Kunststoffwaben

  • Aber es sollte niemand glauben dass es Qualitativ ein Fortschritt ist wenn man wegen der Verfälschungsthematik von Wachs auf Kunststoff geht. Jeder kann einen eigenen Wachskreislauf aufbauen. Mit Kunststoff geht das nicht.

    Beim Wachs kann man die Lieferkette überblicken!

    Ok, Lieferkette beim Wachs, die Mittelwände kommen ausm Regal beim Händler und mit ein bischen Glück weiss man sogar von welchem Großhändler der sie Kauft.

    Nach ein paar Jahren hat man evtl. genug Wachs für eine Eigenwachsumarbeitung, da ist völliges Vertrauen an den Umarbeiter angesagt, hat man ja vor ein paar Jahren gesehen, was das bedeuten kann. Kenn leider mehrere Imker die kein Eigenwachs zurückbekommen haben.

    Die Mittelwände aus dem Handel bestehen aus Wachs, von, naja keine Ahnung deutsches Bienenwacd ist aber in vielen Bereichen sehr beliebt und teurer da es verhältnismässig Schadstoffarm ist.



    Beim Kunstoff braucht man sein eigenes Entdeckelungswachs und hat die volle Kontrolle. Der Kunststoff der verwendet wird ist meist PE oder PP, beides Kunststoffe die super meist ohne Weichmacher verarbeitet werden und bei den typischen Waben in Lebensmittelqualität verwendet werden. Ob da mehr wirklich was ins Wachs wandert halte ich für zweifelhaft.

  • ob gut oder schlecht, deshalb kann mans doch trotzdem probieren ;)


    deswegen, bitte zurück zum Thema. Erfahrungsberichte?:)

  • max , ich lass' jetzt mal das Zitieren. Deinen letzten Absatz möchte ich dick unterstreichen: alles (!), was lipophil (fettlöslich) ist, mit dem Bienen in Kontakt kommen, landet mehr oder weniger im Wachs. Das gilt für lipophile Milbenbehandlungsmittel, für PSM, die zumeist lipophil sind und für jegliche anderen Stoffe. Und - es bleibt drin im Wachs (das sog. Wachsgedächtnis); man kann es nicht mit vertretbarem Aufwand reinigen. Ich bezweifle, dass man es überhaupt reinigen kann.

    Selbstverständlich gilt dies auch für ggf. im Kunststoff (PP oder PE) enthaltene Fremdsubstanzen. Jedoch gibt's nicht nur "chin. minderwertige Ware", sondern auch hier gibt's Qualitätsprodukte.


    Das macht die Wachsthematik so dramatisch. Viele erkennen nicht einmal, wenn sie verdrecktes Wachs einsetzen und die Bienen dort Probleme haben. Dann ist ein qualitativ hochwertiges KSt-Produkt durchaus wertvoll, um eine Sanierung vorzunehmen.

  • Es gibt für so einige Anwendungen Gründe, warum man nicht eingefahrene Wege geht. Oft erkennt man diese nicht, weil der eigene Tellerrand noch auf Kaffetassenniveau ist. Das sollte man jetzt nicht als Vorwurf sehen, nein, ich erlebe es selbst auch immer wieder.

    Für mich sind Plastikwaben, die ich nur im beschränktem Umfang und nicht allumfassend anwende, ein Unterstützung bei der Degression.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Außer in Notsituationen wie bei B. Heuvel, gibt es imho keine, gar keine Notwendigkeit für Plastikmittelwände. Nur weil man etwas ausprobieren kann, muss man es nicht ausprobieren. Du probierst die Plastikmittelwände aus. Ohne Not. Ok. Und dann? Was machst Du damit? Entsorgen?

    Plastik Planet.


    Tom

  • Wie könnten wir näher am Thema „Kunststoffwaben“ sein als über mögliche Rückstände von chinesischen Kunststoffwaben zu diskutieren?

    Sind Kunststoffwaben nicht lebensmittelecht? Du hast bestimmt Zugriff auf Untersuchungen/Nachweise/Belege? Um Welche Rückstände handelt es sich, in welcher Konzentration, bei welchen Produkten?

