Nun hat es doch ein Volk erwischt - Nosematose im Dezember

  • Hier sieht man mal richtig eine Wirkkette. Mit der Vorgeschichte (Varroa, Viren, Nosema) wäre das Volk wäre das Volk möglicher Weise auf natürlichem Weg fertig geworden, wie jedes Volk welches den Winter überlebt. Hier aber wurde OX geträufelt. Eine Säurehaltige Flüssigkeit benetzt die Bienen und muss erst mühsam im "Volksmagen" verteilt werden. Das dies auch die Nierenkanälchen stark belastet, dürfte logisch sein. Ich staune, dass bei dem vielen Negativen über das Träufeln das immer noch so breit durchgeführt wird. Danke fürs Teilen!

    Ist mir zuviel Spekulation, die Probenauswertung ist noch nicht da. Da jetzt die Keule rausholen und gegen das OX träufeln anzuschreiben, erachte ich als kontraproduktiv. Die Restentmilbung läuft seit Jahren bei mir über diesen Weg. Und ich kann da echt keine negativen Auswirkungen erkennen, schon gar keine Völkerverluste.

    Verunsichert nur diejenigen, die sich im Behandlungsdschungel noch zurechtfinden müssen.

    Varroatechnisch hatte es eigentlich keine Auffälligkeiten, da sehr wenig natürlich gefallen sind. Im Sommer 1 x mit Ameisensäure behandelt und im Spätsommer on Block 5 x bedampft. Gefallen ist erstaunlicherweise bei beiden Zyklen sehr wenig. Es war ein trügerisches Bild anscheind.


    Der Zusammenbruch muss plötzlich gekommen sein, da einige Bienen auf der restlichen Brut saßen - sprich die waren noch am brüten ( ca 2 handflächen großes Brutfeld ). Das Volk war eigentlich auch recht stark.

    Bei der Behandlung müsste der Varroendruck eigentlich im Griff gewesen sein. Das Bild von geringem natürlichem Varroafall hat hier auch Einge in Sicherheit gewiegt, bis hin zum Nichtbehandeln, mit den üblichen Völkerverlusten einhergehend. Die sind dann auch meist plötzlich.

  • Warum träufeln...... Weil man es leider damals so gelernt und jahrelang so gemacht hat ( wird sogar heute noch als optimum so gelehrt ), ohne Probleme. Und weil wir den Verdampfen nicht so getraut hatten, weil sehr wenig gefallen ist. Man / Frau lernt halt nie aus und fürs kommende Jahr wird nur noch verdampft ( zumal der Verdampfer in der Garage steht ).....

  • Das ist ganz einfach, weil es von einflussreichen Personen in der Imkerschaft publiziert und empfohlen wird. Nach jahrelanger Erfahrung und vielen Rückschlägen, bemerkt man dann, es gibt auch noch was anderes und das auch noch mit weniger Nachteilen. Komisch……

    Ich staune, dass bei dem vielen Negativen über das Träufeln das immer noch so breit durchgeführt wird. Danke fürs Teilen!

    Einmal geträufelt, Schluss!

    Drei Jahre AS-Behandlung im Sommer, Schluss!

    Nun seit 3 Jahren OX-Sub. Und das ist o.k. Aber abnehmend!🤓

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Das Oxs träufeln ist eine bewährte Methode, belastet das Bien aber ausserordentlich.

    Der Anblick von beschissenen toten Völkern hat sich seit dem Umstieg auf anderen OXS Methoden deutlich reduziert, um nicht zu sagen fast erledigt.

    Es trat eine deutliche Reduzierung der Wintersterblichkeit ein.

    Zudem habe ich jetzt die M9glichkeit einer Mehrfachbehandlung.

    Mein Vertrauen in viele andere Methoden ist nicht gerade hoch.


    Warum das Träufeln immer noch häufig praktiziert wird?

    Es ist sehr einfach. Es erfodert keine hohen Investitionen und ist preiswert.

    Der Anwenderschutz ist auch zu vernachlässigen.

    Auch braucht man sich nicht umgewöhnen.


    Allerdings hat man, wenn man nur ein Volk weniger pro Jahr verliert die Investition in einem Varrox Verdampfer, Autobatterie und einer Staubmaske sehr schnell heraus.

    Daher lobe ich das Sprühen und Verdampfen von OXS hier im Forum immer wieder.

    Dsmit hat man endlich eine Waffe in der Hand auch total stark vermilbte Völker wieder mit grossen Chancen durch den Winter zu bringen. Ich habe vor ein paar Stunden noch eine Beschreibung gehört, dass die Windel schwarz war vor Milben und das keine drei Kilometer von einem meiner Standplätze entfernt.

    Lob an die Imkerin, die trotz zweifacher AS Behandlung, das noch erkannt hat.


    Jetzt nach sieben Jahren imkerei kann mir keiner mehr erzählen, dass es sowas wie eine Reinvasion nicht gibt. Ähnliches habe ich auch an einem Bienenstand.


    Eins dürfte jedoch klar sein. Jede Behandlung ist immer auch eine Belastung für das Bienenvolk. Daher sollten die Behandlungen auch nur nach Bedarf erfolgen.

    So bin ich froh, auch dieses Jahr wieder bei den meisten Völkern mit einmal AS und einmal OXS in den Winter gehen zu können.

