Höhe der Beutenaufstellung bei der Überwinterung und Frühjahrsentwicklung

  • Ich imker auch in 11 Waben DN Beuten ohne Falz mit Rutschleisten Marke Eigenbau.

    Wenn ich die aber sehe ist das fast zum Schämen.

    Meine Böden sind da sehr spartanisch, aber wesentlich leichter.

    Ich frage mich allerdings, welche Vorteile ein solcher Boden hat, da ich ja auch nicht mit den Bienen wander.

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    Für Rassevielfalt.

  • Gängig ist sicher auch noch die Bausperre aus Sperrholzlatten

    auf zwei Leisten wie ein Rächen. Bei der Betriebsweise mit einem

    Brutraum DNM bauen die Bienen darunter jedoch gerne noch

    Drohnenbau an. Dieses enfällt mit der Platte in der Ausführung

    wie gezeigt. Beim wandern ketten sich die Bienen als große

    Traube darunter, Oberlüftung entfällt komplett.


    LG

    Frank

  • Vielen Dank Frank,


    Da ich mit zwei Bruträumen imker, habe ich das Problem mit dem durchhängenden Bienen nicht. Nur wenn es extrem heiss ist lungern die Bienen auch Nachts am Flugloch rum und sorgen für die nötige Luftzirkulation. Einen Drohnenbau nach unten kenne ich daher nicht.

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  • Bleibt die Platte dann auch im Winter drin? Das würde bedeuten, dass der vordere obere Schlitz zum Flugloch wird und unten abgesperrt wird, darunter hat man dann ordentlich Platz für Gemüll, da verstopft nix, und man hat trotzdem noch "Luft" unter dem Bienensitz. Bei dem Flugschlitz braucht es auch keine weiteren Maßnahmen gegen Mäuse, denke ich mir? Da man die Platte hinten an der Revisionsöffnung noch elegant entnehmen kann (wenn mich meine Augen nicht täuschen), dann wäre das für eine Behandlung per Sublimation von unten ja perfekt. Ich wandere zwar nicht, aber transportiere manchmal notgedrungen, da wäre mir wohler, hinten für mehr Luft zu sorgen als "oben offen" fahren zu müssen.


    Geht er damit in Serie oder mag er Zeichnungen freigeben? :)


    Grüße

    Holger

  • Ich frage mich allerdings, welche Vorteile ein solcher Boden hat, da ich ja auch nicht mit den Bienen wander.

    Ein großer Pluspunkt an diesem Boden liegt gerade in seinen Wandereigenschaften

    Bleibt die Platte dann auch im Winter drin?

    Platte kommt zum Winter raus


    Das würde bedeuten, dass der vordere obere Schlitz zum Flugloch wird und unten abgesperrt wird, darunter hat man dann ordentlich Platz für Gemüll, da verstopft nix, und man hat trotzdem noch "Luft" unter dem Bienensitz. Bei dem Flugschlitz braucht es auch keine weiteren Maßnahmen gegen Mäuse, denke ich mir?

    Genau so ist es


    Da man die Platte hinten an der Revisionsöffnung noch elegant entnehmen kann (wenn mich meine Augen nicht täuschen), dann wäre das für eine Behandlung per Sublimation von unten ja perfekt.

    Oder alternativ von vorne wenn man den Fluglochschieber entnimmt oder hochschiebt


    Ich wandere zwar nicht, aber transportiere manchmal notgedrungen, da wäre mir wohler, hinten für mehr Luft zu sorgen als "oben offen" fahren zu müssen.

    Trommelraum, Gitterboden unten, integrierte Lüftung hinten in der Revisionsöffnung und komplettes Lüftungsgitter von vorne zum wandern und fixen Bodenverschluss bei Bedarf. Oberlüftung i.R. nicht erforderlich.

    Geht er damit in Serie oder mag er Zeichnungen freigeben?

    Der Boden wird von einer Behindertenwerkstatt in Salzwedel in Serie gefertigt, Kesseldruckimprägnierung läuft separat. Ist eine Weiterentwicklung des alten

    "Celler Bodens".


    LG

    Frank

  • gerade weil die Frühjahrsentwicklung stark von der Außentemperatur beeinflußt wird, gibts bei mir nur Segeberger Styropor mit geschlossenem Boden. So entwickeln sich auch überwinterte Ableger und mittelstarke Völker sehr gut!

