Verdampfen, aber wie?

  • ribes und diese Beobachtung würde ja dann wieder dafür sprechen, dass auch eine nicht temperaturgesteuerte Sublimation funktioniert. Das Prinzip beim Gas VAP ist ja eigentlich genau dieses. Pfännchen heiß machen und drauf kippen.

    Ich bin nach wie vor verwirrt. Jeder Beitrag für sich klingt total logisch aber das Bild ist nicht konsistent.


    Der für mich wichtige Punkt ist, das ich in am Besten genau die benötigte Menge Oxalsäure in die Beute einbringe, die für einen guten Behandlungserfolg notwendig ist.

    Sicherlich könnte man es nicht wie unsere Amerikanischen Kollegen machen und unkontrolliert riesige Mengen nehmen, weil es ja den Bienen nicht schadet, ob dann allerdings im späteren Honig keine erhöhte Konzentration landet?

    Die Forschungsergebnisse der Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle erbrachten die klare Aussage, dass 2,8 g nicht besser wirken als 1,4 g.

    http://www.imkerei-fischermuehle.de/fix/doc/OS0110.pdf

    Es scheint nicht die Regel gelten "viel hilft viel" sondern "nur so viel wie nötig".


    Ich möchte in absehbarer Zeit auch meine ersten Versuche fahren und verwende die kleine Menge.

  • Wie muss ich das Lesen?

    Am Anfang verdampft nur Wasser und dann erst die Oxalsäure!


    Wenn ich den Varrox in das Flugloch schiebe und der Prozess starte, entsteht Nebel. Nach 2,3 min. schalte ich ihn aus und lasse ihn noch 2 min. drinn. In der Zeit des verdampfens und auch noch etwas später quillt weißer Nebel aus der Beute weil sie durch den Gitterboden ja eh nicht abgedichtet ist.

    Ist das dann das verdampfte Wasser oder die Oxalsäure oder beides?

    Wie verteilen sich die Kristalle in der Beute, werden die "hoch geschossen" oder steigen die auf und werden somit in der Beute verteilt oder aber drückt alles nach unten und es kommt nur ein geringer Teil oben an?

    Gruß

    Martin

  • Am Anfang verdampft nur Wasser und dann erst die Oxalsäure!

    Das spielt beim Varrox praktisch keine Rolle, weil das Verdampfen/Sublimieren recht schnell geht. Völlig wurst also, in welcher Reihenfolge das passiert.


    Ist das dann das verdampfte Wasser oder die Oxalsäure oder beides?

    Das ist ganz überwiegend OS. Ein kurzer Atemzug (von dem ich aber abraten möchte) würde das beweisen. Wasserdampf (genauer: Nebel) hat keine so unschöne Reizwirkung auf die Atemwege.

    Wie verteilen sich die Kristalle in der Beute, werden die "hoch geschossen" oder steigen die auf und werden somit in der Beute verteilt oder aber drückt alles nach unten und es kommt nur ein geringer Teil oben an?

    Es steigt genug auf, um z.B. einen Zweizarger DNM oder Zander ausreichend zu bedampfen. Mit offenem Gitterboden würde ich aber nicht arbeiten. Ich lege eine Platte unter das Magazin und verstopfe alle Öffnung halbwegs mit feuchten Tüchern, Wenn die Beute nicht einigermaßen abgedichtet werden kann, würde ich die Dosis erhöhen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Wasserdampf ist nur kurz als Nebel sichtbar (wenige sec.), OX-Nebel mit seinen resublimierten Kleinkristallen dagegen sehr viel länger. Deshalb gehe ich davon aus, daß der allergrößte Teil des ">2 sec.-Nebels" aus resublimierter OX besteht. Außerdem liefern 1 ... 2 g OX-Dihydrat nicht annähernd soviel Wasser, daß eine nennenswerte Wasserdampfwolke daraus entstehen könnte.

    Vereinfacht gesagt: (Fast) Alles was "dampft", ist resublimierte OX. Auch CO2 und AS sind farblos und kein weißer Nebel. Den Augenschein halte ich daher für einen Anzeiger, der für imkerliche Zwecke genau genug ist.

  • Hallo,


    klappt das mit den einfachen Pfannenverdampfern nicht auch einfach durchs Bodengitter? Schön unterbauen das der obere Rand am Gitter anliegt dann muss doch das meiste auch ohne Kondensation durchziehen oder nicht?


