Ablegerförderung 3 Königinnen Betriebsweise

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    Das erste volle Jahr haben wir mehr oder weniger erfolgreich hinter uns gebracht. Nun überlege ich was ich im nächsten Jahr besser machen kann.

    Ich habe in diesem Jahr über Kunstschwärme mit selbst nachgezogenen Königinnen vermehrt. Teils aber die Kunstschwärme zu klein gebildet. In der Regel hatte ich pro ks eine Beute Dadant nur eine Beute habe ich mit Sperrholzschied Bienendicht bis zum Absperrgitter geteilt. Die beiden Kunstschwärme in dieser Beute haben sich rasant entwickelt und sogar noch einen ganzen Honigraum gebracht. Wobei ich die anderen die ganze Zeit füttern musste.

    Auf YouTube habe ich auf einem cannadischen Kanal jemanden gesehen der 3 6ER Ablegerkästen nebeneinander stellt darauf zwei Absperrgitter und zwei Honigräume nebeneinander.

    So teilen sich immer zwei Ableger einen Honigraum und die Pflegebienen können dahin wo Bedarf besteht.

    Ich würde das gern nächstes Jahr ausprobieren. Von den Maßen passt das mit meinen 10er Langstroht Honigräumen.

    Was haltet Ihr davon ? Habt ihr Erfahrung mit der 2/3 Völker Betriebsweise ? Dinge auf die man achten soll ?

  • Auf der Apimondia traf ich einen US-Imker, der ein Eigenbau System vorstellte, in dem unterhalb des ASG zwei Völker im geteilten BR mit jeweils 10 LS-Rähmchen Platz fanden. Darüber war ein "Basis- HR" - jeweils zur Hälfte über den beiden nebeneinander angeordneten BR's - auf den weitere HR's aufgesetzt werden konnten. Er sprach von mind. 120 kg Honig, die er mit dieser Anordnung üblicherweise ernten konnte.


    Ist ja sehr ähnlich der 2-Königinnenbetriebsweise, die hier schon des Öfteren diskutiert wurde (Suchfkt). Wie's im System 3 : 2 aussähe, vermag ich nicht zu sagen. Würde aber starkes "konkurrentes Brüten" erwarten, dann auch Schwärme, wenn es nicht frühzeitig gut austariert wird.


    Wenn ich die Bilder wiederfinde, reiche ich sie nach...

  • Ich halte die Aussage konkurrierendes Brüten für nicht ganz passend.

    Meiner Meinung hat das etwas mit optimierter Brutpflege zu tun. Auf Grund der größeren Masse an Bienen, kommt es möglicherweise zu einer besseren Arbeitsteilung. Damit werden mehr Pflegebie en frei, die Brut pflegen, die sonst ausgeräumt wurde.

    Warum sollte in freier Natur eine Königin mehr legen wollen, als eine andere. Die Natur ist minimalistisch und keine Konkurenzbrutfabrik.

    Durch Erfahrungsberichte beim Betrieb von ZKV (ZweiKöniginnenVolk) wurde mitgeteilt das so ein ZKV immer einem schwachen Volk überlegen ist.

    Ein echt einzelnes gutes und starkes Volk bzw 2 davon sind immer besser als ein ZKV. Meinen wenigen Erfahrungen mit ZKV in 2x6er Abteilen einer 12xDD Beute zufolge behindern sich diese sogar, weil die volle Leistung einer Königin auf 6 Waben nicht ausgeschöpft werden kann.


    Eine parallele 2 Beutenbasis unten mit mittig gestapelten HR könnte das Resourcenproblem minimieren. Ansonsten finde ich das zu unhandlich. Peschetz hat seine Variante von 3KV veröffentlicht. Suche mal danach und lies seine Erfahrungen. Berhard Heuvel hat viel zu ZKV geschrieben. Such dazu mal nach Die Kraft der 2 Herzen.

    Ansonsten gibt es hier im Forum auch eine Masse von Infos dazu.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • ich habe den link wiedergefunden


    Mir geht es in erster Linie darum Ableger in ihrem Wachstum zu unterstützen ohne Unmengen an Arbeit und Futter zu investieren. Wenn sie ein wenig Honig bringen habe ich nichts dagegen aber darum geht es nicht primär. Ich denke da sich die Völker die Pflegebienen teilen können werden mehr Kapazitäten frei bzw die Zellen werden besser gepflegt und die Bienen leben länger so zumindest habe ich es aus den Ausführungen von Bernhard in Erinnerung. So werden mehr Flugbienen frei die sich um die Selbstversorgung kümmern können. Bedeutet für mich ich muß nicht immer Zuckerwasser schleppen Tracht vorrausgesetzt natürlich.

