Verdampfen, aber wie?

  • Amape: Vielen Dank! Dein Beitrag überkreuzt sich mit meinem untenstehenden Rechenexperiment. 0,7 g Wasser wären also etwa 14 Wassertropfen, was die augenscheinliche Wasserdampfwolke im Vergleich zu den von mir hochgerechneten 10 Wassertropfen nicht wesentlich größer machen dürfte.


    Ich hatte laienhaft versucht, den Wasseranteil hochzurechnen durch Vergleich der spezifischen Molekulargewichte:

    Lt. Wiki beträgt das Molgewicht für:

    OX (wasserfrei): 90,04 g/mol

    OX-Dihydrat (übliche Handelsform): 126,07 g/mol

    https://de.wikipedia.org/wiki/Oxals%C3%A4ure


    Für den Augenschein reicht ein grober Überschlag: Rd. 1/4 der in imkerlicher Anwendung ins Volk gebrachten OX-Wolke bestünde den Mol-Gewichten nach aus Wasser.

    Ich vermute aber, daß dieses Wasser größtenteils sofort nach der Resublimation in den Feinkristallen der OX wieder gebunden wird, der Nebel also aus feinsten OX-Dihydratkristallen besteht. Diese wirken auf Milben über deren Haftlappen binnen spätestens 24 h tödlich, so wie es IF Brüning beschrieben und dokumentiert hat - es sei denn, die Milben können sich ihre Fußlappen abwaschen (z.B. in Futtersaft).

    Von einer 2 g-Portion OX(Dihydrat) wären demnach 1/4 Wasseranteil: 0,5g. Diese 0,5g Wasser entsprechen etwa 10 Wassertropfen und ergäben als Wasserdampf ein sehr kleines Wölkchen - jedenfalls im Vergleich zu dem 3/4 = 1,5g resublimierter OX.


    Für mich ist unabhängig davon die Frage, wieviel Wasser wirklich in handelsüblicher OX enthalten ist. Selbst bei höchster Reinheit (99,8%) ist OX-Dihydrat offenbar noch hygroskopisch, kann also noch mehr Wasser anziehen, ohne in flüssige Lösung überzugehen. Handelsübliche OX wäre demnach eine Mischung aus OX-Dihydrat (=mit Wasser gesättigte Kristalle) und OX (hygroskopisch), was auf einen niedrigeren Wasseranteil als 1/4 hinweisen würde.

  • Jetzt wissen die Mädels und Jungens überhaupt nicht mehr was sie machen sollen;(

    Na aber! Das wird schon!!! Haben doch bisher die meisten begriffen.

    Oh! Worum geht gerade?

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Aber wenn ich jetzt die Beiträge des letzten 2? Wochen mal zusammen fasse, verstehe ich das so, dass ich eigentlich mit nahezu jeder Erhitzung der Oxalsäure(-hydrats) einen (ausreichenden) kristallinen Oxalsäure Nebel (ich glaube, Aerosol kommt dem schon recht nahe) erreiche. Das Wasser verstehe ich als Treibmittel (Verteilung in der Beute).

    Da ist es dann also auch egal, ob ich nun einen Sublimox mit gesteuerter Temperaturregelung nehme, um nahe den 180-185°C zu kommen, oder ob ich auf über 200°C (bis 250°C) erhitze und dann die Oxalsäure dazu gebe.

    Zumindest gab es ja die Tests mit dem Oxamaten (#108) und dem Varrox (#112??), wo die Temperatur ohne den Einsatz von Oxalsäure gemessen wurde.

    Zusätzlich das verlinkte Video #98.

    Für mein Verständnis gibt es höchstens Probleme mit der Anhaftung von Oxalsäure. Dies kann wie beim Oxamanten am Rohr oder den Lüfterblättern passieren oder an den Düsen/Rohren wie beim Gas Vap, Varromor, etc.

    Aber wie ich verdampfe, scheint grundlegend erst einmal egal zu sein.

    Zur Not wird überdosiert.

    Also könnte man auch den vom Cuximker eingestellten Sublimox-Nachbau einsetzen (oder andere). Hier wundere ich mich nur über die kurze Zeit, in der der Nebel/Aerosol auftritt (ca. 10Sekunden -> Sublimox ca. 30Sekunden).

