• Luffi, dem auch schon Mal Völker im Winter gestorben sind. Der das zwar nicht will, aber dem das zukünftig sicher immer wieder passieren wird...

    Ja, das passiert uns allen! Auch denen, die ihre Verluste durch Auflösen und Vereinigen praktisch vorwegnehmen.:)

  • Was heißt "nicht optimal gestartet"? Wie sahen denn die Völker im Jahresverlauf aus, wenn wirklich kein Honig zu ernten war?

    In 2018 konnte ich wg. "Lebensgefahr" nur das Nötigste machen. Schwarmverhinderung durch Völkerteilung. Zu späte und vermutlich nicht ausreichende Behandlung. Deswegen hatte ich auch im letzten Jahr "einkalkulierten" Varroaverlust. Das Frühjahr war hier für die schwach ausgewinterten Völker auch übel, ein super warmer Februar, aber dann der April mit durchgehenden Nachtfrösten. Dann kam die komplette Obstblüte an einem Stück und verregnete. Raps war nicht im näheren Umkreis zu sehen. Früjahrsernte war somit abgehakt. Zur Sommerernte ist hier die Linde prägend, wenn die aber wegen des Hitzesommers 2018 immer noch trockene Füsse hat kommt da nichts. Außerdem ist das kräftigste Wirtschaftsvolk geschwärmt. An der Volksstärke hat es dennoch nicht gelegen, hier war trachtmäßig nichts los. Im IV schwankte es zwischen "schlechtestes Jahr aller Zeiten" und "unterdurchschnittlich". Meine Hoffnung war, endlich mal ein Spitzenjahr 2020 mit ein paar Völkern mehr zu erleben.

  • Und wofür, wenn Oxalsäure Dampf, sagen wir mal NUR drei Tage nachwirkt?

    21 Tage Brutzyklus ist.. Maximal 7 malig.

    Und 3x alle 5 Tage wirkt auch gut genug.

    Mehr ist nicht besser...

    Wenn endlich mal richtig zu den Behandlungen geforscht würde. Zur Wirkungsweise auf die Milbe gibt es meines Wissens nur die schweizer "Hobbyforschung" über die Aufnahme über die Haftlappen, die bei der Biene in der Regel abgedeckt sind und sie deshalb verschont. Die dreitägige Nachwirkung der OS ist auch nur spekulativ, oder?!? Die phoretische Phase betrifft wohl auch nur die Jungmilben, also können die Altweibchen kurz vor der OS-Bedampfung mit der Biene schlüpfen und direkt(!) wieder im puffernden und schützenden Nährsaft der nächsten Zelle abtauchen oder sind sogar schon wieder verdeckelt. Deswegen bin ich schon runter gegangen aufs 3-Tage-Intervall über einen vollen Brutzyklus.

  • Vielleicht mag das jetzt hart klingen:


    Um diese Genetik war es nicht allzu Schade!

    Kein Honig, zu viele Milben.


    Kann es nicht manchmal auf eine andere Ursache haben, als immer nur die Königin oder die böse Varroa?


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Null Honig, in diesem guten Bienenjahr? Ich glaube, dass die bisher toten Völkern entweder bereits im Juli völlig vermilbt waren oder aber an einer anderen Krankheit leiden. Völlig vermilbte Völker im Juni/Juli kann man nicht mit herkömmlichen Varroamitteln therapieren.

    Das gute "Honigjahr" ist dieses Jahr regional wohl sehr unterschiedlich (14seitige Diskussion dazu). Im IV gab es im Sommer die einhellige Meinung, dass die Varroa dieses Jahr kein Problem ist - so kann man sich irren.

  • Im IV gab es im Sommer die einhellige Meinung, dass die Varroa dieses Jahr kein Problem ist - so kann man sich irren.

    Varroa ist immer ein Problem, gegen das man arbeiten muss - unabhängig von der Meinung anderer. Es gibt m.E. genetische Unterschiede (ich nenne es "Linien"), die mehr oder weniger anfällig sind - sei es durch Räuberei und einschleppen von Milben oder sei es durch die mangelnde Fraktion von Arbeiterinnen, die die Milbe an der Vermehrung hindern...


    Es gibt auch Zuchterfolge bez. vsh-Eigenschaften, die aber auch nicht immer ungetrübt als Phänotyp in Erscheinung treten; denn die Milbensituation am jew. Stand ist entscheidend. Gegen diese ist anzuarbeiten - vom Volk oder vom Imker.


    Das mit den schlechten Erträgen kann ich bestätigen. In einem Streifen von SW nach NO diagonal durchs dt. Land war es wohl bestens. Südlich und nördlich davon schlechter. Für meine Bienen auch das schlechteste Jahr innerhalb der letzten 10 Jahre.

  • Varroa ist immer ein Problem, gegen das man arbeiten muss - unabhängig von der Meinung anderer.

    Sorry, das war der falsche Begriff. Auf den IV-Versammlungen wird das regelmäßig diskutiert und dann wird natürlich pauschalisiert in "schwachen" oder "starken" Befall und dieses Jahr war die Windel durchwegs eher leer.

  • Wenn bei dir regional die Trachtsituation auch so wackelig ist, dann kommt das Thema Zwischentrachtfütterung auch noch dazu. Larven sollen ja immer im Futtersaft schwimmen, und bei Dürre wird das schwierig. Also muss der Imker da aushelfen.


    Dein Ausfall wird also auf unterschiedliche Faktoren zurück gehen.

    Aber es ist stark, dass du hier das so offen mitteilst. Da lerne ich auch was draus.

    Vielen Dank.


    Kopf hoch und ich hoffe, das kommende Jahr läuft dann besser.
    Trotzdem frohe Weihnachten!

    Ralf

  • Kann es nicht manchmal auf eine andere Ursache haben, als immer nur die Königin oder die böse Varroa?

    Doch. Hat Imker2016 ja beschrieben. Keine Frühtracht, Frost im April, Haupttracht ausgefallen wegen trockener Füße, dazu nur gerade eben das Nötigste machbar - reicht das nicht, um Völker massiv zu schwächen?


    Imker2016 es werden wieder bessere Jahre kommen. Das mit der Lebensgefahr scheint sich ja eingeregelt zu haben, dann hast auch wieder Zeit für die Völker und dann kannst eine TBE oder so etwas machen, das scheint ganz gut zu helfen.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Zu den vorgenannten gesellt sich noch Pflanzenschutz und das Thema Wachs.

    Davon ganz abgesehen ist Bedampfen bei Brutfreiheit sehr wirksam und bienenverträglich. Bei geringer Völkerzahl in Verbindung mit der TBE sicher praktikabel...

  • Nachdem es bei mir im September und Oktober wegen der Varroa nicht so gut aussah, geht es mir und meinen Völkern jetzt im Dezember wieder besser. Die Restentmilbung ist bereits drei Wochen her, alle Völker fliegen noch, so dass ich guter Hoffnung bin alle über den Winter zu bekommen. Rückblickend war es für mich ein gutes Jahr, drei gute Ernten und die Völkerzahl wurde verdreifacht. In 2020 werde ich früher intensiv die Milbe bekämpfen und dafür eher auf Honig verzichten. Allen ein frohes Fest und VG Jörg