Welche Schale für Notfütterung?

  • Bevor ich Nicotfütterer hatte habe ich (Not) gefüttert von unten.

    Ikea hat Besteckeinsätze um 50 Cent. Da passen umra 2l rein.

    Flüssig/ Warm, nah am Bienensitz platziert fressen die eigentlich immer.


    Gruß Max

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt)

  • Ich bin jetzt etwas irritiert.

    Füttern in einer Trachtlücke?

    Wie will man ausschließen, dass das Futter sich nicht mit dem Nektar der nächsten Tracht vermischt?

    Ich lasse den Völkern immer etwas Honig von der ersten Tracht und wir haben immer merkbare Trachtlücken.

    Oder verstehe ich das nur falsch?

  • Rudi hatte im Video erwähnt, dass er in sehr selten mal auftretenden Trachtlücken eine Schale mit Maische unter das Brutnest schiebt. Quasi als NOT- fütterung.

    Das würde nicht in den Honigraum getragen, sondern gleich im Brutnest verbraucht. ( siehe z.B. Folie 11 )

    Ich habe immer gerne Zubehör für den Notfall bereit liegen, um gleich handeln zu können.

  • Da bin ich dann doch skeptisch.

    Die Bienen werden zwar etwas verbrauchen, aber selbst bei 1 zu 1 Zuckerwasser, wird bei Überschuß etwas eingelagert und nicht verbraucht. Und da der Honigraum drauf ist, wird dieser Überschuß genau dort eingelagert.

    Ich könnte nicht sicher stellen, dass nicht doch etwas eingelagert wird. Aber das muss jeder selber wissen.

  • da nimmt man Trockenzucker oder Zuckermaische.

    Ich nehm Trockenzucker.

    Setzt die Völker ma trocken (leere HR) in ner Trachtflaute und fütter eines von beiden, dann siehst du, das garantiert nix oben eingelagert wird.

    Trockenes Essen wird nich eingelagert, das wird nur gegessen ;)

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels

  • Da bin ich dann doch skeptisch.

    Die Bienen werden zwar etwas verbrauchen, aber selbst bei 1 zu 1 Zuckerwasser, wird bei Überschuß etwas eingelagert und nicht verbraucht. Und da der Honigraum drauf ist, wird dieser Überschuß genau dort eingelagert.

    Ich könnte nicht sicher stellen, dass nicht doch etwas eingelagert wird. Aber das muss jeder selber wissen.

    ...wenn 2 das Gleiche tun, dann ist es nicht unbedingt das selbe!


    Um Himmels willen! 1:1 hat in einer Trachtlückenfütterung nichts verloren! dann vielleicht auch noch von oben oder in der Futtertasche gegeben - da wäre ich dann auch mehr als skeptisch!

    Das ist eine Notfütterung. Wenn meine Völker die brauchen würden (war bisher noch nie so), dann gehören die Honigräume definitv runter vom Volk.


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    Ich habe von Maische geredet (in Zeiten von Fondantteigen ist die wohl in Vergessenheit geraten).

    Die stelle ich her aus 700g Trockenzucker und 300g flüssigem Honig.

    • Trockenzucker in ein flaches Gefäß füllen.
    • Den Honig drüber gießen.
    • Deckelfolie drüber und ab in den Keller.
    • Mindestens 14 Tage reifen lassen, je länger, je besser. Meine Maische für 2022 steht jetzt schon im Keller und wenn ich die nicht brauche (kommt öfter vor), dann hält die noch mehrere Jahre.

    Diese Maische dann bei Bedarf - also wenn die Trachtlücke schon da ist und länger dauert - unter dem Bienensitz anbieten. Dazu die Folie nicht entfernen, sondern an einer kurzen Seite ca. 1cm umschlagen.

    Wird sehr langsam abgenommen und erzeugt in dieser Zeit einen leichten Futterstrom im Brutnest, hält die Völker bei Laune. Fertig.


    Nachsatz:

    Auf diese Art angebotene Maische erzeugt keinen Überschuß, die erzeugt durch den Brutreiz Verbrauch! Wäre also keine gute Idee, wenn man schon Angst ums Futter haben muss...

    Immer genau hinschauen, was sich im Volk so tut! ;)


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

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    Drei Imker - fünf Meinungen. Und ich stehe zu meinen beiden... ;)

    Einmal editiert, zuletzt von nassauer () aus folgendem Grund: Nachsatz

  • Du solltest nicht Trachtlücke sagen, wenn du sie nicht meinst. Eine Trachtlücke liegt definitionsgemäss zwischen zwei Trachten. Damit haben die Bienen schon Honig eingetragen und hätten also Honig zum Leben. Wenn man natürlich alles wegerntet, dann kann es zu deiner beschriebenen Notsituation kommen. Bei uns haben wir das aber in all den Jahren nie erlebt.

    Du meinst eher im Frühjahr, wo man auf Tracht wartet und der Wintervorrat schwindet.

    Auch da würde ich eher auf sauberes Zuckerwasser setzen oder Futterteig und zwar in geringen Mengen.


    Du meinst 1 zu 1 Zuckerlösung schadet? Für Ableger ist das eine gute Sache und wenn man Waben ausbauen will. Aber wenn du meinst?


    Aus Maische kann man mit etwas Können einen wunderbaren Schnaps brennen, dafür ist sie gut. Was du aber als Maische titulierst ist eine Honigzuckermischung und da hat Imker Foldissimo ein tolles Video dazu gemacht.


    Honig werde ich aber im Leben nicht mehr an Bienen verfüttern, wegen des Risikos auf Sporen. Und daher solltest du vielleicht für Anfänger noch den Hinweis geben, auf keinen Fall im Supermarkt gekauften Honig zu verwenden für deine Notfütterung.


    Mich haben nur die Begriffe irritiert. Jeder muss selber wissen, dass man nicht jedem Rat trauen kann und man vorher überlegen sollte, ob das wirklich ein guter Rat war.

  • ...wenn Du meinst, Du hast es mit einem dummen Jungen zu tun, der nicht weiß, von was er redet: Bitte, Deine Party!

    ...wenn Du Dich wieder mal prügeln willst: Such Dir einen anderen Sparringspartner.


    Mir ist die Zeit zu schade, Deinen wirren Beitrag zu sortieren..


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    _______________________________

    Drei Imker - fünf Meinungen. Und ich stehe zu meinen beiden... ;)

  • Aus Maische kann man mit etwas Können einen wunderbaren Schnaps brennen, dafür ist sie gut. Was du aber als Maische titulierst ist eine Honigzuckermischung

    Von Pfefferle über Droege und Zeiler bis hin zu Herold/Weiß. Überall findest du Angaben zur Maische (Feuchtzucker) in Zusammenhang mit Fütterung bei Trachtlücken bzw. nach Trachtende. Mischungsverhältnis, Futtergabe etc. deckt sich alles mit den von Rudi gemachten Angaben. In seinem Kontext (Folien und das Video) ist es entsprechend erklärt und führt auch nicht zu an den Haaren herbeigezogenen Missverständnissen. Einfach mal ansehen oder lesen. ;)

  • Bei einer Trachtlückenfütterung (d. h. im Sommer, wenn die Bienen Wasser holen können) muss man unterscheiden ob man das Verhungern der Bienen vermeiden will, oder ob man das Brutgeschäft über eine Trachtlücke am laufen halten will, weil man starke Völker erhalten will für eine zu erwartende nachfolgende Tracht.


    Bezüglich der ersten Variante (verhungern) gibt es Versuche, von Dr. Sachs, die er in dem Buch " Die Hohenheimer Betriebsweise" (vergriffen) beschrieben hat. Er hat untersucht, dass wenn man den Bienen Trockenzucker anbietet, nur soviel abgenommen wird, wie zum Lebenserhalt notwendig ist. Es wird nichts in den Honigraum umgetragen. Im Gegenteil, die Bienen räumen den Trockenzucker sogar aus dem Kasten, wenn er körnig ist. Das Ausräumen kann man verhindern, indem man Kristallzucker in einer Futtertasche anfeuchtet. Der Zucker trocknet und es bildet sich ein harter "Zuckerstein". Davon holen die Bienen nur was sie zum Überleben brauchen. Allerdings ist der Futterstrom mager und das Brutgeschäft wird zurückgefahren.


    Bei der zweiten Variante ist das ja mehr eine Reizfütterung im Sommer, denn eine Notfütterung. Da gibt's auch Rezepte mit Hefebeigabe (Eiweiß). Dazu habe ich keine eigene Erfahrung. Ich meine 2018 oder 2019 gab es dazu einen Vortrag von Stöckmann in Donaueschingen. Eventuell ist dieser noch aufzutreiben.

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

  • Wikipedia sagt etwas anderes zur Maische. :) Und wenn jemand einen irreführenden Begriff verwendet, darf man doch seine Meinung sagen?

    Maische gärt und erzeugt Alkohol, was für die Bienen nicht so gut ist, daher wäre Futterteig nicht so irreführend. Nachher füttert jemand noch Bienen mit echter Maische.

    Begriffsverwechslung sollten vermieden werden, und auch wenn es in der Imkerbibel stehen würde, jeder macht Fehler, und die Bücher sind alle von Imkern geschrieben. Sie sind keine Glaubenslehre, sondern dürfen auch hinterfragt werde.


    Ich mag Honig und möchte keine Verunreinigungen, dass ist war mir wichtig und die Gesundheit der Bienen, die leider durch Verfüttern von Honig auch mal krank werden können. Faulbrut ist kein Spaß und ein Volk, dass kein Futter hat und gefüttert wird mit Honig,, füttert damit auch seine Brut, oder nicht?


    14301 Du hast recht bei trockenem Zucker, der wird maximal ungerne von Bienen angefasst. Aber lies das Rezept durch. Flüssiger Honig 300g und 700g Zucker und das bleibt 14 Tage stehen. Das kann nicht garen, aber trocken ist es auch nicht, wie jeder weiß, der es mal ausprobiert hat. Es wird ein Teig und Teig wird von den Bienen auch eingelagert. Bei uns gibt es genug Imker, die damit die Winterauffütterung machen.


    Ich werde mich jetzt zurückhalten, Hinterfragen ist nicht gewünscht.