Volk im Dezember aus umgestürztem Baum retten

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    Tja, sieht schlecht aus. Gedanklich gibt es noch eine Variante. Sie müssten praktisch von selbst raus kommen wollen. So würde ich es versuchen. Beute mit Waben fertig machen. Am Besten mit Futterwaben welche einen Bienensitz aufweisen. Haste die nicht geht auch Futterteig über den Waben. Dann die Beute aufsetzen und drumherum alles dicht machen. Das ist das Schwierigste. Mit Fön auf der untersten Stufe von der Seite die Luft im Kanal, der Beute sowie letztlich in der Baumhöhle langsam und kontrolliert erwärmen. Wenn alles passt, ziehen sie recht schnell heraus. Wenn man die Vorbereitungen noch bei Helligkeit erledigt inklusive Test, kann man bei Dunkelheit arbeiten und hat kaum Bieneverluste wenn nicht alles dicht ist. Quer liegender Wabenbau wird verlassen. Durch geführt habe ich sowas Ähnliches bereits.

  • Tja, sieht schlecht aus. Gedanklich gibt es noch eine Variante. Sie müssten praktisch von selbst raus kommen wollen. So würde ich es versuchen. Beute mit Waben fertig machen. Am Besten mit Futterwaben welche einen Bienensitz aufweisen. Haste die nicht geht auch Futterteig über den Waben. Dann die Beute aufsetzen und drumherum alles dicht machen. Das ist das Schwierigste. Mit Fön auf der untersten Stufe von der Seite die Luft im Kanal, der Beute sowie letztlich in der Baumhöhle langsam und kontrolliert erwärmen. Wenn alles passt, ziehen sie recht schnell heraus. Wenn man die Vorbereitungen noch bei Helligkeit erledigt inklusive Test, kann man bei Dunkelheit arbeiten und hat kaum Bieneverluste wenn nicht alles dicht ist. Quer liegender Wabenbau wird verlassen. Durch geführt habe ich sowas Ähnliches bereits.

    Das klappt nur, sollten sie selber derzeit brutfrei sein. Haben sie Brut, werden sie diese niemals verlassen.


    Fotos wären super!


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Das Volk ist nur überlebensfähig, wenn die Königin nicht mit eingeklebt wurde.

    Wenn das passiert ist, dann ist alle Mühe vergebens. Wenn nicht, dann kommen sie mit trocken und zugfrei auch bis in den Frühling. Wenn der Baum nicht unbedingt weg muß, dann haben sie die besten Chancen wenn nichts verändert wird. Ab einem halben Tag über 12° C kannst Du eine Umsiedlungsaktion starten, wenn noch jemand da ist.

    Dann ein paar Futterwaben bei den anderen Völkern mopsen und vielleicht vorhandene Brut in eine Futterwabe einpassen, dann bleiben sie auch drin im Kasten. Nach dem Umzug an diesem Platz lassen. Am nächsten Tag vor Flugbetrieb umziehen aus dem Flugkreis raus.

    Viel Erfolg!

    Peter

  • Herzlichen Dank für die vielen guten Ratschläge!

    Die haben mich ( bzw die Bienen..) vor einem vorschnellen Handeln bewahrt.

    Wir geschrieben, jetzt sind sie erstmal eingepackt. Sollte sich an einem warmen Tag Flugbetrieb zeigen, wird mir die Besitzerin Fotos zusenden. Jetzt will ich da auch gar nix anlupfen zum Fotografieren.

    Vielleicht haben die Bienen ja Glück und es haben genügend Bienen mit Majestät überlebt. Bin gespannt und in dem Fall sehr interessiert an der Königin :).

  • Muss man alles retten? Wenn mir der Marder vor‘s Auto läuft kommt der auch nicht in die Klinik.

    Man muss nicht, aber man kann:)

    -es zumindest versuchen, wenn man will. Außerdem, ein frei lebendes Bienenvolk, vielleicht Varroa resistent?

    Marder ist ein schlechter Vergleich. Was der mich schon gekostet hat.

    Das klappt nur, sollten sie selber derzeit brutfrei sein. Haben sie Brut, werden sie diese niemals verlassen.

    Das "niemals"kann man nicht so stehen lassen. Es gibt reichlich Situationen, bei welchen das Volk seine Brut zurück lässt. Sind zwar Ausnahmesituationen, aber umgestürzter Baum ist auch eine. Zum Beispiel ein Volk, welches dem Futter (Wärme) noch oben nach rückt und dabei die Brut (verdeckelt, jünger wird ausgefressen) verlässt.

  • Herzlichen Dank für die vielen guten Ratschläge!

    Die haben mich ( bzw die Bienen..) vor einem vorschnellen Handeln bewahrt.

    Wir geschrieben, jetzt sind sie erstmal eingepackt. Sollte sich an einem warmen Tag Flugbetrieb zeigen, wird mir die Besitzerin Fotos zusenden. Jetzt will ich da auch gar nix anlupfen zum Fotografieren.

    Vielleicht haben die Bienen ja Glück und es haben genügend Bienen mit Majestät überlebt. Bin gespannt und in dem Fall sehr interessiert an der Königin :).

