Erfolgreiche Varroabehandlung oder nicht?

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    Für mich heißt das: Nicht der frühe, sondern der späte Vogel hat bessere Chancen, den Wurm zu fangen. Behandlung also im Regelfall erst um oder kurz nach Weihnachten (so wie heuer). Klappt das mal nicht und gab es auch vorher kein sicher brutfreies Fenster, dann hätte ich keine Hemmungen, auch mal bis Mitte Januar zu warten. Die Bienen wären mir wichtiger und jeder weiß, in der Praxis machen diese 2 Wochen für den Honig keinen Unterschied.

    Hallo Hornet,

    2013 berichtete eine niederländische Wissenschaftlerin am Rande der Großimkertage,

    damals noch in Soltau, von einer mehrjährigen Studie welche an verschiedenen

    Standorten durchgeführt wurde. Diese beschäftigte sich mit dem wirksamsten

    Zeitpunkt einer Varroa Winterbehandlung. Die späten Behandlungen, Mitte Januar

    waren über alle Jahre am erfolgreichsten, auch im Hinblick auf die weitere Völkerentwicklung

    und Varroapopulationsdynamik in der darauf folgenden Saison.


    Persönlich habe ich in den letzten Jahren auch schon Mal ganz oder teilweise aus beruflichen/zeitlichen Gründen auf die Winterbehandlung verzichten müssen. Ich habe das

    bisher nie bereut, aus züchterischer Sicht sicherlich eher davon profitiert !


    LG

    Frank

  • Hallo,


    3 mal im Abstand von 7 Tagen bedampfen ist ein "Schuss in den Ofen". Dann nützt auch das eine mal im November auch nicht mehr viel. Dann eher umgekehrt, 7 mal im Abstand von 3 Tagen; aber da würden meiner Meinung auch 5 mal im 3-tagesabstand (Verdeckelungszeitraum) reichen.


    Salve, Peter

  • Das verstehe ich nicht. Wenn 3 Behandlungen reichen, warum sollen es mehr werden. Wenn ich 3-mal zum Zahnarzt muss gehe ich auch nicht 7-mal hin.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Ich nochmal :-)


    Wenn ich gewust hätte was hier jetzt z.T. leider abgeht, hätte ich es nicht geschrieben.

    Es sind Gedankengänge und Erfahrungswerte vom mir und meinem Sohn.

    Das wäre bedauerlich, da dann wieder ein wertoller Beitrag und Autor verloren ging.

    Diie Gedankengänge sind sinnvoll und nachvollziehbar, zumal es in einem anderen Thread auch schon mal darum ging, dass sich gerade Neulinge gerne an den irgendwann mal kommunizierten Daten orientieren, statt an der Völkersituation.


    Das es immer wieder Beiträge gibt, die dann in Richtung Rassediskussion oder "Ich habe die Weisheit gefressen" abdriften, ist halt so. Kann man drüberlesen.


    Letztes Jahr gab es hier ein Zeitfenster der Brutfreiheit nach den ersten Nachtfrösten, die etwas früher lag als in den Vorjahren. Bis auf Zwei, waren alle tatsächlich aus der Brut.
    Die Wochen nach dem ersten Dezemberwochenende fielen hier für eine Behandlung durchweg aus.

  • 3 Behandlungen mit Ox-Sublimierung über 3 Tage reichen leider nicht aus, wenn die Völker nicht brutfrei sind.


    Es stecken die meisten Milben immer in der Brut und werden durch OX nicht berührt.

    Wenn wir also 1200 Milben annehmen, dann nehmen wir bei einem Verdeckelungszyklus von 12 Tagen an, dass wir mit einer Behandlung 300 Milben, (100 milben pro Tag bei einer Wirkungszeit von 3 Tagen) zirka erreichen. Nach drei Tagen wird wieder behandelt, also nochmal 300 Milben und dann nochmal, sind 900 Milben insgesamt. Aber es bleiben 300 Milben zirka im Volk, die nicht mit Ox in Berührung kommen würden. Natürlich bleibt eine gewisse Restwirkung, aber man sollte schon die 12 Tage der Verdeckelungszeit berücksichtigen.

    Auch verändert sich die Zahl der Milben innerhalb dieser Zeit, wir müssen 1200 mal 1,6 rechnen, deswegen darf auch mehr fallen..... :)


    Das gleiche Spiel kann man mit 3 Behandlungen über 7 Tage machen.

    Leider ist die Wirkung von Ox zeitlich begrenzt. Viele sehen am 3 Tag den höchsten Milbenfall. Danach reduziert sich das wieder.

    Das heißt, hier fallen zwar 300 Milben, wie im oberen Beispiel, aber die 300 Milben bis zur nächsten Behandlung können wieder entspannt in die Zellen einwandern und haben wieder 12 Tage Ruhe vor der Behandlung. Und die bleiben bei jeder Behandlung übrig, daher bleiben hier geschätzte 50 % der Milben noch im Volk.


    Mit dieser Rechnung kann man den Leuten, die mit Schwammtuch AS nutzen, und ebenfalls dieses Zeitintervall von einer Woche nutzen, zum Nachdenken anregen. Die meisten machen dann ein kurzes Intervall und über die besagten 12 Tage.



    aumeier

    Die Bieneninstitute werden sich nicht ändern und werden da auch nicht aktiv. Sie sind abhängige Einrichtungen.

