Warum Verein?Welche Vorteile habe ich?

  • Habe ich ausser der Versicherung sonst noch vorteile ?

  • Hallo Gast


    Vorteile durch Vereinsmitgliedschaft - das hängt von Deinem Verein und von Dir ab :wink:


    Als 'Verein' treffen wir uns ca. 2 mal im Jahr, was praktisch ist, wenn Du eh schon einen vollen Terminkalender hast. Aber unsere 'alten Herren' (mein Mann und ich haben in unserem Verein zunächst einmal den Altersdurchschnitt kräftig gesenkt, so etwa auf über 60 :D) sind sehr hilfsbereit, wenn man Fragen & Probleme hat, und nehmen uns auch mit zu ihren Ständen, damit wir mehr Erfahrung sammeln können.


    Unser Verein hat einen Lehrbienenstand, auf dem die Vereinsmitglieder in den wärmeren Monaten Info- und Verkaufsdienst haben. Für uns ist das eine gute Sache, weil wir dadurch Honigkunden haben bzw. bekommen, und wir gleichzeitig Werbung für die Imkerei betreiben können, übrigens mit Erfolg. Die 'Jugendgruppe' in unserem Verein (die "U50") hat sich in diesem Jahr verdoppelt!


    Unser Verein besitzt einiges an Equipment, das von den Vereinsmitgliedern ausgeliehen werden kann: Schleuder, Wachsschmelzer, Mittelwandpresse. Das erspart uns einiges an Investitionen, und mit etwas gutem Willen und Flexibilität lässt sich das handhaben.


    Als Vereins- und DIB-Mitglied sind Honig- und Wachsuntersuchungen in unserem Landesverband (Rheinland) deutlich billiger als ohne Mitgliedschaft.
    Wir benutzen auch teilweise das DIB-Werbematerial, aber nicht die DIB-Gläser. :D


    Andererseits bin ich froh, dass wir nicht auf den Verein als einzige Informationsquelle angewiesen sind. Hier sind das Imkerforum und die Imkerfreunde meistens hilfreicher.


    Schönen Tag noch,


    Hedwig

  • Ja, den größten Vorteil bei einer Vereinsmitgliedschaft sehe ich auch in der Versicherung. Und dieser Vorteil wiegt die "Nachteile" auf.
    Weiterhin finde ich den Informations- und Gedankenaustausch in manchen Fällen für wichtig. Es ist schon interessant zu erfahren, wo in der Umgebung die Faulbrut ausgebrochen ist, wann und wo welcher Bauer zur chemischen Keule greifen will etc. Solche Informationen sind sind im Tagesgeschäft sehr hilfreich. Desweiteren hat man die Möglichkeit Honig kostenlos untersuchen zu lassen, ebenso Futterkranzproben.
    Für diese Vorteile setze ich mich einmal im Monat für ca. 1,5h in die Schänke, trinke ein Bier (oder jetzt lieber einen Grog) und höre zu (und mache mir selbstverständlich meine eigenen Gedanken über das gehörte).


    MfG
    Gerold Wustmann

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Gast
    Mir macht es im Verein am meißten Spaß,wenn ich etwas frage,was die Vereinsmitglieder nicht wissen.Um das zu erreichen,passe ich hier im Forum immer auf und lerne dazu. :wink: 
    Die Praxis kann dir das Forum schlecht zeigen, das lernt man im Verein.Darum bin ich in beiden gern.
    Keinen Spaß macht es,wenn sie alles neue direkt ablehnen,z.b. offener Gitterboden.
    Aber darum sind wir 40er ja da,um das zu ändern.
    Mit vielen Grüßen aus dem Saarland
    Guido