    Klasse ist es, dann auch noch die wenigen mit erhöhter Milbenlast jetzt auch nochmal im Winter behandeln zu können, mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit, dass sie durch den Winter kommen. Es gab mal Zeiten, da war das fast das Todesurteil für solche Völker.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, das durch Reinvasion die Windel schwarz von Milben bei der Winterbehandlung wird.

    Da müssen schon komplette zusammenbrechende Völker mit 1000x Milben eingewandert sein.

    Das merkt man doch vorher irgendwie über den normalen Totenfall der Milben.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Das merkt man doch vorher irgendwie über den normalen Totenfall der Milben.

    Wo keine Windel liegt, da fällt auch nichts auf.
    Viele schauen erst um die Winterbehandlung herum, die können daher im September/Oktober die Ausreißer nicht frühzeitig sehen. Das passiert leider auch eigentlich erfahrenen Imkern, die sich auf alte Weisheiten wie "behandelte Ableger muss man vorm Winter nicht behandeln" oder "wer nach Plan behandelt kann sich die Kontrollen sparen" verlassen. Die Gespräche rund um "Gitterboden/wann offen?" sind da auch aufschlußreich.

  • Ja, aber wer lässt.denn dauerhaft eine Windel in den Völkern.

    Darauf sieht man nach kurzer Zeit auch nichts mehr.

    Und ja, nach der letzten Behandlung im Winter kommt keine Windel mehr ins Volk, da ich zu den Menschen gehöre, die mit offenem Boden imkern.

    Wenn möglich habe ich an einem Stand aber eben oft bei ein/zwei Völkern den Schieber drin.

    Und ja, in der Form habe ich jetzt mei mir zum ersten mal und bei Bekannten auch zwei mal erlebt.

    An einem Stand hatten die Völker gerade die Ameisensäutebehandlung durch mit sehr niedrigen Fallzahlen. Als drei Wochen später nach und nach Völker verloren habe, kam wieder der Schieber rein. Nix signifikantes.

    An dem Standplatz blieben zwei Völker am Leben und siehe da, nach der OXS Behandlung war der Boden voll Milben.

    Leider hatte ich den Spargel in Verdacht. Weit gefehlt.

    Vor mittlerweile zwei oder drei Jahren hatte ein Vereinsmitglied einen enormen Milbenbefall. Trotz zweifacher Behandlung stellte sich keine Besserung win.

    Um die Ecke hatte ein Imker ein Dutzend Völker stehen. Aufgrund eines schweren Unfalls wurden die Völker nicht behandelt. Von diesen Völkern hat keins überlebt.

    Dafür hatte der Kollege die Bienen und Milben in seinen Kisten.

    Was ich mich bis Heute Frage, ist, warum die Völker überhaupt so vermilbt waren.

    Der Behandlungsfehler war da wohl schon vorher drin.

    Jawohl, meiinen unbehandelten Ablegern geht es prächtig.Die OXS Behandlung hat den geringen Milbenbestand bestätigt. Da ich aber ehrlich bin. Eines davon hat es nicht geschafft. Nach Räuberei durch Wespen war die Einheit zu schwach. Die kläglichen Reste sind aufgelöst worden.

    Wer an Grenzen geht, kann nicht immer gewinnen!

    Damit gehen trotz der sechs verlorenen Altvölker etliche Völker an den Neuimker, da ich immer noch genug habe.

    Dennoch Ärgert man sich selbst immer am meisten. Beim nächsten mal wird mir Puderzucker getestet..

    Als Anmerkung möchte ich noch hinzufügen, wenn hier im Namen der wissenschaft mehr als an sie Grenzen gegangen wird oder gar von degenerierten Bienen geschrieben wird, brauch ich mich nicht zu schämen, sondern es macht mich sehr nachdenklich, ob das noch zum Wohl der Bienen ausgelegt werden kann.

    Dennoch eine besinnliche Weihnacht.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Bienen Ede, es hat hier niemand Vorwürfe in deine Richtung gemacht.

    Ich habe nur von meinen Beuten auf andere geschlossen. Mein Fehler daraus zu schlussfolgern. Meine Schublade ist mit offenem Boden immer drin, da 2 Möglichkeiten für den Einschub bestehen.

    Volle Belüftung / eingeschränkte Belüftung.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Am meisten Ärgert man sich selbst,.weil man eben nicht auf so naheliegende Dinge kommt. Allerdings bezweifel ich das dann noch was zu machen war.

    Das schlimme war, dass es direkt vor meiner Nase passiert ist.

    Bei mir ist es normal, dass ich nach dem letzten Schleudergang oft die Völker zwei oder drei Wochen nicht sehe.

    Aber so geht es halt oft.


    Also schöne Weihnachtstage.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Bienen Ede :

    Es braucht sich "Niemand" zu schämen!

    Wichtig ist - nach meiner Meinung und wie du auch schreibst - sich Gedanken zu machen - eigene Gedanken.

    Es ist wie beim Menschen: Kein Volk ist gleich, kein Standort ist gleich, kein ...


    Wenn ich die vielen Praxisberichte lese, frage ich mich manchmal, sind die "Fallzahlen" wirklich immer ein aussagekräftiges und wahrheitsgemäßes Ergebnis?


    Rolf (Etwas alt an Jahren, Anfänger in der Bienenhaltung)

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Rolf, nein, sind sie nicht. Das predigen wir sehr sehr oft in den Varroa Diskussionen, das gerade der Varroamilben Totenfall keine richtige Aussage über den Zustand des Volkes liefert.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.