Kunststoffwaben

  • Der jetzige Vorsitzende weiß als Apotheker genau, was ein QM ist, was es kann und welchen Aufwand man dazu betreiben müsste. Muss ja nicht gleich Pharma sein, kleine Lsg. würde ja schon reichen.


    Diese Lücke im Wachskreislauf treibt ja die "Stilblüten" mit Eigenkreislauf, KSt.MW usw.


    Sie wollen es nicht!

  • Somit ist der Wachsanteil = Pestizidpuffer entsprechend kleiner -> eher gefüllt (mit Gefahr des Übertrags in Brut und Honig).

    Das ist eine Sichtweise, die die Befürwortung der Kunststoffmittelwände ja noch mehr angreift und entkräftet.

    Allerdings würde ich das nicht so sehen. Ich glaube nicht, dass die eingebundene Schadstoffmenge bei wenig Wachs genau so hoch ist, wie bei viel Wachs, bei angenommener gleicher Eintragsmenge. Aber das ist nur eine Vermutung ohne jeglichen Beleg.

    nur 15 ... 25%

    Meinst du das reicht? Ich würde die Zahl höher ansetzen. Wo kommt deine her?

  • eher gefüllt

    Warum?

    meinen herausgefunden zu haben,

    Sie reagieren auf die KS-MW indem sie diese zögerlicher bis zum Ende ausbauen.

    Vibrations-Verluste und/ oder Übertragungsverluste haben auf das Sozialverhalten Einfluss. Das wiederum Wirkung auf die Arbeitsabläufe.

    ODER: Alles nur Einbildung!

    Auswahl in den ANNAHMEN sind gegeben. 😩

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Beim Durchscrollen habe ich was von Biopolymer gelesen. Den Zahn kann ich Euch ziehen.

    Der Begriff wird für Produkte unterschiedlichsten Ursprungs verwendet.

    Viele nennen Wiederaufbereitetes Material so, das dann ein zweites Mal verwendet wird und darum Bio wird. Ev. sind auch nur ein paar Prozent wiederaufbereitetes Material drin.

    Es gibt Material das zumindest in der Deponie abbaubar ist obwohl die Rohstoffe nicht natürlich sind, aber darum trotzdem Bio.

    Es gibt dann auch Material das natürlichen Ursprungs ist und abbaubar ist. Meist Lignin basiert. Das ist aber schwierig zu verarbeiten, meist macht man Urnen draus. Auf gar keinen Fall werden da Waben draus.

    Dazwischen gibt es alle möglichen Mischformen.


    Jemand hat auch geschrieben dass der energetische Fußabdruck bei Wachs soo groß sein soll. Kunststoff wird meist bei 200-300°C endverarbeitet. Zuvor schon granuliert, raffiniert, transportiert, gefördert....

    Wachs bei max. 100°C

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt)

  • Dass mich niemand falsch versteht.

    Kunststoff ist ein absolut geiles Material und hat oft zu Unrecht ein negatives Image.

    Faszination Kunststoff – Ausbildung. Studium. Karriere.


    Man stellt daraus preisgünstige Produkte her die das Leben vieler Menschen retten oder zumindest verbessern.

    Es gibt kein Alternativ Material das diese vielfältigen Anwendungen abdecken könnte. Wir leben längst im Plastikzeitalter.


    Es macht aber keinen Sinn vollkommen ohne Not ein Naturprodukt zu substituieren.

    Material für Medizinprodukte wird über Jahre validiert und sicher nicht über den Preis verkauft. Medizinprodukte haben in der Regel ein Material eines Herstellers um den Aufwand zu begrenzen.

    Consumer Produkte fixieren sich in der Regel nur auf Kunststofftypen. D.h. man kann die Hersteller beliebig wechseln. Andere Hersteller verwenden anderen Rohstoffe und Verfahren.

    Diese Materialen werden weltweit gehandelt. Es gibt eine große Vielfalt.


    Wer soll ein möglichst billiges Material für sparsame Imker validieren?