    Außer in Notsituationen wie bei B. Heuvel, gibt es imho keine, gar keine Notwendigkeit für Plastikmittelwände. Nur weil man etwas ausprobieren kann, muss man es nicht ausprobieren.

    Kunststoffmittelwände sind offensichtlich eine weltweit bewährte Betriebsweise. - Muss aber nicht jedem gefallen.

  • Außer in Notsituationen wie bei B. Heuvel, gibt es imho keine, gar keine Notwendigkeit für Plastikmittelwände.

    Das kann man auch anders sehen (s. o. #5). Warum nutzen Berufsimker in Übersee solche Teile ? - Weil sie gerne KSt. einsetzen statt Eigenwachs? - Wohl kaum...


    Dort wo es auf mögl. gleiche Entwicklung ankommt, wo es keine indiv. Volksbetreuung aufgrund der Anzahl geben kann, erleichtert der Einsatz von KSt-MW oder gar ganze Rahmen offensichtlich die Arbeit und begünstigt den Ertrag.

  • Außer in Notsituationen wie bei B. Heuvel, gibt es imho keine, gar keine Notwendigkeit für Plastikmittelwände.

    Das kann man auch anders sehen (s. o. #5). Warum nutzen Berufsimker in Übersee solche Teile ? - Weil sie gerne KSt. einsetzen statt Eigenwachs? - Wohl kaum...


    Dort wo es auf mögl. gleiche Entwicklung ankommt, wo es keine indiv. Volksbetreuung aufgrund der Anzahl geben kann, erleichtert der Einsatz von KSt-MW oder gar ganze Rahmen offensichtlich die Arbeit und begünstigt den Ertrag.

    Ich stimme Sonnenblume vollumfänglich zu! Berufsimker in USA/CA als Vorbild zu nehmen, ist wohl schon mutig. Die machen ja aus den von dir genannten Gründen noch ganz andere Sachen, die Mann und Frau in Europa nicht machen möchte. Ebenfalls aus guten Gründen.
    Falls ich meine Völkerzahl nur noch bewirtschaften könnte, wenn ich Plastikmittelwände einsetze, wäre irgendwas schief gelaufen, ist meine ganz subjektive Meinung. Meine Nordwaben habe ich alle schon vor Jahren verschenkt.

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.

  • Ich argumentiere da jetzt einfach mal etwas anders:

    Wenn die Plaste-MW lebensmitteltechnisch unbedenklich sind und sie mir meinen Betriebsablauf vereinfachen (bspw. kein Einlöten, kein Einschmelzen, nur abkratzen, etc.), dann: Warum nicht?


    Das Plastik problematisch ist - einverstanden. Aber wir benutzen Plastik-Honigeimer, Plaste-Futterzargen, Plaste-Böden und Plaste-Beuten.

    Insofern sind wir da ja allesamt an der einen oder anderen Stelle bereits mit reichlich Plastik unterwegs.

    Deswegen finde ich das Ausprobieren von Plast-MW durchaus legitim :-)

  • Das Plastik problematisch ist - einverstanden. Aber wir benutzen Plastik-Honigeimer, Plaste-Futterzargen, Plaste-Böden und Plaste-Beuten.

    Insofern sind wir da ja allesamt an der einen oder anderen Stelle bereits mit reichlich Plastik unterwegs.

    Deswegen finde ich das Ausprobieren von Plast-MW durchaus legitim :-)

    Da bin ich dogmatisch, Plastikwaben geht einfach nicht. BTW, das mit dem "einfach" Abkratzen und Bewachsen - probier das erstmal aus und dann reden wir wieder. Besonders wenn die Dinger bebrütet waren.
    Böden und Fütterer haben keinen direkten Kontakt mit Honig und Wachs, daraus wird kein Bienenprodukt gewonnen. Plastikeimer sind auch bald Geschichte, Lagerung nur noch in Edelstahl. Ziel ist immer "von der Wabe ins Glas".

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.

  • Da kann ich Immenreiner nur zustimmen. Einzig bei Futterzargen würde ich eine Ausnahme machen. Ach ja und die Kunststofffolien finde auch praktisch.

    Übrigen hat da selbst der Biozertifizierer keine Bedenken.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)