Erfolgreiche Varroabehandlung oder nicht?

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    Ingesamt steigen doch die Niederschläge, bzw. sind in der Tendenz im Sommer nur etwas geringer.

    Aber hier kann jeder für seine Region schauen. Die Daten gibt es unten als xls-Datei.

    Dürremonitor


    Insgesamt, bedeutet auch die Niederschläge, in kürzester Zeit, in rauhen Mengen, auf kleinen Flächen. Überschwemmungen gab es ja auch reichlich an manchen Orten.

    Aber Fakt ist, es ist deutlich zuwenig Niederschlag in den letzten zwei Jahren und auch schon davor gefallen. In den Jahren davor, waren die trockenen Monate meist Feb/März. Bei uns fiel der Bach 2019 trocken, die Fichtenbestände werden in rauhen Mengen gerodet, weil vertrocknet.

    Bis 1,8 m Bodetiefe fehlt es an frei verfügbaren Wasser. Und die Rheinschifffahrt hat bestimmt auch nicht wegen zuviel Niederschlag im Jahr 2018 teilweise den Betrieb eingestellt.

  • Am Rand unserer Wiese haben wir bisher gut 20 vetrocknete Fichten gefällt. Der Bach, der sonst von Oktober bis April plitscherte, verschwand 2018 und war seither vielleicht noch drei Wochen sichtbar. Das war jetzt der zweite Winter ohne. Starkregenereignisse finden woanders statt. In den letzten 365 Tagen gab es genau drei Tage mit wenig mehr als 20 mm. Diesen Winter musste ich immerhin nicht erst mit viel Leitungswasser den Boden aufweichen, um einen Baum ausgraben zu können.

  • Keine Frage den letzten beiden Jahre war es fast überall im Sommer sehr trocken. Diese Werte kann man auch zumindest für 2018 in den verlinkten Niederschlägen sehen. In der Vergangenheit (1982/1983) gab es das auch. Aber in 2017 ist im Berliner-Sommer soviel Niederschlag gefallen, wie seit 1980 nicht. Also mit der Vorhersage von allgemeiner Trockenheit, bin ich mir nicht so sicher und habe daher nach Daten gesucht. Aber lasst uns wieder zum Thema Varroa kommen.

    4 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive

  • Passt aber irgendwie nicht zu den immer weiter sinkenden Grundwasser- und Oberflächenwasserspiegeln.

    Und die Sorgen leider zum Beispiel für das Absterben von Baumbeständen.

    Am Rand unserer Wiese haben wir bisher gut 20 vetrocknete Fichten gefällt. Der Bach, der sonst von Oktober bis April plitscherte, verschwand 2018 und war seither vielleicht noch drei Wochen sichtbar.


    Bei uns hilft hier der von den Landwirten oft gefürchtete Biber.


    Und zwischezeitlich habe ich die ersten Tierhalter gesprochen, die glücklich sind, dass der Biber die Gräben staut und so die Wiesen saftig bleiben und die Bäume nicht vertrocknen.

  • Bei uns hilft hier der von den Landwirten oft gefürchtete Biber.


    Und zwischezeitlich habe ich die ersten Tierhalter gesprochen, die glücklich sind, dass der Biber die Gräben staut und so die Wiesen saftig bleiben und die Bäume nicht vertrocknen.

    Das funktioniert aber leider nur, wenn der Bach überhaupt noch da ist.

    Der Bach, der sonst von Oktober bis April plitscherte, verschwand 2018 und war seither vielleicht noch drei Wochen sichtbar. Das war jetzt der zweite Winter ohne.

    So finden wir das immer öfter, kenne ich hier auch. Zeigt, das sich das Klima hier langsam aber stetig wandelt.

    Starkregenereignisse finden woanders statt. In den letzten 365 Tagen gab es genau drei Tage mit wenig mehr als 20 mm.

    Genau das ist ein Zeichen des Klimawandels, meist fast bis gar kein Regen, aber wenn es dann Regnet, dann gleich richtig. Die so genannten Fünf-B-Wetterlagen sind zum Beispiel für die ganzen Hochwasserereignisse in den letzten Jahrzehnten verantwortlich.

    Aber zurück zum Thema Varroa Konzepte.

    Wir nähern uns hier immer weiter dem Klima, wie es unsere Amerikanischen Kollegen in einigen Bundesstaaten auch haben. Trockene Abschnitte im Sommer ohne viel Pollen oder Nektar. Deswegen füttern diese ja auch zum Beispiel im Herbst und Frühjahr Pollen bzw. Pollenersatz um damit den Bienen überhaupt die Möglichkeit zu geben, ihr Volk zu entwickeln. Man müsste mal nachforschen, wie viele der angeblich an Varroa verendeten Völker im Herbst eigentlich an mangelnder Ernährung und Möglichkeiten ihre Brut zu pflegen verendet sind.

    Je weniger Brut im Volk ist, umso mehr Varroa finden wir je Brutzelle.

  • Rainfarn vielen Dank.

    Die Baustelle liegt liegt hier in der Praxis:

    Du sprichst mit aus der Seele. Alleine der Punkt: Absprache der Behandlung und Behandlungzeiträume ist ein schöne Theorie, aber in der Praxis undenkbar.

    Dafür ist die Imkerwelt viel zu zerstritten, was ich persönlich Schade finde.