    Wenn man schon meint ein einfaches Produkt wie Wachs nicht (Sorten)rein/ Schadstoffarm halten zu können dann ist es bei Kunststoff eine signifikant größere Herausforderung, die für den Verbraucher absolut unmöglich sein dürfte.


    Eines noch. Jemand schreibt Kunststoff könnte man Recyclen. Eher nicht.

    Meist wird es thermisch verwertet oder zu Parkbänken downgecyclelt.

    Während eine Blechdose wieder eine Dose oder ein Auto werden kann wird aus einer Medizinischen Spritze mit Sicherheit kein Medizinprodukt mehr.

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt)

  • Beim Durchscrollen habe ich was von Biopolymer gelesen. Den Zahn kann ich Euch ziehen.

    ...

    Es dann auch Material das natürlichen Ursprungs ist und abbaubar ist. Meist Lignin basiert.

    Es gibt viel "greenwashing", ohne dass es auffällt. Ist nicht immer "Bio" drin, wo Bio drauf steht. Und bei KSt. ist es tricky, weil durch Beimischungen von "whatever"kann es dann als Biopolymer durchgehen.


    PE, PP, PET ist sicher nicht biol. abbaubar, jedenfalls nicht innerhalb von einigen Jahren. Du kennst Dich ja aus mit der Materie. Was ist mit PLA, Polylactat oder anderen biol. abbaubaren Stoffen ? Zugegeben, im Komposthaufen des Gartens dauert es mit dem Abbau. In ind. Kompostieranlagen sollen diese jedoch abgebaut werden.


    Was ist denn Deiner Meinung nach in solchen Materialien an lipophilen Substanzen nach dessen Herstellung und Verarbeitung zu finden, das bei Temperaturen von 35 °C ins Wachs übertreten kann ? Mir fallen da nur Monomere (Milchsäure) oder Katalysatorreste ein. Kannst dazu bitte etwas benennen ?!

  • Bei QM meine ich jetzt nicht nur die Wachsstrecke, sondern den gesamten Prozeß der Lebensmittelherstellung.

    Wachs ist dabei nur ein kleiner Teil.


    Ich als kleiner Imker möchte bei 10kg Wachs für die Umarbeitung nicht noch 150€ für die Laboranalyse drauflegen.

    Hab ich ein QM, dann muss ich es.

    Beginnen wir beim Wachs gehen über zu Pollen, Propolis zu Honig , weiter zu Ablegern oder KS mit virologischen Pflichtanalyse bis hin zum Verkauf einer Königin.


    Irgendwann will ich einfach nicht mehr imkern, da ich als OneManShow zum Laborbelieferer und Vorgansverwalter verkomme, der einfach keine Absatzgebiete bedienen kann, da seine Verpackung nicht QM konform einer EU-Gurke entspricht.

    Irgendwo möchte ich mich dieser Totregulierung und Überbürokratisierung verweigern, kann es aber nicht, da ich selbst mehr Sicherheit für meine Völker und meine Produktion brauche/haben wollte/will.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • eher gefüllt

    Warum?

    Die Frage bezieht sich wohl auf #162. Deshalb noch einmal ausführlicher:

    Bienenwachs nimmt Pestizide auf, egal, ob vom Imker aktiv eingebracht (Akarizide) oder von den Bienen bei Sammelflügen gezwungenermaßen mit eingetragen. Das Wachs wirkt so als Pestizid-Puffer. Das ist allgemein bekannt.

    Wenn nun die Menge an Bienenwachs pro Wabe durch Einsatz von KunststoffMW wesentlich abgesenkt wird, verkleinert sich dadurch zwangsläufig dieser Puffer entsprechend und kritische Konzentrationsgrenzwerte werden dann eher erreicht als bei größerer Puffer-/Wachsmasse.

    Ich gehe aus davon, daß die "Ersparnis" von echtem Bienenwachs durch den Einsatz von KunststoffMW pro Wabe bei etwa 75 ... 85% liegt*. Diese Zahlen schwanken sicher und man könnte trefflich darüber streiten -> Vielleicht sagen die Kollegen mal etwas dazu, wieviel Wachsausbeute/Wabe sie beim Abschaben der Zellwände von der KW-Matritze erzielen?