    Bruder Adam sagt ja Königinnen sollen ins Paradies geboren werden warum sollte das nicht auch für Arbeiterinnen gelten.

    Die Ableger sollen früh gebildet werden, nach der Linde wieder getrennt werden und in 10er Dadant wandern.Je nach Varroabefall verbunden mit TBE oder ohne. Wie es da mit der Schwarmgefahr aussieht weiß ich nicht aber ich hab auch noch nicht gehört das Ableger abschwärmen aber da hab ich auch zu wenig Erfahrung

  • Ich führe dieses Jahr einige ZKV im 2. Versuch durch den Winter mit einem geteilten HR unter dem geteilten DD Brutraum. Somit habe ich 6xBW und 5xFutterwaben. Das sollte als Vorrat reichen.

    Im Frühjahr wird wieder das ASG aufgelegt und der untergesetzte HR wird dann quer aufgesetzt, um so den Raum zum gemeinsamen Austausch zu haben.

    Es gibt viele Beispiele und Videos für multiple Ableger in einer Beute.

    Die ersten 2x3 Wabenableger mit unbegatteten Königinnen in diesen Jahr hatte ich 04/05.2019 gebildet. An Schwarmstimmung habe ich bei den 7xZKV Ablegern von April bis Oktober nichts bemerken können.

    Ende Oktober habe ich die 6 kleinsten Einheiten jeweils 2 zu einem Volk vereint.

    1 Volk hat es Stand heute trotz Zusammenlegung bisher nicht geschafft.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Chrisbee, genauso, wie der Ian Stepper, habe ich es gemacht, allerdings nicht mit LS sondern Dadant US.

    Mein Fazit nach einer Saison.

    Zu kompliziert, faengt ja schon beim füttern an.

    Fuer die kommende Saison will ich nur zweier Einheiten führen auf 10 er Dadant. Da passt dann alles, Fütterer, Deckel.....

    Evt auf 1 1/2 uberwintern

  • In #4 war ich doch so nett und habe zum Vollsyntax dann den Kurzsyntax erklärt. :)

    Weil es so ein elend langes Wort zum schreiben ist und ich doch weis, das das blöd ist, wenn es nicht irgendwo steht, habe ich angenommen, das ich das im selben Thread nicht in jedem Artikel machen muss und es noch 2 Artikel später im Gedächtnis bleiben könnte. ;)


    Da habe ich mich wohl verzockt.

    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Ich benutze die Kompatiblen Beuten von Wagner mit 10er Dadant us und 2/3 Langstroht Hr. Ich hab am Anfang Reiners Buch gelesen und bin deshalb auf das hier im DN Land untypische Dadant Maß gegangen. Meine Frau hat zwar Dn aber bis auf die beiden styro Beuten auch mit 2/3 Langstroht Honigräumen deshalb die kompatible Beute

    Ablegerkästen baue ich aber selbst nach dem Vorbild der Magazinimker. Die Ablegerkästen wollte ich nach hinten ein Stück ausziehen für ein Futterabteil das ohne abnehmen der Honigräume befüllt werden kann. An Separate Honigräume für die Überwinterung der Ableger habe ich auch schon gedacht. Dies Jahr habe ich einen Hr für einen Ablegerkasten Testweise gebaut in den auch Mini Plus gehängt werden kann. Der ist im Prinzip so wie der 12er überwinterungskasten von Wagner. Für diese Art der Ablegerhaltung ist aber vieleicht ein fest im Honigraum verbautes Absperrgitter sinnvoll oder zumindest eines das für die Ablegerkästen genau passt. Nur weiß ich nicht ob die Bienen im Winter den Totenfall dadurch beseitigen können wenn man den Honigraum mit einem fest verbautem Gitter untersetzt. So könnte man die Kisten ohne Gefahr bearbeiten. Mit zwei ganzen Absperrgittern sind ja immer zwei Völker offen wenn man eins wegnimmt. Sorry bin ein bishcen wirr heute hoffe ihr versteht was ich meine.

  • Ich bin echt begeistert.

    Da können unsere Bienen ja noch richtig was von uns lernen.

    Daß die aber auch im Laufe der Jahrmillionen Entwicklung nicht auf diese genial einfache super Betriebsweise gekommen sind.

    Oder grinsen die sich einfach eins ob der menschlichen Optimierungswut?