Dampfwachsschmelzer für DNM 1,5 + Desinfektion - nur welchen?

  • Moin Moin,


    ich bin seit Monaten mit mir am Ringen, einen vernünftigen Dampfwachsschmelzer für unsere DNM 1,5 Rähmchen anzuschaffen, da die jetzige Lösung ( Sonnenwachsschmelzer im Sommer und IKEA Box + Tapetenablöser im Winter ) mehr als suboptimal ist - sprich nicht wirklich spaßig. OK der Sonnenwachsschmelzer geht so, aber jetzt ist die Zeit was vernünftiges anzuschaffen.


    Was suche ich:


    - Es sollen wie beschrieben DNM 1,5 Waben reinpassen und nach Möglichkeit so 15-20 Stück auf einmal

    - Gas oder Elektrisch ist mir gleich - bloß keinen Tapetenablöser

    - er soll so dimensioniert sein, dass ich ihn auch zum Desinfizieren der 1,5er Beuten ( Kunststoff ) nutzen kann, da ich bis dato immer auf die Waschtage des Verein zurückgreifen muss. Das will ich mir sparen, in dem ich in Ruhe desinfizieren kann, wenn ich es für nötig halte und nicht nach Terminkalender arbeiten möchte.


    Im Netz habe ich nur den APINord Gigant gefunden, vlt. hat jemand von euch noch ne Idee, ob ein anderer Anbieter welche hat, wo ich die Zargen reinbekomme, bzw. auch die Rähmchen? Weil viele die ich gefunden habe, sind einfach zu klein, dass heißt ich bekomme weder die Rähmchen, geschweige denn die Zargen rein.


    Hat also wer einen Tipp? :) Schon einmal Dank im voraus!


    Viele Grüße


    Northlight

  • Ich schmelze meine 1,5-Waben im Zargenturm (alte Segeberger) und Einschmelztrichter + Tapetenablöser. Funktioniert ganz gut.

    Der Vorteil ist: Der Zargenturm steht das ganze Jahr über (Flugloch natürlich bienendicht verschlossen) im Garten und ich kann während der Saison anfallende Altwaben dort einfach einhängen/zwischenlagern und sie einschmelzen, wenn ich Zeit habe. Zu lange sollten sie dort wegen der Wachsmotte allerdings nicht bleiben ;)

    11 Völker (Carnica) auf DNM 1,5 mit Schied (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Hat also wer einen Tipp? Schon einmal Dank im voraus!

    Ich rate zum Eigenbau. Ich habe gerade selbst einen in Planung (mein alter fiel einem Brand zum Opfer) und kann Dir dann ein paar Fotos vom Bauablauf schicken.

    Ich nehme Alubleche, die man günstigt und passend zugeschnitten bekommt. Der Rest sind handelsübliche Aluprofile. Das Ganze ist natürlich doppelwandig und innen mit Mineralwolle gedämmt. Zum Abdichten kommt vor der Montage Siikon zwischen alle Verbindungen. Zusammengefügt wird das Ganze mit Blindnieten. Das geht bei Alu sehr einfach, weil es sich fast so einfach bearbeiten lässt wie Sperrholz.

    An Werkzeug braucht es nur eine Bohrmaschine, Metallsäge und eine Blindnietzange.

    Ich bin handwerklich kein großes Genie.

    Wenn der Dampfwachsschmelzer dicht und ausreichend isoliert ist, kann man eine Größe bis 20 Waben problemlos mit den handelsüblichen 2-KW-Dampferzeuger betreiben.

    Mein Schmelzer ist übrigens auch auf ca. 20 Waben 1,5 DNM ausgelegt.

    Er kostet (ohne Dampferzeuger) ca. 160 Euro. Vergleichbare Geräte kosten im Handelt das drei- bis vierfache.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Moin,


    @WFLP: einerseits hört sich das gut an, aber geht der dann auch als Desinfktionsbecken? Weil ich stelle mir Alu kritisch vor, wenn man Säuren rein füllt und diese dann erhitzt. Weil Alu schmilzt ja bei knapp über 600 Grad Celsius und sofern man einen Gasbrenner runterstellt ( was ja für die Desinfektion nötig ist ), hat man diese schnell erreicht. Nicht dass der Brenner das Alublech durchschmilzt und die ganze Desinfektionslösung sich dann verteilt.


    Wiegesagt, ich will neben den ganzen Ausschmelzen auch den Schmelzer als Desinfektionswanne nutzen.