    Auch würde ich das sogar noch ausdehnen über den Hobbyimkerbereich hinaus.

    Gerade diejenigen mit vielen Völkern haben eben nicht die Zeit, eine ständige Varroakontrolle durchzuführen. Somit ist das infiltrieren der Genetik in dem Bienenpool ein reines Hirngespinst mancher.

    Das.hat in der Vergangenheit auch nur geklappt, weil die breite Masse der Imker den Vorteil von gut gezüchtete Bienen erkannt hat, die weniger stechen und schwärmen und mehr Honig bringen.


    Danke auch an Ludger Merkens

    Gerade das Problem der Brutfreiheit ist hier am Niederrhein schon seit längerem bekannt. So wird Ameisensäure, aber auch die andere Methoden der Herstellung von Brutfreiheit, an Bedeutung gewinnen. Die Biene hat mit der Umstellung ein kleineres Problem.

    Der Imker wird sich aber zukünftig Umstellen müssen. So kann es krass ausgedrückt sein, dass die Ameisensäure zukünftig die Winterbehandlung sein wird, weil sie im wie in den letzten Jahren bei zu hohen Temperaturen im August/September nicht mehr einsetzbar ist. Es bringt aber nichts zu spekulieren.und zu philosophieren.

    Das wird sich zeigen. Wir haben allerdings den Vorteil, dass wir bei den südlichen Kollegen abkupfern können.

    So wird es mich mit Sicherheit in den nächsten fünf Jahren treffen, dass die asiatische Hornisse hier Einzug hält.

    Alleine der Umstand wird die Imkerwelt hier auf den Kopf stellen und die Imkerlanfschaft wesentlich verändern.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Schau dir die Verbreitungsgeschwindigkeit der asiatischen Hornisse an.

    Da ich im Dreiländerdreieck Deutschland, Niederlande, Belgien zwischen Maas und Rhein wohne wird es bald der Fall sein. Sollte der weg nicht über Frankreich Belgien gehen, ist der Weg über Hessen und dem Rheintal auch offen, da sie ja schon angekommen ist.

    https://www.bienenundnatur.de/…er-bienen-wissen-muessen/


    Bitte hierzu mal in den Thread hier im Imkerforum schauen. Vieles was hier im Forum aufgebläht wird, sehe ich ja persönlich locker. Ob da Deutschland nicht relevant ist bei der Verbreitung wird sich zeigen. Für den Niederrhein selbst sehe ich das Anders, da wir hier kaum tiefe Minusgrade haben.

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  • schaue mal beim jeweiligen Medikament in der Zulassung nach Anwendungszeit und Wartezeit.

    Bienenwohl , Oxybee, Oxuvar, Varromed und Oxuvar 5,7


    Oxalsäure lagert sich auf dem Rähmchen, Waben und offenem Futter ab, ist wasserlöslich und wird mitgeschleudert. Damit sollten unabhängig von der Zulassung vor dem Aufsetzen der Honigräume alle Behandlungen abgeschlossen sein.

  • Zitat

    Gerade das Problem der Brutfreiheit ist hier am Niederrhein schon seit längerem bekannt. So wird Ameisensäure, aber auch die andere Methoden der Herstellung von Brutfreiheit, an Bedeutung gewinnen. Die Biene hat mit der Umstellung ein kleineres Problem.

    Und was ist mit der Schwarm-Brutpause (Schwarm fangen oder Vorwegnahme [Teilung in Flugling und Brutling]) nach oder während der Frühtracht? Eine zweite Brutfreiheit kann später nach der Sommertracht durch eine TBE erreicht werden. So können neue oder rückvereinigte (um Trachten zu nutzen) Völker entstehen mit reduzierter Milbenlast und einem Entwicklungsvorsprung gegenüber der Milbe. Somit müsste man auch nicht auf eine Winterbrutpause lauern.

  • Ehrliche Antwort ManfredT


    Das war mit anderen Verfahren gemeint. Diese sind meist Arbeitsintensiv.

    Auch werden bei falscher oder fehlerhaften Anwendung immer wieder Verluste beklagt. So rücken auch Blockbehandlung mit OXS in den Focus.


    So bleibt das Alles erstmal Spekulativ. In den heissen Gefilden legen die Bienen im Sommer ja selbst eine Brutpause ein, weil es da nichts zu holen gibt.


    Gemeint ist eher das wir Imker uns umstellen und anpassen müssen.

    Erderwährmung heisst nämlich nicht, dass es nur heiss wird.

    Extreme Wetterereignisse mit Jahrhunderregen, Stürmen und Kälteperioden sind darin inbegriffen.

    Sellbst die Experten von dem Super Computer hier um die Ecke können das nicht einschätzen und die waren schliesslich mit mehreren Supercomputern der Welt verbunden.

    So kann ich die Varrobehandlung der Zukunft eben nicht einschätzen.

    Nur eins ist langsam klar. Es wird sich einiges ändern.

    Mein Argument das die Wikinger auf Grönland for 1000Jahren Ackerbau betrieben, ist ja mittllerweile erklärt.

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  • Wann (im Bienenjahr) beginnt ihr den mit der Ermittlung der Schadschwelle mit der CO2, Puderzucker oder Alkohol Methode?

    Und in welchen Abständen wiederholt ihr diese?

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