    *I.A. wird z.B. für Zander das Gewicht einer LeerW mit 120 g angegeben, wobei die MW 80 g und das Wachs der Zellwände 40 g ausmachen sollen. Nach meinen Erfahrungen mit Naturbau sind zumindest die Zellwände etwas filigraner = leichter.

    Ich gehe im Vergleich von Naturbau aus, weil:

    a) Naturbauwachs als Pestizid-Puffer weniger vorbelastet/voraufgefüllt sein dürfte als bei Verwendung von industriell gefertigten MW aus Imker-Altwachs, üblicherweise vom industriellen Umarbeiter noch passend abgemischt mit Synthesewachs,

    b) KunststoffMW ja auch damit beworben werden, daß die Bienen auf ihnen Naturbau errichten.

  • Ich als kleiner Imker möchte bei 10kg Wachs für die Umarbeitung nicht noch 150€ für die Laboranalyse drauflegen.

    Das hatten wir bereits in verschiedenen Fäden diskutiert. Es geht nicht um QMS beim Imker, denn dessen Bienen liefern echtes Bienenwachs, nichts anderes. Es geht vielmehr darum, daß die Imkerschaft den wirtschaftlich haushoch überlegenen industriellen Umarbeitern endlich auf die Finger bzw. in die Schmelzkessel und in die Warenein- und Ausgangsbücher schauen darf. Aber dagegen wehren sich die bis heute erfolgreich - übrigens nur gegenüber der Imkerschaft, obwohl die ja sogar den Rohstoff liefert, nicht aber gegenüber allen anderen Abnehmerbranchen von der Pharma-, Kosmetik- bis sogar zur Kerzenindustrie.

    beemax hat diesen unkontrollierten Absatzanteil "Imkerbedarf" treffend als die ideale (Abfall-)Senke bezeichnet, in der Geschäftemacher unerkannt all den Unrat absetzen können, den die anderen Branchen ihnen niemals abnehmen würden.

  • DieLösung sieht dann so aus, dass nur noch Eigenwachsverarbeitung eine langfristige Perspektive haben müsste.

    Das scheitert aber an der Inkonsequenz der Imkerschaft.

    Aber auch Eigenwachs ist recht bald nicht mehr sauber. Trennung verschiedenen Wachsarten und Altersklassen wird ja schon schwierig.

    Also, ein weites Feld der Betätigung!

    Es geht ja um die Bienen! Und um die Bienenprodukte.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • ...

    ...dass nur noch Eigenwachsverarbeitung eine langfristige Perspektive haben müsste.

    Das scheitert aber an der Inkonsequenz der Imkerschaft.

    Nicht alle über einen Kamm scheren! Da gibt's schon konsequente Mitspieler, die sehr genau auf ihre Matetialien achten. Die geben sie nur aus der Hand, wenn Umarbeiter garantieren, dass sie ausschließlich das Eigene wieder bekommen.


    Nochmals zum QM: Es wäre schon ein großer Schritt, wenn die Rohstoffeinträge dokumentiert und stichprobenartig analysiert werden. Weiterhin die Prozessdaten inkl. Zuschlägen und Prozessanalytik und schließlich ein Endprodukt Analysenzertifikat mit mod. Methoden (GC MS), welches den Namen auch verdient. Analysen mit Ester-, Säure- und Verseifungszahl stammen aus den 60'er Jahren des vorigen Jh. und haben kaum Aussagekraft bez. Verfälschung wie Stearinsre. oder Paraffinen oder Polyglykolen et.


    Das kostet keine großen Summen. Schon gar nicht im Vgl. zuden Kosten und dem Aufwand für die ganzen Umwege, die wir machen.


    Man müsste nur wollen!

  • Man müsste nur wollen!

    Wer müssen soll muss wollen dürfen!

    Die so oft gepriesenen Vereine müssen Aufgaben übernehmen und dementsprechend Forderungen an ihre Mitglieder stellen.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.