    Guten Abend kapis.


    Erwarte nicht allzuviel von dieser Königinn.


    Die meisten "verwiderten" Völker, sterben wegen Futtermangels.


    Da wurden schon wilde Völker "umgesiedelt", welche angeblich schon seit Jahren in dem Hohlraum leben. (mit gezeichneten Kös, aus dem Vorjahr)....lach.


    Aber mal "Spass beiseite".


    Ich habe schon wilde Völker im Winter "umgesiedelt", und macht auch Sinn, da die Futtervorräte nur selten bis zum Frühjahr ausreichen.


    Wenn du dieses Volk retten willst, dann empfehle ich dir, hier keine Zurückhaltung.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Volk im März verhungert ist, ist sehr hoch.


    Gehe vor Ort, und schaue dir die Sache mal genau an. Zudem, wäre es sinnvoll, sich mit dem Verein in Verbindung zu setzten, da es dort möglicherweise einen erfahrenen Spezialist für "Wildvölker" gibt.


    lg Sulz.

  • Und die „Wildvölker“ sind keine Wildvölker!

    Und warum verhungern diese Völker?

    Du hast sicher eine Erklärung. Ich nicht.

    Vier Jahre / Winter haben meine Völker ohne Einfütterung von was auch immer größten Teils zu 100% überlebt.

    Nur weil sie in Kästen leben, die ich ihnen hingestellt habe? Doch sicher nicht unbedingt. Sie haben trotz Ernte genug und das richtige Futter.

    Also nicht schnell mal ...!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Hallo kapis,

    kannst Du nicht ein altes Partyzelt so ein 3x3(6)m Zelt über den Stamm aufbauen? Zeltbeine evtl 20cm eingraben so dass unten das Zelt mit Mauersteine abgedichtet und beschwert werden kann,. Warmluftgebläse (2kW) reinstellen und "Flugwetter simultieren.

    Ansaugseite mit feinen Gitter abdecken sonst gibt es eine Durchlaufgrill. Beute bezugsbereit neben den Stamm stellen und evtl. Hilfestellung beim Umzug leisten. Später evtl. noch intakte Waben aus dem Stamm retten und in Baurahmen eindrücken (macht sich gut bei kreuzweise gedrahteten Rähmchen) . In einer geheizten "Hütte" lässt es sich auch recht entspannt nach der Königin suchen. Bienen sich da auch recht munter und fliegen aus den Gefahrenbereich. Alles in allen mag der ganze Aufwand den Preis eines neuen Volkes übersteigen aber es sind nun mal Lebewesen denen man beim Überleben helfen sollte.

    An alle hier im Forum: ein gutes und erfolgreiches neues Jahr, viel Glück mit dem Wetter und allzeit gesunde Völker.

  • Hallo kapis,

    kannst Du nicht ein altes Partyzelt so ein 3x3(6)m Zelt über den Stamm aufbauen? Zeltbeine evtl 20cm eingraben so dass unten das Zelt mit Mauersteine abgedichtet und beschwert werden kann,. Warmluftgebläse (2kW) reinstellen und "Flugwetter simultieren.

    Ansaugseite mit feinen Gitter abdecken sonst gibt es eine Durchlaufgrill. Beute bezugsbereit neben den Stamm stellen und evtl. Hilfestellung beim Umzug leisten. Später evtl. noch intakte Waben aus dem Stamm retten und in Baurahmen eindrücken (macht sich gut bei kreuzweise gedrahteten Rähmchen) . In einer geheizten "Hütte" lässt es sich auch recht entspannt nach der Königin suchen. Bienen sich da auch recht munter und fliegen aus den Gefahrenbereich. Alles in allen mag der ganze Aufwand den Preis eines neuen Volkes übersteigen aber es sind nun mal Lebewesen denen man beim Überleben helfen sollte.

    An alle hier im Forum: ein gutes und erfolgreiches neues Jahr, viel Glück mit dem Wetter und allzeit gesunde Völker.

    Ob ein solches Partyzelt mit Warmluftgebläse genügt? Ich würde ein richtiges Haus um den Baum bauen und eine automatische Klimatisierung einrichten. Zusätzlich sollte man noch mindestens zwei italienische Kunstschwärme bestellen und das Volk mit diesen Bienen im Frühjahr verstärken. Wer bietet mehr?


    Grüße vom Apidät

  • Ich sag es immer wieder, die Natur ist hart und unbarmherzig. Mit wieviel Spielerei und unklarem Ausgang dieser vermeintlichen Rettungsaktion soll man noch aufwarten.

    Es ist das meines Erachtens richtige getan worden, um die gröbsten Witterungseinflüsse abzuwehren. Alles andere zeigt das Frühjahr.

    Beim letzten Sturm im Dezember rollte das riesen Trampoline meines Nachbarn durch mein Garten und hat 4 meiner MP Überwinterungstürme abgeräumt.

    Da suche ich dann auch nicht lange rum, richte Alles wieder auch, beiß vor Ärger auf die Lippen und warte ab was das Frühjahr bringt.

    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.