    @Manuel91 - scheidet für mich komplett aus, da ich wiegesagt vom Tapetenablöser weg will. Und einen Brenner in die Zargen halten, hat wohl einen finalen Effekt :)

  • ... wenn man Säuren rein füllt

    Ich verstehe auch nicht, was Du Desinfizieren willst. Eine Desinfektion des Materials bei Faulbrutsanierung erfolgt übrigens mit Natronlauge, nicht mit Säuren.

    Für alles andere reicht der Dampfwachsschmelzer völlig aus.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Man sollte nie schreiben, wenn man noch nicht richtig die Augen auf hat :)


    Ja, ich meinte Natronlauge, nicht Säure.


    Hintergrund: Wir sind hier umzingelt von Faulbrutherden ( bei uns direkt ist es Gott sei Dank noch ruhig ). Da mir eine kosequente Rähmchenhygiene und auch Zargenhygiene sehr wichtig ist, will ich ( was man eigentlich immer machen sollte ) regelmäßig die Zargen und die Rähmchen reinigen. Sprich die ausgeschmolzenen Rähmchen und die Zargen, welche anfallen nach Kunstschwarmentnahme ( bei der TBE ), Völkern die eingegangen sind ( leider 2 Dank der Varroa aktuell ) und Zargen die schon zu lange im Gebrauch sind usw. und klarerweise auch die Werkzeuge. Diese sollen dann einmal im Jahr ins Natronbad. Daher ist mir die Desinfektion neben dem reinen Wachsschmelzen recht wichtig und ich möchte keine 2 Geräte stehen haben, wenn es auch mit einem geht - Platzmanagement


    Viele Grüße

  • Dieser Plan beruht aber auf der (veralteten und irrigen) Auffassung, dass die Faulbrutsporen immer im Volk vorhanden seien und durch konsequente Hygiene unter Kontrolle gehalten werden könnten.

    Dir hilft das alles nichts, wenn ein Volk kiloweise Hönig aus einem befallenen Volk räubert. Das nämlich ist neben dem Verfüttern von fremden Honig/Futterwaben und der Nutzung fremden undesinfizierten Materials (also imkerlicher Blödheit) die Hauptquelle von Infektionen.

    Deswegen: Entweder regelmäßig das Volk im offenen Kunstschwarmverfahren sanieren (was als Prophylaxe ziemlicher Irrsinn wäre) oder halt regelmäßig testen und nur handeln, wenn der Befund positiv ist.


    Wenn man die Hauptinfektionsquellen nicht ausschließen kann, ist das regelmäßige Desinfizieren unsinnig. Das ist ungefähr so, als würde man im Bad mit Sagrotan arbeiten, aber in de Küche auf dem Schneidbrett, auf dem eben rohes Hähnchenfleisch war, Rohkost schneiden.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ohne jetzt einen Glaubenskrieg auslösen zu wollen, sehe ich dass ein wenig anders. Eine Beute welche als Bsp. 5 Jahre im Einsatz war sollte doch auch ab und an desinfiziert werden. Wir reden ja nicht nur von der Faulbrut an Erregern, sondern es gibt ja auch andere Krankheiten, welche im Volk auftreten können und sich an Rähmchen usw. einnisten können. Und ob man diese Krankheitserreger nur über den Dampf kaputt bekommt, ist die Frage.


    Viele Grüße

  • Schade Northlight,


    An den API Nord Gigant habe ich aus fast den gleichen Gründen wie du Interesse.

    Allerdings gibt es kaum verlässliche Erfahrungsberichte. Daher wäre es schön, wenn da jemand aus der Praxis berichten könnte.

    Leider wird in der Imkerei ja zuviel Schrott für teures Geld verkauft.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Hallo,

    Ohne jetzt einen Glaubenskrieg auslösen zu wollen, sehe ich dass ein wenig anders. Eine Beute welche als Bsp. 5 Jahre im Einsatz war sollte doch auch ab und an desinfiziert werden.

    Nein !


    Oder besser, nur wenn ein besonderer Grund vorliegt !


    Die Bienen können Ihren Stock am besten selber "Sauber" halten,

    auskratzen und abkratzen und sind bei Beute und Rähmchen völlig ausreichend !!


    Ist das BSV Empfehlung / Anweisung oder wo kommt soetwas her ??


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • So hatten wir dieses auf der BSV Schulung im letzten Jahr vermittelt bekommen. Auch bei einigen Treffen in Celle wurde es so vermittelt.


    Darum geht es aber jetzt auch nicht. Von Interesse gilt immer noch ein Wachsschmelzer, wo man Rähmchen im DNM 1,5 Format reinbekommt, welchen man auch als Desinfektionswanne für Beutenteile nutzen kann...... Vlt. hat ja jemand Erfahrungen damit, positiv wie auch negativ.