    Frage ist nur: Wie hoch ist die Wirksamkeit der einzelnen Geräte oder gibt es hier keine bis geringe Unterschiede und man kann generell von einer Wirksamkeit >90%-95% ausgehen?

    Zusätzlich finde ich die Verteilung im Stock interessant. Bei den meisten Systemen wird eigentlich gar nicht per Lüfter o.ä. aktiv verteilt und das scheint auch zu funktionieren. Wobei ich die Idee vom Oxamanten schon gut und richtig empfinde.

    Sprich: Welchen Aufwand muss ich wirklich betreiben, um die Bienen möglichst Milbenfrei zu bekommen?

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hat eventuell eventuell schon einer Heißluftlötstationen zur ausprobiert? Da gibt es ja Modelle bei denen man die Temperatur einstellen kann. Das könnte doch zusammen mit einem Gas Vap ein regulierbare Alternative sein. Die ziehen aber ganz gut Strom, da wird ein Betrieb mit Batterie bestimmt schwierig.

    Als Alternative gibt es ja auch noch Embossing Heissluftpistolen für kleines Geld. Die haben nur 300W bei einer angeblichen Temperatur von 200 Grad.

  • Führe gerade ein paar Test mit dem Gas-Vap durch und werde nächste Woche hier berichten. Aus Zeitlichen Gründen, wird erst am Wochenende eine Modifizierung stattfinden, aber nächst Woche mehr dazu.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Hat eventuell eventuell schon einer Heißluftlötstationen zur ausprobiert? Da gibt es ja Modelle bei denen man die Temperatur einstellen kann. Das könnte doch zusammen mit einem Gas Vap ein regulierbare Alternative sein. Die ziehen aber ganz gut Strom, da wird ein Betrieb mit Batterie bestimmt schwierig.

    Als Alternative gibt es ja auch noch Embossing Heissluftpistolen für kleines Geld. Die haben nur 300W bei einer angeblichen Temperatur von 200 Grad.

    Ich setze einen Heißluftfön mit Rohrvorsatz ein. Der Heißluftfön hat eine Temperaturregelung. Ich heiße das Gerät befüllt mit 280 Grad auf, sobald Aerosol aus dem Rohr kommt werden 180 Grad eingestellt. Das Aerosol wird ca. 20s lang in die Beute eingeleitet, danach zur nächsten wechseln. Während des Umstecken empfiehlt es sich das Gebläse auszustellen, da doch eine große Menge Oxalsäure ausgeblasen wird. Auch sollte bei dieser Methode Atemschutz getragen werden. Wenn man unter den Fön ein Brett legt kann man diesen auch ablegen und während des Bedampfens andere Tätigkeiten machen.

    Ich verwende den Fön an einem 2,5kW Generator mit Leistungsanzeige. Während des Aufheizens werden ca. 2kW benötigt, danach zieht der Fön ca. 0,3kW.

  • Moin,

    Aber wenn ich jetzt die Beiträge des letzten 2? Wochen mal zusammen fasse, verstehe ich das so, dass ich eigentlich mit nahezu jeder Erhitzung der Oxalsäure(-hydrats) einen (ausreichenden) kristallinen Oxalsäure Nebel (ich glaube, Aerosol kommt dem schon recht nahe) erreiche.

    Diese Auffassung kann ich nicht teilen, denn "der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie".
    Ein Imker in meiner Umgebung wunderte sich, dass vergleichsweise sehr wenig Oxalsäure-Aerosol (Symbolbild) aus einem neuen Verdampfer herauskam und führte das Teil vor.
    Bedienung nach Anleitung: für ca 1min ordentlich Hitze gegeben, dann 1g Oxalsäure in die Kammer gegeben, Lüfter eingeschaltet. Es kam wirklich nur kurz und sehr wenig Nebel aus dem Verdampfungsrohr.
    Nach Abkühlen und viel weniger Aufheizen war das ganz anders, dann entstand der zu erwartende Nebel, über 30sec, folgend auch Kristallablagerungen im Verdampfungsrohr.
    =>Man schafft es praktisch sehr wohl, Oxalsäure durch ungeregelte Hitze zu demolieren.

  • Erkenntnisse zum Gebrauch des Gasvap aus UK interessieren mich auch - habe so ein Teil auf "Verdacht" bestellt- weil ich mich an zurückliegende Fehlkäufe nach Mentaltraining einfach nicht mehr erinnern kann...