• Und warum sind solche Angaben richtig?

    Hallo, ich weiß nicht wie weit deine Erfahrungen gehen. Ich kenne ja den Imker mit 60 Völkern , der es auch so macht. Er hat dieses Jahr 60 Einheiten eingewintert und bis jetzt summen noch 59. Mit den 2 Blöcken macht er schon mehr als 5 Jahre so und fährt recht gut damit. Wenn wirklich nur ein Block reichen würde, dann würde er ja noch mehr Zeit für noch mehr Bienen haben.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Also warum seid ihr denn so dogmatisch. Es hängt doch wie immer, vom Einzelfall ab. In diesem Jahr bin ich mit 3x7 gut gefahren, wobei einem Volk auch noch eine Herbstbehandlung gut getan hätte.

    Im letzten Jahr wären sie mir mit nur einem Block eingegangen.

    Man kann sich sicher über den Sinn von Blockbehandlung im Sommer streiten, aber über die Anzahl find ich überflüssig.

  • Die sog. Blockbehandlung soll ja beim brütenden Volk eine Wirkungsverlängerung bewirken, um die dynamisch schlüpfenden Milben zu erwischen. Es ist immer nur die zweitbeste Lösung und die Effizienz ist nicht optimal.


    Die effizieneste Behandlung findet grundsätzlich bei Brutfreiheit statt! Nix Neues, aber oftmals ignoriert. Also jetzt und im Sommer nach TBE bzw. Käfigen der Königin. Letzteres mache ich nur, wenn diese gewechselt wird, weil das Volk eben vermilbt ist und u.a. die Genetik verändert werden soll.


    Weniger ist manchmal mehr.

  • Ich lese hier einiges an angebotener Hilfestellung........Von deiner Seite her doch eher eine Rechtfertigung.......Geh über die Bücher, und überlege, was du zwischen Mitte Juli (oxamatbehandlung) und gestern mit den Bienen gemacht hast..

    Ich nehme die Ratschläge schon sehr ernst und prüfe alles von der falschen Genetik, über Anzahl und Länge der Behandlungsdauer. Das ich hier die Fakten nenne dient nicht der Rechtfertigung, sondern sollte zeigen, dass ich versucht habe die Situation langfristig zu beurteilen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und nun auch gerne Ratschläge entgegennehme.

    Hallo , hier ich noch einmal, ich weiß ja nicht wo du gelesen hast, dass eine Blockbehandlung ausreicht,

    Indirekt, beim Oxamaten sehe ich das nur im Zusammenhang mit Reinvasion und auch bei Hommel wird die Herbstbehandlung als befallsorientierte Option aufgeführt. Wie ich schrieb war die Varroasituation hier im Sommer noch sehr entspannt und ich war der festen Meinung, dass bis zum Winter Ruhe ist.

    Ich fing gerade an über die Anschaffung eines Verdampfers nachzudenken...

    aber wenn ich das hier so lese nehme ich wohl nochmal Abstand davon...

    Da hast du mich fehlinterpretiert! Wenn man sieht wie die Bienen vor AS flüchten und wie sie durch den warmen Oxalnebel förmlich angezogen werden ist die Entscheidung eigentlich klar welches Mittel "bienenfreundlicher" ist. Aber AS gleicht offensichtlich mehr dem Schlachtermesser und OS ist das Chirurgenskalpell welches gut geführt werden muss.

    Die effizieneste Behandlung findet grundsätzlich bei Brutfreiheit statt! Nix Neues, aber oftmals ignoriert. Also jetzt und im Sommer nach TBE bzw. Käfigen der Königin.

    Das habe ich noch nicht mal erwähnt, weil es nur halbherzig (oder unterstützend) war. Vor dem OS-Block habe ich die vorhandene Brut in einem Sammler zusammengeführt. Aber eben kein Käfigen oder TBE.

  • Ich stehe dazu, dass ich mit diesem Jahr überfordert war und einige Fehler gemacht habe. Aufgeben will ich nicht, sondern besser machen! :thumbup:

    Den Blues kenn ich auch, man zweifelt oder verzweifelt sogar.

    Lass dir gesagt sein, dieses Jahr ist mit Abstand das Besch...enste was ich je erlebt habe.

    Ich hab den Kopf das zu zugeben, "Weil" es so ist.

