Cremiger Honig härtet aus

  • Zu den Kundennachfragen: Hat jemand eine Idee unter welchem Namen man so etwas vermarkten kann? So dass Leute die sowas suchen, das auch gleich erkennen, meine ich. Oder jemand der es nicht kennt merkt, dass das nicht cremig ist. Naja, ist vielleicht etwas weit hergeholt, diese Idee.

    Genau das treib mich auch um. Habe hier immer wieder Hinweise gefunden, das es Kunden gibt, die "schnittfesten" Honig wünschen.

    Also ich werde einen kleinen Teil meiner nächsten Ernten ungerührt abfüllen und der Natur ihren Lauf lassen.... Für direkten Verkauf empfiehlt sich ev. ein Flyer wo kurz erklärt wird, warum der ev. noch flüssig oder schon steinhart ist... Beim Wiederverkäufer wird das schon wieder kompliziert....

    Aber was ich da auf das Etikett schreibe ist mir immer noch nicht klar....

  • Also ich werde einen kleinen Teil meiner nächsten Ernten ungerührt abfüllen und der Natur ihren Lauf lassen....

    Ich habe den Einddruck, dass hier "steif" und "hart" verwechselt wird. Je nach Sorte wird ein Honig auch mit Rühren steif. Das gilt inbesondere dann, wenn er nicht aufgetaut, sondern nach dem Schleudern nur gerührt und dann abgefüllt wird.

    Mit "hart" meine ich einen Honig, der zu einem Block auskristallisiert. Das ist kein wüschenswertes Ergebnis und ein solcher Honig ist auch nicht "schnittfest", sondern eignet sich eher dazu, ein Messer abzubrechen

    Wir müssen unterscheiden zwischen der Konsistenz (flüssig, weichcremig, steifcremig usf.) und der Textur (fein, körnig, hart-kristallin)

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Mein Honig bleibt für 1,5 Jahre cremig,

    Und was passiert danach?


    Ansonsten sehe ich es wie WFLP - hier wird viel zu oft aneinander vorbeigeredet, weil die Begriffe unterschiedlich verstanden werden.

    Fängt schon damit an, dass es hier um die Honighärte geht, dann aber einige wieder auf diese Blüten abzielen und die Glastemperatur ins Spiel bringen, obwohl die mit der Honigkonsistenz garantiert rein gar nix zu tun hat.


    Ich fülle übrigens im Winter in kalte (+-13-15°C) Gläser ab und habe trotzdem nie Blüten.


    Aber sehr trockene, glucosebetonte Honige können nach dem Abfüllen auch bei richtigem Rühren durchaus - vorübergehend - etwas härter auskristallisieren als gewünscht. Das gibt sich dann aber nach kurzer Zeit wieder und danach sind sie perfekt.

  • Mit "hart" meine ich einen Honig, der zu einem Block auskristallisiert. Das ist kein wüschenswertes Ergebnis und ein solcher Honig ist auch nicht "schnittfest", sondern eignet sich eher dazu, ein Messer abzubrechen

    Und genau das wird wohl von einer kleinen Klientel auch gewünscht. So wies "früher" war... oder eben "ganz" natürlich.... außerdem bin ich selber neugierig...

  • Ich habe den Einddruck, dass hier "steif" und "hart" verwechselt wird.

    [...]

    Mit "hart" meine ich einen Honig, der zu einem Block auskristallisiert. Das ist kein wüschenswertes Ergebnis und ein solcher Honig ist auch nicht "schnittfest", sondern eignet sich eher dazu, ein Messer abzubrechen

    Wir müssen unterscheiden zwischen der Konsistenz (flüssig, weichcremig, steifcremig usf.) und der Textur (fein, körnig, hart-kristallin)

    Und "hart" wäre dann Teil der Konsitenz, oder? Was ist eine hart-kristalline Textur?


    Bei mir ist der obere Teil so, dass man kein Messer abbrechen kann. Man braucht aber Kraft um rein zu kommen und ich kann mir auch vorstellen, dass man dort einen Teelöffel rein stecken kann und ihn dann verbiegen. Wäre das an der Grenze zwischen steifcremig und hart? Man könnte jedenfalls problemlos Scheiben davon abschneiden.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • dass man dort einen Teelöffel rein stecken kann und ihn dann verbiegen. Wäre das an der Grenze zwischen steifcremig und hart? Man könnte jedenfalls problemlos Scheiben davon abschneiden.

    das wäre natürlich hart ;-)


    steifcremig ist wie Schmalz und keinerlei Kristalle auf der Zunge spürbar. Konsistenz bei ca. 20°C also fest, aber nach anfänglich leichtem Wiederstand beim Eintauchen des Messers/Löffels weich und ohne Anstrengung verstreichbar. Der Honig bleibt aber nach der Berührung weiter unbeweglich, d.h. scharfe Kanten bleiben scharf und verlaufen nicht, Löcher bleiben unverändert offen.


    Anders bei weichcremig, dem hier im Forum oft so genannten "Schleim". Verhält sich wie zähe Flüssigkeit, Löcher laufen also recht schnell zu, keine Kanten und das aller schlimmste: Solcher Honig läuft vom Brot! :evil: