Verdampfen, aber wie?

  • Moin,

    grundsätzlich würde ich Oxalsäure verdampfen, wenn ich auf ein neues System wechseln wollte.

    Ich stehe anderen Präparaten wie Amitraz skeptisch gegenüber.

    Grundsätzlich kann man Oxalsäure auf 2 Arten verdampfen:

    Direkt oder per Lösung.

    Beim Anel Fogger (siehe auch Threat hier im Forum) wird eine Oxalsäure-Alkohol-Lösung vernebelt. Es gibt viele, die auf den schwören. Ich finde, der ist noch mit zu vielen Problemen behaftet. Mir hat er nicht so zugesagt und bei der Anwendung sind meiner Meinung auch nicht viele Milben gefallen. Kann aber auch Zufall gewesen sein.

    Wenn ich mir den Furetto Verdampfer anschaue, sieht der so aus, als wenn der ebenfalls eine Lösung verdampfen kann. Muss also nicht unbedingt Amitraz sein. Vielleicht weißt du besser, wie der genau funktioniert. Ich konnte da auf die schnelle nicht herausfinden. Preis knapp 400€ finde ich jetzt aber auch nicht gerade wenig.

    Viel gutes habe ich über den Varomor gehört, ihn selber aber noch nicht in Aktion gesehen.

    Alle übrigen Verdampfer "zerkochen" die Oxalsäure direkt, wobei die richtige Temperatur entscheidend ist bzw. sein soll.

    Mit dem Varrox hast du einen einfachen Pfännchen-Verdampfer, halt offen und mit den entsprechenden Problemen (direkte Wärme an der Pfanne, etc.) aber hier gibt es entsprechende Lösungen.

    Der Tolegano scheint ein einfaches Prinzip zu sein, über die Wirksamkeit kann ich aber nicht viel sagen. Mir erscheint die Temperaturregelung und Überwachung der Wirksamkeit der Verdampfung sehr spartanisch.

    Meiner Meinung gibt es bessere Geräte als diese.

    Ich verwende seid Jahren den Oxamaten und bin sehr zufrieden. Saubere Verdampfung, gute Durchmischung und bisher wenig Ausfallrate (nahe 0) bisher. Einziger Nachteil (neben dem Einsatz von einem Netzgerät oder Autobatterie) sind die langen Wartezeiten. Pro Volk benötige ich etwa 5-6 Minuten, d.h. 1h sind schnell weg.

    Wenn ich mir jetzt aktuell ein Gerät zulegen würde, wurde ich mir den Sublimox kaufen. Läuft auch rein elektrisch, aber von der Effektivität und Einfachheit der Bedienung denke ich derzeit Unschlagbar. 5 Minuten aufheizen und dann nur noch jeweils ca. 30sec pro Volk plus einfüllen der Oxalsäure. Preislich ähnlich wie der Furetto.

    Ich finde leider den link nicht mehr, aber letzten gab es hier die Vorstellung eines Verdampfers aus UK, der auch recht einfach, auf Gas-Basis und günstig war.

    Der Rest ist glaube ich reine Geschmackssache und alle funktionieren mehr oder weniger auf die gleiche Art und Weise

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Oxalsäure ist stabil und zerfällt nach dem Sublimieren nicht. Gruß Ralph

    Das würde ja Anreicherung bedeuten, ist aber nicht der Fall. OX ist schon mal wasserlöslich und diffundiert in die Luftfeuchtigkeit und baut sich schon daher ab.

    Ja, die Oxalsäure reichert sich an und verdampft nicht. Falls du's nicht glaubst, gib etwas Oxalsäuredihydrat in ein Schälchen und stelle das offen hin. Guck nach 1 Jahr wieder nach. Du kannst auch gerne ab und zu Wasser dazu geben, hat keinen Einfluss.

    Gruß Ralph

  • Ich möchte aber keine Autobatterie in meinem Garten durch die Gegend tragen. ...