    Aber es ist stark, dass du hier das so offen mitteilst. Da lerne ich auch was draus.

    Für meine Bienen auch das schlechteste Jahr innerhalb der letzten 10 Jahre.

    Für meine Bienen auch das schlechteste Jahr innerhalb der letzten 10 Jahre.

    Hingefallen.

    Aufstehen, Krone richten und weitermachen.

    Dieses Jahr war wohl eine Herausforderung für viele und es ist keine Schande wenn es mal nicht klappt.

    Dann die beiden letzten Jahre, die alles Andere als klassisch zu händelnde Bienenjahre waren.

    Luffi, dem auch schon Mal Völker im Winter gestorben sind. Der das zwar nicht will, aber dem das zukünftig sicher immer wieder passieren wird...

    Danke für das Mitgefühl und die moralische Unterstützung.

  • Wie Luffi schon anführte (sehe das genau so), ist es unter anderem sehr erstrebenswert "Gesunde und Wiederstandfähige " Bienen zu züchten.

    Und wenn ich Wasi richtig verstanden habe, hatte der diesen Sommer auch mit Pollen- und Futtermangel zu kämpfen,

    So ist es,und zwar Extrem! Ergänzt und ausgelöst durch andauernde Hitze.

    Ab Anfang Juli gings nur noch rückwärts. Die Völker die voller Kastanienpollen waren haben halbwegs durch gehalten (HRBienen geschröpft) Die richtig starken Kunstschwärme und sogar die sich vorher prächtig entwickelten Minis habens so richtig abbekommen.

    Ich führe das alleine auf Eiweismangel und Hitze zurück.

    Man kanns bei Randy Oliver nachlesen.

    Sehen kann man das, zb. verfrühter Drohnenabtrieb, trockene Larven und Minibrutflächen.;(

    Gesehen hab ichs, machen konnte ich nix (mehr), hätte ich frühzeitig wenigstens Hefemaische)......

    Der Fehler, ich hab zu lange auf Bee Strong gehofft, geliefert bekam ich das erst Ende Oktober (Mitte Juli bestellt).

    Nicht immer sind es die Milben.

    Ich würde nicht so gering schätzend auf die Amis zeigen......:wink:

    Berufsbedenkentum führt zu nix machen, und das ist meist auch falsch.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Und warum sind solche Angaben richtig?

    Meine Erfahrungen sind andere. Es genügt weniger.

    Z. Bsp. 3x7 im Sommer und 1x zur Winterbehandlung.

    Tja, das ist so eine Sache mit der Erfahrung.

    Ich habe wieder andere. Keine Blockbehandlung sondern so lange wie nötig (= bis nichts mehr fällt).
    Und nun?

  • Der Fehler, ich hab zu lange auf Bee Strong gehofft,

    Bei den BeeVital Produkten bin ich ja mittlerweile vorsichtig. Die haben ein geiles Marketing, zugegeben. Aber was soll BeeStrong eigentlich sein, wie soll das wirken?


    Randy Oliver hat Pollen-Subs getestet. Ergebnis war, UltraBee schnitt am Besten ab.
    Vielleicht müssen wir auch in unseren Breiten uns zumindest mal zu diesem Thema belesen.

  • Vielleicht müssen wir auch in unseren Breiten uns zumindest mal zu diesem Thema belesen.

    :daumen:

    Hab ich, und dann:u_idea_bulb02:

    Ich werde es bald wissen, ob es was macht, meine ich.

    Zur Zeit leider das Einzigste was man neben teureren Franzmannprodukten ohne Probleme bekommen kann.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Es ist nicht einfach Bienen zuhalten.

    Eines, der schwierigsten Hobbys.

    Es besteht aus Völkern, die jedes für sich ein Risiko haben, zu sterben. Das war immer so, doch mit der Varroa, wurden auch andere virale Erkrankungen häufiger.

    Dazu kommt die Umwelt, ein Sammelsurium von Faktoren, die bei jedem einzelnen Stand unterschiedlich sind. Das Wetter, das Pflanzenangebot, das Pestizidangebot, bei jedem unterschiedlich.

    Der Imker kann durch Betriebsweisen in das Volksgeschehen eingreifen. Mal helfend und auch mal bremsend, gar schädigend.

    Man arbeitet als Imker mit vielen "Unbekannten" und eigentlich ist es erstaunlich, dass doch so viele Völker überleben.

