Anmerkungen.

    Wenn ich als Anfänger merke, da sind zuviele "böhmische Dörfer" dabei, sehe ich zu, dass ich einen Grundstock an Wissen aufbaue und meine Völker nach bestem Gewissen führe, für die Anfangsjahre und damit mein ich nicht, die ersten 24 Monate...

    Bienenjahre kann man nicht beschleunigen, nicht virtuell simulieren etc. Rückschläge sind so gut wie sicher, alles Andere eher nicht. Damit muss man umgehen können.

  • Theorie und Praxis sind immer noch zwei Paar Schuhe. Hab massenhaft Theoretiker unter den Neuimkern, die selbst nach 4 Jahren noch keine Kö. von den Arbeiterinnen unterscheiden können. Aber tun so, als müssten sie die Bienenhaltung revolutionieren.

    Wenn du deine Bienen hast, wirst du einen eigenen Weg finden müssen, Ansätze gibt es genug.

    Nur sollte deine Art der Völkerführung, die Nachbarimker nicht beeinträchtigen, (völlig frei nach Kant ;-))

  • Wenn du dir obenstehendes zu Herzen nimmst, und Luffis Konzept als Richtung nimmst, musst du keine Angst vor Überforderung haben.

    Oh, ich dachte da weniger an mich; Du hattest nur auf Rolf G geantwortet und ich habe mich ganz wenige Jahre zurückversetzt, wie es mir gegangen ist und ich nur Bahnhof verstanden habe :)


    Für mich folge ich tatsächlich Deinem Rat

    Drucks dir aus!

    Letztes Jahr habe ich mir die 5B von Chrigel angeschaut und mich durchgebissen, das scheint tatsächlich geholfen zu haben, 6/6 Völkern (Ablegern, Schwärmen...) fliegen aktuell. Heuer werde ich mir das von luffi anschauen.



    Auch das Erstellen von Kunstschwärmen (wie geht das fragt mich ein langedienter Imker), zuweiseln einer neuen Queen usw. erzeugt doch zittern in den Beinen oder?

    Inzwischen bei mir nicht mehr (außer das kräftemäßige durch Beuten hieven ;) ). Aber so ein paar ganz wenige Jährchen zurück... Ich weiß nicht, wie lange Rolf G schon imkert. Ich schätze mal, etwas kürzer als ich (lesen allein zählt für mich in diesem Fall nicht - Bruder Adams Buch hätte ich vor drei Jahren schlicht nicht verstanden). Da kann ich gut verstehen, dass nur ein "Ich verstehe nur Bahnhof"-Gefühl bleibt, vor allem bei der Vielfalt an Möglichkeiten und Meinungen.


    Nun werde ich sicher mal wieder gesteinigt!

    Von mir nicht. Du hast ja recht, ohne lernen geht es nicht. Und

    Lerne in Ruhe Bienenvölker zu führen, studiere die Befallsentwicklung an deinen Völkern

    Genau das mache ich schon,

    mittels Luffis vorgehen

    kommt noch. Ein Schritt nach dem anderen. Erst muss man stehen können, dann kann man gehen und dann laufen lernen.

    Benutze den Bienen zur Liebe Amitraz und Bayvarrol in Jährlichen Wechsel.

    Das mit Sicherheit nicht, auch den Bienen zuliebe! Ich komme mit Säuren klar. Ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber Sachen, die sich im Wachs anreichern, ist für mich ein no-go, wenn es funktionierende Alternativen gibt. Und Säuren mit TBE funktioniert, man muss nur hinterher sein und ja, es kostet einiges an Schweiß. Ich möchte möglichst weg kommen auch davon, schon alleine deswegen werde ich mich mit luffi s Weg befassen, auch wenn ich im Moment keine Idee habe, wie ich das von der Zeit her unterbringe - mein Leben ist, wie es ist und manchmal wird man umhergewirbelt, ohne es zu wollen. Im Moment brauche ich noch die Krücke Behandlung und wenn schon Krücke, dann die, die ich als weniger schlimm empfinde.


    Milbenschleudern mag ich selber nicht. Weder selber produzierte, noch in der Nachbarschaft. Aber mit künstlichen Mitteln wie Amitraz hab ich's auch nicht, wenn es Alternativen gibt, die in der Natur vorkommen und auch wirken.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)


  • Benutze den Bienen zur Liebe Amitraz und Bayvarrol in Jährlichen Wechsel.

    Im Juli nach der Letzten Tracht rein damit, und 8-9-10 Wochen später wieder raus (testen!) damit,,(so schützt du deine Dauerbienen), einfach und sicher!

    Meine 2 Pfennig

    Bayvarrol- NEIN! - sind Pyrethroide und die besten Mittel, damit sich resistente Varroen entwickeln

    Carnica :) in Segeberger Magazinen :) auf Deutschnormal (DNM) 1.0 Hoffmann :) wie in unserer Region üblich !! :)