    Carnica :) in Segeberger Magazinen :) auf Deutschnormal (DNM) 1.0 Hoffmann :) wie in unserer Region üblich !! :)

  • Hab nie die offenen Böden zum Frühjahr hin verschlossen, brauch ich nicht, bei meinen Bienen. Volksentwicklung in Holz und Segeberger vergleichbar stark. Die Aufstellungshöhe ist nach meinen Erfahrungen auch weniger relevant.

    Mein "schlechtester Standort" liegt auf einer Europalette in einer vergleichsweise schattigen Ecke.

    Dieser Standort hat im letzten Frühjahr das stärkste Volk ausgewintert. Gleiches Volk seit 5 Jahren, mit einer F1 Kö.

    Das Volk hatte in den Jahren zuvor eher durchschnittlich ausgewintert.

  • Hallo

    Ich zitiere mal aus den Bienenphysikalischen Fehlerregister Punkt 1.

    Das Bienenhaus oder der Freiständer müssen in einem kleinklimatisch bestmöglichen Gelände stehen.

    Der ewige Streit um die günstigste Flugrichtung muß weitgehend zurücktreten. Wesentlich wichtiger ist, daß der Bienenstand,1. nicht in einem Frostloch (Geländemulde)steht, sondern an einem Hang oder mindestens an einem erhöhtem Punkt eines nahezu ebenen Geländes. Die in den Ausstrahlungsnächten sich bildende bodennahe Kaltluft soll die Möglichkeit haben, vom Bienenhaus abzufießen. 2. In der bodennahen Luftschicht herrscht der Größte Temperaturgegensatz zwischen Tag und Nacht, die Fluglöcher müssen grundsätzlich außerhalb dieser kleinklimatisch ungünstigen Zone liegen. Unter mitteleuropäischen Verhältnissen ist deshalb zu fordern, daß die unterste Fluglochreihe mindestens 50cm Abstand vom Erdboden erhält.


    Meine Fluglöcher liegen zwischen 30-40 cm über dem Erdboden und ich kann eine gute Frühjahrsentwicklung bestätigen. Ich kenne einen Imkerkollegen der seine Beuten direkt auf einer Betonplatte stehen hat, die Frühjahresentwicklung ist dort nicht so optimal, weil die unterste Zarge, bzw. die Waben leicht schimmeln.

    Ein hoher Boden ist für die Überwinterung, nach meiner Meinung sehr günstig, aber für die Tracht, würde ich einen flachen Boden empfehlen.

    Die besten Wünsche für das neue Jahr 2020.:p_flower01::u_idea_bulb02::liebe002:

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Drobi

    Vielen Dank Drobi. Klasse erklärt.

    Das Ganze lässt sich leicht herstellen. Pflanzringe aus Beton gibt es für wenig Geld.

    Entweder kann man sie einzeln nutzen oder zwei Balken mit Querstreben in gewünschter Länge oben drauf legen. Nur ein Beispiel von vielen.

    So habe ich nie Staunässe und bin über den feuchten oder auch wärmeabstrahlenden Boden.

    Steinplatten, Paletten aus Holz und Plastik habe ich als suboptimal erlebt.

    Allerdings lässt sich auch darauf erfolgreich imkern.

    Daher sehe ich das nicht als entscheidenden Faktor an.

    Freier Imker

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    Für Rassevielfalt.

  • Steinplatten auf Erdniveau ist doch nicht viel anders als Planken Boden. Oder?

    Gehwegplatte auf Pflanzsteinen oder Schalsteinen ist das Flugloch mit meinem Boden reichlich 55cm über dem Boden.

    Habe keinen Vergleich weil das bei allen Völkern gleich ist.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Nein Keinimker,


    Die Pflanzkübel sind von innen hohl und darauf kommen die Balken.

    Selbst.wenn man die Beuten direkt auf die Pflanzkübel stellt hat man nur vier Berührungspunkte und die Beute steht eben nicht auf eine komplette Steinplatte auf.

    Was Drobi meinte, dass die Bienenbeuten eben 30-40 cm über den Boden stehen, damit die Bienen von der Erdfeuchte etc weg kommen. Das ist auch meine Meinung.

    Mir ist allerdings auch klar, dass für eine 40 kg '1,60 m Imkerin das alles andere als optimal ist.

    Freier Imker

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