    Meine Bienen stehen 200m vom Haus entfernt, ein Kabel legen wäre theoretisch sogar möglich...

    Eine kleine Autobatterie mit 35ah ist für 12 Völker ausreichend und wiegt nur ca. 10 Kg, fühlt sich also etwa so an wie ein kleiner Honigeimer der nur 3/4 voll gefüllt wurde, nur noch kleiner und mit einem besseren Griff ...:) Ich schätze mal mit 200m Kabel auf mehreren Kabeltrommeln wird es schwerer und umständlicher, weil du das ja auch alles wieder aufrollen mußst ...

  • Rex :wieviel Völker sind es denn inzwischen?

    Ich habe mit Oxamat plus Netzteil sehr gute Erfahrungen, liegt aber auch um die 200 Euro.

    Ich gehe auch damit um, mir den Oxamaten zuzulegen. Gibt es ausser der von Vorschreiben genannten Zeit noch gravierende andre Nachteile ?

    Zur Zeit nutze ich mit meinen 7 Völkern den Varrox.

    Allerdings haben meine Styros Metallgitter im Boden und ich stelle das Pfännchen auf einen Kupferblecheinschub unter den Boden. Ähnlich wie die Windel. Ringsum abgedichtet mit Schaumgummistreifen.

    Ins Flugloch geschoben gab es jedes mal angekokelte Bienen ;(

    Wie hoch die Effektivität gegenüber dem Fluglocheinschub ist, kann ich schlecht einschätzen.

  • Ich gehe auch damit um, mir den Oxamaten zuzulegen. Gibt es ausser der von Vorschreiben genannten Zeit noch gravierende andre Nachteile ?

    Zur Zeit nutze ich mit meinen 7 Völkern den Varrox.

    Allerdings haben meine Styros Metallgitter im Boden und ich stelle das Pfännchen auf einen Kupferblecheinschub unter den Boden. Ähnlich wie die Windel. Ringsum abgedichtet mit Schaumgummistreifen.

    Ins Flugloch geschoben gab es jedes mal angekokelte Bienen ;(

    Wie hoch die Effektivität gegenüber dem Fluglocheinschub ist, kann ich schlecht einschätzen.

    Ich nutze den Oxamaten jetzt ausschließlich im 3. Jahr. Ich sehe keine Nachteile bis zu einer Völkeranzahl bis 15. Darüber hinaus stört mich ausschließlich der erforderliche gesamte Zeitaufwand.
    Im Sommer mag man das ja noch hinnehmen, aber bei der Restentmilbung jetzt im Dezember ist es bei der Kälte schon sehr "sportlich". ;)

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Hallo ingrid !


    Bleibe beim Varrox! Der hat sich bewährt.

    Ist gut und günstig und kann alles was ein Oxamat auch kann.

    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Ich habe hier mal gelesen, dass der Gas Oxamat ziemlich schwierig zu regulieren ist. Und der ist ja noch teurer. Aber klar: für den "normalen" Oxamat brauch man entweder noch ein Netzteil dazu oder eine Autobatterie. Wie Cuximker sehe ich bei gängigen Zargen Maßen keinerlei Nachteile außer dem Zeitaufwand. Aber ich habe 2 Oxamaten und erledige, während die arbeiten, parallel andere Dinge.

    Dann wird mir im Winter auch nicht kalt😊

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Beim Varrox lassen sich Brutzelbienen ganz gut vermeiden, indem man kurz vorm Einschieben zwei, drei kräftige Rauchstöße durchs Flugloch gibt und kurz wartet.

    Alternative: Ich verwende statt des Varroaschiebers eine 2mm Metallplatte, auf der dann der Varrox seinen Dienst unter dem Gitter tut. Somit ist der Varrox weit genug von den Bienen entfernt. Ein aufgeklebtes Holzteil auf der Platte sorgt dafür, dass das System verschlossen ist und nur der Griff des Varrox herausschaut.