Füttern im Winter

  • Hallo Zusammen


    Jeder kennt es; habe ich auf den Winter genug eingefüttert? Reicht das Futter bis im Frühling?

    Ich habe mir vor einiger Zeit überlegt, wieso wir nicht einfach beim Einwintern einen Futterteig oder einen Futterbeutel mit Flüssigfutter auf die Wabenschenkel legen.


    Ich bin mir bewusst, dass die Bienen unter 10-15 Grad kein Futter aufnehmen. Aber es gibt ja immer wieder Tage, wo es genug warm ist zwischendurch.

    Bestimmt wurde dies bereits angedacht und aus guten Gründen wieder verworfen.

    Kann mir jemand plausibel erklären, wieso dies nicht gemacht wird?


    Lieber Gruss

    Coni

  • Das wird so gemacht und die Suchfunktion liefert Dir die Verfahren.

    Aber immer gilt: Das ist eine Notlösung, die nicht erforderlich sein sollte.

    Außerdem man kann leicht prüfen, ob genug Futter im Stock ist.

    Die Bienen nehmen übrigens auch unterhalb der genannten Temperaturen Futter ab, wenn es nah genug am Wintersitz ist, am besten darüber.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Habe / musste ich auch schon mal.

    FT gemacht und vor dem Winter aufgelegt. Alle betroffenen Völker haben den Frühling mit reichlich Brut auf den Waben erreicht. Und haben sich sehr gut entwickelt.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Bei den großen Kästen ist mir das ewig nicht mehr passiert.

    Anders bei meinen Miniplus. Da musste ich letztes Jahr nachfüttern. Nachlässigkeit. Glücklicherweise stehen sie im Garten. Ich habe ihnen eine Schale mit Honiglösung in den Boden gestellt. Dafür habe ich bereits bestückte Böden vorbereitet. Das Tauschen ging ruckzuck. Sie kamen alle stark aus dem Winter.

    Meine Lehre daraus: Dreizargig überwintern.

    Du musst nicht alle deine Völker behandeln, nur die die du behalten möchtest.

  • Ich bin mir bewusst, dass die Bienen unter 10-15 Grad kein Futter aufnehmen.

    Doch, das machen sie, wenn z. B. Futterteig direkt über dem Bienensitz aufliegt.


    Ich füttere ab Anfang März so zu, was die Auswinterung unterstützt. Von Okt. bis Febr. benötigt ein normales Volk 7 -8 kg Futter. In den Völkern ist natürlich mehr eingelagert. Jedoch meine ich, diese frühe Fütterung macht sie aktiver und so erhält jedes Volk beim Schied setzen ca. 500 g FT auf die Oberträger über dem Bienensitz. Das kompensiert die neuerlich hier auftretende Spätwinterperiode im März / April mit Tagestemp. unter 5 -6 °C.

  • Ich bin mir bewusst, dass die Bienen unter 10-15 Grad kein Futter aufnehmen.

    Also das ist ein völlig falscher Gedanke. Bei Futter über dem "Kopf" des Biens wird auch bei tieferen Temperaturen Futter aufgenommen, wenn in den Waben kein Futter mehr ist. Sonst würden sie ja über Winter erstarren, weil sie nicht heizen könnten. Futterteig im Winter ist die beste Notlösung, sollte aber die Ausnahme sein.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)