  • klappt das mit den einfachen Pfannenverdampfern nicht auch einfach durchs Bodengitter? Schön unterbauen das der obere Rand am Gitter anliegt dann muss doch das meiste auch ohne Kondensation durchziehen oder nicht?

    Na sicher klappt das auch und genausogut wie die "professionellen Geräte" mit Temperaturregelung/-begrenzung, auch wenn einige Foristen nicht müde werden, eine solche Regelung als unentbehrlich hinzustellen.

  • Hier noch eine Alternative, bei der man ganz sicher keine Maske braucht, weil der Start mit einer WLAN Steckdose sogar irgendwann von sonstwo erfolgen kann. Ferngesteuert !:u_idea_bulb02:

    Die Idee ist nicht von mir, soll aber super funtionieren. Ich kann auch keine Bauanleitung liefern, aber mit etwas Phantasie ist das auch nicht schwer. Herzstück sind eigentlich nur die Heizplatten:

    300w 220gv ptc thermostat platte heizplatte lötstation

    Weil die so günstig sind kommt einfach in jede Beute eine Einheit über einer Gaze mit zusätzlicher Zarge oben aufgesetzt. Die Heizplatte muß natürlich brandsicher in ein Gestell eingebaut werden und als Schälchen braucht man noch was (z.B. leeres Teelicht oder kleines Töpfchen?).

    Dann OS rein und Starten wann man will und Nachlegen wann man kann...

    Stellt man z.B. 4 solche Einheiten in jede Beute und nutzt 4 WLAN Steckdosen ist sogar eine Blockbehandlung aus weiter Ferne möglich, sofern die Beuten in Stromreichweite sind, also z.B. auf einem Wochenendgrundstück... :)

  • Vereinfacht gesagt: (Fast) Alles was "dampft", ist resublimierte OX. Auch CO2 und AS sind farblos und kein weißer Nebel. Den Augenschein halte ich daher für einen Anzeiger, der für imkerliche Zwecke genau genug ist.

    Dampf, Rauch, Feinstaub oder Aerosol - was isses nun eigentlich, was da aus den Fugen wabert?

  • Dampf, Rauch, Feinstaub oder Aerosol - was isses nun eigentlich, was da aus den Fugen wabert?

    Aerosol wäre in jedem Fall richtig, weil das sowohl feste als auch flüssige Schwebeteilchen in einem Gas (Luft) bezeichnet. Rauch meint ungefähr das Gleiche, wird aber meist in Zusammenhang mit einer Verbrennung verwendet.

    Dampf ist es keiner. Der wäre nicht sichtbar.

    Feinstaub meist Schwebeteilchen unterhalb einer bestimmten Größe. Auch das würde teils passen.

    Was man sieht, ist jedenfalls nicht die verdampfte OS, sondern die wieder kondensierte (oder genauer: resublimierte) und zu einem kleinen Teil wohl auch Wasser (in Form von Nebel = schwebende Wassertröpfchen).

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

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  • Vereinfacht gesagt: (Fast) Alles was "dampft", ist resublimierte OX. Auch CO2 und AS sind farblos und kein weißer Nebel. Den Augenschein halte ich daher für einen Anzeiger, der für imkerliche Zwecke genau genug ist.

    Dampf, Rauch, Feinstaub oder Aerosol - was isses nun eigentlich, was da aus den Fugen wabert?

    Es sind feinste OXS-Kristalle. Sicher viel feiner als Puderzucker oder Mehl (nur als Vergleich!).

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Was man sieht, ist...und zu einem kleinen Teil wohl auch Wasser (in Form von Nebel = schwebende Wassertröpfchen).

    Um eine quantitative Vorstellung von diesem Wasseranteil zu bekommen -> eine Frage an die Chemiefachleute: Von wieviel Wassser sprechen wir eigentlich/ungefähr, das in 2 g OX-Dihydrat enthalten ist?

    Man könnte ja zur Veranschaulichung (nur) diese Wassermenge gesondert auf ein Verdampferpfännchen geben -> den reinen Wassernebel in Augenschein nehmen und sodann (gedanklich) von der OX-Wolke in vergleichsweise imkerlicher Anwendung (also mit OX-Dihydrat statt bloßem Wasser auf dem Pfännchen) abziehen.