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Miteinander,
    im Verein sollten die Leute zusammen passen. Wenn ein etwas älterer Herr zu unserem Imkerverein stoßen würde, könnte er sich wahrscheinlich sehr wohl fühlen, das Durchnittsalter ist an die 70 Jahre. Wir haben auch einen jüngeren im Verein mit ca. 40, aber im Geist muss der schon ein Metusalem sein. Ich habe leider den Fehler gemacht gleich am ersten Abend dem Verein beizutreten und mich dann nach einigen Monaten nötigen lassen, das Amt des 2. Vorsitzenden anzunehmen, aber das soll schon öfters vorgekommen sein, dass einige genauso gehandelt haben. Dieser Fehler wird bei der nächsten Wahl revidiert. In unserer heurigen "Ausschußsitzung", die ich stellvertretend leitete, konnte ich keinen meiner gut gemeinten Aktionspunkte in die Tat umsetzen. Die Mitgliderzahl sinkt biologischer Weise jedes Jahr um 10 %, jetzt haben wir noch 83 Mitglieder, davon ca. 25 aktive. Man sollte als Neuling schon öfters zu den Monatsversammlungen gehen und dann später, wenn man den nötigen Durchblick hat, entscheiden, ist dieser Verein der richtige für meinen Imkerstil und was bringt mir der Verein und was kann ich für diesen tun. Die enthaltene Imkereiversicherung ist das unwichtigste, das es gibt, hier gibt es doch nur Notgroschen, bei einem Komplettschaden eines Bienenhauses war die Entschädigungssumme bisher 1000 DM, neuere Summen weiß ich nicht. Da ist man besser dran, wenn man sich selbst versichert (Haftplicht, Gebäude). Geräte haben wir im Imkereiverein auch keine brauchbaren, auch felht das Geld, da wir heuer miese machen. In meiner näheren Umgebung sind ein paar Imker, die sehr gut drauf sind, ohne Gifte imkern, also auf meiner Welle liegen würden, aber die gehen leider in keinen Verein. Also ich für meine Person würde ohne Verein glücklicher sein, aber bei nächsten 2 Jahre werde ich noch damit leben müssen.

  • hallo Honigmaierhofer
    Du glücklicher.Von solchen Zahlen träume ich als Schriftführer.Bei uns sind 14 aktiv,und davon 3-5 anwesend bei der monatlichen Sitzung.
    Gruß Guido

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Vereinsleute,


    bei uns im Alten Land, (KIV Stade), kann ich eigentlich schon einiges mehr erzählen, was Vereinsleben bedeutet. Sicherlich treffen wir uns zum monatlichen Stammtisch, doch wenn die Imker hinterher sind, dann passieren auch ganz andere Sachen: Jährliche Anfängerschulung mit Gastrednern; Jährliche Ausflüge zu anderen Imkerein, nicht nur in Deutschland!; mehrmalige gemeinsame Waschaktionen (Lauge) für Rähmchen und Beuten; gemeinsame Umlarvaktionen und natürlich das Entleihen von Gerätschaften, wie Refraktometer, Dampfwachsabschmelzer, Honigpresse, Schleuder, ....
    Hängt aber echt vom Engagement der einzelnen Imker ab. Das wir auf dem richtigen Weg sind, zeigen die Mitgliedszahlen: von 145 in 2001 auf 160 in 2002. Sicherlich sind nicht alle aktiv, auch bei uns sind jedes Jahr ca. 5 bis 10 Abgänger. Aber man kann etwas dagegen tun!!
    In der Gemeinschaft macht's imkern halt mehr Spass.


    Mit imkerlichem Gruß!


    Ronny

  • Hallo Gast,
    Ich kann dir nur raten das du dir den verein genau ansiehst, in den du
    beitreten möchtest.
    Viele vereine sind total überaltert.
    Dies bedeutet natürlich auch das man dort viele jahre erfahrung und den umgang mit den bienen erlernen kann.
    Das vereinsleben wie zb. gesellige fahrten,grillabende usw. hat für viele mitglieder ein positives.
    Nun hat auch dies,wie alles, eine kehrseite.
    Unter vielen imkern herrscht ein gewisser neid und konkurenzdenken,
    sie beraten gern, aber schlecht, um ihre eigenen honigabsätze zu behaupten.
    Neue methoden oder andere betriebsweisen sind nicht aktzeptabel da sie ja schon seit vielen vielen jahren erfolgreich (oder auch nicht) imkern.
    Und ihr honigertrag ist sooo hoch das sie alle anderen imker nur erblassen lassen.
    Aber auf ihren stand nehmen sie dich nicht mit, oder du musst dich einpacken wie ein astronaut damit dich ihre jahrelange inzucht nicht zum arzt befördert.
    Ich möchte das vereinsleben nicht schlecht machen (ich gehöre selbst einem an) aber beachte dies bei der auswahl deines vereines in dem du viele jahre aktiv arbeiten willst.
    Suche dir einen oder mehrere imker deines vertrauens und gehe für mehrere monate mit ihnen zu den bienen um alles kennen zu lernen.
    Und dann erst beantrage deine aufnahme.
    Mit imkerlichem gruß
    Andreas Hoppe