Verdampfen, aber wie?

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    Ich habe da mal eine Frage zur Anwendersicherheit. Ich habe mir jetzt einen Oxamat-Jumbo bestellt und wüsste gern, wieviel Dampf noch austritt und ob ich als Bartträger mit der mitbestellten FFP3-Maske ausreichend geschützt bin. Wie sind da eure Erfahrungen?

  • Der Sitz einer Atemschutzmaske lässt sich durch manuelles Verschließen der Atemfilteröffnung prüfen: die Luft die man bei blockiertem Filter noch leicht einatmen kann ist Leckluft.
    100% Dichtigkeit ist bei Vollbart kaum erreichbar.


    Die geringen Mengen Oxalsäuredampf die vor allem am Rand des Oxamat und auch aus der Beute austreten sind auch ohne FFP3-Maske unkritisch, wenn man 1) die Windrichtung beachtet, 2) genügend Abstand hält und 3) beim Abnehmen des Oxamat mal kurz die Luft anhält.

    Die Undichtigkeiten zwischen Oxamat und Beute lassen sich mit Fensterdichtung (P- oder W-förmig) minimieren.


    Falls noch nicht geschehen solltest Du ein 2. Verdampfer-Pfännchen mitbestellen um die beiden Pfännchen im Wechsel benutzen zu können, das ist für Anwendersicherheit und Wirkung sinnvoll.

  • Ich denke mir, das die Regelung keine Regelung in dem Sinne ist, sondern eine maximale Temperaturbegrenzung für eine überdimensionierte Heizung, damit im Falle des Energieentzug sofort die benötigte Menge an Sublimationsenergie nachgesteuert werden kann.

    So etwas nennt sich Zweipunktregelung und ist ein vollwertige Regelung!

  • Cuximker :

    Für den Praktiker ist der Varrox eine gute Referenz, weil er nachgewiesenermaßen bei Brutfreiheit zuverlässig mehr als 96%ig wirksam ist (Flächenversuch Fischermühle an 1.509 Völkern).


    ...

    Auch der Varrox arbeitet mit 150 W. Allerdings soll er nach jeder Anwendung abgekühlt werden (z.B. im Wasserbad). Ich habe aber schon beobachtet, daß Kollegen den Varrox ca. nach 5 min. (2,5 min. Heizzzeit + 2,5 min Abkühlzeit auf dem feuerfesten Bedampfungseinschub unter der Beute) ohne Wasserbadkühlung gleich dem nächsten Bienenvolk untergeschoben und die 1g OX-Portion aufgelegt haben (mit möglichst langgestrecktem Arm...). Da startete die Sublimation sofort, der Varrox hatte also noch Resthitze von > 157 Grad. Diese Kollegen sind mit der Entmilbungswirkung trotzdem zufrieden und meinen, keine der hier befürchteten Zersetzungsprozesse beobachten zu können. Einmal war die Varrox-Pfanne sogar rotglühend, weil der Kollege das Abschalten nach 2,5min vergessen hatte. Die versuchsweise sofort aufgelegte OX-Portion entfaltete eine augenscheinlich vergleichbare Sublimationswolke wie beim Kaltstart, aber gemessen wurde da freilich nix.

    Die Sublimierte Oxalsäure muss ja auch im Bienenvolk ankommen um Ihre Wirkung zu entfalten. Nicht umsonst gibt der Hersteller ja vor, wie das Gerät einzusetzen ist.


    Ein rotglühendes Pfännchen möchte ich weder in eine Kunstoff- noch eine Holzbeute stellen.


    Von der Sicherheit für den Anwender bei den sofort auftretenden Dämpfen (egal ob Oxalsäure oder deren Zersetzungsprodukte) möchte ich gar nicht erst reden.


  • Ein rotglühendes Pfännchen möchte ich weder in eine Kunstoff- noch eine Holzbeute stellen.


    Von der Sicherheit für den Anwender bei den sofort auftretenden Dämpfen (egal ob Oxalsäure oder deren Zersetzungsprodukte) möchte ich gar nicht erst reden.


    Ach herrje! Diese Pfannenverdampfer nutzen oft Aluminium als Pfannenmaterial. Ehe das richtig glüht, schmilzt es lieber. Außerdem werden die Pfanneverdampfer nicht so heiß, dafür dürfte die Leistung einer Glühkerze (ca. 150 bis 200 W?!) kaum ausreichen.


    Und ja, wenn die Pfanne noch heiß ist, weil man sie zwischendurch nicht abkühlt und stattdessen gleich mit Oxalsäure wieder befüllt, dann raucht die Oxalsäure sofort los. Also gleich darauf in die Beute geschoben. Wo ist das Problem?


    Von der Sicherheit möchte ich auch nicht reden. Die ist nämlich hinlänglich bis zur Erschöpfung ausdiskutiert worden. Wer trotz Atemschutzmaske Bedenken hat, möge auf beides verzichten und andere einfach tun lassen.

  • Zur Klarstellung: Beim Varrox wird die Heizwindung und das Pfännchen aus Edelstahl gefertigt. Nach rd. 5 min Heizzeit waren sie im Bereich des Pfännchens rotglühend (bei Dunkelheit gut zu erkennen). Der Kollege legte die OX dann sofort auf (ohne den Varrox unter eine Beute zu schieben), um den Sublimationsvorgang zu beobachten und zu vergleichen mit der kurz zuvor ebenfalls im Freien mir vorgeführten "Kaltstart"-Variante.* Die Dampfentwicklung startete zwar schneller und lief auch schneller ab, die Dampfmenge schien sich nach unserem Eindruck nicht wesentlich von der Menge beim Kaltstart zu unterscheiden. Wie gesagt, das war ein subjektiver Eindruck nach Augenschein, keine exakte Messung.


    * Er wollte den Vergleich mir eigentlich erst am Ende seiner Behandlungsreihe vorführen, weil ich ihn nach geringerer Wirksamkeit durch seine Warmstarts gefragt hatte. Er nutzte die unbeabsichtigte Extremvariante mit der Rotglut dann gleich zur Demonstration.

  • ribes und diese Beobachtung würde ja dann wieder dafür sprechen, dass auch eine nicht temperaturgesteuerte Sublimation funktioniert. Das Prinzip beim Gas VAP ist ja eigentlich genau dieses. Pfännchen heiß machen und drauf kippen.

    Ich bin nach wie vor verwirrt. Jeder Beitrag für sich klingt total logisch aber das Bild ist nicht konsistent.

  • ribes und diese Beobachtung würde ja dann wieder dafür sprechen, dass auch eine nicht temperaturgesteuerte Sublimation funktioniert. Das Prinzip beim Gas VAP ist ja eigentlich genau dieses. Pfännchen heiß machen und drauf kippen.

    Ich bin nach wie vor verwirrt. Jeder Beitrag für sich klingt total logisch aber das Bild ist nicht konsistent.

    Naja, ich würde eher sagen, das bei den meisten Versionen weißer Rauch / Nebel entsteht, der zu gewissen Teilen Oxalsäure enthält. Gerade bei kalten Temperaturen wird sich immer zuerst Nebel bilden, denn zuerst trennt sich ja das Dihydrat als Wasser von der Oxalsäure und verdampft. Danach erst sublimiert die Oxalsäure, beim Sublimox dauert das ganze ca 20- 30 Sekunden. Dieser Nebel ist bei 1 bis 2g verwendetem Oxalsäuredihydrat für Minuten noch aus jeder Ritze des Stockes quellend sichtbar.

    Der für mich wichtige Punkt ist, das ich in am Besten genau die benötigte Menge Oxalsäure in die Beute einbringe, die für einen guten Behandlungserfolg notwendig ist.

    Sicherlich könnte man es nicht wie unsere Amerikanischen Kollegen machen und unkontrolliert riesige Mengen nehmen, weil es ja den Bienen nicht schadet, ob dann allerdings im späteren Honig keine erhöhte Konzentration landet?

  • Ich bin nach wie vor verwirrt. Jeder Beitrag für sich klingt total logisch aber das Bild ist nicht konsistent.

    Da, fürchte ich, kann Dir keiner mehr helfen...:)


    Ich für meinen Teil habe diesem Faden(oder einem ähnlichen hier) etwas Wertvolles entnommen.


    Das Teil scheint so sauber zu funktionieren, das muss ich haben.:)

    Danke für diesen Hinweis.