    Man kann nur die Imker unterrichten und hoffen, dass sich da ein paar verständige Imker finden, die

    vielleicht ebenfalls etwas weitergeben möchten.

    Wir haben bisher keinen Einheitliche Ausbildung, jeder kann Bienen halten, mit positiver oder auch negativer Konsequenz für die Nachbarimker.

  • Bei meinen Völkern bin ich runter bis auf 3x7 im Sommer und 1x im November und sehe das als wirksam an.

    Ich glaube, dass einige nicht richtig lesen, oder es nicht wollen. Der keinimker wollte damit sagen, dass sein VSH Wert so hoch ist, das es nicht mehr benötigt als diese 3 Behandlungen. Braucht man nicht weiter diskutieren, sondern einfach gratulieren.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Liebe Leut,

    ich bin etwas durcheinander:saint:(finde nix genaues) Wer, was, oder welches " Gesetz" verhindert denn Angepasstes Behandeln, im Januar oder auch Februar, also nach dem 1. 1. des Folgejahres?

    Jetzt bitte nich: ich habe gehört.......

    Wo steht explizit was?

    Danke!

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Nun bin ich irritiert, luffi


    Die im Milbenwunderbeitrag vermuteten Parameter die zu einer Verlängerung der Bienenentwicklungszeit führen können sind äußerlicher Natur, wie z. B. Betriebsweise des Imkers und standortbedingte Nahrungsversorgung im Spätsommer.



    Nach lesen des Milbenwunderbeitrages würde ich vermuten, dass selbst ansonsten gute Gene bei entsprechenden äußeren Einflüssen und verlängerter Brutphase Probleme mit der Varroa bekommen könnten.

    Dann landet man doch eher bei einem der Betriebsweise und Standort angepassten Varoa-Behandlungskonzept... gegebenenfalls mit einer Winterbehandlung.


    Gerade Anfänger wie ich... und Imker mit kleiner Völkerzahl haben ansonsten doch jedes Jahr das Risiko eines Totalverlustes, oder nicht?



    Vielen Dank für den Hinweis auf den Milbenwunderbeitrag!


    Ich hatte bisher keine Idee woher in einigen Völkern die Milben im September plötzlich gekommen sein könnten... es blieb eigentlich nur, dass die Milbenzählung im Sommer unzuverlässig war.

    Auf Räuberei gab es bei gleichmäßigen Gewichtszunahmen im Vergleich zur Fütterung keinen wirklichen Hinweis.

  • Liebe Leut,

    ich bin etwas durcheinander:saint:(finde nix genaues) Wer, was, oder welches " Gesetz" verhindert denn Angepasstes Behandeln, im Januar oder auch Februar, also nach dem 1. 1. des Folgejahres?

    Jetzt bitte nich: ich habe gehört.......

    Wo steht explizit was?

    Danke!

    Hallo wasgau immen ,


    in der Standardzulassung zur Oxalsäureträufelbehandlung steht, dass man nach einer Behandlung im Spätherbst, den Honig erst im folgenden Frühjahr ernten darf. Das wird wohl von offizieller Seite so interpretiert, dass eine Honigernte (nach Oxalsäureträufelung) immer erst im Folgejahr erfolgen kann. Eine Wartezeit in Wochen gibt es hier nicht.


    Eine allgemeine Behandlungssperre gibt es nicht, die Wartezeiten sind immer an das Medikament bvzw. dessen Zulassung gekoppelt. Wobei laut Vortrag in Mayen (Dr. Eva Rademacher), die Wartezeiten neuerer Zulassungen nur ausreichen, dass keine Rückstände zu erwarten sind, die eine schädliche Wirkung auf den Menschen haben, die Verkehrsfähigkeit des Honigs dadurch aber nicht immer sichergestellt sei. Weshalb sie dringend zu dieser klassischen Interpretation der Wartezeiten riet.


    Alledings wäre mit "Spätherbst" streng genommen der "Stichtag" der 21.12. nicht der 31.12.


    Gruß
    Ludger

  • Ganz ehrlich, wenn eine Behandlung nötig ist, dann wird diese durchgeführt. Jahreszeit spielt dabei keine Rolle. Es dreht sich doch nicht nur immer alles um Honig oder? Wenn man den nicht ernten darf, dann wir er halt als Winterfutter belassen und mit dem Überschuss werden Ableger unterstützt.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Apidät,

    Bitte Handfestes:saint::liebe002:

    Ludger,

    also, gilt nur das was auf dem Beipackzettel des angewandten Medikamentes steht?

    Nix Honigverordnung etwa DIB?

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Die veränderte Sichtweise der Zulassungsbehörden zeigt der Vergleich bspw. bei Oxuvar - einmal die Gebrauchsinformation (alt für 3,5%) und die Fachinformation (neu für 5,7%) betreffend jeweils dieselbe Anwendungsform (Träufeln):

    oxuvar - bei Andermatt BioVet


    https://www.andermatt-biovet.de › Gebrauchsinformation_OXUVAR_DE


    Oxuvar 5,7 % - Fachinformation - iMedikament.de


    https://imedikament.de › oxuvar-5-7