    Ich dachte immer, Spargel ist keine Trachtpflanze..... der Nachweis war eindeutig, 51 % Spargel.


    Ich denke demütig an meine Völker und fühle mich ganz klein. Ich hoffe, ich habe ihnen durch mein Handeln nicht zu sehr geschadet, so dass sie über den Winter kommen. Hätte ich anders handeln können? Ja, immer gibt es einen "besseren" Weg, eine andere Behandlung....

    Wahrscheinlich ist einmal Kunstschwarm und dann noch einmal TBE nicht die beste Behandlung der Völker. Aber noch leben sie, was nicht mein Verdienst ist.


    Bei manchen ist es erstaunlich, dass sie gut über den Winter kommen, und andere geben sich viel Mühe und schaffen es nicht so einfach.


    Ich kann nur lernen und ein Verlust kann sehr lehrreich sein. Die Medizin basiert auf Leuten, die Leichen obduziert haben, um herauszufinden, wo das Problem lag. Also lass den Kopf nicht hängen und schau, ob du wirklich Anzeichen für einen Varroaschaden hast. Es kann auch ein Virus dabei sein, dann sieht man bei den Bienen verkrümmte Extremitäten und abgespreizte Flügel zum Beispiel.


    Ich drück dir die Daumen für die anderen Völker, damit du im nächsten Jahr durchstarten kannst. Alles Gute

  • Night Shadow , wie wahr! Dabei kenne ich noch die Zeit als die Varroa nicht hier war, damals wurden Fehler nich so brutal bestraft wie heutzutage. Dafür haben wir heute durchweg sehr leistungsfähige Bienen, denn nur die Bienen deren Imker sich kümmern können sich Vermehren. Deshalb bin ich der Auffassung, dass es am wenigsten an der Genetig liegt wenn Völker zugrunde gehen. Die Arbeiterinnen im Volk stammen von mehreren Drohnen ab, deshalb ist es ja so schwer Varrotoleranz herauszuzüchten. Wenn bei mir die Befallsrate zu hoch ist, suche ich den Grund dafür bei mir und werde fündig. So war ich in diesem Jahr aufgrund des guten Verlaufs des Vorjahres zu optimistisch (leichtsinnig), vielleicht auch aufgrund positiver Berichtet hier im Forum mit weniger TAM auszukommen. Das hier nicht versiegende Trachtend von April bis August stachelte mich zudem an eine „Rekorternte“ einzufahren. Im September beim Einfüttern kam dann das bösen Erwachen. Es ging gerade noch mal glimpflich für meine Völker aus. Trotzdem, es lagen viel zu viel Tote Bienen vor den Beuten. Das lag nicht an der Genetig, denn die Besten infizieren sich im Herbst bei den Schwächsten und nicht immer erkennst Du beim Auffüttern Räuberei sofort, meistens zu spät. Immer mein Versagen! Bleibt mir nur der Vorsatz „im nächsten Jahr mach ich es besser (jedenfalls anders). Euch allen Fröhliche Weihnachten 🎄 VG Jörg

  • Ich gehe ins fünfte Imker-Jahr...

    Mit 5 Völkern bin ich in den Winter gegangen...

    drei Völker sind wohl schon länger tot: Varroa.


    Nachdem ich ... 2019 null Kilo Honig geerntet habe wollte ich wenigstens stark in 2020 sein und nun...

    Von deinen 5 Völker sind 3 kahlgeflogen, und es ist noch nicht sicher ob die anderen beiden gut auswintern werden.


    Du hast das Wissen, das Können, und die Betriebsmittel, und du möchtest gerne nächstes Jahr 5 WV in die Tracht stellen, richtig?


    Mein Tipp: Es ist Weihnachten, mache dir ein Geschenk. Reserviere dir rechtzeitig beim Imkerkollegen deines Vertrauens für April 2020 5 ausgewinterte, starke, gesunde WV, mit guter Königin.


    Falls deine beiden Völker gut über den Winter kommen, und du keine 7 Völker möchtest, dann solltest du im Frühjahr dafür leicht einen Käufer finden.


    Ansonsten hast du jetzt noch 3 Monate Zeit deine Situation zu analysieren, und ab April 2020 dann alle Möglichkeiten nach deiner Vorstellung zu imkern.


    Gutes Neues Jahr!